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 Betreff des Beitrags: Physikalische Frage
BeitragVerfasst: 15.05.2009, 21:58 
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Man fällt zu Boden, weil größere Massen (hier: Erde) die kleinere (Mensch) anzieht.

Was wäre allerdings, wenn man einen Schacht bauen könnte, der durch den Ermittelpunkt hindurchgeht und auf der anderen Seite wieder offen ist. Man könnte also "durch die Erde" hindurchfallen.

Was passiert, wenn man beim Fallen gerade den Erdmittelpunkt passiert und wieder auf dem Weg "nach oben" ist?

Durch den Schwung würde man wohl erstmal "vorbeifallen", aber dann wieder abgebremst werden und die Richtung wechseln. Das wiederholt sich ein paar Mal. Aber was dann?

Gruß
Lion

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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 15.05.2009, 21:58 




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 Betreff des Beitrags: Re: Physikalische Frage
BeitragVerfasst: 15.05.2009, 22:02 
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Lion hat geschrieben:
Man fällt zu Boden, weil größere Massen (hier: Erde) die kleinere (Mensch) anzieht.

Was wäre allerdings, wenn man einen Schacht bauen könnte, der durch den Ermittelpunkt hindurchgeht und auf der anderen Seite wieder offen ist. Man könnte also "durch die Erde" hindurchfallen.

Was passiert, wenn man beim Fallen gerade den Erdmittelpunkt passiert und wieder auf dem Weg "nach oben" ist?

Durch den Schwung würde man wohl erstmal "vorbeifallen", aber dann wieder abgebremst werden und die Richtung wechseln. Das wiederholt sich ein paar Mal. Aber was dann?

Gruß
Lion


Da inzwischen alle Umfragen in den Erdmittelpunkt gesogen wurden, ist deren abstoßende Wirkung dort so groß, dass man auf der anderen Seite heraus- und ins Weltall katapultiert wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: Physikalische Frage
BeitragVerfasst: 15.05.2009, 22:08 
Buddeln wir im Hunsrück ein Loch und probieren das aus?


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 Betreff des Beitrags: Re: Physikalische Frage
BeitragVerfasst: 15.05.2009, 22:10 
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ich glaube, die magnetischen kräfte würde dich im zentrum festhalten. daraus gäbe es wahrscheinlich kein entrinnen mehr.

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 Betreff des Beitrags: Re: Physikalische Frage
BeitragVerfasst: 15.05.2009, 22:21 
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erst mal - Massen ziehen einander nicht an - die Graviationskraft ist nur eine Auswirkung dessen, dass Massen die Raumzeit krümmen.

Aber gut das ist in diesem Fall sinnlos, weil eigentlich reicht die Newtonsche Physik für die Beantwortung - nur werden in der Physik immer nur einache Teilprobleme behandelt, so kann ein menschlicher Körper der aus einem Flugzeug fällt nicht schneller als 200 km/h werden durch den Luftwiderstand ... solche Größen fließen aber in die physikalischen Berechnungen selten ein :)
Jedenfalls müsste dein Tunnel schon mal einen extremen Druck widerstehen ^^ und die tatsächliche Geschwindigkeit beim Reinfallen in einem Loch in den Erdmittelpunkt wird sich nicht aus der Fallbeschleunigung ermitteln lassen ... es verschiebt sich nämlich dauernd der Winkel des Geschwindigkeitsvektors des Fallkörpers
zum Richtungsvektor der Erdanziehungskraft ... d.h. schon beim Fallen Richtung Mittelpunkt wird es eine Abbremsung geben ....

ich kanns nicht beweisen ... aber meine Vermutung ist, dass es zur Schwebung im Erdmittelpunkt kommt ^^

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 Betreff des Beitrags: Re: Physikalische Frage
BeitragVerfasst: 15.05.2009, 22:59 
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Zitat:
Buddeln wir im Hunsrück ein Loch und probieren das aus?


und schubst lion rein, dann findet ihr's raus xD


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 Betreff des Beitrags: Re: Physikalische Frage
BeitragVerfasst: 16.05.2009, 07:41 
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Für mich mutet das Experiment an wie eines aus dem AB-Wunderland wo alles möglich ist.
Von daher kann ich nicht sagen was da noch für Wunder wirksam werden könnten.

In meiner bekanntermaßen unrealistischen Welt, wo der Mensch nicht der Einzige auf der Welt ist, die Erde nicht der einzige Himmelskörper im All, sie nicht absolut kugelsymetrisch aufgebaut ist, Erdmittelpunkt und Schwerkraftzentrum nicht zusammenfallen, das Schwerkraftzentrum nicht punktsymetrisch ist sondern von den Einflüssen der Massen abhängig ist, sich das Schwerkraftzentrum durch das Graben des Loches verlagert hat, sich durch den fallenden Menschen, sofern der Masse hat, ständig veröndert, würde er auf jeden Fall an den Rand des Loches aufprallen bevor er den Erdmittelpunkt passiert hat.

Man kann sich das analog zu Untameds Hinweis auch anders vorstellen.
Angenommen es gäbe einen ringförmigen Planeten und der Mensch wäre irgendwo im All innerhalb des Ringes geraten? Wohin würde er fallen? In das Zentrum des Ringes oder auf den Ring selber?

Wer es dreidimensional mag. Angenommen der Erde wäre vollkommen ausgehöhlt und ein Mensch wäre innerhalb der Erde. Fällt er dann ins Zentrum oder an die Oberfläche?

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Ich will dir mit diesem Posting nur helfen.
Du solltest es deshalb kritiklos zur Kenntnis nehmen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Physikalische Frage
BeitragVerfasst: 16.05.2009, 08:09 
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Das Flugzeug. Das Laufband. HURZ!


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 Betreff des Beitrags: Re: Physikalische Frage
BeitragVerfasst: 16.05.2009, 08:47 
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Ampetula hat geschrieben:
Für mich mutet das Experiment an wie eines aus dem AB-Wunderland wo alles möglich ist.
Von daher kann ich nicht sagen was da noch für Wunder wirksam werden könnten.

In meiner bekanntermaßen unrealistischen Welt, wo der Mensch nicht der Einzige auf der Welt ist, die Erde nicht der einzige Himmelskörper im All, sie nicht absolut kugelsymetrisch aufgebaut ist, Erdmittelpunkt und Schwerkraftzentrum nicht zusammenfallen, das Schwerkraftzentrum nicht punktsymetrisch ist sondern von den Einflüssen der Massen abhängig ist, sich das Schwerkraftzentrum durch das Graben des Loches verlagert hat, sich durch den fallenden Menschen, sofern der Masse hat, ständig veröndert, würde er auf jeden Fall an den Rand des Loches aufprallen bevor er den Erdmittelpunkt passiert hat.

Man kann sich das analog zu Untameds Hinweis auch anders vorstellen.
Angenommen es gäbe einen ringförmigen Planeten und der Mensch wäre irgendwo im All innerhalb des Ringes geraten? Wohin würde er fallen? In das Zentrum des Ringes oder auf den Ring selber?

Wer es dreidimensional mag. Angenommen der Erde wäre vollkommen ausgehöhlt und ein Mensch wäre innerhalb der Erde. Fällt er dann ins Zentrum oder an die Oberfläche?


Du denkst wie immer viel zu kompliziert .. Physik lebt von der Vereinfachung. Ohne Vereinfachung könnte man fast gar nix erklären ..


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 Betreff des Beitrags: Re: Physikalische Frage
BeitragVerfasst: 16.05.2009, 08:49 
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eigentlich doch ganz einfach ... man muss nur einige annahmen treffen, damit das auch sinn macht:
die erde sei eine massive kugel mit gleichmäßiger dichteverteilung
das loch geht genau durch den mittelpunkt
das loch sein luftleer (um den luftwiderstand zu vernachlässigen)

also stürzt man in das loch so beschleunigt man solange wie man auf den mittelpunkt zufällt (wobei die beschleunigung immer kleiner wird, im mittelpunkt heben sich alle kräfte auf beschleunigung =0 ) und fängt sobald man den mittelpunkt passiert hat an abzubremsen.
bis man all die kinetische energie wieder in potentielle umgewandelt hat ... d.h. man taucht auf der andern seite genau in der höhe auf wie man hereingefallen ist ... usw.
man schwingt / pendelt immer hin und zurück

bezieht man den luftwiderstand nur mit ein so wird man durch diesen dauernd gebremst-> gedämfte schwingung, d.h. die pendelbewegung wird immer weniger bis man dann irgendwann im mittelpunkt schwebt.

da nun die erde keine massive kugel ist und auch keine gleichmäßige dichteverteilung hat und zu allem überfluss andere stelare körper wie z.b. sonne und mond bei diesem experiment auswirkung zeigen würden ... ganz zu schweigen von den tektonischen bewegungen der erdkruste usw usw
ist das ja sowieso nur ein gedankenspiel und kann mit oben genannten annahmen durchgeführt werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Physikalische Frage
BeitragVerfasst: 16.05.2009, 08:49 
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ElizaJane hat geschrieben:
Buddeln wir im Hunsrück ein Loch und probieren das aus?


Kletter lieber auf einen Baum! ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Physikalische Frage
BeitragVerfasst: 16.05.2009, 08:54 
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frankie hat geschrieben:

Du denkst wie immer viel zu kompliziert .. Physik lebt von der Vereinfachung. Ohne Vereinfachung könnte man fast gar nix erklären ..



So was ähnliches wollte ich auch gerade schreiben.

Immer diese "wenns und abers".

Gruß
Lion

PS
Andererseits: Mein Gott, Ihr kennt Euch aus.... mir wären als Hindernisse, die dieses Experiment verhindern könnten, nur der flüssige Erdkern und die Hitze eingefallen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Physikalische Frage
BeitragVerfasst: 16.05.2009, 09:04 
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User228 hat geschrieben:

also stürzt man in das loch so beschleunigt man solange wie man auf den mittelpunkt zufällt (wobei die beschleunigung immer kleiner wird, im mittelpunkt heben sich alle kräfte auf beschleunigung =0 ) und fängt sobald man den mittelpunkt passiert hat an abzubremsen.
bis man all die kinetische energie wieder in potentielle umgewandelt hat ... d.h. man taucht auf der andern seite genau in der höhe auf wie man hereingefallen ist ... usw.
man schwingt / pendelt immer hin und zurück


Du meinst, der "Schwung" beim ersten Fallen ist so groß, dass man es bis zur anderen Seite der Erde schafft?

Ab Erdmittelpunkt erfährt der Körper keine Beschleunigung in Richtung A (so nenne ich mal die erste Fallrichtung) mehr. Ich unterscheide jetzt noch in A1 (Kruste - Mittelpunkt) und A2 (Mittelpunkt - Kruste). Würde man nicht irgendwann im Bereich von A2, noch bevor man die Kruste wieder erreicht hat, zum Mittelpunkt zurückgezogen werden?

Gruß
Lion

edith: Ok, die Beschleunigung wäre im luftleeren Raum natürlich mörderisch. Man hat sehr viel Schwung.

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 Betreff des Beitrags: Re: Physikalische Frage
BeitragVerfasst: 16.05.2009, 09:12 
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Lion hat geschrieben:
frankie hat geschrieben:

Du denkst wie immer viel zu kompliziert .. Physik lebt von der Vereinfachung. Ohne Vereinfachung könnte man fast gar nix erklären ..



So was ähnliches wollte ich auch gerade schreiben.

Immer diese "wenns und abers".

Gruß
Lion

PS
Andererseits: Mein Gott, Ihr kennt Euch aus.... mir wären als Hindernisse, die dieses Experiment verhindern könnten, nur der flüssige Erdkern und die Hitze eingefallen.


Aber dann will ich mal Untameds Fehler richtig stellen, ist ja schrecklich was der schrieb! Natürlich ganz vereinfacht.
Und zwar unter der Vereinfachung, dass die Massenverteilung der Erde völlig Kugelsymmetrisch ist. Sprich auf jeder Kugelschale in jeder beliebigen Tiefe ist eine konstante, symmetrische Massenverteiliung sowie diverser weiterer Vereinfachungen.
Man kann dann ausrechnen, dass innerhalb einer solchen Kugel auf einen Körper immder genau die Schwerkraft wirkt, die der Masse der Kugel innerhalb der´aktuellen Position des Körpers entspricht. Ergo wirkt auf den fallenden Körper bis zum Mittelpunkt eine anziehende Kraft, welche jedoch immer kleiner wird und genau im Erdmittelpunkt gleich Null wäre. Der Körper fällt also beschleunigt bist zum Erdmittelpunkt. Lässt man nun auch jegliche Reibung außer Betracht erfährt er natürlich auf der anderen Seite genau die gleiche negative Beschleunigung, sprich er würde genau bis zur Oberfläsche durchfallen und dann ginge das Ganze von vorne los.
Wenn man nun all die realen Einflüsse einberechnen würde welche zum Beispiel wären:
- Massenverteilung nicht homogen
- Reibungsfrei geht nicht
- die Erde rotiert, was ein Problem mit dem senkrecht fallen ergibt
- Realtivitätstheorie bis zum Abstrahlen von Gravitationswellen, usw..
dann könnte man gleich aufhören irgendwas berechnen zu wollen, es wäre beliebig kompliziert.

Wobei wir nun beim AB-Bezug gelandet wären. ABs tendieren oft dazu Dnge beliebig zu verkomplizieren, statt einfach mal ein paar einfach Grundannahmen zu postulieren und diese dann per Experiment zu überprüfen! ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Physikalische Frage
BeitragVerfasst: 16.05.2009, 09:16 
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Lion hat geschrieben:

edith: Ok, die Beschleunigung wäre im luftleeren Raum natürlich mörderisch. Man hat sehr viel Schwung.

Die Beschleunigung ist immer gleich. Aber sie würde nicht durch eine entgegengesetzte Reibungskraft irgendwann aufgehoben.

Das wirkliche Problem ist aber die Erdrotation. Denn der fallende Körper behält ja die Tangentialgeschwindigkeit die er an der Erdoberfläche hatte bei. Wenn also der Schach genau sekrecht ist (was er ja sein müsste) knallt der Körper bald an die seitliche Schachtwand.
Dies könnte man lösen indem man vom Nord- zum Südpol bohrt. Dann bliebe aber immer noch die Drehbewegung der Erde um die Sonne. Ob die bei den entsprchenden Zeitskalen dabei dann schon eine Rolle spielt, müsste man erst durchrechnen..


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