†Absolute Beginners: Unerfahren

UEberwiegend dummes Gelaber von Flachpfeifen
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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 26.06.2014, 16:15 
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Soweit er sich nur auf die Menschen, die er traf, bezieht kann man da nichts sagen (außer, dass es auch nur Eindrücke sind).

Ansonsten: Damit Betroffene mit akuter Angst tatsächlich eine Beziehung eingehen würden, bräuchte es in vielen Fällen erstmal eine tatsächliche (relativ bis sehr sichere) Gelegenheit. Da endet es bei vielen bereits, woran Angst oft maßgeblichen Anteil hat. Doch selbst bei solchen Gelegenheiten kriegen es manche nicht hin. Der vermeintliche Idealfall, ein potentieller Partner mit ernsthaftem und geäußertem/gezeigtem Interesse, macht aus "Psychowracks" eben noch keinen sicheren Menschen. Schlimmstenfalls kommt es dann tatsächlich zu Sabotage bis hin zur Flucht.

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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 26.06.2014, 16:15 


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 26.06.2014, 18:59 
Lion hat geschrieben:
Da ist nämlich meine These, dass es sehr wohl solche Ängste gibt, die dann unbewußt dazu führen, dass MAB nicht aktiv vorgeht bzw. Chancen selbst sabotiert.

Jetzt wo ich da mal länger nachgrübeln konnte denke ich auch dass das bei einem grösserem Teil der Fall sein könnte, allerdings auch bei der "mich hässlichen Kerl will halt keine Frau haben"-Fraktion.
Wenn ich mich an meine Jugend erinnere (so bis 30 als ich noch studierte und regelmäßig auf Parties usw. ging), da habe ich bestimmt Gelegenheiten gehabt, ich habe mich mit Frauen unterhalten, zusammen auf dem Sofa gesessen usw., vermutlich hätte ich nur zugreifen und "eskalieren" müssen. Ich habe aber nie etwas getan, vermutlich weil ich mich innerlich vor den Konsequenzen fürchtete, es llief dann wie im Zeitraffer eine Art Kopfkino ab, was ist wenn du sie jetzt küssen musst, du weisst doch gar nicht wie das geht usw. Dann macht man halt lieber nix.
Zitat:
Nur, wenn das Abblocken und die Tatenlosigkeit als bewußte Entscheidung gelten müsste.
...
Wenn man wegen Ängsten abblockt oder in Ruhe verharrt, dann ist das keinesfalls freiwillig. Denn diese Ängste sucht man sich nicht aus.

Richtig. Vermutlich sind einem dieses Ängste nicht mal wirklich bewusst.


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 26.06.2014, 21:20 
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Lion hat geschrieben:
Du meinst das jetzt aber nicht für alle MABs, oder?

Da ist nämlich meine These, dass es sehr wohl solche Ängste gibt, die dann unbewußt dazu führen, dass MAB nicht aktiv vorgeht bzw. Chancen selbst sabotiert.

Ich kann nicht für alle MABs sprechen. Aber ich habe von keinem MAB gehört, dass er nicht in einer Beziehung ist, weil er Angst vor Nähe, Berührung und/oder der Beziehung selbst hat. Klar, ich werde auch nervös bei meiner ersten Beziehung sein, aber Angst, sodass man den Kontakt abbricht oder deswegen flüchtet, habe ich nicht. Aber klar, irgendwo wird es auch diesen MAB geben der wegen dieser ganzen psychischen Blockaden nicht sein Ding machen kann. Der Psycho-AB ist nicht nur bei den ABinen zu finden. Allerdings halte ich die Verteilung für Unterschiedlich. Bei den Herren sind die wenigsten Psycho-ABs. Während bei den normal aussehenden ABinen der Anteil höher ist.
Wobei ich die normale und AB-typische Schüchternheit nicht ganz einordnen kann, ob es noch zum Psycho-AB gehört oder nicht. Auch ab welchen Grad an Schüchternheit. Ich meine, jeder -auch Normalos- hat Angst oder ist nervös beim Ansprechen einer Frau. Da sind die WABs im Vorteil, da sie i.d.R. angesprochen werden. Da würde ich erst von extremer Schüchternheit reden, wenn sie nicht antworten kann. Bei den MABs weiß ich nicht wo die extreme Schüchternheit anfängt. Vielleicht da, wo man wie Raj aus tbbt gar nicht mit Frauen sprechen kann.

PS: Ja, ich weiß. Zum Psycho-AB zählt mehr als nur die Schüchternheit. 8)


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 26.06.2014, 22:16 
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Gut möglich, dass die Angst vor Nähe, Berührung und Beziehung als solche tatsächlich nicht stark verbreitet ist. "Banaleres" führt letztlich leider zu gleichen Ergebnissen. Verbreitung und Differenzierungen sind daher auch nicht so entscheidend.

Ich spreche selbstverständlich auch nicht für alle mAB, sondern Fällen, in denen Angst/Schüchternheit (egal ob allgemein oder spezifisch) einen recht großen Anteil hat.
Ob man nun von Schüchternheit oder einer sozialen Angststörung spricht: Im Regelfall gehen damit auf Seite von Ursachen/Begleiterscheinung doch ähnliche Dinge mit einher (zum Beispiel negative Erfahrungen, Denkmuster/Einstellung, Selbstwertgefühl, Unsicherheit und Vermeidung).

Zu Nicht-AB ein Beispielmodell: Wer in Jugend oder frühem Erwachsenenalter sozusagen die Experimentierphase der Beziehungsanbahnungen mit Mut oder Eigeninitiative durchlebt hat und, ob nun beim ersten oder x-tem Versuch auch gute Erfahrungen gemacht hat, wird viel häufiger gelernt haben, mit der ganz normalen Aufgeregtheit, Angst, Nervosität etc umzugehen und dabei noch, automatisch, seine Wahrnehmung und auch seine Chancen fein kalibriert haben. Das wird dann häufig nicht nur zu Erfahrung, sondern eben auch zu angemessenem Denken und Verhalten geführt haben.

Wer, etwa wegen Außenseiter- oder Mobbingkarriere mitsamt Folgen, hierzu viel weniger in der Lage war (Möglichkeiten zum Beispiel von vornherein ausschloss) wird sich eher im besten Fall ein viel reservierteres Verhalten angewöhnt haben, im schlimmsten Fall aber in Tatenlosigkeit (Hoffen & Träumen) verharren - zum Beispiel, weil man bestimmte Versuche von vornherein für unmöglich hält oder die Angst und Unsicherheit in realistischen Herangehensweisen nicht ertragen kann. Das Risiko ist einem (bzw. dem Gehirn) der Versuch nicht wert.

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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 27.06.2014, 07:14 
CorpINC hat geschrieben:
Ich kann nicht für alle MABs sprechen. Aber ich habe von keinem MAB gehört, dass er nicht in einer Beziehung ist, weil er Angst vor Nähe, Berührung und/oder der Beziehung selbst hat.

Dann liest du nicht aufmerksam genug in den Foren. Mir fällt da spontan z.B. folgender Thread ein

Klar ist natürlich dass solche Aussagen nicht soviel Aufmerksam erregen wie "Ich will doch nur ***, Scheiss Weiber lassen mich nicht und erkennen meine wahren inneren Werte nicht".


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 27.06.2014, 13:38 
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Genau genommen ist Schüchternheit nichts anderes als eine Form der Feigheit oder Mutlosigkeit. Denn genau DAS fehlt uns, um in die Beziehung zu kommen. Somit sind wir alle z.T. auch Psycho-ABs. Es schlummert in uns allen. Es ist eben die AB-typische Eigenschaft, die uns eben zu ABs macht. Und wenn man da biologisch ran gehen will: Schwaches und unanpassungsfähiges wird aussortiert, der Rest kommt weiter.
Eigentlich ist es ganz einfach dem ABtum zu entkommen: Innere Hemmung ablegen und mutig werden. Vielleicht wird man 99 Körbe bekommen, aber wenn die Eine Ja sagt, dann war es das mit dem ABtum.


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 27.06.2014, 13:40 
Lion hat geschrieben:
ne ganze Menge in diesem Thread
Warum kannst du nicht immer so vernünftig und tiefgreifend schreiben?


Ich hab's schon mal erwähnt: Ich erkenne deutliche "Besserung", wenngleich sie noch nic ht alle Ebenen erfasst.

Naja, ein bisschen Irrrsinn bringt ja auch Farbe ins Leben.

Lion hat geschrieben:
Schüchterne Frauen sind im Vorteil gegenüber schüchternen Männern, weil es ihnen eher zugestanden wird, den passiven Part zu übernehmen.
Dieser Punkt wird immer wieder angesprochen, und er beruht auf zwei unausgesprochenen Wertung.
Er beruht zum einen auf der Wertung, dass passiv sein irgendwie einfacher sei als aktiv sein. Das ist meines Erachtens nicht richtig, bzw. muss im Einzelfall betrachtet werden. Ohne das asuführlich auszuarbeiten, nru ein illustrativer Hinweis: Ob jemand mit ADHS Passivität sehr schätzt?
Er beruht zum zweiten auf der Wertung, dass die typische männliche Rolle bei der Beziehungsanbahnung die aktive und die typische weibliche die passive sei. Das betrachtet nur den Moment der Handlung UND betrachtet nur die gerad aktive Handlung. Es übersieht, wieviel Aktivität im Vorfeld und ggf. auch in Reaktion auch von Frauien zu leisten ist, damit a) diese spezielle Handlung in Gang kommt und b) zu Konsequenzen führt. Es übersieht, dass beide ihren. jeweils aber spezifisch unterschiedlichen, passend dosierten (auch dieses Dosieren ist eine Handlung) Anteil an Aktivität und Passivität haben.
Dass der männliche Part konsequent als der der "aktive, erste, schwere" betrachett wird - auch von vielen Frauen - beruht meines Erachtens darauf, dass die Gesellschaft nach wie vor (es hat ja lange Tradition u ist daher tief verwurzelt und weit verbreitet) das Männliche als das "Wichtigere, Bessere" ansieht.
VVersucht man das Ganze mal konsequent aus Sicht des weiblichen Parts zu sehen, erscheinen die Bemühungen von Männern (so pauschal und allgemein) als relativer Pipifax. Der braucht sich ja nur halbwegs passend anziehen, die Fingernägel saubermachen, ein paar lockere Sprüche rüberschieben und den richtigen Moment abwarten(!), um sie betatschen zu dürfen. Ein Bonus, wenn er im Ernstfall ein Kondom dabei hat.

Sie dagegen: hat sich ein Leben lang auf diesen Moment vorbereitet: Klamottenauswahl, Schminken, endlose Friseurbesuche, ein Leben der richtigen Auswahl der geeigneten Kosmetika und Düfte gewidmet, neuerdings auch noch Dutzende Fingernagelvariationen, Diäten, das richtige Lächeln, nicht zu kokett, nciht zu schüchtern, ständig den Zyklus im Blick inklusive der Gemütsschwankungen; alles nur für diesen besonderen Augenblick, dass ER mit dem ungebügelten Hemd und der wäschebedürftigen Jeans endlich mal den Mund aufkriegt, statt dauernd nur zu Glotzen; mit welcher Unzahl an Variationen von Lächeln und Hin- und Wegguclen und am Shirtsaum zupfen hat sie ihn nicht schon dazu versucht zu bewegen, dieser Stoffel.
Was Männern außerdem ziemliches Unwohlsein verursachen würde, wäre die Vorstellung, dann mit einem relativ fremden Menschen, der idR eindeutig stärker und im Zweifel körperlich überlegen ist, auf eine Weise sehr intim zu sein, bei der sie sich teils willenlos macht, auf jeden Fall teils in eine physisch unterlegene Position ;-) begibt, aber selbst wenn dieser Teil ideal verläuft im Fall des Falles sehr drastische körperliche und eventuell lebenverändernde Konsequenzen zu befürchten hat (= Schwangerschaft und ev. Kind).

Was viele nicht begreifen: Männer und Frauen sind unterschiedlich. Insbesodnere dann, wenn es nur noch um Mann und Frau geht. was dem einen schwer erscheint, fällt dem anderen noch nicht mal als Problem auf - weil man damit schlicht selbst praktisch NIE damit konfrontiert sein wird; der andere aber praktisch sein Leben lang andauernd.
Das spricht nicht gegen Gleichberechtigung, sondern im Gegenteil dafür (unsere gesellschaft und Welt ist - nach wie vor fast - überall tiefgreifend von vorrangig männlichen Strukturen und Perspektiven geprägt.

Es ist für Männer und Frauen gleich schwer und gleich leicht. Für jeden auf seine Weise. Es sid ja nicht nur unterschiedliche Anforderungen, sondern auch von natur aus unterschiedlixhe Möglichkeiten. Und im Einzelfall hat es mal jemand etwas leichter als jemand anderes, aber das kann man geschechterübergreifend wegegn völlig unterschiedlicher Ausgangslage nicht vergleichen. Nur, weil am Ende was gemeinsames entstehen kann, entsteht der gedankliche Irrtum, man könnte beide Anteile am Entstehen des Ergebnisses irgendwie vergleichen.


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 27.06.2014, 13:46 
CorpINC hat geschrieben:
Innere Hemmung ablegen und mutig werden.

Es könnte dir eventuell helfen, mal den Mut aufzubringen, und dir selbst gegenüber das Kidn beim namen zu nennen: "Ich habe Angst vor ..." Und dann: "Ich will davor keine Angst mehr haben. Was kann ich tun, um diese Selbstsicherheit zu gewinnen?"

Nur Achtung: sehr leicht lässt man sich dann auf Wege ein, die der "Gefahr" nur ausweichen, sie umgehen wollen. Das wirkt aus der Sicht des Ängstlichen nämich logischerweise naheliegender, als ihr zu tatsächlich begegnen.


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 27.06.2014, 14:41 
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Ich bin so ein Feigling bzw. schüchtern. Eins ist klar: Ich werde niemals in der Disco eine Frau ansprechen, die ich nicht kenne. Was ich aber machen kann, ist mit Frauen zu flirten, mit denen ich bereits warm geworden bin. Also alle aus meinem Umfeld. Ich muss nur mein Umfeld ausbauen.


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 27.06.2014, 17:01 
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Die Erfahrung, die man macht, wird dabei entscheidend sein. Bekommt man 99 Körbe, ist man normalerweise geknickt und hat keine Lust mehr auf den 100. Versuch. Deshalb steige ich da langsam ein. Frage z.B. hübsche Frauen nach dem Weg, obwohl ich ihn kenne und gucke wie sie reagieren. Eine hat gelächelt und war recht offen. Eine andere war verschlossen, da wollte man auch nicht länger stören. Wieso ich das mache, weiß ich eigentlich nicht. Ich will einfach dreister und frecher sein. Und zu guter Letzt weiß man auch nie wie sich so ein Dialog entwickelt.
Aber wie gesagt: Kalt eine unbekannte Frau anmachen, werde ich nie. Ich werde mir einen Freundeskreis aufbauen und dann darüber es versuchen. So wie es normale Menschen auch machen. So gut wie alle Pärchen kennen sich über SB, die Arbeit oder Freunde von Freunde. SB ist nichts für mich, da sehr oberflächlich und unpersönlich. Also bleiben noch die anderen Wege.


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 27.06.2014, 18:21 
Lion hat geschrieben:
*träneverdrück*

ENDLICH beschäftigt sich mal jemand mit dem, was ich seit Jahren versuche, in die AB-Szene einzubringen.

Hmmm,
<ironie>
Als ich damals versucht habe diese Meinung zu erläutern kam eigentlich sofort immer die selfmade AB-Experten Fraktion auf den Plan, die einem erklärte dass man als MAB eigentlich nie selbst in Schuld ist (ausser man ist auf der Kumpelschiene, daran ist man natürlich selbst schuld) und dass zum AB-sein zwingend das Leiden und die Ablehnung durch die Frauenwelt gehört obwohl man sich stets und dauernd bemüht.
</ironie>
Nein, ich denke wirklich dass dieser Grund bei einem Großteil der AB, egal ob männlich oder weiblich, wirklich der Grund ist. Das sieht auch auch daran, dass bei vielen dann der Knoten platzt und sie vielleicht nicht zum Alpha werden, der jeden Abend einen andere abschleppt (das ist meiner Meinung nach sowie ein ganz anderes Problem :twisted: ) aber dann doch in relativ stabilen Beziehungen leben.

Zitat:
"Mich hässlicher Kerl will keine Frau" ist eine Ausprägung des AB-Ur-Grundes: (Unbewußt) tief verankerte Annahme, nicht als Partner in Frage zu kommen.

Insbesondere da viele die sich als potthässlich bezeichnen eigentlich meist gut im Durchschnitt liegen und als normal bezeichnet werden sollten. Manche könnten allerdings an ihrem Outfit arbeiten, nicht umsonst gibt es den Begriff des typischen "MAB-Pullovers" ;-)

Zitat:
a) Ängste, eine Partnerschaft nicht meistern zu können, damit überfordert zu sein, Fehler zu machen.
b) Tief verankerte Annahme, nicht (für andere) als Partner in Frage zu kommen. Man wäre quasi eine Art "Zumutung". Dies kann auf das Aussehen bezogen sein, muß aber nicht. Man sortiert sich geistig selbst aus der Angebotspalette, wie ein Kaufmann seine Ladenhüter.

Das sehe ich auch so.

Was sagt eigentlich die AB-Fachliteratur (Rödenbeck / Hoffman) dazu ?


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 27.06.2014, 22:52 
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HenryLee hat geschrieben:

Zitat:
a) Ängste, eine Partnerschaft nicht meistern zu können, damit überfordert zu sein, Fehler zu machen.
b) Tief verankerte Annahme, nicht (für andere) als Partner in Frage zu kommen. Man wäre quasi eine Art "Zumutung". Dies kann auf das Aussehen bezogen sein, muß aber nicht. Man sortiert sich geistig selbst aus der Angebotspalette, wie ein Kaufmann seine Ladenhüter.


Das halte ich für eine überzogene Fehlinterpretation des typischen AB-Gejammers.


Zitat:
Was sagt eigentlich die AB-Fachliteratur (Rödenbeck / Hoffman) dazu ?

Ich bevorzuge unfreiwillig-single von Olaf Wickenhöfer, tectum-verlag

Zitat:
Somit verwundert es auch überhaupt nicht, wenn es einen Sturm der Entrüstung gibt, wenn die Psychologin im Film "Love Alien" zu Huke sagt: "Wenn sie keine Partnerin haben, dann wollen sie auch keine". Weil einfach nicht kapiert wird, was sie damit zum Ausdruck bringt.

So sagen Experten durch die Blume: Deine Ansprüche sind zu hoch.
Aber ihr dürft das gerne anders interpretieren. :mrgreen:

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StrangeGirl:"Ich werde den Staub küssen, den deine Füsse berühren."


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 28.06.2014, 15:08 
@uhu:
Du liegst falsch.
Es sei denn, du möchtest der gesamten Psychobranche kollektive Verlogenheit unterstellen. (Oder Dummheit, was aber in diesem Fall nur den selben blinden Fleck bei dir offenbaren würde.)

Die von Lion erwähnten Punkte sind praktisch aus dem Grundlagen-Lehrbuch.


Glaub's ruhig.


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 01.07.2014, 19:49 
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ok, da blubbert bei mir heute auch einiges aus dem Kopf an Gedanken aus den letzten Jahren hier... ich schreibs einfach mal so runter...

also, ich bin überhaupt nicht überzeugt von diesen psychologischen Weisheiten a la: „wer einen Partner will, bekommt auch einen...“ erstens weil es unverschämt und verletzend ist, wenn die jahrelange verzweifelte Suche eines ABs so von oben herab abgetan wird - hier wiederum, als würde ER lügen: „Sie wollen ja in Wahrheit nur nicht - und vergeuden hier meine Zeit!“ – und das am besten von einer attraktiven, erfolgreichen Psychologin, die solche Probleme nie hatte. Jemandem verbal den Beziehungswunsch abzusprechen ist schon heftig.

Zweitens aber auch wegen der großen Zahl von Ex-ABs und Ex-Dauersingles, die sich dann von einem Moment zum anderen in einer glücklichen Beziehung befinden, in der es einfach gepasst hat und alle Punkte, die man bis dahin als Hindernisse im Verdacht hatte, plötzlich überhaupt keine Rolle gespielt haben, auch nicht die sich selbst oder von anderen bis dahin immer unterstellte „Angst vor Nähe“.
Diese Unterstellung ist trivial und naheliegend, und umso mehr beleidigend und irreführend, besonders wenn sich nach Jahren doch eine Beziehung ergibt und sich herausstellt, dass man gar keine Angst vor Nähe oder Beziehung hatte - oder zumindest nicht mehr als die meisten Menschen.

„Dauersingles“ deswegen, weil man oft vergisst, dass die Welt nicht aus ABs und Normalos besteht, sondern dass es unter anderem Massen von verzweifelten Langzeitsingles gibt, die jahrelang keine Hoffnung mehr auf eine Beziehung haben, obwohl sie eine „normale“ Jugend und auch mehrere Beziehungen hatten - und es die überwiegende Zahl der Menschen als besonderes Glück ansieht, einen Partner für eine dauerhafte Beziehung zu finden! Besonders leicht bei der Partnerfindung tun sich nur wenige, und in einer Beziehung noch viel weniger... soo viel an Pech und Problemen muss nicht dazukommen, dass es dann gar nicht klappt. Nur ABs denken, es müsste leicht sein, weil es ja bei ALLEN anderen geklappt hat.

Tatsächlich gibt es aber offensichtliche Vermeidungsstrategien, für meine Begriffe auch der genannte AB-typische Kleidungsstil, auch die Abneigung gegenüber Styling: „wer mich so nicht will, hat mich nicht verdient...“ oder jammern, aber das Haus nicht verlassen, etc....
Diese Vermeidungsstrategien richten sich aber, würde ich sagen, nicht gegen Beziehung oder Nähe generell "Sie wollen ja nur nicht!", sondern bei gleichzeitig verzweifelter Suche gegen bestimmte Einzelaspekte von Beziehung: Angst, dass die gegenseitige Attraktivität nicht von Dauer ist (Betonung von Äußerlichkeiten, Anspruchs-AB), Angst vor bestimmten Beziehungsproblemen (vor Dominanz der Frau oder Gewalt, schlechte Erfahrungen mit den Eltern), und dabei jeweils die Angst, in einer schlechten Beziehung gefangen zu sein oder verletzt zu werden – und das alles aus der Außensicht von jemandem, der reale Beziehung nicht erlebt hat. Es gibt ein breites Spektrum von Sorgen, vermuteten Problemen, Vorbehalten gegenüber Beziehung, die auf einem ebenso breiten Spektrum von Ursachen und negativen Erfahrungen beruhen.

Mein Favorit der psychischen Ursachen ist dabei nicht die „Angst vor Nähe“, sondern SCHAM, als Folge von erfahrener Dominanz oder Demütigung (durch Mutter, Vater, Mobbing, körperlichem oder psychischem Missbrauch, etc.). Auch Überbehütung, wie angeblich gehäuft bei ABs vorkommend, würde in diese Richtung passen...
Trotzdem sind diese innerpsychischen Gründe für mich nicht zwingend DIE zentrale Ursache des AB-Tums. Am Anfang meiner Forenzeit habe ich einige Zeit versucht, einen solchen generellen Grund zu finden, der auch auf mich zutrifft, weil bei mir aus meiner damaligen Sicht so viele mögliche Ursachen in Frage gekommen sind, dass ich gedacht hab, wenn ich aus diesen Ursachen DIE eine Entscheidende finde, kann ich gezielt was dagegen tun. Inzwischen glaube ich, dass es eher die Kombination MEHRER Ursachen ist, die zum AB-Tum führt. Immer werden die Gegenbeispiele angeführt: ich kenn einen, der sitzt im Rollstuhl und hat eine Frau, oder ist übergewichtig, oder Hartz IV, oder schaut euch mal die Leute in der Fußgängerzone an....

Aber: ein Problem kann ausgeglichen werden, es gibt immer jemanden, den genau dieses Problem nicht stört – NUR wenn mehrere Probleme aufeinandertreffen, kann es immer unwahrscheinlicher werden, jemanden zu finden, mit dem man trotzdem zusammenpasst...
Das ist eigentlich auch meine Theorie für „Neurosen“ im Allgemeinen: der Mensch kann sehr lange ein normales Leben führen trotz verschiedener Blockaden, die er hat: bestimmte Komplexe, Ängste, Abneigungen. Er richtet sich damit ein, arrangiert sich, führt vielleicht ein unkonventionelles Leben mit verschiedenen Schrullen. Erst wenn eine Anzahl oder Kombination von Hemmnissen erreicht ist, die es ihm unmöglich macht, in einer bestimmten Situation oder einer generellen Lebensfrage überhaupt irgendeine Lösung zu finden, entsteht Krankheit. Wie ein Gewässer, bei dem alle Abflüsse blockiert sind...

Nachdem ich die Suche nach der „globalen Ursache“ aufgegeben habe, haben mich im Forum nur noch die zwischenmenschlichen Kontakte und Treffen interessiert (und allenfalls noch die skurrilen menschlichen Interaktionen im Forum selbst), und das war auch gut so. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich schon vorher und außerhalb des Forums intensivste Selbstdurchforschung betrieben habe, die an den Fakten aber nicht viel geändert hat. Was nicht heißen soll, dass Erkenntnis der eigenen psychischen Mechanismen nicht generell eine gute Grundlage ist, aber die Lösung bringt sie halt oft auch nicht ... der alte Streit zwischen Analyse und Verhaltenstherapie.
Selbst wenn es eine „globale Ursache“ gäbe, wäre die Lösung, denke ich, für die meisten nicht die Erkenntnis dieser Ursache, sondern etwas anders zu machen, also zwischenmenschliche Erfahrungen und Kontakte zu sammeln. Also im Normalfall doch eher „geh mal raus“. Selbst bei denen, die allein nach Forumsaustausch erfolgreich waren, würde ich vermuten, dass es mehr die Austauscherfahrung als die intellektuelle Erkenntnis war, die eine Veränderung bewirkt hat.

Darum finde ich die Freizeit-Bereiche im Forum mindestens genauso wichtig wie den AB-Theorien-Austausch, der eh meistens in die falsche Richtung geht:
schriftliche Diskussionen sind oft polarisierend und führen statt zum Umdenken eher zum Beharren auf dem eigenen gestörten Weltbild von Benachteiligung und Ansprüchen – dagegen ist mir in mehreren Jahren im Forum so gut wie nie das Wort Liebe untergekommen, von dem man eigentlich meinen sollte, dass es ein zentrales Wort in Bezug auf Beziehung ist ... aber Liebe lässt sich halt schwer her therapieren.


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Thema: AB-Gründe
BeitragVerfasst: 01.07.2014, 20:44 
Sehr schöner Beitrag -dito-


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