†Absolute Beginners: Unerfahren

UEberwiegend dummes Gelaber von Flachpfeifen
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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Ursachen
BeitragVerfasst: 03.09.2014, 23:50 
exlamento hat geschrieben:
[...]

Schon, aber er könnte niemals den Ansprüchen von jens74 gerecht werden, auf die ich hinaus wollte.
Dem stimme ich zu.
Zitat:
jens74s Forderung wäre die, aus dem Vergleich von Unerfahrenem und anderen klare Faktoren zu identifizieren. Das ist aber beschränkt auf einzelne Ursachen nicht möglich,
Das ist richtig. Theoretisch mag es in vereinzelten Einzelfällen einen Grund geben, der zwangsläufig zur Partnerlosigkeit führen muss. Identifiziert wurden bei Sprenger aber auch bei Donnelly und auch bei Küppers eine Vielzahl von Gründen die zu der "momentanen Situation der Partnerlosigkeit geführt haben." Und um noch theoretischer zu werden, versuche ich mir dabei nicht irgendwie meine Partnerlosigkeit zu erklären, während ich bei den selben Umweltbedingungen aber nur einer winzigen Abweichung eben kein Ab geworden wäre? (Kennt jemand den Film Lola rennt?) In jeder Sekunde unseres Lebens treffen wir Entscheidungen die zum Teil erhebliche Auswirkungen auf unser ganzes Leben haben.
Zitat:
ebensowenig wie ein Vergleich wie "AB=Mobbing+kein Selbstbewusstsein+deswegen arg inaktiv" und "Erfahrener=Mobbing+kein Selbstbewusstsein+deswegen arg inaktiv+ABER mehrmals glücklich aufgerissen / gedated worden von jemandem mit Beziehungsabsicht". Und dann kommt "Unerfahrener=Erfahrener=Mobbing+kein Selbstbewusstsein+deswegen völlig inaktiv+ABER mehrmals glücklich aufgerissen / gedated worden von jemandem mit Beziehungsabsicht+ABER wegen Sexangst o.ä. Flucht ergriffen"

Das könnte man noch endlos so weiterspinnen (mit austauschbaren Kombinationen). Dem Anspruch von jens74 wäre da nie Genüge getan.

Keine Ahnung ob dies wirklich Jens74 Anspruch war. Ich habe ihn so verstanden, dass wenn man den Ab schon mit dem Vorwurf der Andersartigkeit konfrontiert, dann das dies ein Grund sein muss, der ihn sichtbar und zweifelsfrei von Verpartnerten unterscheidet. Und die einzige Andersartigkeit liegt darin begründet, dass AB eben AB ist und ihm damit in vielfältiger Weise Fähigkeiten fehlen, die andere eben natürlicher weise haben und die er sich nicht in einer Trockenübung erwerben kann.
In diesem Zusammenhang ist es interessant zu beobachten, wie viele ABs sich über die noch Unerfahrenen erheben, sobald sie eine Beziehungserfahrung gemacht haben und sei es auch nur eine noch so kurze. Häufig begründen sie das damit, dass sie an sich gearbeitet hätten, dann selbstsicherer geworden wären und dadurch zur Beziehung gekommen wären. Mein Eindruck ist aber eher der, dass sie durch die Beziehung selbstsicherer geworden sind und diesen Zusammenhang nun (häufig in belehrender Weise gegenüber anderen) umkehren.

Zitat:
Mein Anspruch ist das im übrigen nicht, Sprengers Arbeit ist z.B. ein doch gelungener Anstoß, wenn auch weniger von Frage, Design und Ergebnis als vom Grundlagenteil her. Mit Wächters Modell kann ich mich wenig anfreunden, aber er schrieb selbst, dass er ein diffuseres Kontinuum annimmt als diskrete Typen.
Meiner auch nicht. Wir tasten uns langsam vor. Und selbst wenn ich meine Beziehungslosigkeit nicht in eine Partnerschaft auflösen kann, so will ich doch eine hinreichende Erklärung dafür haben. Und eben auch dafür, ob ich mich deswegen mehr als andere Menschen in Frage stellen soll oder ob es nicht doch das ein oder andere in meinem Leben gibt, dass ich richtig gemacht habe, obwohl ich Partnerlos bin. Als ABs stochern wir im Nebel. das tun im übrigen auch die genannten Autoren. Deswegen ärget es mich am meisten, wenn jemand so tut als wüsste er Bescheid, hat aber genau genommen nicht die geringste Ahnung.

Zitat:
Die genannten Beispiele sind nicht nötig, auch ist nicht alles Bindungsblindheit (oder halt erst sehr abstrakt), wie in gesellschaftspolitischen Dingen alles (irgendwann) auf "Armut" oder mangelnder Bedürfnisbefriedigung basieren soll.
Verstehe ich jetzt nicht so ganz. Aber selbstverständlich ist Armut sowohl Ursache als auch Folge von vielem. Und gleichzeitig ist die Patentlösung einiger die, dass die Verarmten an ihrem Schicksal selbst Schuld wären.
Diese Meinung hat im übrigen eine Partei vertreten, die die selbsternannte Vertreterin der schweigenden Mehrheit war.
Diese Mehrheit hat aber nicht nur geschwiegen, sondern auch nicht gewählt und deswegen ist diese Partei auch nicht mehr im Bundestag vertreten.
So ist das eben mit virtuellen Mehrheiten.
Armut ist ein Problem bei dem sich weder der Betroffene noch die Gesellschaft namentlich die Politik ausklinken kann.
Ich habe z.T. mit Lanzeitarbeitslosen zu tun.
Ein Teil von ihnen ist eher ein wenig eingerostet, was man mit der Zeit beheben kann. Ein anderer Teil hat schlichtweg keinen Bock.
Und es ist deprimierend zu erfahren, dass ein großer Teil Aufgrund des Vorurteils sie wollen nicht arbeiten, vor die Wand läuft und damit mit einer Minderheit gleichgesetzt wird. Wo bitteschön liegt da deren Schuld? Erst wenn wir uns als Einrichtung für sie verbürgen, wird denen abgekauft, dass die arbeiten wollen. Ein Umstand aus dem einige reichlich Kapital schlagen, was man sparen könnte, würde man den Betroffenen einfach vertrauen und nicht den von o.g. schweigender Mehrheit propagierten Vorurteilen.


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 03.09.2014, 23:50 


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Ursachen
BeitragVerfasst: 04.09.2014, 00:41 
Wofür ist es relevant, Ursachen/Gründe zu kennen (und ggf. zu kategorisieren)?

Es kann(!) unter Umständen (!) helfen, einen Weg zur individuellen Verbesserung der Befindlichkeit zu finden (ob nun mit oder ohne Beziehung). Dazu kann auch gehören, dass es einem "nur" einen gewissen inneren Frieden verschafft, eine (für einen selbst) plausible Entstehensgeschichte formuleiren zu können.

Warum kann das helfen? Weil es einen von Schuldgefühlen entlastet und damit neue kognitive und emotionale Optionen. Woher stammen diese Schuldgefühle (wenn vorhanden)? Die macht man sich selbst.

Aber gut. Wer also Schuld empfindet, kann diesen Weg gehen.

Dieser Weg ist aber ziemlich marginal relevant, um die Beziehungslosigkeit zu beenden.

Um aus dem AB-Sein "rauszukommen" - genauer: um damit bzw. der eigenen Handlungskompetenz (in jeder Hinsicht, also physisch, kognitiv und emotional und alles dazwischen und drumrum) zufriedenstellender umgehen zu können -, ist einzig hilfreich, im Jetzt neue Handlungsoptionen zu gewinnen. Die gewinnt man, indem man in ähnlichen Situationen anders handelt, als man es früher tat, oder sich extrem verschiedene Situationen sucht, die weitgehende Offenheit zulassen (=so weit als möglich unbelastet von belastenden Erfahrungen).

Dafür ist es hilfreich eigene Verhaltensmuster und Emotionen in relevanten Situationen zu betrachten, sich über die eigenen emotionalen Präferenzen klar zu werden, und dann entsprechend neu zu handeln. Es geht darum, Hinderliches/Unangenehmes nicht zu wiederholen. Es geht darum, neue, bislang seltene/für unmöglich gehaltene Erfahrungen zuzulassen, ggf. zu provozieren. Da dies für den Einzelnen NEU ist, eine NEUE Erfahrung, kann kein Text, keine Ursachenbeschreibung, kein Ratschlag der Welt diese Erfahrung ersetzen. Man muss sich TRAUEN, etwas bisher Unerfahrenes aber Gewünschtes zuzulassen/zu provozieren. Ob das dann gut geht, weiß man vorher nicht - das liegt in der Natur des Unbekannten.

Für die "sich trauen" braucht es bestimmte Persönlichkeitscharakteristika, die, wenn nicht vorhanden, sehr oft auf verschiedenen Wegen erlernt werden können.

Wächter hat einen groben Kategorisierungsansatz geliefert (und dabei m. E. noch nich tden ganzen Horizont abgedeckt). Lion hat richtig geantworett, dass letztlich nur das Tun im Jetzt etwas bringt. Und ABRobert hat leider Recht, wenn er daruf hinweist, dass man mit dieser Ursachensuche immer nur über die anderen spricht (wenngleich seine Wortwahl und diversen Wertungen eher dazu angetan sind, ihn zu ignorieren). Es ist ein wissenschaftlicher Ansatz. Man braucht solche Erklärugen und Raster, wenn man ANDERE verstehen (und ev. helfen) will. Es ist der Versuch einer OBJEKTIVEN Herangehensweise. Für SICH SELBST braucht man das nicht, denn hier geht es nur um SUBJEKTIVES. Objektives kann es. als Hlfskrücke für innere Nebenkriegsschauplätze dienen - die man aber meist auch wesentlich einfacher/effzienter beilegen könnte, indem man heute anders handelt als gestern; sofern einem die Handlung gestern kein gutes/wiederholenswertes Erlebnis eingebracht hat.

Ob etwas GUT ist, entsheidet sich nciht allein im Moment, Sondern auch morgen. Eine Angst heute auszuweichen kann JETZT ein Problem lösen ("ich musste ich der Angst nicht stellen), aber morgen zu größeren Problemen führen ("ich bin immer noch allein").

Es st letztlich die Kompetenz, auf sich selbst aufpassen zu können.

Wer keine Beziehung hat und darunter lediet, hat an bestimmten Punkten seines Lebens diese Komptenz nie gehabt/averloren. Es ist nun aber nicht wichtig, zu wissen, welche Punkte genau das sind. Situationen wiederholen sich ohnehin selten exakt genau so, in Zukunft ist imer alles ein bisschen anders. Es wäre wichtig, selbst spüren zu können, was einem gerad nicht gut tut und was man tun kann, um so gut es eben geht mit dem Leben und sich selbst zufrieden sein zu können. Und das dann zu tun.


Wer gewinnt/verbessert diese Handlungskompetenz, indem er Ursachenforschung betreibt? Und: könnte man den Aufwand nicht für was Besseres nutzen?

Ich denke, diese Fragen muss jeder für sich beantworten. Und dann entsprechend handeln. Und sich die Fragen dann ab und an nochmal stellen.

Obejktivierung redet notwendig immer zuerst über das Nicht-Subjektive. Aber wo liegt es denn eigentlich, das Problem - das Problem, mit Beziehungslosigkeit nicht in Frieden leben zu können?
Da dann nciht anzusetzen, könnte man - so rein objektiv - dann auch schon weider als Symptom/Ursache/Charakteristik etcpp einordnen ....


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Ursachen
BeitragVerfasst: 04.09.2014, 12:32 
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Robinson hat geschrieben:
Und ABRobert hat leider Recht, wenn er daruf hinweist, dass man mit dieser Ursachensuche immer nur über die anderen spricht



Hat er nicht.

Woher will hier jemand bitteschön wissen, wie viel oder wenig es mit mir zu tun hat/hatte, worüber ich hier spreche?

Und allen hier ist ja wohl eins gemeinsam: Die Sache, AB zu sein oder gewesen zu sein. Wobei sich beim "gewesen sein" die Frage stellt, ob es einem tatsächlich gelingt, alles abzustreifen, was man jahrzehntelang gelebt/gedacht/gefühlt hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Ursachen
BeitragVerfasst: 04.09.2014, 12:56 
Lion hat geschrieben:
Woher will hier jemand bitteschön wissen, wie viel oder wenig es mit mir zu tun hat/hatte, worüber ich hier spreche?
Das weiß jemand nur, wenn du das auf eine Weise formulierst, aus der das für den Leser hervorgeht.

Tust du das nicht, ist die naheliegende Annahme, dass du zu abstrahieren = objektivieren versuchst.

Sollten deine bisherigen Beiträge tatsächlich im Kern der Suche deines persönlichen Weges mit dem Thema "Beziehung" geschuldet sein, würde ich sagen , dass du das viel zu abstrakt angehst, um dein Ziel damit zu erreichen.

Nach meinem Eindruck geht es dir hier im Moment um Objektivierung/Kriterien/Definition/Analyse des Externen..
Du sagst zwar, es gehe um Introspektion. Aber du spektierst ncht (für mich) erkennbar in dir selbst, sondern in mehr oder weniger allgemeinen Themen.

Da wäre nichts falsch dran.
Nur dann bekommst du halt auch Antworten auf dieser Ebene.


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Ursachen
BeitragVerfasst: 04.09.2014, 13:47 
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Robinson hat geschrieben:
Lion hat geschrieben:
Woher will hier jemand bitteschön wissen, wie viel oder wenig es mit mir zu tun hat/hatte, worüber ich hier spreche?
Das weiß jemand nur, wenn du das auf eine Weise formulierst, aus der das für den Leser hervorgeht.

Tust du das nicht, ist die naheliegende Annahme, dass du zu abstrahieren = objektivieren versuchst.


Das ist für mich nicht das Naheliegendste, auch bei anderen nicht, die sich hier beteiligen und nicht ständig "bei mir war das so" hinzufügen (von vielen weiß ich, dass sie ABs sind bzw. "waren").

Ein AB muß dabei auch nicht genau dieselbe Problematik gehabt haben, um auf andere Dinge, die er glaubt, erkannt zu haben, hinzuweisen.

Dies ist in erster Linie ein Selbsthilfeforum. Das bedeutet: ein Betroffener hilft dem anderen.

Das ist kein "Bashing", auch wenn es manchmal weh tun kann.


Zitat:
Sollten deine bisherigen Beiträge tatsächlich im Kern der Suche deines persönlichen Weges mit dem Thema "Beziehung" geschuldet sein, würde ich sagen , dass du das viel zu abstrakt angehst, um dein Ziel damit zu erreichen.


Ich selbst habe meine Ziele, was Beziehungen anbelangt, erreicht. Das bedeutet nun wiederum nicht, dass ich durch und durch sämtliche Knoten gelöst hätte, die zur damaligen Beziehungslosigkeit geführt haben.

Trotzdem sehe ich keinen Sinn darin, ständig zu betonen "bei mir war das auch so". Wenn ich das Bedürfnis verspüren sollte, über mich selbst zu sprechen, dann werde ich das tun.


Zitat:
Nach meinem Eindruck geht es dir hier im Moment um Objektivierung/Kriterien/Definition/Analyse des Externen..


Es geht hier um die Objektivierung des Phänomens AB an sich. Auch, aber nicht nur (was das Gesamtforum betrifft).


Zitat:
Du sagst zwar, es gehe um Introspektion. Aber du spektierst ncht (für mich) erkennbar in dir selbst, sondern in mehr oder weniger allgemeinen Themen.


Erstens diesselbe Sache wie oben: Dass es nicht erkennbar ist, heißt nicht, dass es nicht passiert.

Zweitens ist das hier das Unterforum "AB-Ursachen" mit dem Untertitel: "Mögliche Ursachen für die Beziehungsunerfahrenheit, Charaktereigenschaften/Denkweisen von Betroffenen usw., losgelöst von der persönlichen Problematik."

Das, was hier besprochen wurde, ist also goldrichtig am Platz (bis auf diese Metadiskussion darüber, ob es legitim ist, hier über Ursachen bei anderen ABs zu sprechen, ob es als Angriff/Bashing aufzufassen ist, ob es überhaupt verallgemeinbare Ursachen gibt ........).

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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Ursachen
BeitragVerfasst: 04.09.2014, 17:12 
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Lion hat geschrieben:
Robinson hat geschrieben:
Und ABRobert hat leider Recht, wenn er daruf hinweist, dass man mit dieser Ursachensuche immer nur über die anderen spricht


Hat er nicht.

Woher will hier jemand bitteschön wissen, wie viel oder wenig es mit mir zu tun hat/hatte, worüber ich hier spreche?


Das zum einen. Zum anderen spricht man doch eher abstrakt über eine Masse, ein Aggregat. Das bedeutet also, dass niemand persönlich gemeint ist. Es besteht gar keinen Anlass für Abwehrreaktionen, etwa sich irgendeinen Schuh nicht anziehen zu müssen oder die Ausführungen in diesem Thema hier "anmaßend" zu finden. Das geht bereits aus der Beschreibung dieses Unterforums hervor. Na wie auch immer, ich hoffe die off-topic Einlassungen enden in Kürze oder wir reservieren den Faden für die Diskussion übers den Sinn und das wie und anderes.

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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Ursachen
BeitragVerfasst: 04.09.2014, 18:31 
Lion hat geschrieben:
Robinson hat geschrieben:
Und ABRobert hat leider Recht, wenn er daruf hinweist, dass man mit dieser Ursachensuche immer nur über die anderen spricht



Hat er nicht.

Es geht hier nicht darum wer recht hat, sondern darum, wie etwas wirkt. Und ich beschreibe hier wie die AB-Foren auf mich wirken.
Nämlich so, dass man meistens über die Ursachen anderer ABs redet.
Erkenntlich daran, dass man meist von „sie“, „ihre“, „man“, „ABs“ spricht und das Wort ich oder wir sehr selten auftaucht.

Exkurs die Regeln der Themezentrierten Interaktion von Ruth Cohn
Zitat:

1. Übernimm die Verantwortung für Dich selbst.
2. Störungen angemessen Raum geben.
3. Vertritt Dich selbst in Deinen Aussagen: Sprich per "ich" und nicht per "man" oder per "wir".
4. Stelle möglichst nur Informationsfragen. Wenn du eine Frage stellst, sage, warum du fragst und was deine Frage für dich bedeutet.
5. Seitengespräche haben Vorrang. Sie stören und sind zugleich meist wichtig, sonst würden sie nicht geschehen.
6. Nur einer zur gleichen Zeit (ausreden lassen)
7. Sei authentisch und selektiv in Deiner Kommunikation. Mache dir bewusst, was du denkst und fühlst, und wähle, was du sagst und tust.
8. Beachte die Signale Deines Körpers und achte auf solche Signale auch bei den anderen
9. Halte dich mit Interpretationen von anderen zurück. Sprich stattdessen deine persönlichen Reaktionen aus.
10. Sei zurückhaltend mit Verallgemeinerungen!
11. Wenn du etwas über das Benehmen oder die Charakteristik eines anderen Teilnehmers aussagst, sage auch, was es dir bedeutet, dass er so ist, wie er ist (d. h. wie du ihn siehst.)


Zitat:
Wir befinden uns gerade beim theoretischen Philosophieren darüber, ob es überhaupt AB-Ursachen geben kann. Auch ein netter Zeitvertreib.

Ich fürchte da hast du etwas gründlich missverstanden.
Natürlich gibt es Gründe dafür. Nur ist eben die Frage ob sie aus einer Aneinanderreihung von Vorurteilen bestehen soll aus denen sich jeder die passenden heraussuchen soll oder ob das begründet geschieht. Soll heißen wer hat die einzelnen Gründe mit wie vielen Probanden untersucht und wie von anderen möglichen Ursachen getrennt.
Aus dem Bauch könnte ich auch so ein paar Gründe benennen.

- sind Übergewichtig
- wohnen mit 40 noch bei Muttern
- lassen sich von ihr bekochen und essen stets nur Nudeln mit Gulasch
- spielen mit ihrer kleinen noch nicht ganz so übergewichtigen Nichte
- haben im Regal ein Buch von Arne Hoffmann stehen
- versuchen sich was auf der Gitarre zu radebrechen, nennen aber das als ihr großes Hobby
- wohnen in einem sehr kleinen Zimmer bei Muttern auf dass sie ihre weiblichen Bekanntschaften einladen wollen
- wollen beim ersten Date ihr aufgetakeltes Gegenüber gleich flach legen
- tragen ein hellblaues kurzärmeliges Hemd drei Tage lang
haben keine Freunde
kommunizieren über Internet

Zitat:
Dinge, die JETZT beim AB wirken,
Ja[...]
Zitat:
verselbstständigt vom ursprünglichen Auslöser.
pure Spekulation, wenn auch naheliegend.

Es gibt Dinge die JETZT beim AB wirken. Bzw. dann wenn er sich einem Partner annähern will.
Naheliegend ist es sie mit Nicht-ABs zu vergleichen. Darauf hat ja Jens74 hingewiesen.
Das kann man, außer bei Treffen aber in diesem Forum nicht machen, bleibt also nur die Selbstexploration.
Die sollte aber frei von Vorurteilen d.h. Urteilen über andere erfolgen.
Nicht „man sieht das ja bei vielen Abs im Treff“ sondern, „ich habe bei mir beobachtet“ usw.

Zitat:
Und allen hier ist ja wohl eins gemeinsam: Die Sache, AB zu sein oder gewesen zu sein. Wobei sich beim "gewesen sein" die Frage stellt, ob es einem tatsächlich gelingt, alles abzustreifen, was man jahrzehntelang gelebt/gedacht/gefühlt hat.
Nein, sollte man das? Oder nur dann, wenn es einen in der Lebensführung belastet?
Und eigentlich klingt für mich der Umstand, dass wir das Produkt unserer Vergangenheit sind, so, als wäre ich darüber verwundert heute schon wieder einen Tag älter geworden zu sein.

Was ich für mich dabei herausziehen kann, dass ich mich im Laufe der Jahre häuslich eingerichtet habe, dass ich jetzt nur noch eine Partnerin passend zum Interieur suche und sich so eine wohl kaum finden lässt, wenn sie auch noch meinem zweiten Anspruch einer Beziehung auf Augenhöhe genügen soll.
Ich müsste, manchmal sogar sprichwörtlich, erst einmal gründlich auf- und umräumen bzw. Platz schaffen.
So gesehen hat das positive für mich auch eine Kehrseite.
Und da bin ich auch schon bei meinem Haupthindernis.
Lohnt sich so ein psychologischer Weltenbrand überhaupt. Ist ja nicht so, dass ich jetzt in Sack und Asche lebe und ich deshalb dringend eine Partnerin brauche, weil ich ja sonst zugrunde gehen würde.
Eine Beziehung wäre für mich nur das Tüpfelchen auf dem „i“
Kommt danach wirklich alles besser?
Oder zerstöre ich dabei nur ein gut laufendes System um der puren Veränderung willen?

Und da kann ich nur aus den o.g. Regeln zitieren. Ich muss Verantwortung für mich selbst übernehmen. Das kann mir keiner abnehmen. Das heißt aber auch, dass ich stets Herr des Prozessen bleiben muss und gegebenenfalls, wie in der Raumfahrt auch mal Abbruch rufen muss.

exlamento hat geschrieben:

Das zum einen. Zum anderen spricht man doch eher abstrakt über eine Masse, ein Aggregat. Das bedeutet also, dass niemand persönlich gemeint ist.[...]

das tun manche über Frauen, Behinderte, Ausländer, ältere Menschen, Moslems, Christen auch.
Dagegen kann man sich aber z.B. in beruflichen Zusammenhängen zu Recht zur Wehr setzen.

Ein Vorurteil wird nicht dadurch wahr, dass im Einzelfall das eine oder andere doch zutrifft.


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Ursachen
BeitragVerfasst: 04.09.2014, 19:39 
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ABRobert85 hat geschrieben:

Exkurs die Regeln der Themezentrierten Interaktion von Ruth Cohn


Oh bitte. :roll:

Ich möchte mich hier mit anderen darüber austauschen, was es ist, was einen AB zu einem AB gemacht hat bzw. was es ist, dass er diesen AB-Status nicht los wird.

Dabei werde ich Beobachtungen, Vermutungen, "Weiter-Gedachtes", Eigenbeobachtungen usw. einfließen lassen.

Und ich werde dabei nicht jedesmal einen Disclaimer dranschreiben, dass das alles nicht wissenschaftlich hinterlegt ist.



Zitat:
Ich fürchte da hast du etwas gründlich missverstanden.
Natürlich gibt es Gründe dafür. Nur ist eben die Frage ob sie aus einer Aneinanderreihung von Vorurteilen bestehen soll aus denen sich jeder die passenden heraussuchen soll oder ob das begründet geschieht. Soll heißen wer hat die einzelnen Gründe mit wie vielen Probanden untersucht und wie von anderen möglichen Ursachen getrennt.


Sicherlich könnte man alles wissenschaftlich untersuchen lassen. Aber wie soll das ganz realistisch gehen? Sollen wir Untersuchungen in Auftrag geben? Wird eine Untersuchung reichen, denn eine Untersuchung für sich alleine könnte auch Irrtümer enthalten. Wer zahlt das?

Diesen Anspruch hat dieses Forum gar nicht. Sollte man es daher zumachen?

Ein Problem hast Du doch, weil Du arge Bauchschmerzen damit hast, wenn ABs und Ex-ABs ihre Beobachtungen, Selbstbeobachtungen, Gedanken, Vermutungen usw. zusammenschmeissen und Du mit angeblichen "Etiketten" nicht zurecht kommst.


Zitat:

Zitat:
Dinge, die JETZT beim AB wirken,
Ja[...]
Zitat:
verselbstständigt vom ursprünglichen Auslöser.
pure Spekulation, wenn auch naheliegend.


Na und?

Zitat:
Es gibt Dinge die JETZT beim AB wirken. Bzw. dann wenn er sich einem Partner annähern will.
Naheliegend ist es sie mit Nicht-ABs zu vergleichen. Darauf hat ja Jens74 hingewiesen.


Worauf Jens auch eine Antwort bekommen hat. Ein bloßer Vergleich bringt es nicht, man muß auch sehen, wie Dinge beim AB verarbeitet werden. Dazu stellen wir Mutmaßungen an. Darin können sich ABs wiedererkennen, sie müssen es aber nicht tun.

Wir werden sicherlich niemanden zwingen, irgendetwas anzunehmen, von dem, was wir hier besprechen.

Und wenn Dir das alles nicht paßt: Prima, dann stelle bitte Gegenüberlegungen an, woran es liegen könnte, dass ABs zu ABs werden und auch bleiben. Ein "das ist ja alles nicht wissentschaftlich bewiesen" reicht mir da nicht (weil ich nicht die Mittel dazu habe, einen wissenschaftlichen Beweis erbringen zu lassen).


Zitat:
Was ich für mich dabei herausziehen kann, dass ich mich im Laufe der Jahre häuslich eingerichtet habe, dass ich jetzt nur noch eine Partnerin passend zum Interieur suche und sich so eine wohl kaum finden lässt, wenn sie auch noch meinem zweiten Anspruch einer Beziehung auf Augenhöhe genügen soll.
Ich müsste, manchmal sogar sprichwörtlich, erst einmal gründlich auf- und umräumen bzw. Platz schaffen.
So gesehen hat das positive für mich auch eine Kehrseite.
Und da bin ich auch schon bei meinem Haupthindernis.
Lohnt sich so ein psychologischer Weltenbrand überhaupt. Ist ja nicht so, dass ich jetzt in Sack und Asche lebe und ich deshalb dringend eine Partnerin brauche, weil ich ja sonst zugrunde gehen würde.
Eine Beziehung wäre für mich nur das Tüpfelchen auf dem „i“
Kommt danach wirklich alles besser?
Oder zerstöre ich dabei nur ein gut laufendes System um der puren Veränderung willen?


Wenn Du auf diese persönlichen Sachen die Gedanken anderer Leute hören möchtest, dann kopier das in den anderen Thread hinein.

(ich mach's nicht ... könnte ja wieder aus dem Kontext gerissen sein ... auwei auwei :roll: )

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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Ursachen
BeitragVerfasst: 04.09.2014, 20:34 
Lion hat geschrieben:
Zitat:
Exkurs die Regeln der Themezentrierten Interaktion von Ruth Cohn

Oh bitte. :roll:

Ich möchte mich hier mit anderen darüber austauschen, was es ist, was einen AB zu einem AB gemacht hat bzw. was es ist, dass er diesen AB-Status nicht los wird.
Wie und wodurch halte ich euch davon ab?

Zitat:
Dabei werde ich Beobachtungen, Vermutungen, "Weiter-Gedachtes", Eigenbeobachtungen usw. einfließen lassen.

Und ich werde dabei nicht jedesmal einen Disclaimer dranschreiben, dass das alles nicht wissenschaftlich hinterlegt ist.

deswegen habe ich es ja gemacht.

Ich benenne was meiner Meinung nach Vorurteile sind und du kannst sie entweder begründen oder als Vorurteile stehen lassen.

Zitat:
Ein Problem hast Du doch, weil Du arge Bauchschmerzen damit hast,[...]
Ich habe keine Bauchschmerzen. Werden wir jetzt womöglich noch zum Arzt?;-)
Zitat:
[...] wenn ABs und Ex-ABs ihre Beobachtungen, Selbstbeobachtungen, Gedanken, Vermutungen usw. zusammenschmeissen und Du mit angeblichen "Etiketten" nicht zurecht kommst.

Das was Wächter da geschrieben hat hat mit Selbstbeobachtung oder Beobachtung nichts zu tun, sondern sind reine Mutmaßungen anhand von Postings anderer User aus einem anderem Forum.
Und in meinen Augen schlicht haltlos.

Zitat:
Worauf Jens auch eine Antwort bekommen hat. Ein bloßer Vergleich bringt es nicht, man muß auch sehen, wie Dinge beim AB verarbeitet werden. Dazu stellen wir Mutmaßungen an. Darin können sich ABs wiedererkennen, sie müssen es aber nicht tun.
Und wir stellen Mutmaßungen darüber an, worum es sich bei euren Mutmaßungen, speziell denen Wächters handelt. Und bevor man etwas spekuliert, sollte man es auch wirklich beobachtet haben. ich spreche euch die Fähigkeit in andererleuts Köpfe zu gucken schlichtweg ab.

Zitat:
Wir werden sicherlich niemanden zwingen, irgendetwas anzunehmen, von dem, was wir hier besprechen.
da hättet ihr(?) auch keine Chance

Zitat:
Und wenn Dir das alles nicht paßt: Prima, dann stelle bitte Gegenüberlegungen an, woran es liegen könnte, dass ABs zu ABs werden und auch bleiben. Ein "das ist ja alles nicht wissentschaftlich bewiesen" reicht mir da nicht (weil ich nicht die Mittel dazu habe, einen wissenschaftlichen Beweis erbringen zu lassen).
Und da habe ich scheinbar keine Chance. Gegenüberlegenungen habe ich geliefert. Offensichtlich hast die völlig überlesen oder selbst die reichen dir nicht.


Zitat:
Was ich für mich dabei herausziehen kann, dass ich mich im Laufe der Jahre häuslich eingerichtet habe, dass ich jetzt nur noch eine Partnerin passend zum Interieur suche und sich so eine wohl kaum finden lässt, wenn sie auch noch meinem zweiten Anspruch einer Beziehung auf Augenhöhe genügen soll.
Ich müsste, manchmal sogar sprichwörtlich, erst einmal gründlich auf- und umräumen bzw. Platz schaffen.
So gesehen hat das positive für mich auch eine Kehrseite.
Und da bin ich auch schon bei meinem Haupthindernis.
Lohnt sich so ein psychologischer Weltenbrand überhaupt. Ist ja nicht so, dass ich jetzt in Sack und Asche lebe und ich deshalb dringend eine Partnerin brauche, weil ich ja sonst zugrunde gehen würde.
Eine Beziehung wäre für mich nur das Tüpfelchen auf dem „i“
Kommt danach wirklich alles besser?
Oder zerstöre ich dabei nur ein gut laufendes System um der puren Veränderung willen?


Zitat:
Wenn Du auf diese persönlichen Sachen die Gedanken anderer Leute hören möchtest, dann kopier das in den anderen Thread hinein.

(ich mach's nicht ... könnte ja wieder aus dem Kontext gerissen sein ... auwei auwei :roll: )


Was ist dir eigentlich für eine Laus über die Leber gelaufen?
Das dein Umgangston unsachlich wird, ist dir hoffentlich klar. Oder?

o.g. Gedanken werde ich sicher nicht nur einmal äußern. Also keine Sorge, dass ich das (vielleicht zufällig) an der Stelle tu, wo du es für richtig hälst.
Hier passen sie meiner Meinung nach deswegen hin, um zu verdeutlichen, was ich unter Selbstbeobachtung verstehe.


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Ursachen
BeitragVerfasst: 04.09.2014, 21:11 
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ABRobert85 hat geschrieben:
Das was Wächter da geschrieben hat hat mit Selbstbeobachtung oder Beobachtung nichts zu tun, sondern sind reine Mutmaßungen anhand von Postings anderer User aus einem anderem Forum.
Und in meinen Augen schlicht haltlos.


In seinen eigenen Augen doch auch so gut wie, oder Wächter?

Wer bei Aussagen über eine Gruppe von Menschen grundsätzlich von Vorurteilen ausgeht, hat ein Problem. Dass sich hier und dort vielleicht tatsächlich welche einschleichen, wie mitunter in Wächters Beispielen, kann man natürlich kritisieren. Will man aber dabei bleiben, Aussagen über eine Gruppe von Menschen stets für Vorurteile zu halten, macht man genau das, was man anderen vorwirft.

Man kann sich darüber streiten, bei wem die "Verantwortung" liegt. Schreibt jemand beispielsweise etwas über sagen wir Übergewichtige Menschen und verwendet keinen Disclaimer, keine Einschränkung kann das leicht zu einer Streit-Situation führen. Nehmen wir einen empfindsamen und sehr politisch korrekten Leser Leser der dann auch noch am Wortlaut klebt, wäre dessen Geschrei sehr wahrscheinlich groß. Geht man unbefangen an solche Aussagen heran und denkt etwas mit (Will der Schreiber jetzt wirklich "alle" und "immer" meinen? Könnte das überhaupt Sinn machen? Wie ist der Kontext, wie schreibt der Nutzer sonst?) bleiben einem solche Scharmützel meist erspart.

Das war jetzt vielleicht einseitig zu Lasten des Lesers - richtig ist natürlich: beide können was tun.

Es wäre in diesen Fällen übrigens meistens völlig unlogisch, wenn der Schreiber tatsächlich alle und immer meinen würde. Darauf kann man schon kommen, sei denn man geht da recht verbohrt, befangen oder irgendwie "autistisch" heran. Jetzt gibt es den Einwand: warum schreibt er das denn nicht so, sondern so? Das wäre nicht nur auf lange Sicht sehr sperrig, sondern würde das eigentliche Problem nicht beheben: Der überempfindliche Leser würde wohl selbst Einschränkungen ("Ich meine nicht alle, ich spreche von Neigungen") bekritteln ("Wieviele? Ist es eine bezeichnende Mehrheit?") und am Schluss nur noch individuelle Aussagen zulassen. Dann bliebe nicht viel mehr als anekdotisches. Wem das lieber ist, sei der AB-Treff ans Herz gelegt.

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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Ursachen
BeitragVerfasst: 04.09.2014, 22:25 
exlamento hat geschrieben:
empfindsamen und sehr politisch korrekten Leser Leser der dann auch noch am Wortlaut klebt,


bleiben einem solche Scharmützel meist erspart.

unlogisch,
verbohrt,
befangen
irgendwie "autistisch"
überempfindliche Leser
sei der AB-Treff ans Herz gelegt.


Ich merke gerade, wohin das führt.
Streit ist das letzte was ich hier wollte.
Euch aber einfach nur zuzustimmen fällt mir schwer.
Ich werde mich deshalb auch nicht mehr an solchen Diskussionen beteiligen.


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Ursachen
BeitragVerfasst: 05.09.2014, 02:38 
Lion hat geschrieben:
Robinson hat geschrieben:
Lion hat geschrieben:
Woher will hier jemand bitteschön wissen, wie viel oder wenig es mit mir zu tun hat/hatte, worüber ich hier spreche?
Das weiß jemand nur, wenn du das auf eine Weise formulierst, aus der das für den Leser hervorgeht.
Tust du das nicht, ist die naheliegende Annahme, dass du zu abstrahieren = objektivieren versuchst.

Das ist für mich nicht das Naheliegendste, auch bei anderen nicht, die sich hier beteiligen und nicht ständig "bei mir war das so" hinzufügen (von vielen weiß ich, dass sie ABs sind bzw. "waren").
Ich kann dir nicht folgen. Ich habe nichts von "immer explizit dazuschrieben" geschrieben. dein beständiger Bezug auf diese Nichtäußerung lässt mich annehmen, dass du auch dieses Thema nicht wirklich diskutieren willst. Warum sonst solltest du auf diese Weise Nebel erzeugen? (Ob's dir bewusst ist oder nicht. Für mch geht aber gerad das aus deinen Sätzen hervor.)

Und ich verstehe nicht, wie jemand, der deinen Worten aufgrund ihrer objektivierenden Formulierung nicht entnehmen kann, dass sie Subjektives beschreiben sollen, etwas anderes für nahelliegend halten kan, als dass es eben NICHT in erster Linie subjektiv ist. Ich halte das für rhetorisches Ausweichen.


Daher habe ich aus dem übrigen auch nur weitere Aspekte herausgegriffen:

Lion hat geschrieben:
Dies ist in erster Linie ein Selbsthilfeforum. Das bedeutet: ein Betroffener hilft dem anderen.

Du schriebst an anderer Stelle:
Lion hat geschrieben:
Ich möchte mich hier mit anderen darüber austauschen, was es ist, was einen AB zu einem AB gemacht hat bzw. was es ist, dass er diesen AB-Status nicht los wird.

Und ich sehe nicht, wie diese beiden Anliegen zusammengehören. Letzteres hilft bei ersterem nicht (Begründung siehe vorige Beiträge). Ersteres fehlt bei Letzerem als Zielsetzung. Ersteres ist aber primäres Anliegen. Letzeres müsste also irgendwie erkennbar Ersterem dienen. Wie?
Oder ist es eher als "Kann man ja auch noch am Rande drüber reden" gedacht?
Lion hat geschrieben:
Zitat:
Nach meinem Eindruck geht es dir hier im Moment um Objektivierung/Kriterien/Definition/Analyse des Externen..
Es geht hier um die Objektivierung des Phänomens AB an sich. Auch, aber nicht nur (was das Gesamtforum betrifft).
Also doch? Dann war meine Argumentation, warum das HIER eher wenig Sinn macht, und zugleich Frage, was denn der Sinnn sein soll/sein könnte, HIER ja doch passend?
Lion hat geschrieben:
Dass es nicht erkennbar ist, heißt nicht, dass es nicht passiert.
Das mag sein. Aber wie soll jemand auf was eingehen, was nicht erkennbar ist? Es scheint mir dem Wesen von Diskussion, Hilfe, und sogar Objektivierung zu widersprechen, nicht Erkennbares zu berücksichtigen (außer unspezifisch als stets mitzudenkenden eventuellen blinden Fleck).
Lion hat geschrieben:
(bis auf diese Metadiskussion darüber, ob es legitim ist, hier über Ursachen bei anderen ABs zu sprechen, ob es als Angriff/Bashing aufzufassen ist, ob es überhaupt verallgemeinbare Ursachen gibt ........).
Ich kann zumindest in meinen Beiträgen keines deiner Beispiele erkennen. Die Legitimität habe ich nicht in Frage gestellt. Nur den Sinn des Ganzen.

Ich erkenne: Du willst diese "Metadiskussion" nicht. Wie du ja auch die ganze Forenkonzeption mitsamt aller Widersprüche ("Kinderkrankheiten") bis auf Weiteres undiskutiert dem Verlauf überlassen willst. Du legst deine Standpunkte klar, und greifst ein, wenn du sie für nicht erfülllt hältst; hilfst Forenteilnehmern aber nicht, da durchzusteigen, wenn sie Ungereimtheiten sehen. Geschweige denn, dass du Korrekturen in Erwägung ziehst.
Ist auch ein Vorgehen, keine Frage. Ich finde es ein wenig verblüffend. Willkürlich. Reibung und Konflikte vorprogrammiert. Irgendwie hätte Frankie das vielleicht besser hinbekommen ..? ;-)


Meines Erachtens hat ABRobert85 versucht, das Thema "Ursachen" auf das "in erster Linie" Forenthema "introspektiv" zu beziehen. Also genau das gemacht, was nach deiner geäußerten Idee hier zu tun wäre. Während du mit deinem Vorgehen einen innneren Widerspruch produzierst. Insbesondere, wenn du sein Vorgehen als hier nicht am Platze ansiehst.


@exlamento: Deine Einlassung zitiert mich (und Lion) zwar, hat aber, außer dass du Lion wohl irgendwie beipflichtet, nichts für mich erkennbar mit meiner Argumentation oder dem von dir Zitierten zu tun.


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Ursachen
BeitragVerfasst: 05.09.2014, 10:24 
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Robinson hat geschrieben:
Ich erkenne: Du willst diese "Metadiskussion" nicht.


Sie kann gerne geführt werden und ich habe in verschiedenen Postings meinen Standpunkt deutlich gemacht.

Jetzt, am Ende der Diskussion zu sagen "Du willst diese Diskussion nicht" ist schon ... wie soll ich sagen ... :roll:

Weiterhin denke ich, dass wir uns hier immer höher in einem Elfenbeinturm einer Metadiskussion versteigen.

Dieses (Unter-)forum, ist dafür gedacht, gemeinsame Ursachen für das AB-tum zu finden. Ob da jemand zwischenzeitlich oder dauerhaft meint, das meiste sei sowieso nur Spekulation oder Vorurteil: es sei ihm gerne gegönnt.


Zitat:
Wie du ja auch die ganze Forenkonzeption mitsamt aller Widersprüche ("Kinderkrankheiten") bis auf Weiteres undiskutiert dem Verlauf überlassen willst. Du legst deine Standpunkte klar, und greifst ein, wenn du sie für nicht erfülllt hältst; hilfst Forenteilnehmern aber nicht, da durchzusteigen, wenn sie Ungereimtheiten sehen. Geschweige denn, dass du Korrekturen in Erwägung ziehst.


Das ist nur die Sichtweise von jemandem, der einen speziellen Punkt nicht erfüllt bekommen hat und jetzt offenbar weiter darauf herumreiten will.

Als Admin höre ich mir die Sachen an, die vorgebracht werden. Ich muß aber nicht jegliche Anregung aufnehmen (und wäre da auch schlecht beraten, das zu tun - viele Köche verderben den Brei).

Was Du gerne übersiehst: beispielsweise dem Wunsch, alte Beiträge weiterhin lesen zu können, sind wir nachgekommen. Dem Wunsch, das alte Design weiterhin nutzen zu können, sind wir nachgekommen. Das war alles nicht geplant.

Wenn Du das jetzt wieder aufwärmen willst, dann bitte unter "Vorschläge".


Zitat:
Meines Erachtens hat ABRobert85 versucht, das Thema "Ursachen" auf das "in erster Linie" Forenthema "introspektiv" zu beziehen. Also genau das gemacht, was nach deiner geäußerten Idee hier zu tun wäre. Während du mit deinem Vorgehen einen innneren Widerspruch produzierst. Insbesondere, wenn du sein Vorgehen als hier nicht am Platze ansiehst.


Ja, hier soll es um eine Innenschau gehen. Aber das kann man im übertragenen Sinne auch losgelöst von einer Person machen und für das Wesen des Phänomens AB tun.

Warum da intelligente Leute ein Verständnisproblem haben, weiß ich nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Ursachen
BeitragVerfasst: 05.09.2014, 13:55 
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Und ich dachte, ich könnte mich aus der Meta-Metadiskussion raushalten. Aber exklamento mußte mich ja persönlich ansprechen. Arsch. ;)

exlamento hat geschrieben:
ABRobert85 hat geschrieben:
Das was Wächter da geschrieben hat hat mit Selbstbeobachtung oder Beobachtung nichts zu tun, sondern sind reine Mutmaßungen anhand von Postings anderer User aus einem anderem Forum.
Und in meinen Augen schlicht haltlos.


In seinen eigenen Augen doch auch so gut wie, oder Wächter?

Na, haltlos würde ich jetzt nicht sagen. Und ich weiß auch gerade nicht, wo das mit den "Mutmaßungen anhand von Postings anderer User aus einem anderen Forum" herkommt. Abgesehen davon, daß selbst das den Tatbestand der Beobachtung bereits erfüllen würde und nicht alles wild herbeifantasiert wäre, sind meine Quellen da hoffentlich doch schon etwas dreidimensionaler. Angefangen bei Selbst- und Fremdbeobachtung iRL über gesammelte Onlineerfahrungen hier und anderen Problemcommunities (Autismus, SVV, Suizid, diverser anderer Psychokram) bis hin zum Interesse an Studien und wissenschaftlichen Texten und sowohl festen als auch sporadischen Kontakten zu Wissenschaftlern. Ich bin also halbwegs im Thema drin. Wenn auch - wichtiger Disclaimer - extrem laienhaft und mit vielen blinden Flecken. Und auch nicht rund um die Uhr sondern sogar relativ selten. Das sind definitiv nicht meine Hauptbaustellen.

Aber was nützen solche Infos? Selbst wenn ich "Experte" auf irgendeinem der von mir gerne durchgerüsselten Gebiete wäre und damit mein Geld verdienen würde, würde das erstens trotzdem niemals den Ansprüchen von jemandem gerecht werden, der sich von irgendeinem Gedanken auf den Schlips getreten fühlt, zweitens wäre eine falsche Idee immer noch eine falsche Idee (und beim großen Watumba - davon gibt es unter Psychoforschern mehr als genug). Genauso kann ein Laie richtige Denkanstöße liefern. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür geringer ist.


Zitat:
Das wäre nicht nur auf lange Sicht sehr sperrig, sondern würde das eigentliche Problem nicht beheben: Der überempfindliche Leser würde wohl selbst Einschränkungen ("Ich meine nicht alle, ich spreche von Neigungen") bekritteln ("Wieviele? Ist es eine bezeichnende Mehrheit?") und am Schluss nur noch individuelle Aussagen zulassen. Dann bliebe nicht viel mehr als anekdotisches.

Eben. Und zwar ist Anekdotisches prima zur Veranschaulichung von etwas, zum tieferen Verständnis der Dinge kommt man aber für gewöhnlich nicht umhin, sich vom "ich, ich, ich"-Ansatz auch ein Stück weit zu lösen. Das und die Tatsache, daß ich von mir nun wirklich höchst selten auf andere schließen kann, da ich in vielen Dingen ein wenig anders ticke, ist dann auch der Grund dafür, daß ich die Ego-Perspektive meist so weit wie möglich auszublenden versuche.

Und daß ich mich z.B. auch von klassischen Selbsthilfethreads ("Wie war das bei dir? Was hast du gemacht, was ich vielleicht für mich übernehmen könnte?") eher fernhalte. Da sind... praktischer veranlagte und "massenkompatiblere" User sicher größere Hilfen. Und das ist ja auch alles wichtig. Ich finde es nur schade, wenn manche Leute diese praktischen Hilfen als einzig möglichen Weg betrachten (sogar dann, wenn fast nichts dabei rausspringt) und andere Ansätze aggressiv wegbeißen. Ob lediglich aus mangelnder Fähigkeit, sich auf einer Metaebene mit der eigenen Problematik auseinanderzusetzen (und weil alles, was man nicht versteht, per Definition Schwachsinn oder unmöglich ist) oder weil darin irgendeine Gefahr fürs Selbstbild gewittert wird.

Letzteres wäre btw ganz dicht an dem dran, was im mittlerweile abgetrennten Thread von mir als eventuell häufige AB-Ursache aufgeworfen wurde. Denn das ist, und das ist wirklich nicht als persönlicher Angriff gegen irgendjemanden gemeint, klassische "Bordiedenke". Wer's nur auf der Ich-Ebene gelten läßt: neben sehr vielen punktuellen Begegnungen mit solchen Leuten habe ich auch 9 Jahre teils intensive Erfahrung mit einer guten Freundin, die so drauf ist. Aber volle Kanne. Und es gibt wenig Anstrengenderes als diese wandelnden Minenfelder...

Kurz und knapp @ Threadüberschrift: Ursachenermittlung geht selbstverständlich. Auch wenn denn das nicht jeder so sieht oder sehen will. Ob sie auch gelingt, steht auf einem anderen Blatt.

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"Die Grenze zwischen einer Freundin und einem Haustier, mit dem man Sex haben kann, scheint fließend zu sein."


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Ursachen
BeitragVerfasst: 05.09.2014, 14:40 
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Wächter hat geschrieben:
zweitens wäre eine falsche Idee immer noch eine falsche Idee (und beim großen Watumba - davon gibt es unter Psychoforschern mehr als genug). Genauso kann ein Laie richtige Denkanstöße liefern. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür geringer ist.


Eben. Dies ist kein physikalisches oder mathematisches Thema. Wenn ich mir die Interpretationen von psychologischen Wissenschaftlern zu ihren eigenen Studien anschaue, schlackere ich manchmal auch mit den Ohren. Weil das -fachliche Ausbildung hin oder her- oftmals auch nur Mutmaßungen sind. Das Gebiet der menschlichen Psyche ist nun mal wabbelig.


Zitat:
Kurz und knapp @ Threadüberschrift: Ursachenermittlung geht selbstverständlich. Auch wenn denn das nicht jeder so sieht oder sehen will.


-crazy-
Eben. Für die einen "geht das", die anderen bezweifeln schon von vorne herein, dass das geht (insbesondere, wenn "nur" interessierte Betroffene ermitteln).

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