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Hallo! Auf diesem Wege möchte ich mich in diesem Forum vorstellen. Ich bin schon seit ca. zwei Jahren stiller Mitleser in diesem und noch einem anderen Forum das sich ebenfalls mit dem Thema AB befasst.
Ich bin 22 Jahre alt, männlich, 185 cm groß, schlank, Brillenträger. Ich wohne in einer ländlichen Gegend in Österreich wo eigentlich nicht viel los ist.
Zurzeit mache ich gerade eine technische Ausbildung (keine Universität) wo ich jeden Tag etwa 2 Stunden Busfahrt „genießen“ darf.
Meine Kindheit war irgendwie merkwürdig und von meiner sehr dominanten Mutter geprägt. Sie brachte mir und meinem Bruder schon im Kindergarten lesen und schreiben bei mit einer Art, die für uns immer beängstigend war. Sie hatte nie viel Geduld, flippte gleich aus und schimpfte sehr viel und sehr laut mit uns. Im Grunde genommen hatte zumindest ich Angst vor ihr. Ich mochte sie zwar aber ich hasste es wie sie sich manchmal wie ein feuerspeiender Drache verhalten hat. Mein Vater war auch nicht viel besser, er hatte eigentlich nie viel zu sagen. Er unterstütze die Mutter meist.
Ich war immer schon ein sehr schüchterner und sensibler Mensch, den die Behandlung seitens der Mutter gekränkt und verletzt hat. Ich war also bereits im Kindergartenalter komplett anderst wie die „normalen“ Kinder aus meinem Dorf. Die anderen Kinder waren immer sehr laut und sagten gerade heraus was sie wollten und was sie dachten. Ich dagegen war immer sehr stumm und traute mich kaum ein Wort zu anderen Menschen zu sagen. So blieb ich im Kindergarten schon alleine in der Ecke und spielte alleine.
In der Volks- und Hauptschulzeit wurde ich sehr häufig von Mitschülern gemobbt. Später zwar auch noch ein bisschen aber bei weitem nicht mehr so intensiv wie zuvor.
Ich wurde übelst beleidigt, beschimpft und teilweise wurde ich sogar Opfer von körperlicher Gewalt. Das Hauptproblem war jedoch stets der Psychoterror dem ich ausgesetzt wurde. Insgesamt etwa 8 Jahre lang ging das so.
Ich versuchte immer diese Hänseleien zu vertuschen also erzählte ich niemandem etwas davon, nicht mal meinen Eltern. Ich schämte mich einfach davor und dazu kam immer noch die Reaktion meiner Eltern (wenn ich mal den Mut aufgebracht habe was zu erzählen oder es sonst irgendwie zu ihnen durchgedrungen ist). Die machten immer ein Rieeeeesen-Trara absolut unverständlich. Sie schrien mich an und gaben mir sehr zweifelhafte Tipps, ich solle mich doch wehren usw. Einmal hat meine Mutter sogar die Eltern der Kinder angerufen, die mir meine Schulsachen versteckt haben und die dann übelst beschimpft. Das war äußerst peinlich.
Das einzig Positive an das ich mich in meiner Kindheit erinnern kann war eine Freundschaft zu einem Nachbarsjungen. Er war wirklich ein toller Freund mit dem man viel zu lachen hatte, sich alles erzählen konnte, mit ihm wurde es einfach niemals langweilig. Leider ist er nach einigen Jahren verzogen und der Kontakt zu ihm ist komplett abgerissen.
Nach 8 Jahren Schule kam dann die Zeit in der man sich für seinen späteren Berufsweg entscheiden muss. Ich wollte eine Lehre machen und denselben Beruf erlernen wie mein Vater. Sein Beruf hatte mich damals irgendwie fasziniert. Nichts da – sagte meine Mutter sie wollte, dass ich 5-jährige höhere Schule besuche. Ich beugte mich ihrem Willen, was blieb mir schon anderes übrig.
In diesen 5 Jahren ist auch sehr viel passiert:
Ich lernte wieder neue Lehrer kennen von denen manche Vollidioten waren und anderen wiederum ganz nett. Aber vor allem lernte ich ein neues Umfeld kennen (Mitschüler und auch sehr viele MitschülerINNEN)
Das einzige Problem war halt, dass ich wieder stumm wie ein Fisch, sehr schüchtern und inzwischen recht abgemagert war. So traute ich mich die ersten 2 Jahre nicht irgendwelche Kontakte zu knüpfen. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich 16 Jahre alt und bis dahin hatte ich nur eine kurze Freundschaft in der Kindheit und noch niemals eine Freundin.
Das Absurde aber daran ist, dass ich im Laufe dieser 5 Jahre dennoch einige teils eindeutige Signale von meinen Mitschülerinnen empfangen habe. Ich habe mich nur niemals getraut. Wenn ich nachzähle waren ganze 7 Mädchen dabei von denen ich ziemlich sicher weiß, dass sie etwas von mir wollten, doch ich traute mich nicht. Irgendetwas hielt mich davon ab, ich weiß nicht was es ist ich weiß nur da ist irgendeine Barriere. Es war einfach ein Scheißgefühl.
Das Schlimmste aber war als ich mich nach einer einwöchigen Klassenreise in eine attraktive blonde Mitschülerin verliebt habe. Ich wusste es war nicht nur eine Schwärmerei es war viel stärker und intensiver als jemals zuvor. Doch ich traute mich nicht. Ich hatte während den Ferien depressionsartige Zustände weil ich sie die ganzen Sommerferien nicht gesehen hatte. Und ich ging ja auch nie aus dem Haus und auch fast nie weg am Wochenende oder abends.
Ich sah sie dann einfach 8 Wochen lang nicht. Und dann kam ich auf die Idee mein Äußeres zu verändern, vielleicht mache ich sie ja dann auf mich aufmerksam und vielleicht spricht sie mich dann an und vielleicht überwinde ich dann meine Schüchternheit.
Ich begann also etwas das ich bis heute nicht bereue. Ich fing an mit einer Sache die mir bis heute und ich hoffe auch noch viele Jahre in der Zukunft einen Halt im Leben geben wird. Kurzum ich fing an mit Fitness/Bodybuilding.
Ich fing an jeden Tag Liegestütze, Bizeps-Curls und Situps zu trainieren. Meine Haltung verbesserte sich, die Muskulatur fing zaghaft an zu wachsen. In der Schule wurde dies bemerkt und positiv aufgenommen. Nun war ich etwas lockerer aber trotzdem noch viel zu verklemmt.
Im Alter von 19 Jahren machte ich meine Abitur und konnte auf eigentlich schöne vergangene 5 Jahre zurückblieben.
Kurz darauf wurde ich einberufen zum Bundesheer in eine Kaserne etwa 400 Kilometer von meinem Heimatort entfernt. Auch diese 6 Monate waren sehr schön. Die Kameradschaft war prima, obwohl ich immernoch verklemmt war, aber immerhin minimal lockerer als die Jahre zuvor.
Was genervt/verletzt hat war dass die Kameraden halt schon recht oft über Sex und Liebe gesprochen haben und ich niemals dabei mitreden konnte. Ich war nur der stille Beobachter und sagte auch niemals ein Wort über dieses Thema. Einmal kam eine weibliche Kommandantin zu uns und gab uns irgendwelche Befehle die wir auszuführen hatten. Plötzlich seufzte ich „Endlich wieder mal eine weibliche Stimme“. Meine Zimmerkollegen drehten sich zu mir um und fragten mich ob ich denn sonst nie eine weibliche Stimme zu hören bekäme und so wurde auch bekannt dass ich keine Freundin habe, doch die ganze Geschichte erzählte ich natürlich niemandem.
Mein berühmtes erstes mal erlebte ich mit 19 Jahren in einem Bordell. 100 Euro kostete der Spass und ich bin nichtmal gekommen…. Ich wollte einfach wissen wie eine Frau in Real aussieht und wie sie sich anfühlt, wie sie riecht, das Gefühl wenn sie mich berührt, etc.
Nach dem Heer arbeitete ich 6 Monate am Fließband, ohne besondere Vorkommnisse.
Nun bin ich seit mittlerweile 2 Jahren dabei eine Ausbildung in einem technischen Bereich zu machen. Auch hier ist das Thema Liebe und Sex allgegenwärtig. Kein Wunder über was reden die Menschen denn sonst im Alter zwischen 20 und 28? Naja aufjedenfall komme ich mir dann immer so klein vor wie ein Staubkorn, klein und unbedeutend, nichts wert.
Ich frage mich was die ganzen Leute von mir denken würde, wenn ich sagen würde, dass ich in meinen 22 Jahren Existenz noch nie eine Frau geküsst habe, noch nie eine Freundin hatte.
Wenn ich in die Öffentlichkeit gehe bemerke ich manchmal wie mich Frauen gar nicht wahrnehmen, sie schauen durch mich hindurch als wäre ich gar nicht existent – wie Luft. Dann denke ich immer typisch diese oberflächlichen Luder (man möge mir die Wortwahl verzeihen)
Andere Male bemerke ich jedoch wie Frauen bewusst meine Nähe suchen. Kürzlich war eine junge, attraktive Frau im Bus die sich IMMER neben mich hinsetzte und einmal sogar versuchte sich mir anzunähern. Ich war jedoch wie gelähmt ich konnte mich nicht bewegen, ich habe mich nicht einmal getraut sie anzuschauen, ich konnte meinen Kopf nur noch Richtung Fenster drehen. Ich ertrug ihren Anblick nicht obwohl er schön war. Sie bemerkte, dass mit mir irgendwas nicht stimmt, dass ich sie nach all den Malen nie angesprochen hatte obwohl ich sie anfangs immer angelächelt habe.
Auf jeden Fall steht sie heute lieber als sich neben mich zu setzen.
Tja ich bin gespannt was mir die Zukunft so bringen wird.
Eine große berufliche Karriere kann ich wohl abhaken da ich ein dummer Hohlkopf bin. Wo andere ein paar Stunden lernen und gute Noten bekommen brauche ich Tage und Wochen um einen 4er zu schaffen. Außerdem bin ich begriffsstutzig einfach lahm im Schädel genau wie meine Eltern auch.
Sozial wird auch nicht viel gehen. Ich hatte bisher nie eine Freundin, habe keine und höchstwahrscheinlich werde ich auch nie eine haben. Ich hatte bisher einen einzigen Freund mit dem der Kontakt vor vielen Jahre abgerissen ist, ich habe momentan keine Freunde und werde höchstwahrscheinliche auch nie welche haben. Kinder kann ich mir auch abschminken, meine ehemaligen Mitschüler fangen schon langsam an schwanger zu werden, auch wenn sich das jetzt lustig anhört.
Ich versuche den sozialen Bereich durch den Konsum von Pornos im Internet zu kompensieren. Zudem habe ich noch eine kleine aber erlesene Sammlung an Sextoys die meinen Alltag erträglicher machen. Manchmal wenns mir schlecht geht hilft es mal eben „Hand anzulegen“. Naja genug davon.
Wie gesagt, das einzige was mir bleibt ist mein Sport. Ich betreibe Bodybuilding, das Einzige was mir momentan Spaß macht und meinem Leben einen Sinn gibt, wenn man so will.
Also wer es bis hier durchgelesen hat, dem darf ich nur herzlich gratulieren, dass du dir Zeit genommen hast ein so unwichtige, witzlose und mit Rechtschreib – und Formulierungsfehlern bespickten „Lebenslauf“ durchzulesen.
mfg, RufusZorilla
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