†Absolute Beginners: Unerfahren

UEberwiegend dummes Gelaber von Flachpfeifen
Aktuelle Zeit: 16.12.2018, 22:34

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 39 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 02.11.2015, 04:28 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 16.04.2015, 00:12
Beiträge: 712
Geschlecht: Männlich
Ich bin...: daneben
dfg82 hat geschrieben:
Habe gerade überlegt, was zu diesen Videos zu schreiben, aber wozu. Meinen Standpunkt kennst Du ja. :mrgreen:

Passt schon. Bild

Die Theorie hat versagt. Wird Zeit für alternative Praxen. Ist am Ende eh lebensnaher. Bild


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 02.11.2015, 04:28 


Nach oben
  
 
BeitragVerfasst: 02.11.2015, 04:49 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 16.04.2015, 00:12
Beiträge: 712
Geschlecht: Männlich
Ich bin...: daneben
Kleine Ergänzung:

Rosta hat geschrieben:
Burt81 hat geschrieben:
Was halt eben immer Geschlechtsidentität bedeutet?!
Damit sind die körperlichen Merkmale gemeint. (gender identity)

Eigentlich meinte ich damit die Po­la­ri­tät zwischen den Geschlechtern.
Ob man sich als "+" (Frau) oder "-" (Mann) identifiziert.

Siehe auch die kranke Wortentwicklung, die zunehmenst die Polarität verschleiern will:
Von Transsexuell, Transsexualität zu Transgender zu Transidentität.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 02.11.2015, 14:25 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 28.02.2009, 12:48
Beiträge: 556
Geschlecht: Männlich
Alter: 0
Das ist der letzte Post von mir dazu, Du widersprichst Dir ja selber immer wieder....
Rosta hat geschrieben:
-schräg- Watt ???

Eigentlich verwendet man dein "Argument" dafür um zu beweisen, dass die Unterschiede zwischen den zwei Geschlechtern relativiert werden. Und nun willst du ihn so auslegen, dass diese Vorgehensweise gegen eine Relativierung sprechen würde?!
Tschuldige, aber das macht überhaupt keinen Sinn. -?- Noch schlimmer: Das ist schwachsinnig.


relativieren = zu etwas anderem in Beziehung setzen und dadurch in seinem Wert o. Ä. einschränken.

Die gendergerechte Sprache will eben nix in seinen Wert einschränken. Es sollen alle Geschlechter genannt und berücksichtigt werden.

Wenn man nur in männlicher Form schreibt, werden die Frauen diskriminiert. Schreibe ich alles in weiblicher Form, dann die Männer. Männer eben nicht gleich Frau und umgekehrt.

Da ist nix mit relativieren.


Rosta hat geschrieben:
Damit sind die körperlichen Merkmale gemeint. (gender identity)

Nochmals: gender = soziale Rolle
sex = biologisches Geschlecht (primäre und sekundäre Ausprägungen = körperliche Merkmale, Erbanlagen, ....)

Wird kritisiert, und zwar von der Genetik, insbesondere der Verhaltensgenetik. Und damit wäre das auch beantwortet:
Rosta hat geschrieben:
Worauf möchtest du hinaus ?

Gut, war nicht Kutschera, aber Axel Meyer, in einem ganz ähnlichen Feld der Wissenschaft.

Zum Interview: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 95f3c.html

Darin machte er folgende Aussage:
Meyer, Interview Stuttgarter Zeitung, 15.09.2015 hat geschrieben:
Ich behaupte ja nicht, dass alles genetisch vorbestimmt ist. Manches ist eher oder sogar ganz genetisch vorbestimmt, manches ist sehr umweltabhängig, kulturbedingt, das meiste speist sich aus beidem.(...)"


Er sagt ganz klar, das vieles genetisch bestimmt ist, und die Aussage der Feministinnen so eben nicht stimmt. Aber das auch eben nicht alles genetisch bestimmt ist. Eben so wie ich es sagte: manche Dinge werden verstärkt, andere abgeschwächt.

Meyer musste das aber sagen, weil auch die "Theorie der genetische Vorbestimmung" nix anderes als eine Ideologie ist. Vielleicht gegensätzlich zu Gender-Mainstream. Und deshalb bin ich weder für noch gegen Gender-Mainstream bzw. Theorie der genetische Vorbestimmung. Weil man noch nicht alles weiß - Genetik ist z.B. eine sehr junge Wissenschaftsdisziplin und vieles noch unbekannt...

Rosta hat geschrieben:
"Die Definitionen haben sich durch den Fortschritt selber relativiert."

Ehhh....

Ein paar Tage vorher schreibst du mir noch:



Na, verwirrt?
Vielleicht hätte ich schreiben sollen, unsere kulturellen Definitionen haben sich relativiert. "Männer arbeiten und ernähren die Familie, haben zuhause und sonst wo das Sagen. Sie sind stark, unerschütterlich, kräftig, souverän. Und Frauen schmeißen den Haushalt, erziehen die Kinder, und dürfen nix - sind zart, schwach, hilfsbedürftig." das war bis weit in die 70er die Definitionen der Geschlechter in Deutschland.

Und heute?
Hat sich viel geändert!

Und vieles ist immer noch im Wandel. Alles nur aufgrund vom Gender-Mainstream? Wohl nicht....

Rosta hat geschrieben:
Verwechslungen mit der Sexualmedizin ? Was ist denn das jetzt wieder für ein Humbug ?

Sexualmedizin= ach lies selber nach, du weißt ja wo....

Rosta hat geschrieben:
Man hat zu wenig dem Leiden von Männern Beachtung geschenkt. Aus Unkenntnis, aber auch aus Unwillem. Fertig.


Nö. Gab Experimente wo man Männer und Frauen die gleichen Symptome hat spielen lassen. Frauen wurde als depressiv diagnostiziert, Männer irgendwas, nur nicht als depressiv.
Zitat:
Zitat:
"Weiterhin können über Sozialisationsprozesse vermittelte Geschlechterbilder zu Unterschieden in der Wahrnehmung und Äußerung von Symptomen zwischen Männern und Frauen führen, was ebenfalls andere Diagnosen zur Folge haben kann (Gijsbers van Wijk, Kolk 1997; Hünefeld 2012). Dies zeigte sich beispielsweise in einer experimentellen Studie aus dem Jahr 2009: Bei Frauen wurden körperliche Beschwerden häufiger auf psychische Störungen zurückgeführt als bei Männern (Maserejian et al. 2009)."

"Dazu gehören die unterschiedliche Beurteilung von Frauen und Männer im Rahmen eines diagnostischen Prozesses aufgrund vorhandener unterschiedlicher stereotyper Rollenzuschreibungen, was zu einer Verzerrung in der Depressionsdiagnostik führen könnte (Piccinelli, Wilkinson 2000; Möller-Leimkühler 2005)."

Aus: http://www.gbe-bund.de/gbe10/abrechnung.prc_abr_test_logon?p_uid=gast&p_aid=0&p_knoten=FID&p_sprache=D&p_suchstring=15968

Richtig ist, das sich Depressionen zwischen den Geschlechtern anders zeigt. Wurde anfangs der 90er erstmals bemerkt: http://www.psychosomatik.at/uploads/lex ... ession.pdf

Rosta hat geschrieben:
Ich sag nur:
Burt81 hat geschrieben:
ich weder Verfechter noch Kritiker von Gender-Mainstream.

Mein Lebensentwurf ist es jedenfalls nicht zuhause herum zu schmollen, und alles auf andere und vor allem Frauen abzuschieben! Bin ja kein Dino, ich passe mich ein Stück weit an. Deshlab kann man in vielen Dingen trotzdem gegen den Strom schwimmen.....

Rosta hat geschrieben:
"Wenn du die Welt nicht verändern kannst, musst du dich selbst verändern."

Ich antworte nur noch, wenn Du das in die Tat umsetzt!

_________________
"Kennst du das Gefühl, dass dir die Leute um dich herum merkwürdig erscheinen? Und je länger du darüber nachdenkst, desto klarer wird dir, dass nicht die Leute, sondern du selbst das Problem bist?" - Niko in: Oh Boy


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 02.11.2015, 18:26 
Offline

Registriert: 22.09.2014, 10:31
Beiträge: 345
Burt81 hat geschrieben:
ich weder Verfechter noch Kritiker von Gender-Mainstream.

Mein Lebensentwurf ist es jedenfalls nicht zuhause herum zu schmollen, und alles auf andere und vor allem Frauen abzuschieben! Bin ja kein Dino, ich passe mich ein Stück weit an. Deshlab kann man in vielen Dingen trotzdem gegen den Strom schwimmen.....
[/quote]

Als ob es irgendwas bringen würde sich an einen Dreck anzupassen - hat man ja vor 80 Jahren gesehen wohin diese dämliche Anpasserei an Ideologien geführt hat.
oder wer war damals das Problem?
Die Mitläufer oder die Kritiker?

Daran hat sich bis heute nichts geändert - der Starke passt sich nicht an, sondern bekämpft das was ihn hindert sich frei zu entfalten. Anpassen ist nichts anderes als eine Form feiger Schwäche!

Dass Frauen keine Anpasser und Mitläufer mögen liegt auf der Hand, denn wer sich selbst schon nicht schützen und entfalten kann, wie soll der als Beschützer einer Frau fungieren?


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 02.11.2015, 21:19 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 28.02.2009, 12:48
Beiträge: 556
Geschlecht: Männlich
Alter: 0
Beisser41 hat geschrieben:

Als ob es irgendwas bringen würde sich an einen Dreck anzupassen - hat man ja vor 80 Jahren gesehen wohin diese dämliche Anpasserei an Ideologien geführt hat.
oder wer war damals das Problem?
Die Mitläufer oder die Kritiker?

Daran hat sich bis heute nichts geändert - der Starke passt sich nicht an, sondern bekämpft das was ihn hindert sich frei zu entfalten. Anpassen ist nichts anderes als eine Form feiger Schwäche!

Dass Frauen keine Anpasser und Mitläufer mögen liegt auf der Hand, denn wer sich selbst schon nicht schützen und entfalten kann, wie soll der als Beschützer einer Frau fungieren?

Vielleicht war "anpassen" das falsche Wort.

Vielleicht lieber "kritisch damit umgehen", es würde es besser beschreiben. Denn das heißt positive wie auch negative Dinge hervorzuheben, und sich mit der Sache ernsthaft zu beschäftigen. Tue ich es nicht, gehe ich unter wie die Dinos.....

Wie ich sagte, ich bin weder für noch dagegen, weil die Dinge viel zu komplex sind, und zu viel Mist auf beiden Seiten verzapft wird. Soziologie, Biologie, Genetik, Anthropologie etc.. prallen da aufeinander. Axel Meyer hat es eigentlich gut dargestellt, nur das sein Ansatz eigentlich eben auch auf einer Ideologie basiert.
Martenstein hat es ebenfalls gut formuliert:
Zitat:
"In Wirklichkeit ist die Biologie längst weiter. Sie kann zeigen, dass Männer und Frauen in vielen Bereichen gleich sind, in anderen verschieden."


Hier in der Diskussion erscheint es mir aber so:

Ideologie gegen Ideologie

- und deshalb spiele ich hier auch nicht mit!

Und deshalb braucht es auch einen kritischen Umgang! Kritik heißt aber nicht automatisch Ablehnung - aber auch nicht automatisch Zustimmung. Und das ist Euer beider Probleme! Und die Welt besteht eben nicht nur aus Schwarz und Weiß! Und das habt ihr leider beide mit Ideologen gemeinsam....

Geht es Euch wirklich um Kritik an der Genderforschung?

Oder doch eher versteckte Kritik an der Gleichstellung zwischen Mann und Frau - also Frau zurück an den Herd?

Und der Vergleich mit vor 80 Jahren hinkt gewaltig! Es gibt genügend Gegner des Gender-Mainstream, die zudem das ganze sachlich kritisieren. Sie wurden hier, unter anderem auch von mir, genannt. Und Kritik äußern dürft ihr auch - vor 80 Jahren sah das anders aus.


Und trotzdem: immer interessant, was für Sachen hier hervor gebracht werden, nur um sein persönliches ABtum zu entschuldigen! (Wenn man denn überhaupt ein AB ist, gell lieber Beisser41!)

_________________
"Kennst du das Gefühl, dass dir die Leute um dich herum merkwürdig erscheinen? Und je länger du darüber nachdenkst, desto klarer wird dir, dass nicht die Leute, sondern du selbst das Problem bist?" - Niko in: Oh Boy


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 03.11.2015, 07:45 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 16.04.2015, 00:12
Beiträge: 712
Geschlecht: Männlich
Ich bin...: daneben
-bg-

Burt81 hat geschrieben:
relativieren = zu etwas anderem in Beziehung setzen und dadurch in seinem Wert o. Ä. einschränken.

Richtig.

Burt81 hat geschrieben:
Die gendergerechte Sprache will eben nix in seinen Wert einschränken.

Ja, nicht in seinem "eigenem". Aber dem der normalen Sprache. Dem der (sex)Geschlechter. Dem natürlichen Verhältnis.
-> Dem bisherigen Verständnis von Geschlechtlichkeit.

Schau dir doch bitte nochmal an welche Aussage du kommentiert hast. Es war ein Zitat von der Anti-Zensur-Koalition:
AZK hat geschrieben:
Aber im Laufe der Debatte hatte sich gezeigt, dass Gender eine neue Weltanschauung beinhaltet, die alle Unterschiede zwischen den Geschlechtern relativieren will, d. h. sie nicht als naturgegeben, sondern als gesellschafts­bedingt versteht.

Genau das wird hier getan. Allein deine Forderung zur "geschlechtergerechten Sprache". Siehst du das nicht ?

Du musst von der Denke wegkommen, dass sich Gender auf die Frau oder den Mann bezieht. Das tut es nämlich nicht.
Das tut nur vermeintlich die Femi-/Genderfraktion, die unsere Sprache auf unmenschliche Weise verzerren und manipulieren. Sowie Unwissende (siehe meine Geschichte damals zu ICQ), die in jene Falle tappen.

Wenn du das partout nicht beherzigen willst ist, ist jede weitere Diskussion zwischen uns sinnlos.
Aber ich gehe gleich trotzdem nochmal darauf ein. *

Burt81 hat geschrieben:
Es sollen alle Geschlechter genannt und berücksichtigt werden.

"Alle", statt "Beide" ?
...
Ick glob, ick hör dir trapsen. Bild :? ...

Burt81 hat geschrieben:
Wenn man nur in männlicher Form schreibt, werden die Frauen diskriminiert. Schreibe ich alles in weiblicher Form, dann die Männer. Männer eben nicht gleich Frau und umgekehrt.Da ist nix mit relativieren.

*
Genau dafür gibt es EXTRA den Begriff Genus (latein: genus; griechisch: genos; englisch: gender) = grammatikalisches Geschlecht.
Dieser unterscheidet sich DURCHWEG von Sexus = (biologisches)Geschlecht und ist nicht miteinander in Verbindung zu bringen.

Damit es nicht in Vergessenheit gerät: Zudem sei gesagt, dass Genus ursprünglich eine weitere Bedeutung hat. Und zwar zu lat.genere/gignere: (er)zeugen, hervorbringen.
Daher ist dieser alternativ genealogisch zu sehen. Sippe, Geschlecht, Linie, Stammlinie).

Wir in der deutschen Sprache kennen es noch besser.
Beispiel anhand eines Films heißt es:

im englischen ( hier): "had sworn, to wipe out the line of Durin."
in der deutschen Version (leider ohne link, bestätige ich aber zu 100%):"hatte sich geschworen, Durins Geschlecht auszulöschen."

Nun stellt sich die Frage ob man korrekterweise auch "to wipe out the gender of Durin" sagen könnte.
Und da sage ich: Ja. Zumindest früher.
Ausnahmsweise zitiere ich an dieser Stelle Wikipedia, weil ich dazu noch nichts konkreteres finden konnte:
https://en.wikipedia.org/wiki/Gender#Etymology_and_usage hat geschrieben:
The modern English word gender comes from the Middle English gender (also gendere, gendir gendyr, gendre), a loanword from Anglo-Norman and Middle French gendre. This, in turn, came from Latin genus. Both words mean "kind", "type", or "sort". They derive ultimately from a widely attested Proto-Indo-European (PIE) root gen-,[9][10] which is also the source of kin, kind, king, and many other English words. [...]
The first edition of the Oxford English Dictionary (OED1, Volume 4, 1900) notes the original meaning of gender as "kind" had already become obsolete.

https://www.dict.cc/?s=kind hat geschrieben:
kind = Gattung


Um auf die Sprache und die grammatikalischen Geschlechter zurück zu kommen:
Hierfür gibt es nun mal üblicherweise das generische Maskulinum / generic masculine. So wurde es sprachlich schon seit Ewigkeiten genutzt.
Dass man sich plötzlich als Frau(eh,...Männer? ;)) dadurch ausgeschlossen fühlt, können sich wohl nur mal wieder Feministen/Genderisten einfallen lassen.

Vor allem aus dem Grund belustigend, dass es auch ein generisches Femininum gibt.

Nunja. :)

Eines meiner Lieblingszitate zu diesem bekloppten Thema:
http://www.danisch.de/blog/2012/12/30/uber-die-lacherlichkeit-des-bundesverfassungsgerichts/ hat geschrieben:
Wollte man diesen Blödsinn mitmachen, müsste man sofort erhebliche Änderungen an der deutschen Sprache zugunsten der Männer fordern und vornehmen. Denn neulich las ich irgendwo, dass im Deutschen 46% der Substantive femininum sind, aber nur 34% maskulinum und die restlichen 20% neutrum. Ich fühle mich daher diskriminiert und vom Zugang zu so grundlegenden Nahrungsmitteln wie »die Schokolade«, »die Milch« oder »die Pizza« ausgeschlossen, die ja ausweislich ihres sprachlichen Geschlechts nur für Frauen hergestellt werden. Würde ich wie eine Feministin denken, müsste ich mich beschweren, dass die Gesellschaft mir als Mann den Zugang zu Pizza vorenthält, weil ja nur »die« und nicht »die und der« Pizza verkauft wird, und dann den freien Zugang zu Lebensmitteln skandieren. Man sollte hier dringend für eine repräsentative Anpassung sorgen. Andererseits sollte man alle biologischen Erkenntnisse über weibliche Anatomie gründlich überdenken, wo es doch bekanntlich »der Uterus«, »der Follikel«, »der Eierstock«, »der Muttermund«, »der Busen« und »der Eisprung« heißt, die ja offenbar alle dem männlichen und nicht dem weiblichen Organismus zugeordnet sind, wie ihr maskuliner Genus ja eindeutig beweist, folgte man feministischer Denkweise. »Die Prostata« ist demnach dem weiblichen Körper zuzurechnen. Und »die Beulenpest« war ja bekanntlich auch nur als Krankheit für Frauen konstruiert. Dem geneigten Leser sei an dieser Stelle gestattet zu lachen. Oder zu weinen.

Ich hoffe, ich habe den Leser nun ausreichend auf den Gender-Irrsinn eingestimmt, vom sprachlichen Genus auf die Geschlechterzuordnung schließen zu wollen, und ihm ein Gefühl für die tiefgreifende Dumpfsinnigkeit darin gegeben.


Ansonsten, auch passend zum Thema: https://www.youtube.com/watch?v=z3XYK1- ... ge#t=8m46s -dito-

Burt81 hat geschrieben:
Nochmals: gender = soziale Rolle
sex = biologisches Geschlecht (primäre und sekundäre Ausprägungen = körperliche Merkmale, Erbanlagen, ....)

Tschuldige, aber das ist totaler Bullshit.

Schon mal vorab Danke für den Link des Interviews mit Prof.Meyer. Dazu möchte ich an dieser Stelle schon mal etwas bemerkenswertes erwähnen. Wenn man eine Seite weiterblättert, nämlich zu: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 95f3c.html
, steht dort doch tatsächlich:

Zitat:
Im Englischen gibt es für das Wort „Geschlecht“ zwei Übersetzungen: „sex“ steht für das biologische, also genetisch vorbestimmte Geschlecht. Das Wort „gender“ dagegen beschreibt das soziale Geschlecht, welches durch die Kultur und die Gesellschaft vorgegeben ist. Dies ist Thema der Gender-Forschung. Zusammen definieren biologisches und soziales Geschlecht das, was weiblich oder männlich ist.

Da hat ja der Interviewer Richard Friebe eine unverschämte Lüge hingeballert.

Aber mittlerweile habe ich eh schon herausgefunden, dass einige Kräfte mittlerweile versuchen den Begriff vor allem auf diese Weise zu verdrehen.

Fallt nicht darauf rein. Vergesst diesen Scheiß.

Beschäftigt euch mit der Geschichte der Wortentwicklung von Gender. Kapselt es von dieser willkürlich verlogenen Defintion ab. Lasst euch nicht verarschen !

Weil es so elementar ist, kommentier ich es nochmals:
Burt81 hat geschrieben:
Nochmals: gender = soziale Rolle
sex = biologisches Geschlecht (primäre und sekundäre Ausprägungen = körperliche Merkmale, Erbanlagen, ....)

Gender wurde in den 50ern u. folgende deswegen zum sozialen/kulturellen Geschlecht erkoren, weil man sich von "Sex(us)" ABSPALTEN wollte. Das heißt, eine UNABHÄNGIGE Definition des "Geschlechtes" aufgrund der Köpermerkmale.

Sogar bei Wikiblödia steht es schwarz auf weiß:
Zitat:
Der „John/Joan-Fall“ diente zunächst als Beleg für die soziale Wahlmöglichkeit von Geschlecht. So schrieb Alice Schwarzer 1975, dass „die Gebärfähigkeit auch der einzige Unterschied ist, der zwischen Mann und Frau bleibt. Alles andere ist künstlich aufgesetzt.“ Das Experiment von Money würdigt sie als eine der „wenigen Ausnahmen, die nicht manipulieren, sondern dem aufklärenden Auftrag der Forschung gerecht werden.“[4]


https://books.google.de/books?isbn=3830981759 S.130
Zitat:
"Der Begriff gender geht auf die Verwendung durch den Psychiater John Money (1955) zurück, jedoch verwies schon Simone de Beauvoir in ihrem vielbeachteten Werk "Das andere Geschlecht" mit ihrer Kernaussage "Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es" auf den Konstruktionscharakter des sozialen Geschlechts.


Beide sind völlig geisteskranke Gestalten gewesen ! Wie kann man solchen Unmenschen nur folgen ?

Burt81 hat geschrieben:
Meyer, Interview Stuttgarter Zeitung, 15.09.2015 hat geschrieben:
Ich behaupte ja nicht, dass alles genetisch vorbestimmt ist. Manches ist eher oder sogar ganz genetisch vorbestimmt, manches ist sehr umweltabhängig, kulturbedingt, das meiste speist sich aus beidem.(...)"
Er sagt ganz klar, das vieles genetisch bestimmt ist, und die Aussage der Feministinnen so eben nicht stimmt. Aber das auch eben nicht alles genetisch bestimmt ist. Eben so wie ich es sagte: manche Dinge werden verstärkt, andere abgeschwächt.

Das habe ich schon selbst in anderer Ausführung selbst geschrieben. Auch wenn du es offenbar übersehen hast --> siehe Fall: Christian Seidel

Sobald biologische Faktoren eine Rolle spielen, ist die Gender-Theorie aber für die Mülltonne; da widerlegt.

Trotzdem hinzugehen (also die Feministen und Genderisten) und aus diesem Grund die Definition nachher willkürlich zu ändern, ist nichts weiteres als hinterfotzig. Bild

Burt81 hat geschrieben:
Meyer musste das aber sagen, weil auch die "Theorie der genetische Vorbestimmung" nix anderes als eine Ideologie ist. Vielleicht gegensätzlich zu Gender-Mainstream. Und deshalb bin ich weder für noch gegen Gender-Mainstream bzw. Theorie der genetische Vorbestimmung. Weil man noch nicht alles weiß - Genetik ist z.B. eine sehr junge Wissenschaftsdisziplin und vieles noch unbekannt...

Müssen? Er hat gesagt, was seine Haltung ist. Ich meine, wer bitteschön ist denn der Meinung dass alles biologisch bestimmt ist?
Siehe die vorherige Frage im Interview:

Zitat:
Die streng biologische Interpretation der conditio humana gilt aber selbst als ideologisch, als „biologistisch“.

Darauf antworte er halt, dass er diese Ansicht nicht teile.

Zitat:
Ich behaupte ja nicht, dass alles genetisch vorbestimmt ist


Kurz nochmal zu einem Satz von dir:
Burt81 hat geschrieben:
Meyer musste das aber sagen, weil auch die "Theorie der genetische Vorbestimmung" nix anderes als eine Ideologie ist.

Was wäre denn keine Ideologie? Ideologie heißt auf gut deutsch Ideenlehre. Ideen können gut oder schlecht sein. Je nachdem, was dahinter steckt.

Burt81 hat geschrieben:
Na, verwirrt?

Nein, müde. Bild

Burt81 hat geschrieben:
Vielleicht hätte ich schreiben sollen, unsere kulturellen Definitionen haben sich relativiert. "Männer arbeiten und ernähren die Familie, haben zuhause und sonst wo das Sagen. Sie sind stark, unerschütterlich, kräftig, souverän. Und Frauen schmeißen den Haushalt, erziehen die Kinder, und dürfen nix - sind zart, schwach, hilfsbedürftig." das war bis weit in die 70er die Definitionen der Geschlechter in Deutschland.

Und heute?
Hat sich viel geändert!

Ich teile diese Ansicht über die Geschichte des Geschlechterverhältnisses nicht (mehr).

Burt81 hat geschrieben:
Sexualmedizin= ach lies selber nach, du weißt ja wo....

Schau dir diese Weiterleitung an wenn man "gender medicine" eingibt, und du weißt Bescheid.
Sicherheitshalber mache ich mal einen Screenshot: http://250kb.de/u/151103/p/lXR2z97YiMRi.png
Sollte selbsterklärend sein.

Burt81 hat geschrieben:
Nö. Gab Experimente wo man Männer und Frauen die gleichen Symptome hat spielen lassen. Frauen wurde als depressiv diagnostiziert, Männer irgendwas, nur nicht als depressiv.

Genau das ist ja der Fehler.
Problematisch sehe ich zusätzlich wiedermals, dass sich nur auf die Symptome gestürzt wird. Wie immer, nicht wahr?
Aber gut, schauen wir uns das genauer an.
Ich zitiere das Ganze nochmal:

http://www.gbe-bund.de/gbe10/abrechnung.prc_abr_test_logon?p_uid=gast&p_aid=0&p_knoten=FID&p_sprache=D&p_suchstring=15968 hat geschrieben:
Artefakttheorie

Im Rahmen der sogenannten Artefakttheorie wird der Unterschied in der Depressionsprävalenz als eine »künstliche« Differenz aufgrund verschiedener Ursachen interpretiert. Dazu gehören die unterschiedliche Beurteilung von Frauen und Männer im Rahmen eines diagnostischen Prozesses aufgrund vorhandener unterschiedlicher stereotyper Rollenzuschreibungen, was zu einer Verzerrung in der Depressionsdiagnostik führen könnte (Piccinelli, Wilkinson 2000; Möller-Leimkühler 2005).

Weiterhin können über Sozialisationsprozesse vermittelte Geschlechterbilder zu Unterschieden in der Wahrnehmung und Äußerung von Symptomen zwischen Männern und Frauen führen, was ebenfalls andere Diagnosen zur Folge haben kann (Gijsbers van Wijk, Kolk 1997; Hünefeld 2012). Dies zeigte sich beispielsweise in einer experimentellen Studie aus dem Jahr 2009: Bei Frauen wurden körperliche Beschwerden häufiger auf psychische Störungen zurückgeführt als bei Männern (Maserejian et al. 2009).


Zuerst habe ich mich gefragt: Was soll Artefakttheorie bedeuten? Dann habe ich das gefunden:
http://www.soziologie.rwth-aachen.de/gl ... aaaaacgrhn
Zitat:
Ein anderer Zweig der Depressionsforschung befasst sich
mit der Frage, ob Männer wirklich seltener von Depressionen betroffen sind oder ob ihre Depression einfach nicht als
solche erkannt wird und daher nicht in der Depressionsstatistik aufgeführt wird. Hier knüpft die Artefakttheorie an.
Sie geht davon aus, dass es sich bei den Depressionsstatistiken um eine verzerrte, nicht wirklichkeitsgetreue Darstellung der Depressionsbetroffenheit handelt. Männer und Frauen sollen demnach in einem ähnlichen Umfang an Depressionen erkranken. Als eine Ursache für diese Verzerrung nennen die Vertreter dieses Ansatzes das geschlechtsspezifische Gesundheitsverhalten von Männern.

Was heißt Artefakt ? Durch Menschen künstlich erschaffenes.

Zitat:
der Unterschied in der Depressionsprävalenz als eine »künstliche« Differenz

Künstlich.
Ja leck mich doch am Arsch. Künstlich ... künstlich .... ne.... mit welcher Begründung soll das bitte künstlich sein?
Mit welcher Begründung geht man von vornerein aus, dass es künstlich ist?

...

Hach, schon geil... :roll:
Wenn ich so recht überlege wird mir gerade klar, warum du gerade diesen Satz, den ich eben zitierte , in deinem Zitat weggelassen hast.
Gerade dann sind nämlich diese darauffolgenden Sätze, die mir gegenüber zitiert hast, umso entlarvender.
Ich hoffe du weißt was gemeint ist.
Daher lasse ich die weitere Kommentierung und gehe zum nächsten über.


Burt81 hat geschrieben:
Richtig ist, das sich Depressionen zwischen den Geschlechtern anders zeigt. Wurde anfangs der 90er erstmals bemerkt: http://www.psychosomatik.at/uploads/lex ... ession.pdf

Großteils stimme ich dem Dokument zu.
Als ich aber das hier las:
http://www.psychosomatik.at/uploads/lexikon_pdf/maenner_depression.pdf hat geschrieben:
Vielen Frauen fällt es leichter als Männern, nach Innen zu blicken, die eigenen Gefühle wahrzunehmen und in Worte zu fassen. Männer hingegen sind oft unfähig, die eigene
Befindlichkeit zu artikulieren. Das wäre aber notwendig, um Unterstützung und Linderung bei
hrem Leiden zu erhalten.

war mir klar: Sie wissen nicht, was sie tun.
-->
http://www.psychosomatik.at/uploads/lexikon_pdf/maenner_depression.pdf hat geschrieben:
Es ist noch ungeklärt, warum Männer und Frauen ein unterschiedliches Depressionskonzept entwickeln.

Antwort 1
http://www.berliner-zeitung.de/politik/ ... 76190.html
Zitat:
Tatsächlich äußern sich depressive Symptome bei Männern oft anders als bei Frauen. „Frauen klagen über Niedergeschlagenheit oder Antriebslosigkeit, bei Männern zeigt sich die Krankheit eher durch erhöhte Aggressivität oder Hyperaktivität, Alkoholmissbrauch oder zwanghaftes sexuelles Verlangen“, fasste Anne Maria Möller-Leimkühler zusammen.

Antwort 2
https://geschlechterallerlei.wordpress. ... ym-blogge/
Zitat:
  • Depressionen kollidieren mit den sozialen Anforderungen an einen Mann, so dass mit Ausgrenzung rechnen muss, wer sich zu seiner Krankheit bekennt.
  • Depressionen äußern sich bei Männern anders als man es erwartet, etwa durch Aggression statt durch Traurigkeit.

Antwort 3
http://www.zeit.de/2014/02/maenner-kris ... ettansicht
Zitat:
Selbst moderne, emanzipierte Frauen reagieren manchmal verschreckt, wenn ihr Mann wirklich einmal Schwäche zeigt. Therapeuten berichten, dass Frauen erst von ihrem Mann einfordern, Gefühle zu zeigen – und ihn genau dann verlassen, wenn er negative Gefühle, beispielsweise Depressionen, eingesteht. So haben diese Frauen sich das mit der Partnerschaft auf Augenhöhe dann nämlich doch nicht vorgestellt.

Wobei ich das Wörtchen "manchmal" durch "oftmals" ersetzen würde.


Ansonsten: Man konzentriert sich mal wieder nur hauptsächlich auf die Symptome, doch nicht auf die Ursachen.
Es wird zwar gesagt:
http://www.gbe-bund.de/gbe10/abrechnung.prc_abr_test_logon?p_uid=gast&p_aid=0&p_knoten=FID&p_sprache=D&p_suchstring=15968 hat geschrieben:
Bedeutende Faktoren sind in diesem Zusammenhang die soziale Statusposition, Familie und Partnerschaft, soziale Netzwerke sowie Einflussfaktoren im Zusammenhang mit dem Erwerbsleben.

Aber woraus die sich genauer bilden, das bleibt natürlich eher im Unbekannten. :roll:


Burt81 hat geschrieben:
Mein Lebensentwurf ist es jedenfalls nicht zuhause herum zu schmollen, und alles auf andere und vor allem Frauen abzuschieben!

Ich hab es außerhalb von meinem Haus ein paar mal versucht. Es interessiert keine Sau.
Mit etwas Glück erwischt man eine Feministin, die dich abwatscht mit der Haltung "du hast eh keine Ahnung".
Aber das scheint im Internet nicht anders zu sein.
Was meinst du wohin das führt ? Richtig, die Lager extremisieren sich weiter.
Eine tolle Voraussetzung für ein "friedliches Zusammenleben".
Großartig.

Mir vorzuwerfen dass ich alles auf andere und vor allem auf Frauen schiebe würde ist eine Unterstellung, die ich als unüberlegt ablege.
Es ist primär unser scheiß System mit seinen verlogenen Erklärungen wie die Dinge scheinbar ablaufen würden - und vor allem !!! - sollen.
Und genau dies erzeugt eine Wirkung in all unseren Lebensbereichen. Mit seinen Unwissenden, Gewährern, Mitläufern und Unterstützern.
Initiatoren sind meist Männer. Mitläufer meist Frauen. Unabhängig davon ob die Mitläufer o.ä. die Sachlage verstanden haben.
Was kann ich dafür wenn es so ist ?
Schau dir doch beispielweise folgende Umfrage im Blauen an: http://abtreff.de/viewtopic.php?f=1&t=16193
Da hat man schon Schwierigkeiten eine Beziehung mit dem anderen Geschlecht aufzubauen, und was ist? Die Frauen haben nichts besseres zu tun, mit ihrem ABtum auch noch zusätzlich auf dem Feminismus herumzureiten. Das ist dasselbe, als würde ich mit meinem HC+AB-Status für Maskulismus streben.
Wie behämmert muss man eigentlich sein, um diesen Unsinn nicht zu kapieren ?
Man kapiert noch nicht mal, dass diese Umfrage ein exzellenter Beweis dafür ist, dass Frauen sich in den meisten Fällen hauptsächlich um sich selbst drehen.
Aber was soll mich das in einer gynozentrischen Gesellschaft schon noch groß überraschen.
Insbesondere auf die schwanzgesteuerten oder sonstigen verblendeten Männer (Weiße Ritter) die es sich zur Aufgabe gemacht haben den Frauen gegenüber bloß nix falsches zu sagen. Was bin ich froh, dass ich da nach all den Jahren endlich raus bin.

... Bild

Burt81 hat geschrieben:
Deshlab kann man in vielen Dingen trotzdem gegen den Strom schwimmen.....

Habe mal einen schönen Spruch aufgeschnappt:

Wer gegen den Strom schwimmt, gelangt zur Quelle. ;)

Wobei es sicherlich darauf ankommt, gegen welchen Strom man sich entscheidet. Und welche Quelle einem dann diesbezüglich erwartet. -grübel-

Zitat:
Burt81 hat geschrieben:
ich weder Verfechter noch Kritiker von Gender-Mainstream.

Burt81 hat geschrieben:
Vielleicht lieber "kritisch damit umgehen", es würde es besser beschreiben. Denn das heißt positive wie auch negative Dinge hervorzuheben, und sich mit der Sache ernsthaft zu beschäftigen.

Mein Tipp: Fange an dich radikaler (wurzelhafter) an das Thema Gender heranzuwagen als du es bisher getan hast. Mehrere hilfreiche Links dazu habe ich gepostet. Fehlt noch die Bereitschaft dazu.

Burt81 hat geschrieben:
Wie ich sagte, ich bin weder für noch dagegen, weil die Dinge viel zu komplex sind, und zu viel Mist auf beiden Seiten verzapft wird. Soziologie, Biologie, Genetik, Anthropologie etc.. prallen da aufeinander.

Welche beiden Seiten?
Die 4 Bereiche die du aufgezählt hast haben mit Gender nix zu tun. Es sei denn, diese Bereiche infiziert man mutwillig mit diesem Virus. Dann schon.

Burt81 hat geschrieben:
Axel Meyer hat es eigentlich gut dargestellt, nur das sein Ansatz eigentlich eben auch auf einer Ideologie basiert. .

Ohne Ideologien, keine Positionen.
Ohne Positionen, keine Zielvorstellungen.
Ohne Zielvorstellungen, keine Treffer.
Ohne Treffer, kein Erfolg.
Ohne Erfolg, kein Weiterkommen.
Ohne Weiterkommen: Stillstand (Nihilismus).

Was ich damit wiederholt sagen will: Jeder vertritt mindestens eine Ideologie.


Zitat:
Burt81 hat geschrieben:
Martenstein hat es ebenfalls gut formuliert:
"In Wirklichkeit ist die Biologie längst weiter. Sie kann zeigen, dass Männer und Frauen in vielen Bereichen gleich sind, in anderen verschieden."

So ist es. Und so war es auch schon früher. Das scheint man nur vergessen/verdrängt zu haben (zu wollen).

Burt81 hat geschrieben:
Hier in der Diskussion erscheint es mir aber so:

Ideologie gegen Ideologie

- und deshalb spiele ich hier auch nicht mit!

Diese Haltung bezeiche ich als standlos. Als Fähnchen im Wind.


Burt81 hat geschrieben:
Und deshalb braucht es auch einen kritischen Umgang! Kritik heißt aber nicht automatisch Ablehnung - aber auch nicht automatisch Zustimmung. Und das ist Euer beider Probleme! Und die Welt besteht eben nicht nur aus Schwarz und Weiß! Und das habt ihr leider beide mit Ideologen gemeinsam....

Geht es Euch wirklich um Kritik an der Genderforschung?

Erst habe ich Gender für Geschlecht (im biologischen Sinne = männlich/weiblich) gehalten.
Vor 3 Jahren habe ich mich damit kritisch befasst.
Seit 2 Jahren bin ich ein Gegner davon weil ich dadurch erfahren habe, was für ein abartiges Lügengerüst das Ganze ist.
Daraufhin wurde ich zum erbitterten Gegner.
Ich sage ganz deutlich: Gender muss zu 100% WEG ! Sobald ich nur einmal dieses Wort höre weiß ich schon: Ich hab es mit einem Unwissenden, einem Vollidioten oder einem böswilligen Menschen zu tun.
Wie oft soll ich "Gender" denn nun noch erklären ? Meine Geduld ist am Ende. Es reicht. Kritik ist von gestern. Widerstand ist angesagt.
Für Gender gibt es keinen Platz.
Dafür hat mich der Scheiß fast in den völligen Abgrund getrieben.

Ihr wollt mal wissen was es heißt sich darin zu verirren ?
--> http://www.travesta.de

Burt81 hat geschrieben:
Oder doch eher versteckte Kritik an der Gleichstellung zwischen Mann und Frau - also Frau zurück an den Herd?

Gleichstellungspolitik = Gender-Mainstreaming.

Empfehlenswerter Artikel zu diesem Thema:
„Dann bist du nicht für Gleichberechtigung?“ – Es nervt! -dito-


Burt81 hat geschrieben:
Und der Vergleich mit vor 80 Jahren hinkt gewaltig! Es gibt genügend Gegner des Gender-Mainstream, die zudem das ganze sachlich kritisieren. Sie wurden hier, unter anderem auch von mir, genannt. Und Kritik äußern dürft ihr auch - vor 80 Jahren sah das anders aus.

https://www.youtube.com/watch?v=UMt4gZCRug8
Zitat:
youtube Kommentar zum Video: Xvoryname Ynachxname
Klingt wie eine Drohung. Nach dem Motto, genießen sie es noch eine Zeit lang, bald ist es damit vorbei.


Burt, deine Aussage hört sich für mich an wie: Ihr sollt oder könnt euch kritisch äußern, aber nicht zu harsch.

Bild Nein, man kann das Ganze nicht hart genug kritisieren. Aber kritisieren im Sinne von bekämpfen. Diese Unmenschlichkeit muss weg !

Bevor jegliche Kritik daran zukünftig evtl. verboten wird.

Harald Martenstein mag das Ganze aus einem lässigen/humorvollen Blick betrachten können. Ich kann es leider aus guten Gründen nicht.

Axel Meyer nennt einen Grund, den ich als eins der wesentlichsten Punkte für das Desaster betrachte.
Aber bevor ich diesen zitiere fällt mir gerade was interessantes auf: Das Interview von http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 95f3c.html und http://www.tagesspiegel.de/wissen/gende ... 14996.html von Richard Friebe unterscheiden sich.
Sehr merkwürdig. Da frage ich mich schon, was das jetzt schon wieder soll. Was "original" ist und was nicht.
Oh man, ....naja ...was solls...:

http://www.tagesspiegel.de/wissen/gende ... 14996.html
Zitat:
Die einen sagen, wir werden gender-neutral, jenseits des Organischen vollkommen gleich geboren. Nur die Gesellschaft presst Menschen mit Vagina oder Penis in ihre Rollen. Und es gibt die anderen, die in Experimenten zeigen, dass Geschlechtsunterschiede in Verhaltens- und Denkaspekten genetisch mitbestimmt sind. Biologen wissen meist nicht, dass sie dieses Feindbild darstellen. Sie arbeiten in ihren Laboren, werden in Talkshows gar nicht erst eingeladen, und haben nie etwas von der Gender-Studies-Päpstin, Judith Butler, gehört.


Und um nochmals Axel Meyer aus seinem Buch zu zitieren:
https://books.google.de/books?isbn=3641136547

Zitat:
In Deutschland kolportierte Alice Schwarzer Mitte der 1970er Jahre den Fall John/Joan, der ihr - die tragische Wahrheit kam ja erst später ans Licht - als positiver Beleg für die These diente, dass "die Geschlechtsidentität, Weiblichkeit und Männlichkeit [...] nicht eine biologische, sondern eine psychische sei", und beeinflusste damit zahlreiche Feministinnen, beispielweise auch meine Frau. Für Schwarzer war John Money damals eine der wenigen Ausnahmen im patriarchalischen Wissenschaftssystem, "die nicht manipulieren, sondern dem aufklärenden Auftrag der Forschung gerecht werden". So kann man sich täuschen!
Der kulturelle und medizinische Einfluss der später als geschönt entlarvten Publikationen von John Money war enorm und hält bis heute an.


Burt81 hat geschrieben:
Und trotzdem: immer interessant, was für Sachen hier hervor gebracht werden, nur um sein persönliches ABtum zu entschuldigen!

Weißt du, man könnte den ganzen Mist auch umdrehen.

Seid ihr oder ist "die Gesellschaft" nicht kritikfähig genug, um fundamentale Punkte wie dieser zu beherzigen?

Anscheinend nicht. Denn eine Rückkehr, geschweige Aufarbeitung des Gesamtem ist bei weitem nicht in Sicht.

Dabei ist das nur ein Teilaspekt.


Es gibt auch andere Themen die ebenso dazu gehören, weil sie auf jeden Fall mit diesem Thema hier zusammenhängen. Beispiel:
http://www.frau-ohne-welt.de/category/g ... miklaypse/
Zitat:
Je schwächer die Vaterschaft wird, desto schwächere wird die Gesellschaft insgesamt. Bei den demoralisierten Männer in Japan zeigt sich ein neuer, irritierender Trend, den man „Gras-Essen“ nennt: 60 % der Männern unter 30 haben kein Interesse mehr daran zu heiraten, Kinder zu bekommen und einen Job anzustreben, der mehr einbringt, als sie zur Begleichung ihrer Rechnungen benötigen. Japanische Wirtschaftswissenschaftler macht das schier verrückt, da Frauen und Kinder immer noch die überschüssige Arbeit von Männern benötigen, egal ob die Gewinne aus dem Überschuss direkt oder indirekt fließen. Japans wirtschaftliche Überlegenheit beruhte auf der Produktion dieser männlichen Überschussarbeit.




Burt81 hat geschrieben:
Rosta hat geschrieben:
"Wenn du die Welt nicht verändern kannst, musst du dich selbst verändern."
Ich antworte nur noch, wenn Du das in die Tat umsetzt!

Bis nächstes Jahr. 8)

Bin ab sofort auf unbestimmte Zeit im Lesemodus bzw. aus sämtlichen Internetaktivitäten weg.

Macht et jut. -bg-


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 03.11.2015, 12:31 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 03.06.2007, 12:51
Beiträge: 544
Wohnort: Berlin
Geschlecht: Männlich
Alter: 39
Burt81 hat geschrieben:
Das ist aber auch nur ein Aspekt. In anderen Belangen sind die Männer von der Medizin wiederum gänzlich ignoriert worden, wie z.B. psychische Erkrankungen.

Haste recht. Ich war bei meinem Kommentar zu sehr auf der Schiene der körperlichen Erkrankungen. Bei psychischen Erkrankungen scheint es in der Tat umgekehrt zu sein. Wobei ich meinen Grundgedanken hier eigentlich ebenso bestätigt sehe, wenn auch eben mit umgekehrten Geschlechtervorzeichen. Nämlich den, daß es weniger an einem zu einseitigen Fokus der Mediziner und Forscher liegt, sondern vielmehr daran, wie und in welcher Zahl sich die zu Erforschenden... zur Verfügung stellen? Ach, Du weißt schon...


Burt81 hat geschrieben:
Barnows Buch handelt im Kern um Stressbewältigung. Aus der Stressforschung weiß man, das der Umgang mit den Emotionen sich empfindlich auf das Stresserleben auswirkt. Kurz: wer mit seinen Gefühlen umgehen kann, hat einen wichtigen Schlüssel zur Stressbewältigung.

Es geht darin nicht um Suchtverhalten, auch wenn Stress zu Sucht führen kann!!!

Sicher, ja. Mangelnde Resilienz steht selbstverständlich immer vor der Sucht. Bedingt den Suchtcharakter. Wobei man nun, wenn man möchte, auch noch einen Schritt zurückgehen und die Ursache dieser mangelnden Streßbewältigungsfähigkeiten benennen kann. Richtiger oder falscher werden die Aussagen dadurch nicht. Es geht hier schlicht nur darum, ob wir lieber von vor- oder nachgeschalteten Psychoebenen reden wollen. Salopp formuliert (nicht, daß ich es anders könnte).

Ebene 1: X => Ebene 2: Resilienz / Umgang mit den eigenen Gefühlen** => Ebene 3: genereller Suchtcharakter einer Person => Ebene 4: spezielle Sucht

**(IMO beides auf derselben Ebene, weswegen ich den Umgang mit den Gefühlen nicht als "Schlüssel" für die Streßbewältigung betrachten kann, sondern das ominöse X, welches die Ausprägung von beidem bedingt)


Burt81 hat geschrieben:
Daher ist der Wunsch nach vom Staat bezahlten Prostituierten keine Lösung für das AB-Problem. Denn das ist auch nur kurzfristiger Ersatz, der langfristig beim einzelnen keinen Erfolg zeigen wird.

Jau.


Rosta hat geschrieben:
Das Ganze ist schon ziemlich komplex weil mehrere Faktoren eine Rolle spielen.
Insbesondere die Sexualmoral. Stichwort: Promiskuität. Übersexualisierung. Diese werden z.B. nicht mehr getadelt, nein gar desöfteren sogar gefördert. Hauptsächlich durch die modernen Verhütungsmitteln. Und eben durch die freizügige Propaganda in den Medien&Co. Schade dass ich gerade keine Quellen parat habe. Aber ich habe mal gelesen, dass diese Tendenz u.a. dazu führt, dass man bei Beziehungsanbahnungen schneller zur Sache kommen will als üblich (sexuelle Abstumpfung) was natürlich auch auf die Beziehung an sich auswirkt.

Meiner Ansicht nach sind das alles wieder Dinge, die ausschließlich Leute jucken, die auf die erwähnten "Beziehungshilfskonstrukte", wie ich das schwurbelnd nannte, angewiesen sind. Weil sie eigentlich eh Sozialhonks sind, die Beziehungen nicht fühlen, nicht leben können... und deshalb darauf angewiesen sind, Dinge zu benennen, Dingen mit Worten und Handlungen eine Gestalt zu geben, die "Beziehung" scheinbar ausmachen. Etwas über Symbole und Rituale greifbar zu machen, was sie nicht verstehen.

Moden, Zeitgeist, "Medienpropaganda" und die ihnen entnehmbaren Definitionen erleichtern einem das natürlich enorm. Sie bieten einen gedanklichen Überbau, einen gesellschaftlichen Konsens in Bezug auf Geschlechterrollen und Co. Den hinterfragt man höchstens, wenn man an ihm scheitert. Oft nicht einmal dann.

An dieser Stelle denke ich immer noch, daß Du zu sehr darin verhaftet bist, die aktuelle Mode zu verdammen (nicht, daß ich Dir darin nicht grundsätzlich zustimme) und sie als entscheidende Hürde für das persönliche Glück zu sehen. Ich werfe als Behauptung in die Runde, daß sich auch ohne Genderismus, Feminismus und sonstige gesellschaftliche Irrungen, die Du hier aufgegriffen hast, für Dich mit hoher Wahrscheinlichkeit wenig ändern würde. Der Kampf gegen solche Schwachsinnigkeiten ist nobel, die Lösung der privaten AB-Problematik findet sich darin nicht.

Vielleicht einfach mal weniger mit diesem Unfug beschäftigen. Man muß die Beschäftigung damit ja nicht auf null zurückfahren. Aber wenn man aus dem Stegreif hundert Links zum Thema parat hat, hängt IMHO schon etwas ziemlich quer...


Rosta hat geschrieben:
Wächter hat geschrieben:
Und das hat nichts mit Asexualität oder Weichspülbla zu tun. Es geht vor allem darum, daß "man eine vernünftige Männerrolle braucht um stabile Verhältnisse zu schaffen", wie Du selbst schreibst. Nur, daß man diese nicht dort findet, wo Du nach ihr zu suchen scheinst.

Hmmm. Und welche Ziele schweben dir da alternativ vor?

Ziele für die Suche nach einer vernünftigen Männerrolle? Gute Frage. Ich gestehe, es fällt deutlich leichter, zu benennen, wo sich zu suchen nicht lohnt. Zusammengefaßt: im Zeitgeist... ;)
Also weder in versauten Brechtgedichten (siehe Nachbarthread), noch in PU-Weisheiten, nicht bei Promis oder Fantasiegestalten... und auch nicht in übertriebener Fixierung auf das, was biologisch einen echten Mann auszumachen scheint. Damit stößt man sich spätestens dann an schmerzhaften Realitäten, wenn man das zu imitieren versucht und trotz Erfolg erfolglos bleibt.

Was ist nun eine vernünftige Männerrolle? Ich finde das schwierig. Es scheint mir eben eins dieser Dinge zu sein, das manche Menschen einfach intuitiv begerifen, ohne es wirklich sinnvoll in Worte fassen zu können (und wer es versucht, outet sich schnell als jemand, der keine Ahnung hat). Andererseits weiß ich auch nicht, wieviel Subjektivität hier in meinen Ansichten steckt, was zusätzlich den Erklärungsversuch hemmt.

Ich flüchte mich in einen sehr groben Verweis auf etwas, was landläufig als "bürgerliches Ideal" verstanden wird. Auf die Lebensweise eines Teils der Gesellschaft, der mir seit Jahrhunderten ziemlich stabil und ziemlich unabhängig von aktuellen Do's und Don'ts, von Lebensumständen und philosophischen Strömungen zu sein scheint. Und der seit jeher recht pragmatisch, unaufgeregt und dennoch flexibel mit Geschlechterrollen umgeht (eine Frau will im 18. Jahrhundert Illustratorin oder Komponistin werden? bei den Leuten, die ich meine, kein Problem - ohne daß es nennenswert betont oder gerechtfertigt werden müßte). Ich finde solche Leute nicht nur äußerst angenehm. Von denen mußte sich glaube ich auch nie jemand ernsthaft Gedanken drüber machen, ob er jetzt z.B. männlich genug fürs andere Geschlecht ist. Selbst dann wenn man auf den ersten Blick weit entfernt von irgendeinem überzüchteten Männlichkeitsideal ist (das nur existiert, weil Ahnungslose wieder etwas greifbar machen wollten - und dabei wie immer übertreiben und den Kern der Sache nicht treffen).

Ich würde das im Endeffekt aber nicht einmal bürgerlich nennen. Sondern einfach... gesund. Auch wenn das in Bezug auf Psychisches ein böses Wort ist.
Je nun. Ist ungefähr nachvollziehbar, in welche Richtung mein "Männlichkeitsideal" geht? Und daß es Welten entfernt ist von PU und Gender und Fitneß und richtig und falsch? Es ist ein Ideal, das gar keines sein möchte.


Rosta hat geschrieben:
Doch ohne oder unsichere Ideale keine bzw. stark verminderte stabile Verhältnisse und somit ein (eigentlich unnötiges?) Risiko einer Zerrüttung der eigenen Lebensverhältnisse.

Sehe ich wie erwähnt anders. Wer diese stabilen Verhältnisse lebt, scheint mir gar keine Ideale in dieser Form zu brauchen. Die taugen immer nur, um das (schlecht) zu imitieren, was solche Leute haben. Nun kannst Du einwenden, daß das für viele die einzige Möglichkeit ist. Und hättest Recht damit.

Und man muß natürlich einen vernünftigen Umgang damit finden. Den sehe ich derzeit aber eben nicht darin, irgendwann Imitationen von Imitationen von Imitationen gelungener Beziehungen, von Geschlechteridealen und Verhaltensmustern hinterherzulaufen. Und dabei fast notgedrungen immer extremer in seinem Denken zu werden und sich zunehmend auf Details zu fokussieren, die einem nur zusätzlichen Streß und keinen Lösungsweg bescheren. Sondern sich stattdessen immer grob am "Original" zu orientieren. Das muß nicht das von mir angedachte sein, das ich mir gerade spontan aus den Fingern gesaugt habe. Es geht mir hier erstmal einzig und allein darum, daß Du Dich nicht in Nebenkriegsschauplätzen verzettelst, die Dich am Ende nur noch weiter runterziehen werden. Und dieses ganze Gesellschaftskritikbla ist ein solcher. Sowas im Blick zu haben ist okay, aber auf persönlicher Ebene gibt es hier nichts zu gewinnen.


Rosta hat geschrieben:
Das ist nämlich der Hauptgrund warum ich zu trinken angefangen habe. Wenn es nichts sinnvolles, zu aufbauendes gibt, dann träume ich lieber in meiner "Hedonik"-Welt daher. Was sonst? Aber freiwillig tue ich das Ganze sicherlich nicht von Grund auf. Aber es ist halt eine Lösung.

[...]

Wächter hat geschrieben:
[...] Solche Menschen sind in jeder Hinsicht ein Faß ohne Boden. Brauchbare Lösungsansätze müßten sich also damit beschäftigen, ihnen einen Boden zu geben... und nicht, ihnen etwas anderes von oben reinzuschütten.

-dito-

Wenn Du hier zustimmst, kannst Du nicht gleichzeitig Saufen als Lösung betrachten.


Rosta hat geschrieben:
Wächter hat geschrieben:
Rosta hat geschrieben:
Unfähigkeit und Unkonzentriertheit.

Das ist die Hauptursache von meinen Problemen.

Fragt sich nur, was das wiederum ausgelöst hat.?
Bevor ich dasselbe Geseiber wie immer ablasse (zur Not per Suchfunktion auffindbar) - rhetorische Frage oder tappst Du hier tatsächlich völlig im Dunkeln...?

Hier tappe ich wirklich im Dunkeln. :?

Und gerade so eine Geschichte hat einen Einfluss auf alle Lebensbereiche.

Ich werfe dann also meinen Lieblingsbegriff "frühkindliche Deprivation" ein. Frühzeitige Fehlverdrahtung des Hirns durch beschissene Bedingungen. Folgen sind ein buntes Sammelsurium an Symptomen - von Unkonzentriertheit über Sozialblindheit bis zu krass verminderter Resilienz, Reifedefiziten, Narzissmus... im Grunde alles, was in irgendwelchen Diagnosebibeln unter Persönlichkeitsstörungen steht und sinnarm voneinander getrennt wird.

Banal. Aber so wirksam wie umfassend. Deswegen ja der Einfluß auf alle Lebensbereiche. Weil es keine Verletzung ist, die eine bestimmte Stelle betrifft. Sondern die ganze Person in allem, was sie ausmacht.


Rosta hat geschrieben:
(habe ein großes Defizit was Definitionen/Auffassungsgabe von Begriffen angeht. Versuche das seit einigen Jahren zu korrigieren was ich in meinem bisherigen Leben nicht richtig gelernt habe. Was mir aber sehr schwer fällt das zu korrigierne da ich mir eben allgemein Sachen schlecht merken kann)

Geschenkt. Ich bin auch kein großer Wortakrobat, wie man sieht. Und weigere mich beharrlich, Vokabeln auswendigzulernen, nur um intellektueller zu wirken. Nicht, daß es verkehrt wäre, korrekte Begrifflichkeiten zu beherrschen (und sie im entsprechenden Kontext, etwa wenn Wissenschaftler unter sich sind, auch anzuwenden). Aber viele Leute, die sich mit so etwas schmücken, kaschieren damit nur, daß sie im Grunde keine Ahnung haben. ;)


Rosta hat geschrieben:
Wächter hat geschrieben:
Rosta hat geschrieben:
Alles wäre einfacher zu erklären wenn Menschen nicht emotional ggf. "überemotional" agieren würden.
Aber das tun sie nicht.
Weil wir nun mal menschlich sind.
Na, nu.
Es gibt ja auch gottseidank viele Menschen, die nicht zur Überemotionalität neigen. Und dennoch sind sie nicht weniger menschlich. Zumindest für das Überemotionale sollte man also noch andere Erklärungen finden als das Menschsein an sich.

Daher auch das "gegebenfalls". ;)

Akzeptiert. Aber dann weite ich meine Aussage einfach auch aufs "emotionale Agieren" aus, um zu verdeutlichen, worum es mir geht... ;)


EDIT:
Lese jetzt erst, daß Du wieder eine kleine Auszeit angekündigt hast. Dann fühl Dich nicht genötigt, auf meinen Textwust zu antworten.
Wünsche ein angenehmes Abstinenzeln.

_________________
"Die Grenze zwischen einer Freundin und einem Haustier, mit dem man Sex haben kann, scheint fließend zu sein."


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 03.11.2015, 20:58 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 28.02.2009, 12:48
Beiträge: 556
Geschlecht: Männlich
Alter: 0
Danke Wächter, Du bringst es auf den Punkt!
Kann Dir insgesamt hier nur zustimmen....

_________________
"Kennst du das Gefühl, dass dir die Leute um dich herum merkwürdig erscheinen? Und je länger du darüber nachdenkst, desto klarer wird dir, dass nicht die Leute, sondern du selbst das Problem bist?" - Niko in: Oh Boy


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 10.11.2015, 07:45 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 16.04.2015, 00:12
Beiträge: 712
Geschlecht: Männlich
Ich bin...: daneben
Vielen Dank dir für deinen Beitrag Wächter. -st-
Eigentlich habe ich dazu einen mehrseitigen Beitrag als Antwort verfasst - wie schon so oft hier und anderswo. -sch-
Aber dieses mal halte ich mich ausnahmsweise mal kurz und knackig. Vor allem, um endlich zum Schluss zu kommen.
Trotzdem werde ich mir einige Aussagen von dir zu Herzen nehmen, die ich hier nun unkommentiert stehen lasse.

Wächter hat geschrieben:
Wenn Du hier zustimmst, kannst Du nicht gleichzeitig Saufen als Lösung betrachten.

Gut erkannt. Das sollte meine Widerwilligkeit, das Hin-und-Her-gerissen zur Schau stellen. -sch-

Wächter hat geschrieben:
Was ist nun eine vernünftige Männerrolle? Ich finde das schwierig. Es scheint mir eben eins dieser Dinge zu sein, das manche Menschen einfach intuitiv begerifen, ohne es wirklich sinnvoll in Worte fassen zu können (und wer es versucht, outet sich schnell als jemand, der keine Ahnung hat).

Da steckt das Problem. Eben wenn man intuitiv in nicht funkionierende Rollenmuster landet, steckt man fest; in einem Loch.
Und spätestens in diesem Fall braucht man ein klares Ideal, ein funktionierendes Vorbild (!), um da wieder raus zu kommen.

Im optimalen Fall muss von vornerein ein Ideal her, der einem erst gar nicht in die nicht-funktionierende Falle hineinlocken oder hineinführen könnte.

Damit ist auch die andere Falle gemeint, dass man sich für andere oder dem Gegenüber bedingungslos aufopfert. Da ist man zwar kein AB mehr, hat aber andere ernsthafte Probleme.

Wächter hat geschrieben:
Sondern sich stattdessen immer grob am "Original" zu orientieren.

Wenn man sich seiner Rolle wie seinem Selbst nicht sicher ist, gemeint ist Selbstzweifel, warum und in welcher Form auch immer (...), in diesem Fall gibt es kein Original, Ursprung. Keine Quelle, Wurzel.
Zumindest keine beständige.
Genau da möchte ich ansetzen. Nämlich bei der Frage: Worauf baue ich auf ? Worauf soll oder kann ich aufbauen ?

Ich stelle "meine Rolle" als Mann elementar in Frage. Weil ich sie falsch/nicht-funktionierend aufgenommen habe.
Wie auch immer das genau passiert ist. Jedenfalls hatte ich in meinem Leben kein bewusstes, klares Vorbild.

Was in unserer Gesellschaft fehlt und falsch läuft, obwohl fälschlicherweise von Vielseitigkeit und Pluralität gesprochen wird, ist, dass gewisse Bereiche bewusst und mit Nachdruck ausgesperrt und ignoriert werden.
Daher habe ich zu jener Aussage:
Wächter hat geschrieben:
Nämlich den, daß es weniger an einem zu einseitigen Fokus der Mediziner und Forscher liegt

auch eine völlig andere Meinung. ;)
Naja, aber wirkliche Vielfalt war eh nie das Ziel. Das ist nur Neusprech für "moderner Einheitsmatsch" um Wesen wie mich in die Irre zu führen. Haben sie immerhin bis vor nicht allzu langer Zeit geschafft....

Aber gut. Ohne das jetzt weiter zu erklären:

Beenden möchte ich diesen Thread mit zwei Audio-Links.

Einem aufbauenden Link:
Sich selbst finden und deinen Lebenszweck leben

Einem ernüchterndem Link (englisch):
The Isolated Male

Und schlussendlich einem Zitat:
http://nicht-feminist.de/2015/11/jan-deichmohle-feminismus-ungleichgewicht-und-ungleichheit/ hat geschrieben:
Um Kinder und damit die Zukunft des Stammes zu schützen und fördern, werden außer Kindern auch Mütter und allgemein Frauen stark bevorzugt, nicht nur im Leben, sondern bereits in unserer – verklärten – Wahrnehmung. Ebenso werden aus evolutionären Gründen Männer umso drastischer bereits schlechter wahrgenommen, und in der Folge dann auch schlechter behandelt, je tiefer ihr Rang oder Ansehen ist. Denn evolutionär werden schlechte Gene über Männer gefiltert, nicht über Frauen. Rangniedere Männer sollen sich nicht oder wenig fortpflanzen, weswegen wir sie angeboren schlechter wahrnehmen. Unfaire Wahrnehmung von Männern ist ein Schutz der Evolution gegen Umgehung des Ausschlusses, weshalb es kein Mitleid für Männer gibt, wohl aber für Frauen. Die Opferrolle des Feminismus beruht auf diesem biologischen Mechanismus, der eine Bevorzugung der Frau darstellt.

Damit der evolutionäre Schutz vor Unterlaufen der Diskriminierung aller rangniederen Männer nicht leicht ausgeschaltet werden kann, wird er aus bewußter Wahrnehmung verdrängt. Darauf beruht die krasse Einseitigkeit der Wahrnehmung, die jeder Männerrechtler kennt, der verspottet, ignoriert oder empört abgewiesen wird mit seinem Versuch, über reales Unrecht aufzuklären. Fast alle Männer und Frauen werden das auf emotionaler Ebene zurückweisen und sich gar nicht die Mühe machen, sachliche Argumente auch nur zu prüfen.


Alles Gute euch Jungs ( & Mädels?) ! 8)


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 39 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

0 Mitglieder


Tags

Bild, Erde, Frauen, Sex, USA

Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group



Bei iphpbb3.com bekommen Sie ein kostenloses Forum mit vielen tollen Extras
Forum kostenlos einrichten - Hot Topics - Tags
Beliebteste Themen: Erde, Frauen, Liebe, USA, NES

Impressum | Datenschutz