†Absolute Beginners: Unerfahren

UEberwiegend dummes Gelaber von Flachpfeifen
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BeitragVerfasst: 22.11.2014, 21:27 
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Beisser41 hat geschrieben:
Steck mal einen Introvertierten und einen Extrovertierten in Einzelhaft und schau, wie beide nach 4 Wochen aussehen und wer das besser überstanden hat...

Klingt ein bißchen nach Rosinenpickerei. Steck beide genauso zwangsweise in eine Situation, in der man sich anderen nicht konsequent entziehen kann (und sei es nur eine Studenten-WG oder ein Rudelbüro) und schau nach, wie es um den Energielevel des Introvertierten nach einer Weile aussieht. Kacke sieht's aus.

Ich stimme ja zu bei den (relativen) Vorteilen des Introvertiertseins. Allerdings kann man die Argumentation problemlos umdrehen. Und ehrlich gesagt sehe ich die Nachteile von Introvertierten in Gesellschaften, die die Stärken des Einzelnen unter- und z.B. Teamgedöns absurd überbetonen sogar etwas schwerer wiegen. Die nachteiligen Situationen dürften jedenfalls auch hierzulande in der Überzahl sein.

Ich bleib dabei - die "Starken" sind die, deren habitable Zone an keinem der beiden Enden nennenswert eingeschränkt ist. Der Kampf Intro gegen Extro entpuppt sich angesichts solcher Menschen zur bloßen Selbstaufwertung Gehandicappter.

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"Die Grenze zwischen einer Freundin und einem Haustier, mit dem man Sex haben kann, scheint fließend zu sein."


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Verfasst: 22.11.2014, 21:27 


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BeitragVerfasst: 02.12.2014, 16:01 
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Beisser41 hat geschrieben:
Tirak hat geschrieben:
So beiläufig erwähnt seh ich keine "Überlegenheit" in Introvertiertheit und halte nichts von einer Plattitüde von wegen stille Wasser wären besonders tiefgängig. Ich gehör selbst eher zu den "Intros", bin aber intelligenztechnisch im unteren Bereich und auch kein "tiefes Wasser". .


Finde ich schon einen Vorteil und Überlegenheit, wenn man nicht zwangsweise auf andere (und deren Meinungen/Vorgaben/Moden) angewiesen ist und seine Energie nur aus dem Kontakt mit anderen zieht.

Steck mal einen Introvertierten und einen Extrovertierten in Einzelhaft und schau, wie beide nach 4 Wochen aussehen und wer das besser überstanden hat...

Viele Extrovertierte drehen doch schon durch, wenn sie eine Woche mal keine Freundin an der Seite haben - die würde das, was viele ABs seit Jahrzehnten mitmachen keine 2 Wochen aushalten.


In gewissen Nischen mögen Extreme vielleicht gewisse Vorteile bieten, aber im gewöhnlichen Spektrum bereitet es meines Erachtens zuviele Probleme.

Ich seh es zumindest an mir selbst. Der Umstand, dass ich einzelgängerisch bin, keinen echten Mangel an Zuwendung bzw. Liebe verspüre und länger mit meiner genügsamen, winzigen "Weltsicht" ausharren kann, ist nicht wirklich positiv. Der Preis dafür zeigt sich in meiner extremen Egozentrik und Weltfremdheit. Zusätzlich manifestiert sich eine wachsende Unfähigkeit für echte Kontakte und endet womöglich in einen unentrinnbaren Eskapismus. Eine diametrales Pendant zu meiner Person hätte wohl Probleme, welche sich allerdings anders manifestieren würden.

Sich von Meinungen Anderer mal anstecken zu lassen, ist nicht per se schlecht. Sowas kann auch neue Gedanken entfachen, welche einem vorher nicht so bewusst waren. Und es bewahrt womöglich ein Stück Zugehörigkeit. Natürlich kann man auch darauf pfeifen und sich als völlig autarkes, vollkommenes Wesen sehen. Das dürfte aber wohl zu massiven Problemen führen, da diese Annahme sich mit den realen Gegebenheiten beisst. Zudem verbirgt sich hinter dieser Annahme manchmal auch nur die nackte Angst vor Abhängigkeit und Verletzung.

Das für mich "gesunde" Mittelmass verkörpert beide Pole und ist flexibel genug, um sich mal Ruhe vor anderen zu gönnen, aber auch bereit ist, sich im echten Kontakt mit anderen Menschen auseinanderzusetzen.


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