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BeitragVerfasst: 25.06.2011, 02:23 
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Hi,

ich stell mich erstmal kurz vor:

ich bin anfang 20 (23) , männlich und hatte bisher weder sex noch eine beziehung. ein bischen „rumgemacht“ habe ich bisher schon, allerdings auch nur mit bisher einer frau so wirklich und das ging auch definitiv von ihr aus und nicht von mir. Zum sex kam es leider nicht an dem abend, sie blockte ab. Weiter hatte ich aber irgendwie immer „irgendwie irgendwas“ mit frauen zu tun. Nur kam es nie wirklich zu einer wirklichen beziehung noch zu sex/zärtlichkeiten… aber dazu gleich noch mehr.

Ich hatte in meiner jugend (also vor allem das alter der pupertät rum) schwer mit einer krankheit zu kämpfen die es mir nicht ermöglichte mich sozial zu entwickeln. Was vor allem ein extrem großes problem war, war dass ich keinen körperkontakt aufbauen konnte. krankheitsbedingt.

So was wie „streicheln“ oder „händchen halten“ war für mich die größte horrorvorstellung die man sich nur vorstellen hat können. … nicht dass ich das nicht gewollt hätte, aber ich konnte nicht… wegen dieser krankheit.

Auch der allgemeine soziale kontakt mit z.b. männern war durch diese krankheit extremst gestört. Überaupt war ein sozialleben außerhalb meiner eigenen kleinen welt praktisch nicht vorstellbar.

Ich zog mich in folge dessen sehr stark zurück und wurde von tag zu tag immer depressiver, frustrierter und trauriger, ohne das aber alles so wirklich bewusst zu realisieren.

Ich fand beschäftigungen die ich alleine durchziehen konnte, oder zumindest wo ich keinen großartigen körperkontakt herstellen musste.

_

Irgendwann im alter von ca. 19 - 20 kam dann die wende wo ich dann endlich, nachdem ich bewusst realisiert hatte dass ich ein tiefliegendes problem habe was soziale kompetenzen angeht, mittel und wege fand diese krankheit zumindest sympthomatisch zu besiegen.

Mir war nicht ganz klar bis dato dass ich durch diese jahrelange isolation und vor allem dieses jahrelange ausharren ohne zärtlichkeiten und „liebe die dir eine mutter oder vater nicht geben kann“ völlig den bezug zu frauen als 1. sexuelle wesen und 2. liebe/leidenschaft/partnerschaft gebende wesen verloren hatte. Darüber hinaus entwickelte ich schwere minderwertigkeitskomplexe und ein total verzerrtes bild meines äußeren erscheinungsbildes.

Das äußerte sich dann soweit darin dass ich mich die meiste extrem hässlich und abstoßend empfand, bis vor kurzem. Wobei das auch noch immer wieder mal vereinzelt ein thema ist das auftaucht, allerdings bin ich hier schon „dahinter gekommen“.

Als ich mit ca. 19/20 wieder langsam anfing ins soziale leben zurückzukehren, dauerte es natürlich auch nicht all zu lang bis ich die ein oder andere frau/mädchen sah/kennenlernte. TROTZDEM dass ich mich selbst als sehr hässlich und abstoßend empfand, zeigten verschiedenste frauen/mädchen interesse an mir, was mir natürlich wirklich sehr sehr unwirklich vorkam.

Ich konnte das immer nie so wirklich als „echt“ betrachten und konstruierte so in meinem kopf immer wieder szenarien in denen ihr interesse sich als „verarschen/mit mir spielen“ entpuppen sollte. Und sollte mein konstruiertes szenario als nicht real eintreffen, so sorgte immer wieder ICH dafür, dass mein konstrukt seine richtigkeit behielt indem ich „rechtzeitig“ abblockte und mir dann so meine kleine story aufrecht erhielt.

Seit neuester zeit wird mir klar dass ich, wenn ich mal an dem punkt war wo ich mich in eine frau „verliebte“, ich immer nur sowas wie meinen emotionalen erlöser in ihr sah. Aber niemals wirklich einen partner. Einen sexuellen, weiblichen partner.

Inzwischen habe ich angst davor gefühle, die zu sehr in richtung „liebe“ gehen, zuzulassen, eben aus angst davor, mich in diesem „diese frau ist mein erlöser“-konstrukt zu verlieren und die jeweilige frau dadurch – mal wieder – zu verlieren bevor es überhaupt anfing.

Aber unabhängig von meiner angst, ist das auch so richtig. Eine frau darf nicht mein emotionaler erlöser sein. Jedenfalls darf und WILL ich nicht mit so einer erwartungshaltung auf eine frau zugehen/gefühle zulassen. Das wäre nicht fair und am ende fall dich dann doch wieder auf die schnauze.

Es ist nicht so dass nicht (fast schon will ich schreiben: „SEHR VIELE!!!“) frauen, vor allem (!) sexuelles interesse an mir zeigen.

Ich denke ich bin nicht dieser typische brillenträger nerd der „angst“ vor frauen hat. „angst“ davor sein leben selbst zu gestalten. Nein, das bin ich nicht… wahrscheinlicher ist es dass wohl so ziemlich alle sich wundern würden, würde ich erzählen dass ich noch nie sex hatte.

Ironischerweiße denken alle die mich kennen/erleben dass ich eher das krasse gegenteil von einem „AB“ bin. Eben ein aufreißertyp. … witzigerweiße bin ich ja auch nicht unbeliebt bei den frauen was „potentielle partnerschaft ob in sexueller oder was weiß ich was welcher hinsicht“ angeht.

… für mich ist das einfach irgendwie alles zu viel. Diese ganze aufmerksamkeit der frauen. Es ist teilweiße wirklich extrem, wie sehr frauen sich gegenüber mir sexuell anfangen zu verhalten. Ich mein… ich kannte das mehr als 5-6 jahre lang überhaupt nicht. Ich habe in meiner pupertät dieses ganze spiel zwischen junge und mädchen niemals kennengelernt. Und jetzt werde ich auf einen schlag damit konfrontiert. Es ist einfach zu viel wenn ich weiß: „sie WILL sex.“ Und ich steh einfach nur da und KANN einfach irgendwie nicht weiter machen in die richtung weil ich einfach irgendwie nicht mal genau weiß was ich überhaupt von dieser jeweiligen frau WILL.


… anstatt dass ich mit den frauen, wo sex in der luft liegt, echten, hemmungsosen sex habe, geh ich nachhause und masturbiere.

Ich hab manchmal sogar schon scheiss schmerzen in der schulter, weil ich wie ein bessesener masturbiere. Und zwar nicht auf pornos, sondern auf reale frauen wo ich definitiv weiß: „ich müsste nur zuschnappen.“

… ich müsste sie einfach nur an der hand nehmen und sie würde mitkommen. .,.. aber ich kann nicht.

Ich kann nicht weil mich da etwas blockiert. Ich weiß einfach nicht wie es von da an weiter geht. Jedenfalls ist es das, was mir mein kopf sagt.

Inzwischen trete ich frauen, vor allem denen die ich sexuell attraktiv finde, möglichst natürlich gegenüber und versuche einfach auszublenden dass ich sie am liebsten sofort f… würde. Ich bin einfach so wie ich bin. Natürlich. Manchmal locker und manchmal nicht so locker.

Manchmal bin ich so geil dass ich spontan auf die toilette renne und mir einen runterhol, damit ich mich nicht mit diesem sexuellen aspekt auseinersetzen muss und wieder möglichst „ruhig“ sein kann in gegenwart der frauen.

Darüber hinaus, also über das sexuelle hinaus, muss ich mir eingestehen dass ich liebeskrank bin. … inzwischen TRÄUME (!!!) ich von liebe. Ich träume davon dem gefühl „liebe“… ich träume davon wie ich LIEBEVOLLEN sex mit einer jungen frau habe, die ich schon etwas länger kenne wo ich auch schon ETLICHE chancen hatte, ich aber einfach nicht „zugreifen“ konnte… ich träume davon wie ich dieser und anderer frauen in träumen HINTERHERRENNE, sie SUCHE und SUCHE… und am ende einfach nicht mehr wieder finde.

Ich fühle mich so SCHLECHT inzwischen wenn ich anfange mich mit einer hübschen jungen frau gut zu verstehen, weil ich weiß: „sie wird mich auch mögen und ich sie. Und dann wird sie vielleicht „mehr“ wollen und ich werde sie fallen lassen wie einen kalten stein. Weil ICH probleme mit mir selbst habe und sie wird sich dann vielleicht schlecht fühlen, weil ICH es nicht auf die reihe kriege meine probleme in den griff zu bekommen“.

Inzwischen habe ich ANGST davor die frauen zu verletzen...

Und im echten leben dann versuche ich alles mögliche um diese „liebevollen“ gefühle abzuschnüren weil ich angst habe dass ich in derjenigen frau mal wieder meinen „emotionalen erlöser“ sehen werde und sie damit am ende verschrecke, so wie bisher. Oder sie dann eben im „letzten moment“ sitzen lasse und sie damit fallen lasse weil ich einfach nicht „weiter“ kann…



Steckt jemand in der selben oder ähnlichen situation? Ich würde mich wirklich sehr gern darüber austauschen wie ihr damit umgeht usw…

Ein trauriges tschüß….


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 25.06.2011, 02:23 




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BeitragVerfasst: 25.06.2011, 09:33 
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Uff, sehr langer Text! Also ich würde -ich hab sowas selbst gemacht, allerdings aus anderen Gründen, die für mich wichtig warn- eine Therapie anstreben. Im Ernst, jeder kommt immer mit dem Thema, Therapeuten sind ja nicht umsonst da und helfen den Leuten. Es ist -aus meiner Sicht- beinah das einzige, was Dir evtl. die Angst nehmen kann. Du wirst Dich damit beschäftigen, der Angst in die Augen sehn und sie evtl. auch mal überwinden. Einfach wirds nicht sein, eher ein hartes Stück Arbeit, vermute ich.

Viele MABs hier träumen von der Möglichkeit, dass Frauen auf sie aufmerksam werden und ihnen "hinterherlaufen". Wovor hast Du Angst? Davor, dass eine da bleibt und sich sogar in Dich verliebt? Dich aus Deinem verzweifelten Selbstbild rausreißt und Dir zeigt, dass Du ein toller Mensch bist? ;) (also jetzt für die jeweilige Frau dann)

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BeitragVerfasst: 25.06.2011, 10:22 
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Sehr widersprüchlich, viele Erzählpunkte zueinander. Mir kommt aber einiges von mir bekannt vor.
Wenn du meine Kurzdiagnose hören willst. Sehr viel weibliche, zerrissene Seele in dir (Grimms Brüderchen und Schwesterchen, lesen !), notwendig ist der beschwerliche männliche Weg (Grimms Der Goldene Vogel, danach lesen !).


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BeitragVerfasst: 25.06.2011, 10:31 
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Zitat:
Viele MABs hier träumen von der Möglichkeit, dass Frauen auf sie aufmerksam werden und ihnen "hinterherlaufen". Wovor hast Du Angst? Davor, dass eine da bleibt und sich sogar in Dich verliebt?


Gut erkannt, Abine. Die wahre Angst beginnt beim Psycho-AB doch erst da, wo sie bei Normalo aufhört.


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BeitragVerfasst: 25.06.2011, 13:06 
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@m13ab gäbs da auch eine langfassung deiner diagnose? :mrgreen:

grad wo du was von weiblicher seele und männlicher redest... sowas hat mich schon immer "fasziniert" und interessiert. diese gegenpole. männlich/weiblich. worum geht es denn in den büchern? magst du vielleicht mir bischen was darüber erzählen? vielleicht auch in welchen bereichen meines textes du dich selbst wiedererkannt hast und was hast du dagegen unternommen bzw. was versuchst du denn zu ändern und wie?

@ABine hi. danke dass du den text gelesen hast. hmm eigentlich nein. ich hab keine angst davor, dass mir eine zeigen könnte was für ein ach so toller mensch ich bin. darum gehts nicht. ich hab nicht primär angst davor was danach kommt sondern ich hab eine massive hemmung zu diesem "danach" überhaupt zu kommen.

liest du es denn nicht heraus? ich SEHNE mich wie ein wahnsinner nach liebe/zärtlichkeit und sex. ... ich TRÄUME von liebe inzwischen.

... naja es ist nicht so dass ich völlig im stillstand verharren würde. ich meine... ich arbeite hart an mir. wirklich... und ich mache ständig fortschritte in welcher hinsicht auch immer. aber ich denke dieses traurigsein und sich beklagen über die momentane situation ist ein notwendiges MUSS, damit ich auch weiter am ball bleibe.

ich will mich nur echt sehr gern darüber austauschen mit anderen die vielleicht das selbe oder ähnliches erfahren habe wie ich.


PS: "Psycho-AB" ist ja nett formuliert. :D aber ich versteh wohl schon wie das gemeint ist.

PPS: ja das mit dem text tut mir leid. ich schrieb ihn über mehrere stunden vereinzelt hinweg. deswegen die manchmal eher apprupten übergänge.


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BeitragVerfasst: 26.06.2011, 19:53 
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@Supernova: Anscheinend hast Du aber doch diese Angst, was passieren könnte, wenn Du einen Schritt weiter gehn dürftest. (Ich meine gegenseitige Liebe erfahren und ne Beziehung, Sex usw.) Sicher, wenn man immer allein war, ist es schon ein großer Schritt wenn da plötzlich jemand ins Leben kommt. Es treten auch neue Probleme auf, die man vorher nicht hatte.

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BeitragVerfasst: 27.06.2011, 00:18 
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Wahnsinn :shock:

Danke für diesen Text!

Ich kann sehr viel von dem was du schreibst nachempfinden, ich denke, wäre ich als ich 23 war auf dieses Forum gestoßen hätte ich anfangs etwas ziemlich Ähnliches verfasst wie du ;)

Bei mir waren es wohl andere Ursachen die aber zu einer sehr ähnlichen Problematik wie bei dir geführt haben. Ich weiß nicht was das für eine Krankheit war, die dir soziale Kontakte unmöglich gemacht zu haben scheint, warum für dich zb. Händchen halten eine Horrorvorstellung war? Das klingt verdammt traurig, da du es dir ja eigentlich schon immer gewünscht zu habe scheinst.
Bis auf diese Krankheit kann ich eigentlich alles total gut nachempfinden. Besonders dieses Resultat:

Supernova hat geschrieben:
Ich fühle mich so SCHLECHT inzwischen wenn ich anfange mich mit einer hübschen jungen frau gut zu verstehen, weil ich weiß: „sie wird mich auch mögen und ich sie. Und dann wird sie vielleicht „mehr“ wollen und ich werde sie fallen lassen wie einen kalten stein. Weil ICH probleme mit mir selbst habe und sie wird sich dann vielleicht schlecht fühlen, weil ICH es nicht auf die reihe kriege meine probleme in den griff zu bekommen“.


Das ist etwas was ich auch bei mir im Laufe der Zeit immer stärker erlebt habe. Ich fange schon an mich schlecht zu fühlen wenn ich merke eine Frau will vielleicht was von mir, und ist es nur, dass sie mich eben besser kennenlernen will.

Nagut, bei mir kommt insgesamt mittlerweile auch noch dazu, dass ich mich aufgrund meiner Lebenssituation schlecht fühle. Mittlerweile führe ich immer mehr ein Leben in dem ich sowieso kaum noch Frauen kennenlerne... Aber das ist jetzt eigentlich eine andere Geschichte.

Ich kann auch sehr gut diese Gedanken mit der "Erlöserin" nachvollziehen. Bei mir hat sich das speziell in meiner Jugend so ausgedrückt, dass ich vollkommen wahnsinnig und verrückt, ja besessen, von genau einem einzigen Mädchen in unserer Schule war. Ich war total davon überzeugt, dass sie und nur sie meine "Erlöserin" sein musste. Ich hatte schon seit ich etwa 10 oder 11 Jahre alt war so Vorstellungen von dem einen Mädchen welches mich total versteht, alles mit mir teilt und mit dem ich bis an mein Lebensende zusammen sein werde. In der Oberstufe projizierte ich das dann alles auf genau dieses eine Mädchen. Und ich denke, dass speziell dieser Umstand sehr große Anteile an einem heutigen AB-Zustand hat. Ich brauche das jetzt glaube ich nicht weiter auszuführen.

Auf alle Fälle habe ich auch diese große Angst ich könnte diese extremen Gefühle wieder auf genau eine Frau aufladen, denn ich weiß genau, dass das ziemlich zerstörerisch wäre. Wir würden beide darunter leiden, sie und vorallem ich.

Meine derzeitige Strategie um gegen speziell diese emotionale Abhängigkeit von genau einer Frau los zu kommen ist, mich gedanklich immer auf mehr Frauen gleichzeitig zu konzentrieren. Wenn ich eine Frau kennenlerne, die mir gefällt, und ich merke, dass ich anfange von ihr zu "träumen", dann stelle ich mir recht schnell andere Frauen vor, mit denen ich ebenfalls zu tun habe, und die ich ebenfalls sexuell attraktiv finde. Das funktioniert mittlerweile eigentlich ganz gut. Dadurch werden beide Frauen "menschlicher" und die Sehnsucht nimmt insgesamt etwas ab.

Ich weiß nicht wie das bei dir ist, aber bei mir kommen meine "Ängste", oder wie auch immer man diese Gefühle bezeichnen mag, wegen denen man die Frau letztendlich abblitzen lässt, hauptsächlich dann zum Tragen wenn die Frauen anfangen mich zu berühren. Also solange ich mich nur mit Frauen unterhalte kann ich sie normalerweise ganz gut als asexuelle Wesen sehen, wobei ich mittlerweile, wie gesagt, auch da schon immer öfter Angst habe sie könnte mehr wollen. In dem Moment wo mich Frauen anfangen zu berühren wird es allerdings ganz schwierig... Und normalerweise ist das auch der Moment wo ich spätestens kalt bleibe und die Berührung nicht erwidere. Naja, langer Rede kurzer Sinn... Ich "arbeite" auf alle Fälle gerade daran diese Ängste vor Körperkontakt abzubauen, ich will mal lernen "rein freundschaftlich" Körperkontakt mit Frauen aufzubauen, ohne angst haben zu müssen, sie will womöglich eine Beziehung oder Sex. Das geht am besten wenn sie vergeben aber sehr aufgeschlossen ist... und so eine kenne ich -st-
Kann natürlich sein, dass dir das überhaupt nichts brächte. Bei mir liegen die ursprünge dieser Problematik wohl irgendwo darin, dass ich früh in meiner Kindheit "gelernt" habe, ich dürfe keine Mädchen berühren... (Hat auch was mit meiner Beziehung zu meiner Mutter zu tun) Und sowas kann sich unter ungünstigen Umständen so tief einbrennen, dass man dann als erwachsener die totale Angst bekommt wenn es doch passiert. Darum fragte ich anfangs was das für eine Krankheit war und wie sich die soziale Einschränkung eigentlich genau gezeigt hat... irgendwo da liegt ja der Ursprung deiner Probleme, und da muss auch irgendwo die "Lösung" zu finden sein... denke ich.

naja
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Googeln wir nach Rumkugeln um zu ergoogeln warum Rumkugeln rumkugeln.


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BeitragVerfasst: 27.06.2011, 10:06 
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Meinst du dann nicht, dass es dir helfen könnte, z.B. nackten Körperkontakt bei einer sensiblen Gewerblichen Dame zu üben, ohne richtigen Sex, das kann man ja vereinbaren ?

@Supernova: Die von mir erwähnten sensationellen Grimms Märchen wirst du doch wohl haben oder sogar im Netz finden können.


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BeitragVerfasst: 28.06.2011, 02:06 
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hi

freut mich dass doch noch par antworten kamen.


@m13ab , nö, hab absolut garkeine grimms märchen zuhause, kenn da auch nicht sonderlich viele.. rotkäppchen, die geschwister und die hexe (knusperhäuschen). schneewittchen??.... ... klar find ich die teile auch im netz, wär halt cool gewesen wenn du direkt noch was gesagt hättest worums da eigentlich geht. ;)


@ ibekus, hi!

ja. mit den berührungen... eine zeit lang hab ich GANZ BEWUSST sehr viel körperkontakt, vorallem im alltag, aufgebaut zu frauen. erstaunlicherweiße reagierten so gut wie alle sehr, sehr positiv darauf. irgendwann hab ich damit aber aufgehört. inzwischen find ich dieses "bewusste anfassen um sexuelle spannung herzustellen" irgendwie einfach ... ich will jetzt "lächerlich" schreiben, aber DICH damit auf keinenfall irgendwie in schlechtem licht dastehen lassen. hoffe du verstehst das. vorallem kommst du ja hinsichtlich dessen aus einer bischen anderen ecke als ich (gleich noch mehr dazu).

inzwischen initiieren frauen völlig selbstständig körperkontak mit mir, ohne dass ich noch irgendwie überhaupt bewusst überhaupt irgenwdie versuche da irgendwie eine "verbindung" herzustellen.

,,, dieses geschilderte prblem von dir von wegen "wenn SIE körperkontakt anfängt aufzubauen krieg ich die panik"...das kenn ich auch! wobei ich auch da eigentlich noch echt locker eigentlich bin und nicht wirklich am ausflippen bin innerlich.

problematisch wirds erst WENN ein teil von mir - eigentlich - initiative ergreifen will. seis weil ich sex will oder weil ich sie wirklich kennenlernen will oder weil ich einfach in ihrer nähe sein möchte...


ich glaube diese hemmung vor richtiger intimität hängt auch STARK damit zsuammen dass ich meinen körper allgemein nicht besonders leiden kann. ich empfinde ihn selbst einfach als nicht ästhetisch. ob das jetzt objektiv wieder eine fehlinterpretation meinerseits ist: das zählt nicht wirklich.

ich habe mein "mindest-ideal" im kopf und das werde ich auch erreichen. ich arbeite hart dafür. aber solange DIE baustelle noch nicht gänzlich erledigt ist, denke ich nicht dass ich m ich UNGEZWUNGEN und HEMMUNGSLOS auf sex/intimität mit einer frau einlassen werden kann.

ich weiß, das ist irgendwie krank. aber krank bin ich auch nunmal.


tja, wir unterscheiden uns hinsichtlich körperkontakt wohl soweit als dass du es so beigebracht bekommen hast dass man frauen nicht einfach so anfasst und ich aufgrund einer krankheit einfach nie so wirklich KONNTE, obwohl ich es wirklich gern gewollt hätte.

jaja :) das mit den schon vergebenen frauen kenn ich. da bin ich sehr viel lockerer drauf als bei singles, weil ich weiß ich habe eine verdammt gute ausrede wieso es nicht "weiter geht". nämlich dass ich mich nicht in eine beziehung einmischen möchte. ... scheisse, das ist so krank. wenn ich das jetzt mal aufschreibe was da eigentlich so bei mir los ist... echt traurig.

naja ist immer einfacher gesagt als getan, wenn du dich erstmal in eine frau verschossen hast. daran ist ja auch erstmal garnichts verkehrt. ich würde gerne eine treue beziehung mit einer liebevollen frau eingehen und schönen, liebevollen und GUTEN, hemmungslosen sex mit ihr haben. aber bitte ohne diesen hintergedanken von wegen "sie ist mein erlöser".

aber naja klar. das hilft schon sich jedes mal bewusst zu werden dass es noc andere frauen gibt. ich denke wenn man sowieso erstmal den mechanismus dahinter erkannt hat, also dass man in der jeweiligen frau lediglich seien emotionalen erlöser statt eines weiblichen sexuellen partner sieht, dann muss man sich nichtmal mehr bewusst werden dass es noch andere frauen gibt. man weiß ja wieso man so bessesen ist und das bringt einen schon wieder ziemlich gut runter von diesem film.

wegen der krankheit schreib ich dir 'ne PN.


ps: falls ich jetzt grad irgendwas vergessen hab: sorry, bin schon sehr müde.... sag einfach nochmal an und ich hols nach.


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BeitragVerfasst: 28.06.2011, 15:56 
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Ibekus hat geschrieben:
Supernova hat geschrieben:
Ich fühle mich so SCHLECHT inzwischen wenn ich anfange mich mit einer hübschen jungen frau gut zu verstehen, weil ich weiß: „sie wird mich auch mögen und ich sie. Und dann wird sie vielleicht „mehr“ wollen und ich werde sie fallen lassen wie einen kalten stein. Weil ICH probleme mit mir selbst habe und sie wird sich dann vielleicht schlecht fühlen, weil ICH es nicht auf die reihe kriege meine probleme in den griff zu bekommen“.

.... Ich fange schon an mich schlecht zu fühlen wenn ich merke eine Frau will vielleicht was von mir, und ist es nur, dass sie mich eben besser kennenlernen will.

@Supernova und Ibekus: Mich würde mal interessieren, welche Verhaltensweise ihr euch von einer solchen Frau wünschen würdet. Kann sie euch aus eurer misslichen Lage heraushelfen oder ist das gar nicht möglich :?:
Angenommen sie mag dich und ahnt etwas von deinen Problemen. Es herrscht ein gewisses Vertrauensverhältnis zwischen euch und ihr verbringt öfter Zeit miteinander, so dass es "passende (romantische?) Situationen" gibt. Was sollte sie im Idealfall tun, damit du dich gut fühlst und keine panischen Fluchtreflexe o.ä. verspürst? Wünschst du dir, dass sie dich "überrumpelt"? Oder soll sie in ganz kleinen Schritten ganz behutsam und geduldig mit Berührungen "weitergehen"? Würdest du offen über deine Ängste sprechen wollen oder lieber kein Wort darüber verlieren? Bin mal gespannt auf Antworten.

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BeitragVerfasst: 28.06.2011, 16:37 
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winterlinde hat geschrieben:
@Supernova und Ibekus: Mich würde mal interessieren, welche Verhaltensweise ihr euch von einer solchen Frau wünschen würdet. Kann sie euch aus eurer misslichen Lage heraushelfen oder ist das gar nicht möglich :?:
Angenommen sie mag dich und ahnt etwas von deinen Problemen. Es herrscht ein gewisses Vertrauensverhältnis zwischen euch und ihr verbringt öfter Zeit miteinander, so dass es "passende (romantische?) Situationen" gibt. Was sollte sie im Idealfall tun, damit du dich gut fühlst und keine panischen Fluchtreflexe o.ä. verspürst? Wünschst du dir, dass sie dich "überrumpelt"? Oder soll sie in ganz kleinen Schritten ganz behutsam und geduldig mit Berührungen "weitergehen"? Würdest du offen über deine Ängste sprechen wollen oder lieber kein Wort darüber verlieren? Bin mal gespannt auf Antworten.


hi.


hm... ich sprech jetzt mal logischerweiße nur für mich selbst.

ob sie mir aus meiner misslichen lage heraushelfen kann? nur indirekt. und zwar dadurch dass sie eben eine liebenswert, attraktive frau ist.

eigentlich kann ich ja garnicht mit gewissheit behaupten, zu sagen dass sie es 100% NICHT könnte (mir direkt helfen), denn das würde ja bedeuten dass ich die erfahrung schon gemacht hätte müssen.


... aber wenn ich jetzt mal bei dem bleibe was ich so empfinde usw...: dann nein. sie kann mir NICHT dabei direkt helfen. in erster linie bin ich alleine (!) für mich selbst verantwortlich. die frau soll sich nicht in einer position wiederfinden, in der sie eben mein emotionaler erlöser ist. bzw. werde ICH SELBST alles beste tun damit dieser fall NICHT eintrifft.

das mag vielleicht "blöd" sein. aber DAS its eben das was ich REALISTISCH , im realen lebe eben mache.

...angenommen es ergibt sich so eine "romantische situation" und gewisses vertrauen ist bereits aufgebaut... tja. keine ahnung was dann spontan passieren wird.

es kann gut sein dass ich mich ihr dann DOCH komplett anvertraue, oder aber ich zieh es einfach so durch.


und welches verhalten ich mir wünschen würde....

ich habe keine traumfrau. ... ich habe keine illusionen und vorstellungen von einer "perfekten frau". dieses konzept von einer "perfekten frau für mich" würde nur wieder diesem "emotionalen erlöser"-konzept gleich kommen.

das bedeutet für das reale leben dass.... hm. ich denke es wäre schon wesentlich einfacher für mich, wenn ich einfach dermaßen von einer frau überrollt werden würde, dass ich so ungefähr garnicht anders KANN als sie mir zu "nehmen".

... aber auch fände ich es schön bzw. FINDE es schön wenn sich soetwas (sexuelle spannung) langam entwickelt.


also so gern du vielleicht auch eine pauschalere antwort erhofft hattest, ich kann sie dir eigentlich nicht wirklich so pauschal geben.


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BeitragVerfasst: 29.06.2011, 18:55 
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Supernova hat geschrieben:
vorallem kommst du ja hinsichtlich dessen aus einer bischen anderen ecke als ich (gleich noch mehr dazu).

Und welche andere Ecke meinst du damit nun? (konnte sonst nichts diesbezüglich finden, oder meintest du das was du mir in der PN geschrieben hast?)

Supernova hat geschrieben:
,,, dieses geschilderte prblem von dir von wegen "wenn SIE körperkontakt anfängt aufzubauen krieg ich die panik"...das kenn ich auch! wobei ich auch da eigentlich noch echt locker eigentlich bin und nicht wirklich am ausflippen bin innerlich.

problematisch wirds erst WENN ein teil von mir - eigentlich - initiative ergreifen will. seis weil ich sex will oder weil ich sie wirklich kennenlernen will oder weil ich einfach in ihrer nähe sein möchte...


Ja, also ist das im Prinzip eh recht ähnlich wie bei mir ;) Der Unterschied scheint nur zu sein, dass ich eben mittlerweile geschätzte 80 % der Frauen halbwegs in meinem Alter so attraktiv finde, dass ich mich eben sofort nach mehr Nähe zu ihnen sehne.
Sollte es eine Frau sein die in die anderen 20% fällt ist es mir auch vergleichsweise egal, ich fühl mich dann nur vielleicht etwas mies weil ich sie ehrlich ablehnen müsste sollte sie mir noch näher kommen wollen... :|

Supernova hat geschrieben:
ich habe mein "mindest-ideal" im kopf und das werde ich auch erreichen. ich arbeite hart dafür. aber solange DIE baustelle noch nicht gänzlich erledigt ist, denke ich nicht dass ich m ich UNGEZWUNGEN und HEMMUNGSLOS auf sex/intimität mit einer frau einlassen werden kann.


Na dann viel Erfolg -st-

Supernova hat geschrieben:
tja, wir unterscheiden uns hinsichtlich körperkontakt wohl soweit als dass du es so beigebracht bekommen hast dass man frauen nicht einfach so anfasst und ich aufgrund einer krankheit einfach nie so wirklich KONNTE, obwohl ich es wirklich gern gewollt hätte.

Eigentlich unterscheiden wir uns hinsichtlich deswegen weniger als es für dich durch meinen letzten Post wirken mag. Das mit dem "gelernt" habe ich nicht ohne Grund unter Anführungszeichen gesetzt. Es ist ein etwas komplexeres Zusammenspiel verschiedenster Sachverhalte die zu meiner Problematik geführt haben. Ich KONNTE auch nie Körperkontakt aufbauen obwohl ich es wirklich extrem gerne gewollt hätte! Nur der Grund warum ich es nicht konnte ist etwas komplizierter und ausschließlich auf der psychischen Seite zu suchen.

Supernova hat geschrieben:
jaja :) das mit den schon vergebenen frauen kenn ich. da bin ich sehr viel lockerer drauf als bei singles, weil ich weiß ich habe eine verdammt gute ausrede wieso es nicht "weiter geht". nämlich dass ich mich nicht in eine beziehung einmischen möchte. ... scheisse, das ist so krank. wenn ich das jetzt mal aufschreibe was da eigentlich so bei mir los ist... echt traurig.


Ach was, so krank ist das gar nicht ;) Du redest dich da in mehr hinein als es ist... aber ich weiß, das willst du ja nicht hören (oder lesen) ;)

Supernova hat geschrieben:
naja ist immer einfacher gesagt als getan, wenn du dich erstmal in eine frau verschossen hast. daran ist ja auch erstmal garnichts verkehrt. ich würde gerne eine treue beziehung mit einer liebevollen frau eingehen und schönen, liebevollen und GUTEN, hemmungslosen sex mit ihr haben. aber bitte ohne diesen hintergedanken von wegen "sie ist mein erlöser".

Ja, das wollen wir hier doch alle 8) (außer mir :lol:) naja, aber ehrlich, wenn ich jemals eine Frau finden würde die ich wirklich hemmungsos lieben könnte und wo das alles auch zurück kommt, dann würde ich vielleicht auch eine treue Beziehung eingehen wollen... Es muss dann aber schon sehr viel stimmen und passen und ich bezweifle eben, dass das bei mir jemals so sein wird. Aber ich lass mich gerne überraschen! :D
Sie müsste halt auch meine Vorliebe für BDSM teilen ;)


@ winterlinde:

Ich sehs grundsätzlich ähnlich wie Supernova.

Ich weiß nicht ob mir eine Frau direkt helfen könnte. Aber wenn es darum geht welche Verhaltensweisen ich mir wünschen würde, dann definitiv, dass eine gute Gesprächsbasis vorhanden ist. Ich denke, wenn ich einer Frau meine Probleme genau erzählen könnte und sie diese akzeptiert wäre mir schon viel geholfen. Normalerweise kommt es halt soweit gar nicht, da ich erst sehr viel Vertrauen haben muss um überhaupt über meine Probleme zu sprechen.
Natürlich sollte sie auch eine liebevolle, attraktive Frau sein, wie Supernova schrieb. Wenn ich sie sexuell nicht anziehend finde hilft natürlich alles nix ;) Ich muss mich ja auch überwinden WOLLEN und selbst etwas dafür tun, das halte ich für selbstverständlich.

Wenn sie mich einfach überrumpelt wird es zwar kurzfristig funktionieren, sprich ich würde, insofern sie nicht damit aufhört mich zu überrumpeln und klar sagt was sie will, bei allem relativ problemlos mitmachen können, aber bei unserem nächsten Treffen müsste sie mich wieder überrumpeln... und wieder und wieder... und irgendwann würde ich mich dabei schlecht fühlen und wenn keine Gesprächsbasis entsteht würde ich das Interesse (ehrlich) an ihr verlieren... Hab sowas in abgeschwächter Form (also bis zu Sex kam es gerade eben so nicht) schon erlebt.

Aber wenn ich schon träumen darf:
Ideal wäre wohl eine Annäherung in ganz kleinen Schritten wie du, winterlinde, geschrieben hast, in Kombination mit ehrlichem offenen Reden über das was passiert. Sprich, ich würde gerne über unsere Empfindungen reden, just in dem Moment in dem sie stattfinden... Ich weiß, dass viele Menschen zu denken scheinen, dass das abtörnend wäre, aber ich finde nichts natürlicher als sich gegenseitig umstandslos darüber aufzuklären was in einem vorgeht und was man sich wünscht.
Natürlich sollte das jetzt nicht so verstanden werden, dass ich alle 2 Minuten beim Geschlechtsverkehr nachfrage ob eh alles passt, oder sage, dass es sich gut anfühlt. Wenn es einmal klar und verständlich gesagt wurde, dass das so passt, sollte es klar sein. Nur wenn das Reden bei der Annäherung als "Tabu" gilt hätte ich gröbste Schwierigkeiten.
Ich will offen und ehrlich sagen dürfen was in mir vorgeht und was ich will, und ich will, dass meine Partnerin damit erwachsen und verständnisvoll umgehen kann.

_________________
Wer mit mir fliegt freakt im Kreis
bzw.:
Warum kugeln Rumkugeln rum?
Googeln wir nach Rumkugeln um zu ergoogeln warum Rumkugeln rumkugeln.


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BeitragVerfasst: 01.07.2011, 15:33 
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Alter: 20
@Ibekus: Deine Vorstellung über die Erlöser-Frau ist schon ziemlich intensiv. Ich glaube nicht, dass dir auf Dauer helfen wird, wenn du dich dann auf eine andere Frau konzentrierst. Das Problem solltest du an der Wurzel packen und nicht "ignorieren". Du suchst ja nicht ohne Grund jemanden der dich erlöst aus deinem Leiden, jemand der dich in allen Dingen versteht.
Ich habe auch ab und zu solche Gedanken, das ich einen Seelenpartner finde, der mich vollkommen liebt, mit dem ich mein ganzen Leben verbringen kann ect. Und diese Gedanken projezieren ich auch ab und zu in die Männer, die ich attraktiv finde.
Doch mir ist klar geworden, dass ich nie diesen Mann finden werde, solange ich nicht im Reinen mit mir selber bin. Erst wenn man selber was ist, bzw was von sich hält, kann man eine Beziehung führen, bzw auch dem Partner etwas geben, eine Art Erlösung. Sodass nicht nur der Andere etwas gibt.
Deswegen habe ich mich nun komplett auf mich konzentriert, meine Sehnsüchte nach Liebe, Berührungen runtergeschraubt und arbeite an meiner "Weiterentwicklung". Meine Unsicherheiten will ich loswerden, meine Schüchternheit, meine Frustration, all dieser negativer Kram, der einen von Innen zerfrisst. Und das wird man nicht durch einen anderen Menschen los, sondern nur durch sich selber. Ich denke einfach, dass es keinen Menschen auf der Welt gibt, der mir meine Unsicherheiten nehmen kann, egal wie er mich auch liebt, denn das wäre von meiner Seite sowieso nur Abhängigkeit, nicht aus meiner eigenen Kraft habe ich mich "geheilt".

Ich mache seit einiger Zeit vieles, welchem ich normalerweise aus dem Weg gehen würde, aus Angst. Ich wollte immer viel ausprobieren, traute mich aber nie. Jetzt will ich meine Träume soweit wie möglich verwirklichen, ich glaube, dann werde ich so glücklich und zufrieden mit mir selber sein, dass auch der richtige Mann zu mir kommen wird, weil ich so etwas positives, innerlich ruhiges, zufriedenes ausstrahle. (Das zieht doch Menschen auch an, sie fühlen sie bei solchen Menschen sicher, suchen deren Nähe...frustrierste Menschen schrecken Andere ab, weil es einen selber runterzieht...)
Zb. habe ich vor einem Monat endlich mal Fallschirmspringen gemacht, das war so toll. Von 3000m aus dem Flugzeug runter in das Nichts, ich bin im Himmel "geflogen". Obwohl ich panische Höhenangst habe, war ich dort oben so glücklich und euphorisch, ich hab die ganze Zeit gelacht bei dem freien Fall. Das werde ich sicher nochmal machen.
Ich habe auch endlich mit dem Reiten begonnen, mit Tieren arbeiten hilft einen auch sehr weiter, denn sie verstecken nicht wie Menschen, ihre Gefühle, sondern sie reagieren augenblicklich auf dein Verhalten. Durchaus auch negativ, wenn man frustriert ist, aber das lässt einen bewusst werden, dass man es ist und man kann sich Mühe geben es loszuwerden und man merkt sofort, dass das Tier sich wieder friedlich verhält, oder auf einen hört.
Ich gehe auch selber für 3 Stunden auf Wanderschaften, komplett alleine, ohne Karte, einfach irgendwohin. Merke mir nur den Rückweg...ich weiß nie wo ich ankomme oder was ich sehen werde, auch etwas schönes.
Seit dieser Woche ich zu einem Frauenteam, die American Football spielen. Sie machen da einen schon ziemlich fertig, doch da kann man auch Frust abbauen, man trainiert zudem seinen Körper und auch sein Hirn (Taktik). Aber auch Gruppenzusammenhalt, also dieser soziale Kram der mir nicht so liegt. Ich hab American Football immer toll gefunden und ich muss mich selber loben, dass ich mich da traue hinzugehen und nicht mir einmache. Mein ersten Training diese Woche zb, ich hatte tagelang danach derben Muskelkater, blaue Flecken und eine Schurfwunde, doch ich gehe wieder hin und übe weiter. Und es macht auch Spaß.
Nächste Woche gehe ich zum ersten Mal zu Muay Thai (ne Art Kick-Boxen), Kampfsport wollte ich schon immer mal machen. Obwohl da hauptsächlich Männer sein werden, auch die Trainer sind nur Männer, werde ich meine Hemmungen runterschrauben und mich lächerlich machen. -ha- Aber danach werde ich besser...und auch mutiger sein.

Solche kleinen Abenteuer lassen einen wirklich aufleben und man konzentriert sich dann gar nicht mehr so auf die Partnersuche, weil man schon erfüllt auch allein ist. Auch wenns nicht ganz erfüllt ist...Man ist einfach auf sich selber Stolz, sich getraut zu haben, besonders weil ich da komplett alleine hingehe, nicht mit einer Freundin oder so, also mich selber behaupten muss.

Vielleicht solltest du auch sowas probieren...das lässt die Zeit der Einsamkeit erträglich werden...sogar in mancham Tagen vergisst man sie komplett. :mrgreen:


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BeitragVerfasst: 04.07.2011, 15:45 
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Registriert: 03.07.2011, 18:35
Beiträge: 10
Ich hab schon seit einigen Wochen hier das eine und andere mitgelesen
und wollte mich nun dank „YuccaPalme“ hier mal äußern :).

In vielen Punkten finde ich mich bei diesem Thread wieder und ich kann
es alles nachvollziehen wie es „Supernova“ oder sogar „Ibekus“ schreibt.

Deshalb muss ich ein Lob an YuccaPalme aussprechen. Denn ich bin
überzeugt wenn man sich so etwas verinnerlicht, hat man schon so gut
wie gewonnen (also bezogen auf Erkenntnis einem Selbst). Viele
Menschen denken ja nicht so, wenn ich so in die Welt rumschaue...
aber das soll nicht mein Thema sein: andere schlecht zu reden.
Jeder hat seine eigene Wirklichkeit, sagte schon einst Paul Watzlawick.

Das Ziel was man sich selbst setzt, sollte man anstreben. Gewiss nicht zu
hoch, sonst kommen wieder Enttäuschungen und auch nicht aus den Augen
verlieren. Es ist ein schmaler Grat.

Jedenfalls versuche ich einen Hauptteil von „YuccaPalme“'s Einstellung für
mich mitzunehmen und in meinem „Ich“ ;) umzusetzen. Und ich möchte
auch „Supernova“ und allen anderen Mut machen, da ich weiß wie schwer
das alles ist...

Sich jeden Tag aufs neue diese Wahrnehmung bewusst zu machen und
z.b. sich selbst eingestehen: „Ich habe gerade selbst die Situation
gemeistert.“
Auch wenn es nur Kleinigkeiten sind wie man sich z.b.
selbst wahrnimmt oder den Anfang einer verzerrten Wahrnehmung
entdeckt, das hilft schon ungemein.

Man muss es nur trainieren und es bewusst wahrnehmen (leichter
gesagt als getan, ich weiß, ich merke es selbst auch ;)) und dann wird
das. Es läuft irgendwann dann intuitiv ab.

Ich hoffe das war nicht all zu kryptisch ;). Ich kann sonst gerne noch
einige Metaphern benutzten um es verständlicher rüberzubringen wenn
der eine oder andere mir nicht folgen konnte, aber ich hoffe ich konnte es ;).

Eine Abschlusszitat habe ich noch von Honoré de Balzac:
„Unsere ärgesten Ängste, liegen in unseren Erwartungen“


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BeitragVerfasst: 04.07.2011, 17:57 
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Meine Angst liegt eher in den Erwartungen der Frauen..


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