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UEberwiegend dummes Gelaber von Flachpfeifen
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 Betreff des Beitrags: Kopfmenschen versus Gefühlsmenschen
BeitragVerfasst: 07.11.2014, 14:19 
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Ich glaube, dass es zwischen den Menschen ein großes Unterscheidungsmerkmal gibt, ich habe die zwei Pole mal "Kopfmenschen" und "Gefühlsmenschen" genannt, auch wenn's etwas irreführend ist.

Gefühlsmenschen stecken viel mehr im konkreten Leben drin, leben und agieren unmittelbarer, machen sich weniger Gedanken darüber, wie zu leben wäre, sondern tun es einfach (folgen ihren Instinkten). Wo es sich gut anfühlt, das macht man, da geht man hin. Wo es sich schlecht anfühlt, das läßt man, dort hält man sich fern. Gefühlsmenschen haben einen guten Draht zu dem, was zu ihnen paßt. Sie sind quasi "gut geerdet". Es ist eine extravertierte Lebensweise, im Sinne eines regen Austausches zwischen "ich" und "Außenwelt". Sie sind daher auch kommunikativer. Sie können mehr Energie aus dem ziehen, was sie erleben.

Kopfmenschen leben eher in selbst erstellte Simulationen, er-leben ihr Sein weniger mit den konkreten Sinnen. Sie sind keineswegs gefühllos (das meinte ich mit "irreführender Begriff"), aber ihre Emotionen beruhen nicht auf den Input ihrer Antennen (Sinne), sondern aufgrund der eigenen Gedanken. Ihre Instinkte sind weniger stark ausgeprägt, daher versuchen sie, ihren Lebensweg durch rationale Entscheidungen zu eruieren. Es zeigt sich eine introvertierte Haltung, was einen geringen Austausch bedeutet. Sie gehen nicht nur weniger aus sich heraus, der Input von außen ist auch weniger bewegend.

Foren-ABs würde ich häufiger in der letzten Kategorie sehen. Das ist auch der Grund, warum Foren "ihr Ding" sind, da diese gut ins Format des "auf geistige Weise leben" paßt.

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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 07.11.2014, 14:19 


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BeitragVerfasst: 07.11.2014, 18:09 
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Lion hat geschrieben:
Ich glaube, dass es zwischen den Menschen ein großes Unterscheidungsmerkmal gibt, ich habe die zwei Pole mal "Kopfmenschen" und "Gefühlsmenschen" genannt, auch wenn's etwas irreführend ist.

Gefühlsmenschen stecken viel mehr im konkreten Leben drin, leben und agieren unmittelbarer, machen sich weniger Gedanken darüber, wie zu leben wäre, sondern tun es einfach (folgen ihren Instinkten). Wo es sich gut anfühlt, das macht man, da geht man hin. Wo es sich schlecht anfühlt, das läßt man, dort hält man sich fern. Gefühlsmenschen haben einen guten Draht zu dem, was zu ihnen paßt. Sie sind quasi "gut geerdet". Es ist eine extravertierte Lebensweise, im Sinne eines regen Austausches zwischen "ich" und "Außenwelt". Sie sind daher auch kommunikativer. Sie können mehr Energie aus dem ziehen, was sie erleben.

Kopfmenschen leben eher in selbst erstellte Simulationen, er-leben ihr Sein weniger mit den konkreten Sinnen. Sie sind keineswegs gefühllos (das meinte ich mit "irreführender Begriff"), aber ihre Emotionen beruhen nicht auf den Input ihrer Antennen (Sinne), sondern aufgrund der eigenen Gedanken. Ihre Instinkte sind weniger stark ausgeprägt, daher versuchen sie, ihren Lebensweg durch rationale Entscheidungen zu eruieren. Es zeigt sich eine introvertierte Haltung, was einen geringen Austausch bedeutet. Sie gehen nicht nur weniger aus sich heraus, der Input von außen ist auch weniger bewegend.

Foren-ABs würde ich häufiger in der letzten Kategorie sehen. Das ist auch der Grund, warum Foren "ihr Ding" sind, da diese gut ins Format des "auf geistige Weise leben" paßt.


Ich würde das was du (vermutllich?) meinst ehr mit spontan/planerisch bezeichnen.
Und ich würde ehr sagen, in den AB-Foren sind auch sehr viele, die sind einfach über-gefühlvoll (und -empfindlich)


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BeitragVerfasst: 07.11.2014, 18:16 
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frankie hat geschrieben:
Lion hat geschrieben:
Ich glaube, dass es zwischen den Menschen ein großes Unterscheidungsmerkmal gibt, ich habe die zwei Pole mal "Kopfmenschen" und "Gefühlsmenschen" genannt, auch wenn's etwas irreführend ist.

Gefühlsmenschen stecken viel mehr im konkreten Leben drin, leben und agieren unmittelbarer, machen sich weniger Gedanken darüber, wie zu leben wäre, sondern tun es einfach (folgen ihren Instinkten). Wo es sich gut anfühlt, das macht man, da geht man hin. Wo es sich schlecht anfühlt, das läßt man, dort hält man sich fern. Gefühlsmenschen haben einen guten Draht zu dem, was zu ihnen paßt. Sie sind quasi "gut geerdet". Es ist eine extravertierte Lebensweise, im Sinne eines regen Austausches zwischen "ich" und "Außenwelt". Sie sind daher auch kommunikativer. Sie können mehr Energie aus dem ziehen, was sie erleben.

Kopfmenschen leben eher in selbst erstellte Simulationen, er-leben ihr Sein weniger mit den konkreten Sinnen. Sie sind keineswegs gefühllos (das meinte ich mit "irreführender Begriff"), aber ihre Emotionen beruhen nicht auf den Input ihrer Antennen (Sinne), sondern aufgrund der eigenen Gedanken. Ihre Instinkte sind weniger stark ausgeprägt, daher versuchen sie, ihren Lebensweg durch rationale Entscheidungen zu eruieren. Es zeigt sich eine introvertierte Haltung, was einen geringen Austausch bedeutet. Sie gehen nicht nur weniger aus sich heraus, der Input von außen ist auch weniger bewegend.

Foren-ABs würde ich häufiger in der letzten Kategorie sehen. Das ist auch der Grund, warum Foren "ihr Ding" sind, da diese gut ins Format des "auf geistige Weise leben" paßt.


Ich würde das was du (vermutllich?) meinst ehr mit spontan/planerisch bezeichnen.
Und ich würde ehr sagen, in den AB-Foren sind auch sehr viele, die sind einfach über-gefühlvoll (und -empfindlich)




Spontan / planerisch sind weitere Ableitungen aus den unterschiedlichen Typen.

Und ich habe den Kopfmenschen nicht die Fähigkeit zu Gefühlen abgesprochen*, sondern wollte darauf hinaus, wie unterschiedlich die beiden Typen der Welt begegnen. Wie sie in der Welt agieren. Die einen tun's unmittelbar, die anderen nicht. Gewissermaßen: Wo findet das Leben statt, drinnen oder draußen?

Ich spreche den Gefühlsmenschen auch nicht die Fähigkeit zu denken ab.


*) dass die Begriffe "Gefühls-" / "Kopfmensch" irreführend sein können, hatte ich erwähnt. Vielleicht sind "Sinnesmensch" und "Gedankenmensch" besser.

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BeitragVerfasst: 07.11.2014, 18:26 
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Lion hat geschrieben:
frankie hat geschrieben:
Lion hat geschrieben:
Ich glaube, dass es zwischen den Menschen ein großes Unterscheidungsmerkmal gibt, ich habe die zwei Pole mal "Kopfmenschen" und "Gefühlsmenschen" genannt, auch wenn's etwas irreführend ist.

Gefühlsmenschen stecken viel mehr im konkreten Leben drin, leben und agieren unmittelbarer, machen sich weniger Gedanken darüber, wie zu leben wäre, sondern tun es einfach (folgen ihren Instinkten). Wo es sich gut anfühlt, das macht man, da geht man hin. Wo es sich schlecht anfühlt, das läßt man, dort hält man sich fern. Gefühlsmenschen haben einen guten Draht zu dem, was zu ihnen paßt. Sie sind quasi "gut geerdet". Es ist eine extravertierte Lebensweise, im Sinne eines regen Austausches zwischen "ich" und "Außenwelt". Sie sind daher auch kommunikativer. Sie können mehr Energie aus dem ziehen, was sie erleben.

Kopfmenschen leben eher in selbst erstellte Simulationen, er-leben ihr Sein weniger mit den konkreten Sinnen. Sie sind keineswegs gefühllos (das meinte ich mit "irreführender Begriff"), aber ihre Emotionen beruhen nicht auf den Input ihrer Antennen (Sinne), sondern aufgrund der eigenen Gedanken. Ihre Instinkte sind weniger stark ausgeprägt, daher versuchen sie, ihren Lebensweg durch rationale Entscheidungen zu eruieren. Es zeigt sich eine introvertierte Haltung, was einen geringen Austausch bedeutet. Sie gehen nicht nur weniger aus sich heraus, der Input von außen ist auch weniger bewegend.

Foren-ABs würde ich häufiger in der letzten Kategorie sehen. Das ist auch der Grund, warum Foren "ihr Ding" sind, da diese gut ins Format des "auf geistige Weise leben" paßt.


Ich würde das was du (vermutllich?) meinst ehr mit spontan/planerisch bezeichnen.
Und ich würde ehr sagen, in den AB-Foren sind auch sehr viele, die sind einfach über-gefühlvoll (und -empfindlich)




Spontan / planerisch sind weitere Ableitungen aus den unterschiedlichen Typen.

Und ich habe den Kopfmenschen nicht die Fähigkeit zu Gefühlen abgesprochen, sondern wollte darauf hinaus, wie unterschiedlich die beiden Typen der Welt begegnen. Wie sie in der Welt agieren. Die einen tun's unmittelbar, die anderen nicht.


Ja hab ich schon verstanden. Der Gegensatz spontan/planerisch triffts aber finde ich mindestens genauso gut. Der Spontane reagiert unmittelbar auf das was die Welt ihm überraschendes bietet, der Planende dagegen sieht da erstmal eine Abweichung vom Plan und wehrt ab.

Zu deinen Begiffen, irgendwie hab ich beim Begriff "Kopfmensch" ehr den Gedanken, dass der eben nicht so viele Gefühle hat. Auch dass du "Gefühlsmensch" als Gegensatz dazu setzt, impliziert doch irgendwie fehlende Gefühle beim Kopfmenschen? Weil die beiden Begriffe ja einen Gegenzatz darstellen sollen?

Allgemein denke ich schon dass viele ABs zu viel "planen", zu viel vorausdenken und da vor allem mögliche negativen Aspekte in den Vordergrund stellen. Aber ich glaube das gibts sowohl bei realtiv emotionslosen Menschen als auch bei sehr Gefühlsbetonten. Oder siehst du das anders?


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BeitragVerfasst: 07.11.2014, 18:33 
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frankie hat geschrieben:
Zu deinen Begiffen, irgendwie hab ich beim Begriff "Kopfmensch" ehr den Gedanken, dass der eben nicht so viele Gefühle hat. Auch dass du "Gefühlsmensch" als Gegensatz dazu setzt, impliziert doch irgendwie fehlende Gefühle beim Kopfmenschen? Weil die beiden Begriffe ja einen Gegenzatz darstellen sollen?



Das Wort "Gefühl" ist doppelt belegt.

Zum einen Emotionen (Freude, Trauer etc.), zum anderen der Sinneseindruck (fühlen).

Mir geht es (auch) um die Durchlässigkeit der Sinne (sehen, hören, schmecken, fühlen, riechen) und was der einzelne Mensch draus "zieht".

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BeitragVerfasst: 07.11.2014, 18:36 
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frankie hat geschrieben:
Der Gegensatz spontan/planerisch triffts aber finde ich mindestens genauso gut. Der Spontane reagiert unmittelbar auf das was die Welt ihm überraschendes bietet, der Planende dagegen sieht da erstmal eine Abweichung vom Plan und wehrt ab.



Ob jemand spontan ist oder planend, das leitet sich aus den Typen ab. Das ist Folge, nicht Ursache.

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BeitragVerfasst: 08.11.2014, 19:46 
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frankie hat geschrieben:
Allgemein denke ich schon dass viele ABs zu viel "planen", zu viel vorausdenken und da vor allem mögliche negativen Aspekte in den Vordergrund stellen.
Das war bei mir auf jeden Fall so! Statt mich (sprich: meine Kraft) darauf zu konzentrieren, das zu erreichen, was ich erreichen will, war ich bereits im Voraus (gedanklich) vollkommen damit ausgelastet, mir in allen möglichen und teilweise sogar unmöglichen Szenarien vorzustellen, was alles schief gehen könnte. Was mit Sicherheit auch eine(!) Ursache meines AB-tums war.
Das ist inzwischen besser geworden bei mir, ich bin spontaner geworden, und auch, nennen wir es: "flexibler im Denken". Aber von der Persönlichkeit her bin ich nach wie vor ein Grübler, der am liebsten erst dann aktiv wird, wenn er alles genauestens durchdacht hat. Es ist nur längst nicht mehr so extrem, wie es mal war. Ich weiß inzwischen, das man manche Dinge einfach auf sich zukommen lassen muss...

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BeitragVerfasst: 09.11.2014, 10:30 
Ist Bauchgefühl nicht auch ein Synonym für Erfahrung ?
Mir geht es so dass ich häufig spontan die richtige Meinung zu etwas habe und auch "richtig" reagiere, aber nur weil ich früher das gut durchdacht habe und nun nicht mehr so lang darüber nachdenken muss.


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BeitragVerfasst: 09.11.2014, 14:05 
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HenryLee hat geschrieben:
Ist Bauchgefühl nicht auch ein Synonym für Erfahrung ?


Auch, aber nicht nur.

Erfahrung = "das hab ich schon 50x vorher in ähnlicher Form erlebt, also entscheide ich gefühlt so".

Wenn es aber um Intuition in Reinform geht, dann geht es um Eingebung ohne die Nutzung des Intellekts oder der Erfahrung.

Allerdings hat dieser Punkt nur bedingt etwas mit dem Thema dieses Threads zu tun. Es ist wieder ein Unterpunkt der Sache (genau wie bei frankies Antworten).

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BeitragVerfasst: 09.11.2014, 14:25 
OK
Lion hat geschrieben:
Gefühlsmenschen stecken viel mehr im konkreten Leben drin, leben und agieren unmittelbarer, machen sich weniger Gedanken darüber, wie zu leben wäre, sondern tun es einfach (folgen ihren Instinkten). Wo es sich gut anfühlt, das macht man, da geht man hin. Wo es sich schlecht anfühlt, das läßt man, dort hält man sich fern. Gefühlsmenschen haben einen guten Draht zu dem, was zu ihnen paßt. Sie sind quasi "gut geerdet".

Nach dieser Definition bin ich eher Gefühlmensch :shock:, auch wenn ich das eigentlich bestreiten würde. Aber wenn ich ehrlich bin weiss ich schon ziemlich gut ob mir Dinge Spass machen, auch ohne sie auszuprobieren, siehe diverse Diskussionen mit Robinson. Es kann aber passieren dass sich meine Meinung zu diesen Dingen auch spontan ändert, auch ohne ständiges "Üben" und "Drangewöhnen".
Zitat:
Es ist eine extravertierte Lebensweise, im Sinne eines regen Austausches zwischen "ich" und "Außenwelt". Sie sind daher auch kommunikativer. Sie können mehr Energie aus dem ziehen, was sie erleben.

Das wage ich allerdings zumindest für mich zu bestreiten. Ich ziehe meine Energie eher aus dem "für mich allein sein".


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BeitragVerfasst: 10.11.2014, 12:14 
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HenryLee hat geschrieben:
OK
Lion hat geschrieben:
Gefühlsmenschen stecken viel mehr im konkreten Leben drin, leben und agieren unmittelbarer, machen sich weniger Gedanken darüber, wie zu leben wäre, sondern tun es einfach (folgen ihren Instinkten). Wo es sich gut anfühlt, das macht man, da geht man hin. Wo es sich schlecht anfühlt, das läßt man, dort hält man sich fern. Gefühlsmenschen haben einen guten Draht zu dem, was zu ihnen paßt. Sie sind quasi "gut geerdet".

Nach dieser Definition bin ich eher Gefühlmensch :shock:, auch wenn ich das eigentlich bestreiten würde. Aber wenn ich ehrlich bin weiss ich schon ziemlich gut ob mir Dinge Spass machen, auch ohne sie auszuprobieren, siehe diverse Diskussionen mit Robinson. Es kann aber passieren dass sich meine Meinung zu diesen Dingen auch spontan ändert, auch ohne ständiges "Üben" und "Drangewöhnen".
Zitat:
Es ist eine extravertierte Lebensweise, im Sinne eines regen Austausches zwischen "ich" und "Außenwelt". Sie sind daher auch kommunikativer. Sie können mehr Energie aus dem ziehen, was sie erleben.

Das wage ich allerdings zumindest für mich zu bestreiten. Ich ziehe meine Energie eher aus dem "für mich allein sein".



Wenn Du eher Energie aus dem "für sich sein" ziehst, dann bist Du "Gedankenmensch", denn Du legst es weniger auf (sinnliche*) Interaktion mit der Umwelt an (Internet-Kommunikation zählt da herzlich wenig, da quasi der verlängerte Arm der Gedankenwelt - wäre es technisch möglich, würde es fürs Internet reichen, das Hirn direkt zu vernetzen, da bräuchte man keinen sinnlichen* Körper).

Mich deucht, dass "seinen Instinkten folgen" daher nicht unbedingt das beste Kriterium ist, um Gedanken- und Sinnesmenschen voneinander zu unterscheiden.


*) Sinnlich nicht mißzuverstehen als "romantisch", sondern in der wortwörtlichen Bedeutung.

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BeitragVerfasst: 13.11.2014, 18:14 
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Interessante Einteilung.
Ich denke, es hängt schlicht von der Intelligenz ab: Je niedriger der IQ, umso mehr ist jemand emotionsgesteuert und je höher der IQ, umso rationaler handelt er.
Der Affe reagiert fast nur emotionsgesteuert - nicht umsonst sind 75% der Hochintelligenten auch introvertiert.

Man diskutiert ja bereits, ob nicht Autisten die nächste Stufe der Evolution beim Menschen sind:

"Evolutionstheorie
Der autistische Messias
Von medizinischer Seite wird das Asperger-Syndrom meist als „leichte Form des Autismus“ klassifiziert. Jetzt erklärt ein im Internet veröffentlichter Artikel diesen Mangel zu einer positiven Mutation: eine neue Übermenschenlehre. "
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/d ... 03711.html


Dann ist eine Bemerkung "ach der Ali ist so spontan" kein Lob mehr, sondern bedeutet schlicht, dass er einen niederen Intellekt hat, er denkt nicht nach und ist deshalb "spontan" (= emotionsgesteuert).

Dass das heute bei Frauen gut ankommt ist die eine Seite - dass es nicht gutgehen wird, die Intelligenten damit zum aussterben zu verurteilen die andere. -st-


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BeitragVerfasst: 18.11.2014, 16:15 
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Beisser41 hat geschrieben:
Interessante Einteilung.
Ich denke, es hängt schlicht von der Intelligenz ab: Je niedriger der IQ, umso mehr ist jemand emotionsgesteuert und je höher der IQ, umso rationaler handelt er.


Ich überlege, ob es um "gesteuert sein durch" bzw. den Auslöser des Handelns geht.

Auch, aber nicht nur. Es geht ja nicht nur um den Output eines Menschen, sondern insbesondere um den Input, um die Art des "in Resonanz gehens" mit der Umwelt.

Ein Vergleich, den ich diesbezüglich gerne verwende, ist der einer Gitarre. Schlägt man eine Saite an (Impuls von außen), dann schwingt erst die Saite, anschließend der ganze Korpus der Gitarre. Erst dadurch den "hohlen Kasten" des Gitarrenkörpers kann sich der Ton der Saite so richtig entfalten. Ohne Resonanzkörper wäre der Ton der angeschlagenen Saite ohne Volumen.

Ins Metaphysische gehend sehe ich beim Menschen bzw. menschlichen Körper zwei Wege, diesen zu nutzen: Input von außen und der menschliche Körper geht in eine emotionale Resonanz. Dieses hat dann wiederum Auswirkungen auf das Seelenleben des Menschen. Beispielsweise sieht der Mensch einen Sonnenuntergang und ist von diesem emotional ergriffen. Oder er hört Musik, auf die er stark reagiert.

Umgekehrt nutzt der Mensch den Körper als Resonanzboden, um eigene Emotionen auszuleben (von innen nach außen). Dort gibt es dann keinen Impuls von außen, sondern der Funke ist ein Gedanke, der ein Gefühl auslöst.

Bei Gefühlsmenschen ist diese Input-Output-Nutzung stärker ausgeprägt als beim Kopfmenschen.

Was die von Dir erwähnte IQ-Sache betrifft, so wird das tendentiell wohl stimmen. Andererseits gibt es auch hochintelligente Leistungssporter. Deren körperbetonte Profession würde ich aber deutlich dem Gefühlsmenschen zuordnen.

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BeitragVerfasst: 18.11.2014, 16:22 
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Was noch thematisch in diesen Thread paßt sind zwei verschiedene Intentionsrichtungen, warum man irgendetwas macht.

a) man macht etwas, um sich stärker mit dem konkreten Leben zu verbinden (= was Gefühlsmenschen tun)
b) man macht etwas, um sich dem konkreten Leben zu entziehen, um in eine Gedankenwelt / nicht-materiellen Welt einzutauchen.

Beispiele

a) Sport, tanzen, Geselligkeit
b) Bücher lesen, Filme schauen, Computer(rollen)spiele

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BeitragVerfasst: 18.11.2014, 18:03 
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Lion hat geschrieben:
Auch, aber nicht nur. Es geht ja nicht nur um den Output eines Menschen, sondern insbesondere um den Input, um die Art des "in Resonanz gehens" mit der Umwelt.


Der Unterschied ist: Der extrovertierte Mensch ( = die Mehrheit) bezieht seine Eenrgie aus der Interaktion mit anderen - er braucht andere um überhaupt motiviert zu sein und aktiv zu werden und richtet sich dann auch nach diesen anderen.

Der introvertierte Mensch bezieht seine Energie aus sich selbst und ist deshalb unabhängig von anderen - ja andere stören sogar sein Handeln eher, als dass sie nützen würden.

Ich halte letzeres für die stärkere Varainte, da unabhängig - wäre mal interessant, ob ABs eher extrovertiert oder introvertiert sind?
Ich vermute letzeres. -st-
Extrovertierte sind oft nur "leere Hüllen", während Introvertierte "tiefe Wasser sind, deren Tiefe man nur erahnen kann".

Für Frauen ist jedoch sehr wichtig, wie ein Mann in das soziale Umfeld eingebunden ist und da ist der Extrovertierte im Vorteil und macht einen weitaus besseren Eindruck, außerdem geht er von selber auf Frauen zu und hat damit ganz andere Chancen...

Wie schtrieb eine psychologin einmal: "Wenn Ihr Flugzeug in schwierigkeiten ist, dann hoffen Sie, dass der Pilot ein Introvertierter ist!"


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