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 Betreff des Beitrags: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 26.06.2014, 12:55 
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Tatsächlich mal ein Thema mit AB-Bezug. Wer hätte damit noch gerechnet. Ich source das daher mal nach "Umtausch" ... äh ... "Austausch" aus.

CorpINC hat geschrieben:
dfg82 hat geschrieben:
@CorpINC

Bei solchen pauschalen Aussagen über Abinen musst Du durch nicht wundern, wenn Du gesperrt wirst. Schau mal in den Spiegel! -crazy-

Was genau soll ich ihm Spiegel sehen, außer mich selbst? Das war nicht pauschal. Das sind meine Erfahrungen aus den Treffen. Die MABs sind auch komisch drauf gewesen (einer ist Anti-Alkohol und der andere hat 4 Std. nichts gesagt) und optisch für einen Freitag Abend nicht ausgeputzt genug. Aber keiner von denen würde aus Angst vor einer Beziehung, vor Nähe oder vor Veränderung nicht eine Beziehung eingehen.


Du meinst das jetzt aber nicht für alle MABs, oder?

Da ist nämlich meine These, dass es sehr wohl solche Ängste gibt, die dann unbewußt dazu führen, dass MAB nicht aktiv vorgeht bzw. Chancen selbst sabotiert.

Zitat:
Die Unterschiede der ABs, die ich getroffen habe, sind klar. Auf der einen Seite ABs, die könnten wenn sie wollten und auf der anderen Seite ABs, die sich bemühen, es aber aus diversen Gründen nicht hin bekommen oder gar keinen Ansatz in der Gesellschaft haben. Sind es überhaupt noch ABs, wenn sie viele Angebote haben und schnell in eine Beziehung kommen könnten? Denn zum ABtum gehört eigentlich die unfreiwillige Lage. Wer aber nichts tut oder sonst wie alles abblockt, dann ist man schon freiwillig ohne Beziehungserfahrung.


Nur, wenn das Abblocken und die Tatenlosigkeit als bewußte Entscheidung gelten müsste.

Wenn man wegen Ängsten abblockt oder in Ruhe verharrt, dann ist das keinesfalls freiwillig. Denn diese Ängste sucht man sich nicht aus.

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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 26.06.2014, 12:55 


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 26.06.2014, 16:15 
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Soweit er sich nur auf die Menschen, die er traf, bezieht kann man da nichts sagen (außer, dass es auch nur Eindrücke sind).

Ansonsten: Damit Betroffene mit akuter Angst tatsächlich eine Beziehung eingehen würden, bräuchte es in vielen Fällen erstmal eine tatsächliche (relativ bis sehr sichere) Gelegenheit. Da endet es bei vielen bereits, woran Angst oft maßgeblichen Anteil hat. Doch selbst bei solchen Gelegenheiten kriegen es manche nicht hin. Der vermeintliche Idealfall, ein potentieller Partner mit ernsthaftem und geäußertem/gezeigtem Interesse, macht aus "Psychowracks" eben noch keinen sicheren Menschen. Schlimmstenfalls kommt es dann tatsächlich zu Sabotage bis hin zur Flucht.

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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 26.06.2014, 18:59 
Lion hat geschrieben:
Da ist nämlich meine These, dass es sehr wohl solche Ängste gibt, die dann unbewußt dazu führen, dass MAB nicht aktiv vorgeht bzw. Chancen selbst sabotiert.

Jetzt wo ich da mal länger nachgrübeln konnte denke ich auch dass das bei einem grösserem Teil der Fall sein könnte, allerdings auch bei der "mich hässlichen Kerl will halt keine Frau haben"-Fraktion.
Wenn ich mich an meine Jugend erinnere (so bis 30 als ich noch studierte und regelmäßig auf Parties usw. ging), da habe ich bestimmt Gelegenheiten gehabt, ich habe mich mit Frauen unterhalten, zusammen auf dem Sofa gesessen usw., vermutlich hätte ich nur zugreifen und "eskalieren" müssen. Ich habe aber nie etwas getan, vermutlich weil ich mich innerlich vor den Konsequenzen fürchtete, es llief dann wie im Zeitraffer eine Art Kopfkino ab, was ist wenn du sie jetzt küssen musst, du weisst doch gar nicht wie das geht usw. Dann macht man halt lieber nix.
Zitat:
Nur, wenn das Abblocken und die Tatenlosigkeit als bewußte Entscheidung gelten müsste.
...
Wenn man wegen Ängsten abblockt oder in Ruhe verharrt, dann ist das keinesfalls freiwillig. Denn diese Ängste sucht man sich nicht aus.

Richtig. Vermutlich sind einem dieses Ängste nicht mal wirklich bewusst.


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 26.06.2014, 21:20 
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Lion hat geschrieben:
Du meinst das jetzt aber nicht für alle MABs, oder?

Da ist nämlich meine These, dass es sehr wohl solche Ängste gibt, die dann unbewußt dazu führen, dass MAB nicht aktiv vorgeht bzw. Chancen selbst sabotiert.

Ich kann nicht für alle MABs sprechen. Aber ich habe von keinem MAB gehört, dass er nicht in einer Beziehung ist, weil er Angst vor Nähe, Berührung und/oder der Beziehung selbst hat. Klar, ich werde auch nervös bei meiner ersten Beziehung sein, aber Angst, sodass man den Kontakt abbricht oder deswegen flüchtet, habe ich nicht. Aber klar, irgendwo wird es auch diesen MAB geben der wegen dieser ganzen psychischen Blockaden nicht sein Ding machen kann. Der Psycho-AB ist nicht nur bei den ABinen zu finden. Allerdings halte ich die Verteilung für Unterschiedlich. Bei den Herren sind die wenigsten Psycho-ABs. Während bei den normal aussehenden ABinen der Anteil höher ist.
Wobei ich die normale und AB-typische Schüchternheit nicht ganz einordnen kann, ob es noch zum Psycho-AB gehört oder nicht. Auch ab welchen Grad an Schüchternheit. Ich meine, jeder -auch Normalos- hat Angst oder ist nervös beim Ansprechen einer Frau. Da sind die WABs im Vorteil, da sie i.d.R. angesprochen werden. Da würde ich erst von extremer Schüchternheit reden, wenn sie nicht antworten kann. Bei den MABs weiß ich nicht wo die extreme Schüchternheit anfängt. Vielleicht da, wo man wie Raj aus tbbt gar nicht mit Frauen sprechen kann.

PS: Ja, ich weiß. Zum Psycho-AB zählt mehr als nur die Schüchternheit. 8)


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 26.06.2014, 22:16 
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Gut möglich, dass die Angst vor Nähe, Berührung und Beziehung als solche tatsächlich nicht stark verbreitet ist. "Banaleres" führt letztlich leider zu gleichen Ergebnissen. Verbreitung und Differenzierungen sind daher auch nicht so entscheidend.

Ich spreche selbstverständlich auch nicht für alle mAB, sondern Fällen, in denen Angst/Schüchternheit (egal ob allgemein oder spezifisch) einen recht großen Anteil hat.
Ob man nun von Schüchternheit oder einer sozialen Angststörung spricht: Im Regelfall gehen damit auf Seite von Ursachen/Begleiterscheinung doch ähnliche Dinge mit einher (zum Beispiel negative Erfahrungen, Denkmuster/Einstellung, Selbstwertgefühl, Unsicherheit und Vermeidung).

Zu Nicht-AB ein Beispielmodell: Wer in Jugend oder frühem Erwachsenenalter sozusagen die Experimentierphase der Beziehungsanbahnungen mit Mut oder Eigeninitiative durchlebt hat und, ob nun beim ersten oder x-tem Versuch auch gute Erfahrungen gemacht hat, wird viel häufiger gelernt haben, mit der ganz normalen Aufgeregtheit, Angst, Nervosität etc umzugehen und dabei noch, automatisch, seine Wahrnehmung und auch seine Chancen fein kalibriert haben. Das wird dann häufig nicht nur zu Erfahrung, sondern eben auch zu angemessenem Denken und Verhalten geführt haben.

Wer, etwa wegen Außenseiter- oder Mobbingkarriere mitsamt Folgen, hierzu viel weniger in der Lage war (Möglichkeiten zum Beispiel von vornherein ausschloss) wird sich eher im besten Fall ein viel reservierteres Verhalten angewöhnt haben, im schlimmsten Fall aber in Tatenlosigkeit (Hoffen & Träumen) verharren - zum Beispiel, weil man bestimmte Versuche von vornherein für unmöglich hält oder die Angst und Unsicherheit in realistischen Herangehensweisen nicht ertragen kann. Das Risiko ist einem (bzw. dem Gehirn) der Versuch nicht wert.

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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 27.06.2014, 07:14 
CorpINC hat geschrieben:
Ich kann nicht für alle MABs sprechen. Aber ich habe von keinem MAB gehört, dass er nicht in einer Beziehung ist, weil er Angst vor Nähe, Berührung und/oder der Beziehung selbst hat.

Dann liest du nicht aufmerksam genug in den Foren. Mir fällt da spontan z.B. folgender Thread ein

Klar ist natürlich dass solche Aussagen nicht soviel Aufmerksam erregen wie "Ich will doch nur ***, Scheiss Weiber lassen mich nicht und erkennen meine wahren inneren Werte nicht".


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 27.06.2014, 10:05 
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HenryLee hat geschrieben:
Lion hat geschrieben:
Da ist nämlich meine These, dass es sehr wohl solche Ängste gibt, die dann unbewußt dazu führen, dass MAB nicht aktiv vorgeht bzw. Chancen selbst sabotiert.

Jetzt wo ich da mal länger nachgrübeln konnte


*träneverdrück*

ENDLICH beschäftigt sich mal jemand mit dem, was ich seit Jahren versuche, in die AB-Szene einzubringen.


Zitat:
denke ich auch dass das bei einem grösserem Teil der Fall sein könnte, allerdings auch bei der "mich hässlichen Kerl will halt keine Frau haben"-Fraktion.


"Mich hässlicher Kerl will keine Frau" ist eine Ausprägung des AB-Ur-Grundes: (Unbewußt) tief verankerte Annahme, nicht als Partner in Frage zu kommen.

Haben wir also schon zwei Ur-Gründe, die auch noch zusammenhängen können (bzw. dies wahrscheinlich oft tun).

a) Ängste, eine Partnerschaft nicht meistern zu können, damit überfordert zu sein, Fehler zu machen.
b) Tief verankerte Annahme, nicht (für andere) als Partner in Frage zu kommen. Man wäre quasi eine Art "Zumutung". Dies kann auf das Aussehen bezogen sein, muß aber nicht. Man sortiert sich geistig selbst aus der Angebotspalette, wie ein Kaufmann seine Ladenhüter.



Zitat:
Wenn ich mich an meine Jugend erinnere (so bis 30 als ich noch studierte und regelmäßig auf Parties usw. ging), da habe ich bestimmt Gelegenheiten gehabt, ich habe mich mit Frauen unterhalten, zusammen auf dem Sofa gesessen usw., vermutlich hätte ich nur zugreifen und "eskalieren" müssen. Ich habe aber nie etwas getan, vermutlich weil ich mich innerlich vor den Konsequenzen fürchtete, es llief dann wie im Zeitraffer eine Art Kopfkino ab, was ist wenn du sie jetzt küssen musst, du weisst doch gar nicht wie das geht usw. Dann macht man halt lieber nix.


Genau das. Ich nenne das: "Mehr Angst vor einer Zusage haben, als vor einer Zurückweisung / einem Korb". (So was hatte ich übrigens auch ganz konkret).

Diese Ängste (= Grund a) müssen nicht nur auf die konkreten Handlungen einer Beziehung (Küssen, Sex etc.) beschränkt sein, sondern können grundsätzlich bezogen sein auf alle Veränderungen, die eine Partnerschaft (vermutet oder tatsächlich) mit sich bringt. In diesem Punkt verharren ABs gedanklich oft in Klischees, wie eine Partnerschaft abzulaufen hat.






Zitat:
Zitat:
Nur, wenn das Abblocken und die Tatenlosigkeit als bewußte Entscheidung gelten müsste.
...
Wenn man wegen Ängsten abblockt oder in Ruhe verharrt, dann ist das keinesfalls freiwillig. Denn diese Ängste sucht man sich nicht aus.

Richtig. Vermutlich sind einem dieses Ängste nicht mal wirklich bewusst.



Mein Gott ... welch ein Glückstag. Sogar, dass diese Mechanismen unbewußt ablaufen, wird bestätigt!

:D

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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 27.06.2014, 10:27 
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CorpINC hat geschrieben:
Aber ich habe von keinem MAB gehört, dass er nicht in einer Beziehung ist, weil er Angst vor Nähe, Berührung und/oder der Beziehung selbst


Glaubst Du, Durchschnitts-AB kann es tatsächlich beurteilen, welche tieferen Gründe bei ihm selbst vorliegen?

Auch das predige ich doch schon lange Zeit: ABs (egal ob m oder w) gehen nicht in die Tiefe, wenn es um ihre Probleme geht. Sie bleiben irgendwo an der Oberfläche stecken.

Heraus kommt dann dabei: "ich bin halt schüchtern", "ich bin halt nicht hübsch genug", verbunden mit dem fast hörbaren Geräusch eines zuklappenden Buchdeckels. Der AB-Grund ist gefunden, Schluß & aus.

Somit verwundert es auch überhaupt nicht, wenn es einen Sturm der Entrüstung gibt, wenn die Psychologin im Film "Love Alien" zu Huke sagt: "Wenn sie keine Partnerin haben, dann wollen sie auch keine". Weil einfach nicht kapiert wird, was sie damit zum Ausdruck bringt. Dass es nämlich dem inneren Schweinehund aus verschiedenen Gründen lieber ist, alleine zu bleiben, als sich auf das Abenteuer einer Beziehung einzulassen! DAS ist die Entscheidung, die getroffen wurde, ohne es auch nur zu ahnen.

Oben, an der Oberfläche sieht es anders aus: "Oh wie gerne hätte ich doch eine Partnerin / einen Partner ... dann wäre alles schöner ... ich sehe es ja bei anderen ... diese blöde, unfähige Psychologen-Ziege, wie kann die nur anderes behaupten?!".

Ja, oberflächlich wird das Schöne einer Partnerschaft gesehen. Unbewußt brodeln die Ängste und falschen Glaubenssätze.


Zitat:
Bei den Herren sind die wenigsten Psycho-ABs.


Das glaube ich nicht, weil:

Zitat:
Ja, ich weiß. Zum Psycho-AB zählt mehr als nur die Schüchternheit.


Eben! Siehe Gründe a) und b).


Zitat:
Da sind die WABs im Vorteil, da sie i.d.R. angesprochen werden.


Politisch inkorrekt (und in einigen Foren daher zur Verwarnung führend), aber richtig.

Beziehungsweise richtiger: FRAUEN werden i.d.R. angesprochen.

Schüchterne Frauen sind im Vorteil gegenüber schüchternen Männern, weil es ihnen eher zugestanden wird, den passiven Part zu übernehmen. Es wird immer normale Männer ohne AB-typische Hemmungen geben, die eine Frau ansprechen, sofern keine eklatanten anderen Defizite vorhanden sind.

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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 27.06.2014, 10:51 
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exlamento hat geschrieben:
Gut möglich, dass die Angst vor Nähe, Berührung und Beziehung als solche tatsächlich nicht stark verbreitet ist. "Banaleres" führt letztlich leider zu gleichen Ergebnissen.


Es gilt, zu differenzieren: Angst vor WAS?

Wenn jemand keine Angst vor Nähe und Berührungen hat, heißt das nicht, dass er keine Angst vor einer Beziehung hat.

Wer keine Angst vor einer Beziehung hat, muß nicht angstfrei bezüglich dem sein, was Sexualität angeht.

Wer keine Angst hat, als Mann neben einer Frau zu sitzen und mit ihr zu reden, muß nicht angstfrei vor einer deutlich engeren Nähe sein.

Zitat:
Ich spreche selbstverständlich auch nicht für alle mAB, sondern Fällen, in denen Angst/Schüchternheit (egal ob allgemein oder spezifisch) einen recht großen Anteil hat.


"Schüchternheit" ist das Ergebnis von Angst. Schüchternheit ist nicht anderes als "Abstand halten". Es ist das, was man sieht, aber nicht das, was es ist.

Schüchternheit ist der hervorsprießende Pilz eines umfassenden Pilzgewebes im Untergrund (wer sich mit der Biologie auskennt, weiß, worauf ich hinaus will: Was im Volksmund als "Pilz" bezeichnet wird, ist nur der Fruchtkörper des gesamten, deutlich größeren Pilz-Organismus, der im Boden lebt).

Daher ist es auch so unergiebig, wenn AB sagt: "ich bin einfach nur schüchtern".

Er sagt dann nur: "ich halte Abstand". Ja, sieht man ... und weiter? WARUM hältst Du Abstand?

Zitat:
Ob man nun von Schüchternheit oder einer sozialen Angststörung spricht: Im Regelfall gehen damit auf Seite von Ursachen/Begleiterscheinung doch ähnliche Dinge mit einher (zum Beispiel negative Erfahrungen, Denkmuster/Einstellung, Selbstwertgefühl, Unsicherheit und Vermeidung).


Kausalketten ... weil Einstellung/Annahme, daher Angst, deshalb Schüchternheit.

Wobei Angst immer die virtuelle Vorwegnahme einer körperlichen oder psychischen Verletzung ist. Man hat immer Angst um die körperliche und seelische Unversehrtheit, die gestört werden könnte.

Zitat:
Zu Nicht-AB ein Beispielmodell: Wer in Jugend oder frühem Erwachsenenalter sozusagen die Experimentierphase der Beziehungsanbahnungen mit Mut oder Eigeninitiative durchlebt hat und, ob nun beim ersten oder x-tem Versuch auch gute Erfahrungen gemacht hat, wird viel häufiger gelernt haben, mit der ganz normalen Aufgeregtheit, Angst, Nervosität etc umzugehen und dabei noch, automatisch, seine Wahrnehmung und auch seine Chancen fein kalibriert haben. Das wird dann häufig nicht nur zu Erfahrung, sondern eben auch zu angemessenem Denken und Verhalten geführt haben.


Er hat vor allem auch gelernt, mit einer seelischen Versehrtheit umzugehen. Angst und Nervosität weichen einer gewissen Routine: "Ich kann's doch ...".

Im Jugendalter treffen auch immer zwei Ahnungslose aufeinander. Das ist schon mal immer besser als ein "Erfahrungsgefälle" zwischen den potentiellen Partnern.

Sehr spannende Frage (wie ich finde): Warum hatte der ABs seine Grundannahmen und Ängste schon so früh bzw. warum waren diese dermaßen dominierend? Andere Jugendliche haben auch Ängste. Wo war der Mut, durch diese Ängste durchzugehen bzw. warum war dieser Mut schwächer?

[quote]
Wer, etwa wegen Außenseiter- oder Mobbingkarriere mitsamt Folgen,/quote]

Für mich gesprochen: Mobbing war vorhanden. Aber garantiert nicht nur deshalb waren Frauen für mich Menschen von einem anderen Planeten. Aliens, vor dessen Umgang ich Furcht hatte. Und natürlich die Grundüberzeugung, dass mich eh keine Frau mögen kann.

Was mich zu einer weiteren Hypothese bringt: Angst vor Verantwortung und Konsequenzen und somit auch vor der eigenen Entscheidung.

Ich bin lieber innerlich Kind geblieben, als in das Erwachsenenleben einzutreten, mit diesen furchtbaren Freiheiten und dem fehlenden Rahmen, den andere (Eltern) vorgeben.

Und das eingehen einer Partnerschaft wäre ein eklatanter Schritt in das Erwachsenenleben gewesen. Schritte, die andere Jugendliche nicht erwarten konnten.

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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 27.06.2014, 13:38 
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Genau genommen ist Schüchternheit nichts anderes als eine Form der Feigheit oder Mutlosigkeit. Denn genau DAS fehlt uns, um in die Beziehung zu kommen. Somit sind wir alle z.T. auch Psycho-ABs. Es schlummert in uns allen. Es ist eben die AB-typische Eigenschaft, die uns eben zu ABs macht. Und wenn man da biologisch ran gehen will: Schwaches und unanpassungsfähiges wird aussortiert, der Rest kommt weiter.
Eigentlich ist es ganz einfach dem ABtum zu entkommen: Innere Hemmung ablegen und mutig werden. Vielleicht wird man 99 Körbe bekommen, aber wenn die Eine Ja sagt, dann war es das mit dem ABtum.


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 27.06.2014, 13:40 
Lion hat geschrieben:
ne ganze Menge in diesem Thread
Warum kannst du nicht immer so vernünftig und tiefgreifend schreiben?


Ich hab's schon mal erwähnt: Ich erkenne deutliche "Besserung", wenngleich sie noch nic ht alle Ebenen erfasst.

Naja, ein bisschen Irrrsinn bringt ja auch Farbe ins Leben.

Lion hat geschrieben:
Schüchterne Frauen sind im Vorteil gegenüber schüchternen Männern, weil es ihnen eher zugestanden wird, den passiven Part zu übernehmen.
Dieser Punkt wird immer wieder angesprochen, und er beruht auf zwei unausgesprochenen Wertung.
Er beruht zum einen auf der Wertung, dass passiv sein irgendwie einfacher sei als aktiv sein. Das ist meines Erachtens nicht richtig, bzw. muss im Einzelfall betrachtet werden. Ohne das asuführlich auszuarbeiten, nru ein illustrativer Hinweis: Ob jemand mit ADHS Passivität sehr schätzt?
Er beruht zum zweiten auf der Wertung, dass die typische männliche Rolle bei der Beziehungsanbahnung die aktive und die typische weibliche die passive sei. Das betrachtet nur den Moment der Handlung UND betrachtet nur die gerad aktive Handlung. Es übersieht, wieviel Aktivität im Vorfeld und ggf. auch in Reaktion auch von Frauien zu leisten ist, damit a) diese spezielle Handlung in Gang kommt und b) zu Konsequenzen führt. Es übersieht, dass beide ihren. jeweils aber spezifisch unterschiedlichen, passend dosierten (auch dieses Dosieren ist eine Handlung) Anteil an Aktivität und Passivität haben.
Dass der männliche Part konsequent als der der "aktive, erste, schwere" betrachett wird - auch von vielen Frauen - beruht meines Erachtens darauf, dass die Gesellschaft nach wie vor (es hat ja lange Tradition u ist daher tief verwurzelt und weit verbreitet) das Männliche als das "Wichtigere, Bessere" ansieht.
VVersucht man das Ganze mal konsequent aus Sicht des weiblichen Parts zu sehen, erscheinen die Bemühungen von Männern (so pauschal und allgemein) als relativer Pipifax. Der braucht sich ja nur halbwegs passend anziehen, die Fingernägel saubermachen, ein paar lockere Sprüche rüberschieben und den richtigen Moment abwarten(!), um sie betatschen zu dürfen. Ein Bonus, wenn er im Ernstfall ein Kondom dabei hat.

Sie dagegen: hat sich ein Leben lang auf diesen Moment vorbereitet: Klamottenauswahl, Schminken, endlose Friseurbesuche, ein Leben der richtigen Auswahl der geeigneten Kosmetika und Düfte gewidmet, neuerdings auch noch Dutzende Fingernagelvariationen, Diäten, das richtige Lächeln, nicht zu kokett, nciht zu schüchtern, ständig den Zyklus im Blick inklusive der Gemütsschwankungen; alles nur für diesen besonderen Augenblick, dass ER mit dem ungebügelten Hemd und der wäschebedürftigen Jeans endlich mal den Mund aufkriegt, statt dauernd nur zu Glotzen; mit welcher Unzahl an Variationen von Lächeln und Hin- und Wegguclen und am Shirtsaum zupfen hat sie ihn nicht schon dazu versucht zu bewegen, dieser Stoffel.
Was Männern außerdem ziemliches Unwohlsein verursachen würde, wäre die Vorstellung, dann mit einem relativ fremden Menschen, der idR eindeutig stärker und im Zweifel körperlich überlegen ist, auf eine Weise sehr intim zu sein, bei der sie sich teils willenlos macht, auf jeden Fall teils in eine physisch unterlegene Position ;-) begibt, aber selbst wenn dieser Teil ideal verläuft im Fall des Falles sehr drastische körperliche und eventuell lebenverändernde Konsequenzen zu befürchten hat (= Schwangerschaft und ev. Kind).

Was viele nicht begreifen: Männer und Frauen sind unterschiedlich. Insbesodnere dann, wenn es nur noch um Mann und Frau geht. was dem einen schwer erscheint, fällt dem anderen noch nicht mal als Problem auf - weil man damit schlicht selbst praktisch NIE damit konfrontiert sein wird; der andere aber praktisch sein Leben lang andauernd.
Das spricht nicht gegen Gleichberechtigung, sondern im Gegenteil dafür (unsere gesellschaft und Welt ist - nach wie vor fast - überall tiefgreifend von vorrangig männlichen Strukturen und Perspektiven geprägt.

Es ist für Männer und Frauen gleich schwer und gleich leicht. Für jeden auf seine Weise. Es sid ja nicht nur unterschiedliche Anforderungen, sondern auch von natur aus unterschiedlixhe Möglichkeiten. Und im Einzelfall hat es mal jemand etwas leichter als jemand anderes, aber das kann man geschechterübergreifend wegegn völlig unterschiedlicher Ausgangslage nicht vergleichen. Nur, weil am Ende was gemeinsames entstehen kann, entsteht der gedankliche Irrtum, man könnte beide Anteile am Entstehen des Ergebnisses irgendwie vergleichen.


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 27.06.2014, 13:46 
CorpINC hat geschrieben:
Innere Hemmung ablegen und mutig werden.

Es könnte dir eventuell helfen, mal den Mut aufzubringen, und dir selbst gegenüber das Kidn beim namen zu nennen: "Ich habe Angst vor ..." Und dann: "Ich will davor keine Angst mehr haben. Was kann ich tun, um diese Selbstsicherheit zu gewinnen?"

Nur Achtung: sehr leicht lässt man sich dann auf Wege ein, die der "Gefahr" nur ausweichen, sie umgehen wollen. Das wirkt aus der Sicht des Ängstlichen nämich logischerweise naheliegender, als ihr zu tatsächlich begegnen.


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 27.06.2014, 14:41 
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Ich bin so ein Feigling bzw. schüchtern. Eins ist klar: Ich werde niemals in der Disco eine Frau ansprechen, die ich nicht kenne. Was ich aber machen kann, ist mit Frauen zu flirten, mit denen ich bereits warm geworden bin. Also alle aus meinem Umfeld. Ich muss nur mein Umfeld ausbauen.


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 27.06.2014, 15:45 
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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 27.06.2014, 16:00 
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CorpINC hat geschrieben:
Genau genommen ist Schüchternheit nichts anderes als eine Form der Feigheit oder Mutlosigkeit.


Sicherlich. Wichtig ist aber: Schüchternheit ist ein Symptom, nicht die Krankheit.

Zitat:

Eigentlich ist es ganz einfach dem ABtum zu entkommen: Innere Hemmung ablegen und mutig werden. Vielleicht wird man 99 Körbe bekommen, aber wenn die Eine Ja sagt, dann war es das mit dem ABtum.


Das wäre dann die Konfrontationstherapie. Drauf los und darauf spekulieren, dass sich die Krankheit dem irgendwann fehlendem Symptom beugt. Wozu noch der Angst fröhnen, wenn die Erfahrung zeigt, dass das Symptom ausgetrickst werden kann?

Das andere (die Krankheit erkennen und angehen) die Psychoanalyse.

(Nagelt mich jetzt nicht auf die genauen Definitionen laut Wikipedia fest).

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