lilani hat geschrieben:
dolores12 hat geschrieben:
und zweitens kommt es nicht darauf an, sich unverwundbar zu machen, sondern Fähigkeiten zu haben oder zu entwickeln, die einem bei starkem Schmerz helfen. Dann kannst Du dich einlassen, und bei Verletzungen wieder abgrenzen und für dich sorgen.
Und welche Fähigkeiten müßte man dafür entwickeln?
Es sind wohl nicht nur Fähigkeiten, sondern auch andere Faktoren. Zum Beispiel stabile Freundschaften, die dann auch Halt geben, wenn ich Liebeskummer habe. Aber um diese Freundschaften zu haben, braucht man wiederum manche Fähigkeiten. Ich schätze, ich meine das, was mit "emotionaler Intelligenz" umschrieben wird, ein Teil davon ist sicher nachträglich erlernbar. Und diese Dinge wirken dann auch nach innen, zum Beispiel wird man nachsichtiger mit sich selbst, Selbstabwertungen lassen nach.
Sich selbst Gefühle zu erlauben, trauern können - das hilft doch, wenn es eben etwas zu betrauern gibt. Da ist es dann doch auch sinnvoll, auf eine eigene passende Art zu trauern. Und das ist besser, als die Gefühle verdrängen zu wollen und sich zunehmend zu verhärten. Trost in anderen Lebensbereichen zu finden, oder bei Dritten.
Wird klarer, was ich meine? Verhärtungen machen meistens unflexibel - und verstärken den Effekt, dass man anstrenged für andere wird. Und das wäre dann der nächste Frust.