†Absolute Beginners: Unerfahren

UEberwiegend dummes Gelaber von Flachpfeifen
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BeitragVerfasst: 26.10.2015, 17:33 
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ABs kennen das ja: man ist verknallt, verliebt, etc..., oder hat einfach nur eine nette Person kennengelernt.
Und schon geht das Kopfkino los: man stellt sich vor, wie das ist mit denjenigen zusammen zu sein, wie es weitergeht, Beziehung, Verlobung, Hochzeit, Kinder....

Tja, das Ende vom Lied ist wie immer: nix von dem ist auch nur ein wenig wahr geworden!

Dabei heißt es doch, man solle positiv denken?


Eine dt. Psychologie-Forscherin hat sich dem angenommen, und "positives Denken" wissenschaftlich untersucht. Ergebnis: Positives Denken, sprich Optimismus, hindert einem Ziele zu erreichen. Zitat: "Sogar im zwischenmenschlichen Bereich trat der Effekt auf: Wir haben Personen untersucht, die in jemanden verknallt waren. Je intensiver sich die Verliebten vorgestellt haben, wie es wäre, mit dem Angebeteten zusammen zukommen, umso unwahrscheinlicher wurde eine Beziehung. "

Auch den Mechanismus dahinter konnte sie wohl entschlüsseln:
"Der Mechanismus funktioniert so: Leute, die sich eine positive Zukunft ausmalen, denken, sie wären schon da, sie hätten ihr Ziel schon erreicht. Während sie sich die Wunscherfüllung vorstellen, entspannen sie sich und genießen das Gefühl der Zufriedenheit: "Ahhhh, der Report ist geschrieben, der Konflikt ist gelöst, ich bin mit meinem Schwarm zusammen - herrlich."

Dabei geht dann aber die Energie runter, die Bereitschaft, die man braucht, um aktiv zu werden und Dinge in die Tat umzusetzen.
"

Die Forscherin empfiehlt eine bestimmte Methode, das sog. mentale Kontrastieren. Zwar solle der Wunsch und das Ergebnis sich vorgestellt werden- aber dann muss gefragt werden, was steht im Weg? Die Vorstellung der Hürden soll die Energie liefern sie zu überwinden.

Die Methodik, sie hat dafür sogar einen recht griffigen Namen gefunden, kenne ich in ähnlicher Form bereits aus der Projekt- und Implementierungsarbeit. Trotzdem für uns ABs nicht die dümmste Methode.
Tatsächlich kenne ich den von ihr beschriebenen Effekt selber aus meinen Schul-/ Ausbildungs- und Studienzeiten. Prüfungen, bei den ich befürchtete sie schlecht abzuschneiden oder gar durchzufallen, fielen umso besser aus. Aus Angst hatte ich mich einfach noch mal ordentlich ins Zeug gelegt und überlegt wie mögliche Hindernisse überwinde.
Bei Prüfungen, bei den ich mich sicher fühlte und glaubte, sie leicht zu packen zu können, schnitt ich oft sehr viel schlechter ab.

Und diesen Effekt dürfte mit auch mein ABTum zugrunde liegen. Denn lange Zeit glaubte ich, das Liebe einfach so passiert. "Jeder findet jemanden, das ist ganz natürlich und passiert früher oder später von alleine!" Hmmm, ja.... :roll: Das man dafür auch was tun muss - und nein, keine Heldentaten - war mir nicht bewusst.

Mehr dazu hier: http://www.sueddeutsche.de/karriere/erfolgsstrategien-wissenschaftlich-erforscht-positives-denken-hindert-uns-daran-ziele-zu-erreichen-1.2702420
Wer nach ihrem Namen googlet, findet einiges an Material.

Vielleicht hilfreicher, als ständig in der Vergangenheit zu suchen, und sich im Kreis zu drehen.

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Verfasst: 26.10.2015, 17:33 


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BeitragVerfasst: 29.10.2015, 02:07 
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Burt81 hat geschrieben:
Zwar solle der Wunsch und das Ergebnis sich vorgestellt werden- aber dann muss gefragt werden, was steht im Weg? Die Vorstellung der Hürden soll die Energie liefern sie zu überwinden.

Für gewöhnlich mag das zutreffen. :)

http://www.sueddeutsche.de/karriere/erfolgsstrategien-wissenschaftlich-erforscht-positives-denken-hindert-uns-daran-ziele-zu-erreichen-1.2702420 hat geschrieben:
Purer Optimismus hindert Menschen daran, ihre Ziele zu erreichen.

"Purer Optimismus" ist aber auch was anderes als eine gehörige Portion Optimismus. ;)

Burt81 hat geschrieben:
Zitat: "Sogar im zwischenmenschlichen Bereich trat der Effekt auf: Wir haben Personen untersucht, die in jemanden verknallt waren. Je intensiver sich die Verliebten vorgestellt haben, wie es wäre, mit dem Angebeteten zusammen zukommen, umso unwahrscheinlicher wurde eine Beziehung. "

https://books.google.de/books?isbn=3629320899 ( http://www.amazon.de/Die-Psychologie-Ge ... 3629130704 )
bzw. http://250kb.de/aFS4tpO

http://250kb.de/aFS4tpO hat geschrieben:
Warum brachte Ben nicht die Energie und den Drive auf, auf die Frau zuzugehen? Er tat doch das, was so viele für eine unabdingbare Voraussetzung des Erfolgs halten: Er träumte davon, dass seine Wünsche in Erfüllung gehen. Was hielt ihn zurück?

Auf die Frage wird an dieser Stelle nicht weiter eingangen da darauf ein neues Kapitel anfängt, was sich wieder allgemein mit Optimismus beschäftigt.
Später wird aber wieder darauf eingegangen:

http://250kb.de/cMyKjFM
http://250kb.de/cMyKjFM hat geschrieben:
Je höher die Erwartungen aufgrund früherer Erfahrungen, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass die Teilnehmer tatsächlich eine Beziehung aufnahmen. Aber je mehr sie sich, ähnlich wie Ben, in positiven Phantasien ergingen, desto niedriger war die Wahrscheinlichkeit, dass es tatsächlich zu einer Beziehung kam.


http://www.psych.nyu.edu/oettingen/Oett ... future.pdf
Zitat:
The predictive power of expectations versus fantasies.
Students expecting success were more likely to start an intimate relationship with their crushee. Those who experienced positive fantasies about future romantic success, to the contrary, were less likely.

Fantasien/Träumereien sind ja auch was anderes als Erwartungen.

Diese Art der Unterscheidung zum Thema Optimismus hat mich zu folgendem Artikel geführt

http://www.zeit.de/2014/50/wuensche-tra ... sychologie
Zitat:
Gabriele Oettingen: Anfangs wollte ich in den USA ja über Hoffnung arbeiten und nicht miesmacherisch daherkommen. Und ich hatte die Chance, bei Seligman zu forschen ...
ZEIT: ... bei Martin Seligman, dem Erfinder der "positiven Psychologie" und Autor von Büchern wie Pessimisten küsst man nicht.
Oettingen: Genau. Damals war die psychologische Forschung insbesondere auf Erwartungen ausgerichtet, also die Einschätzung der Erfolgschancen. Sind die Erwartungen hoch, spricht man von Optimismus, sind sie niedrig, von Pessimismus. Seligman machte aber vom Konzept her keinen Unterschied zwischen Hoffnung und Optimismus. Das hat mich bekümmert. Von Hoffnung sprechen wir doch dann, wenn die Chancen schlecht stehen und wir trotzdem positiv in die Zukunft sehen können. So kam ich auf die Idee, den Einfluss von Wunschträumen und positiven Fantasien empirisch zu untersuchen.
ZEIT: Der natürlich positiv ist, oder?
Oettingen: Das hatte ich auch gedacht. Ich war davon ausgegangen, dass uns Fantasien helfen, unsere Wünsche zu erfüllen. Doch gleich in der ersten Studie 1991 kam genau das Gegenteil heraus.


Wirft für mich dadurch im nachhinein doch einen etwas anderen Blick auf das Thema:
Es geht nicht um Erwartungen, sondern um Träumereien/Phantasien.

Also demnach:
https://www.psy.uni-hamburg.de/arbeitsb ... lismus.pdf
Zitat:
Sind die Erfolgserwartungen hoch, wandelt die mentale Kontrastierung positive Zukunftsphantasien in verbindliche Zielsetzungen mit nachfol-
gendem Zielstreben und Handlungserfolg.


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BeitragVerfasst: 29.10.2015, 22:23 
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Richtig, Erfolgserwartungen sind keine Träume!

Bei Erfolgserwartungen setze ich mir ein Ziel, einen Weg und ein Ergebnis, mit dem ich am Ende vergleichen kann, ob ich mein Ziel erreicht habe.

Träume sind dagegen Träume, denen man sich passiv hingibt - und ja, eben nix tut.

Leider sind Träume schöner und angenehmer; bei erstem muss man aus der Komfortzone heraus und die Gefahr zu scheitern ist groß.

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BeitragVerfasst: 30.10.2015, 00:39 
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Burt81 hat geschrieben:
Bei Erfolgserwartungen setze ich mir ein Ziel, einen Weg und ein Ergebnis, mit dem ich am Ende vergleichen kann, ob ich mein Ziel erreicht habe.

Meine Frage hier wäre:

Mit welchen Mitteln legst du deinen Weg fest ?
sowie
Mit welchen Mitteln legst du bei Niederlagen dauerhaft, wiederholt ,oder ggf. neue Wege fest ?
aber auch
Wie viel positives,negatives,optimistisches,pessimistsches findet hier seinen Platz ? ....oder sollte es ? Im Gegensatz zu ... Träumen/Fantasien.


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BeitragVerfasst: 03.02.2016, 17:21 
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Erschreckend, irgendwie. Einerseits, weil ich es nicht anders erlebe seit ich begonnen habe, mich für Frauen zu interessieren. Andererseits, weil ich nicht weiß, wie ich aus diesem "Teufelskreis" heraus komme. Ich habe schon, ein, zwei mal (regelrecht verliebt) diese Träumerei angefangen, mich ihr hingegeben und darin fast verloren. Habe ihr hinterher getrauert, obwohl ich mir von Anfang an immer wieder selbst sagte, dass sie nie etws von mir wollte und ich auch nie eine Chance gehabt hätte. Dennoch waren diese Träume das schönste daran. ....
Die Frage aber bleibt: Wie soll man das abstellen?

Es passiert (zumindest bei mir) völlig automatisch, ich kann absolut NICHTS dagegen tun!! -ha-
Mein Kopf macht sich einfach selbstständig und es kostet ungeheure Kraft, sich dagegen aufzulehnen.
Da ist es echt schon einfacher, es einfach "laufen" zu lassen und abzuwarten, bis das Kopfkino vorbei ist.

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