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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Ursachen
BeitragVerfasst: 04.09.2014, 18:31 
Lion hat geschrieben:
Robinson hat geschrieben:
Und ABRobert hat leider Recht, wenn er daruf hinweist, dass man mit dieser Ursachensuche immer nur über die anderen spricht



Hat er nicht.

Es geht hier nicht darum wer recht hat, sondern darum, wie etwas wirkt. Und ich beschreibe hier wie die AB-Foren auf mich wirken.
Nämlich so, dass man meistens über die Ursachen anderer ABs redet.
Erkenntlich daran, dass man meist von „sie“, „ihre“, „man“, „ABs“ spricht und das Wort ich oder wir sehr selten auftaucht.

Exkurs die Regeln der Themezentrierten Interaktion von Ruth Cohn
Zitat:

1. Übernimm die Verantwortung für Dich selbst.
2. Störungen angemessen Raum geben.
3. Vertritt Dich selbst in Deinen Aussagen: Sprich per "ich" und nicht per "man" oder per "wir".
4. Stelle möglichst nur Informationsfragen. Wenn du eine Frage stellst, sage, warum du fragst und was deine Frage für dich bedeutet.
5. Seitengespräche haben Vorrang. Sie stören und sind zugleich meist wichtig, sonst würden sie nicht geschehen.
6. Nur einer zur gleichen Zeit (ausreden lassen)
7. Sei authentisch und selektiv in Deiner Kommunikation. Mache dir bewusst, was du denkst und fühlst, und wähle, was du sagst und tust.
8. Beachte die Signale Deines Körpers und achte auf solche Signale auch bei den anderen
9. Halte dich mit Interpretationen von anderen zurück. Sprich stattdessen deine persönlichen Reaktionen aus.
10. Sei zurückhaltend mit Verallgemeinerungen!
11. Wenn du etwas über das Benehmen oder die Charakteristik eines anderen Teilnehmers aussagst, sage auch, was es dir bedeutet, dass er so ist, wie er ist (d. h. wie du ihn siehst.)


Zitat:
Wir befinden uns gerade beim theoretischen Philosophieren darüber, ob es überhaupt AB-Ursachen geben kann. Auch ein netter Zeitvertreib.

Ich fürchte da hast du etwas gründlich missverstanden.
Natürlich gibt es Gründe dafür. Nur ist eben die Frage ob sie aus einer Aneinanderreihung von Vorurteilen bestehen soll aus denen sich jeder die passenden heraussuchen soll oder ob das begründet geschieht. Soll heißen wer hat die einzelnen Gründe mit wie vielen Probanden untersucht und wie von anderen möglichen Ursachen getrennt.
Aus dem Bauch könnte ich auch so ein paar Gründe benennen.

- sind Übergewichtig
- wohnen mit 40 noch bei Muttern
- lassen sich von ihr bekochen und essen stets nur Nudeln mit Gulasch
- spielen mit ihrer kleinen noch nicht ganz so übergewichtigen Nichte
- haben im Regal ein Buch von Arne Hoffmann stehen
- versuchen sich was auf der Gitarre zu radebrechen, nennen aber das als ihr großes Hobby
- wohnen in einem sehr kleinen Zimmer bei Muttern auf dass sie ihre weiblichen Bekanntschaften einladen wollen
- wollen beim ersten Date ihr aufgetakeltes Gegenüber gleich flach legen
- tragen ein hellblaues kurzärmeliges Hemd drei Tage lang
haben keine Freunde
kommunizieren über Internet

Zitat:
Dinge, die JETZT beim AB wirken,
Ja[...]
Zitat:
verselbstständigt vom ursprünglichen Auslöser.
pure Spekulation, wenn auch naheliegend.

Es gibt Dinge die JETZT beim AB wirken. Bzw. dann wenn er sich einem Partner annähern will.
Naheliegend ist es sie mit Nicht-ABs zu vergleichen. Darauf hat ja Jens74 hingewiesen.
Das kann man, außer bei Treffen aber in diesem Forum nicht machen, bleibt also nur die Selbstexploration.
Die sollte aber frei von Vorurteilen d.h. Urteilen über andere erfolgen.
Nicht „man sieht das ja bei vielen Abs im Treff“ sondern, „ich habe bei mir beobachtet“ usw.

Zitat:
Und allen hier ist ja wohl eins gemeinsam: Die Sache, AB zu sein oder gewesen zu sein. Wobei sich beim "gewesen sein" die Frage stellt, ob es einem tatsächlich gelingt, alles abzustreifen, was man jahrzehntelang gelebt/gedacht/gefühlt hat.
Nein, sollte man das? Oder nur dann, wenn es einen in der Lebensführung belastet?
Und eigentlich klingt für mich der Umstand, dass wir das Produkt unserer Vergangenheit sind, so, als wäre ich darüber verwundert heute schon wieder einen Tag älter geworden zu sein.

Was ich für mich dabei herausziehen kann, dass ich mich im Laufe der Jahre häuslich eingerichtet habe, dass ich jetzt nur noch eine Partnerin passend zum Interieur suche und sich so eine wohl kaum finden lässt, wenn sie auch noch meinem zweiten Anspruch einer Beziehung auf Augenhöhe genügen soll.
Ich müsste, manchmal sogar sprichwörtlich, erst einmal gründlich auf- und umräumen bzw. Platz schaffen.
So gesehen hat das positive für mich auch eine Kehrseite.
Und da bin ich auch schon bei meinem Haupthindernis.
Lohnt sich so ein psychologischer Weltenbrand überhaupt. Ist ja nicht so, dass ich jetzt in Sack und Asche lebe und ich deshalb dringend eine Partnerin brauche, weil ich ja sonst zugrunde gehen würde.
Eine Beziehung wäre für mich nur das Tüpfelchen auf dem „i“
Kommt danach wirklich alles besser?
Oder zerstöre ich dabei nur ein gut laufendes System um der puren Veränderung willen?

Und da kann ich nur aus den o.g. Regeln zitieren. Ich muss Verantwortung für mich selbst übernehmen. Das kann mir keiner abnehmen. Das heißt aber auch, dass ich stets Herr des Prozessen bleiben muss und gegebenenfalls, wie in der Raumfahrt auch mal Abbruch rufen muss.

exlamento hat geschrieben:

Das zum einen. Zum anderen spricht man doch eher abstrakt über eine Masse, ein Aggregat. Das bedeutet also, dass niemand persönlich gemeint ist.[...]

das tun manche über Frauen, Behinderte, Ausländer, ältere Menschen, Moslems, Christen auch.
Dagegen kann man sich aber z.B. in beruflichen Zusammenhängen zu Recht zur Wehr setzen.

Ein Vorurteil wird nicht dadurch wahr, dass im Einzelfall das eine oder andere doch zutrifft.


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 04.09.2014, 18:31 


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Ursachen
BeitragVerfasst: 04.09.2014, 20:34 
Lion hat geschrieben:
Zitat:
Exkurs die Regeln der Themezentrierten Interaktion von Ruth Cohn

Oh bitte. :roll:

Ich möchte mich hier mit anderen darüber austauschen, was es ist, was einen AB zu einem AB gemacht hat bzw. was es ist, dass er diesen AB-Status nicht los wird.
Wie und wodurch halte ich euch davon ab?

Zitat:
Dabei werde ich Beobachtungen, Vermutungen, "Weiter-Gedachtes", Eigenbeobachtungen usw. einfließen lassen.

Und ich werde dabei nicht jedesmal einen Disclaimer dranschreiben, dass das alles nicht wissenschaftlich hinterlegt ist.

deswegen habe ich es ja gemacht.

Ich benenne was meiner Meinung nach Vorurteile sind und du kannst sie entweder begründen oder als Vorurteile stehen lassen.

Zitat:
Ein Problem hast Du doch, weil Du arge Bauchschmerzen damit hast,[...]
Ich habe keine Bauchschmerzen. Werden wir jetzt womöglich noch zum Arzt?;-)
Zitat:
[...] wenn ABs und Ex-ABs ihre Beobachtungen, Selbstbeobachtungen, Gedanken, Vermutungen usw. zusammenschmeissen und Du mit angeblichen "Etiketten" nicht zurecht kommst.

Das was Wächter da geschrieben hat hat mit Selbstbeobachtung oder Beobachtung nichts zu tun, sondern sind reine Mutmaßungen anhand von Postings anderer User aus einem anderem Forum.
Und in meinen Augen schlicht haltlos.

Zitat:
Worauf Jens auch eine Antwort bekommen hat. Ein bloßer Vergleich bringt es nicht, man muß auch sehen, wie Dinge beim AB verarbeitet werden. Dazu stellen wir Mutmaßungen an. Darin können sich ABs wiedererkennen, sie müssen es aber nicht tun.
Und wir stellen Mutmaßungen darüber an, worum es sich bei euren Mutmaßungen, speziell denen Wächters handelt. Und bevor man etwas spekuliert, sollte man es auch wirklich beobachtet haben. ich spreche euch die Fähigkeit in andererleuts Köpfe zu gucken schlichtweg ab.

Zitat:
Wir werden sicherlich niemanden zwingen, irgendetwas anzunehmen, von dem, was wir hier besprechen.
da hättet ihr(?) auch keine Chance

Zitat:
Und wenn Dir das alles nicht paßt: Prima, dann stelle bitte Gegenüberlegungen an, woran es liegen könnte, dass ABs zu ABs werden und auch bleiben. Ein "das ist ja alles nicht wissentschaftlich bewiesen" reicht mir da nicht (weil ich nicht die Mittel dazu habe, einen wissenschaftlichen Beweis erbringen zu lassen).
Und da habe ich scheinbar keine Chance. Gegenüberlegenungen habe ich geliefert. Offensichtlich hast die völlig überlesen oder selbst die reichen dir nicht.


Zitat:
Was ich für mich dabei herausziehen kann, dass ich mich im Laufe der Jahre häuslich eingerichtet habe, dass ich jetzt nur noch eine Partnerin passend zum Interieur suche und sich so eine wohl kaum finden lässt, wenn sie auch noch meinem zweiten Anspruch einer Beziehung auf Augenhöhe genügen soll.
Ich müsste, manchmal sogar sprichwörtlich, erst einmal gründlich auf- und umräumen bzw. Platz schaffen.
So gesehen hat das positive für mich auch eine Kehrseite.
Und da bin ich auch schon bei meinem Haupthindernis.
Lohnt sich so ein psychologischer Weltenbrand überhaupt. Ist ja nicht so, dass ich jetzt in Sack und Asche lebe und ich deshalb dringend eine Partnerin brauche, weil ich ja sonst zugrunde gehen würde.
Eine Beziehung wäre für mich nur das Tüpfelchen auf dem „i“
Kommt danach wirklich alles besser?
Oder zerstöre ich dabei nur ein gut laufendes System um der puren Veränderung willen?


Zitat:
Wenn Du auf diese persönlichen Sachen die Gedanken anderer Leute hören möchtest, dann kopier das in den anderen Thread hinein.

(ich mach's nicht ... könnte ja wieder aus dem Kontext gerissen sein ... auwei auwei :roll: )


Was ist dir eigentlich für eine Laus über die Leber gelaufen?
Das dein Umgangston unsachlich wird, ist dir hoffentlich klar. Oder?

o.g. Gedanken werde ich sicher nicht nur einmal äußern. Also keine Sorge, dass ich das (vielleicht zufällig) an der Stelle tu, wo du es für richtig hälst.
Hier passen sie meiner Meinung nach deswegen hin, um zu verdeutlichen, was ich unter Selbstbeobachtung verstehe.


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Ursachen
BeitragVerfasst: 04.09.2014, 21:11 
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Registriert: 22.07.2007, 20:19
Beiträge: 686
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ABRobert85 hat geschrieben:
Das was Wächter da geschrieben hat hat mit Selbstbeobachtung oder Beobachtung nichts zu tun, sondern sind reine Mutmaßungen anhand von Postings anderer User aus einem anderem Forum.
Und in meinen Augen schlicht haltlos.


In seinen eigenen Augen doch auch so gut wie, oder Wächter?

Wer bei Aussagen über eine Gruppe von Menschen grundsätzlich von Vorurteilen ausgeht, hat ein Problem. Dass sich hier und dort vielleicht tatsächlich welche einschleichen, wie mitunter in Wächters Beispielen, kann man natürlich kritisieren. Will man aber dabei bleiben, Aussagen über eine Gruppe von Menschen stets für Vorurteile zu halten, macht man genau das, was man anderen vorwirft.

Man kann sich darüber streiten, bei wem die "Verantwortung" liegt. Schreibt jemand beispielsweise etwas über sagen wir Übergewichtige Menschen und verwendet keinen Disclaimer, keine Einschränkung kann das leicht zu einer Streit-Situation führen. Nehmen wir einen empfindsamen und sehr politisch korrekten Leser Leser der dann auch noch am Wortlaut klebt, wäre dessen Geschrei sehr wahrscheinlich groß. Geht man unbefangen an solche Aussagen heran und denkt etwas mit (Will der Schreiber jetzt wirklich "alle" und "immer" meinen? Könnte das überhaupt Sinn machen? Wie ist der Kontext, wie schreibt der Nutzer sonst?) bleiben einem solche Scharmützel meist erspart.

Das war jetzt vielleicht einseitig zu Lasten des Lesers - richtig ist natürlich: beide können was tun.

Es wäre in diesen Fällen übrigens meistens völlig unlogisch, wenn der Schreiber tatsächlich alle und immer meinen würde. Darauf kann man schon kommen, sei denn man geht da recht verbohrt, befangen oder irgendwie "autistisch" heran. Jetzt gibt es den Einwand: warum schreibt er das denn nicht so, sondern so? Das wäre nicht nur auf lange Sicht sehr sperrig, sondern würde das eigentliche Problem nicht beheben: Der überempfindliche Leser würde wohl selbst Einschränkungen ("Ich meine nicht alle, ich spreche von Neigungen") bekritteln ("Wieviele? Ist es eine bezeichnende Mehrheit?") und am Schluss nur noch individuelle Aussagen zulassen. Dann bliebe nicht viel mehr als anekdotisches. Wem das lieber ist, sei der AB-Treff ans Herz gelegt.

_________________
Eisbären müssen nie weinen...


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Ursachen
BeitragVerfasst: 04.09.2014, 22:25 
exlamento hat geschrieben:
empfindsamen und sehr politisch korrekten Leser Leser der dann auch noch am Wortlaut klebt,


bleiben einem solche Scharmützel meist erspart.

unlogisch,
verbohrt,
befangen
irgendwie "autistisch"
überempfindliche Leser
sei der AB-Treff ans Herz gelegt.


Ich merke gerade, wohin das führt.
Streit ist das letzte was ich hier wollte.
Euch aber einfach nur zuzustimmen fällt mir schwer.
Ich werde mich deshalb auch nicht mehr an solchen Diskussionen beteiligen.


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Ursachen
BeitragVerfasst: 05.09.2014, 02:38 
Lion hat geschrieben:
Robinson hat geschrieben:
Lion hat geschrieben:
Woher will hier jemand bitteschön wissen, wie viel oder wenig es mit mir zu tun hat/hatte, worüber ich hier spreche?
Das weiß jemand nur, wenn du das auf eine Weise formulierst, aus der das für den Leser hervorgeht.
Tust du das nicht, ist die naheliegende Annahme, dass du zu abstrahieren = objektivieren versuchst.

Das ist für mich nicht das Naheliegendste, auch bei anderen nicht, die sich hier beteiligen und nicht ständig "bei mir war das so" hinzufügen (von vielen weiß ich, dass sie ABs sind bzw. "waren").
Ich kann dir nicht folgen. Ich habe nichts von "immer explizit dazuschrieben" geschrieben. dein beständiger Bezug auf diese Nichtäußerung lässt mich annehmen, dass du auch dieses Thema nicht wirklich diskutieren willst. Warum sonst solltest du auf diese Weise Nebel erzeugen? (Ob's dir bewusst ist oder nicht. Für mch geht aber gerad das aus deinen Sätzen hervor.)

Und ich verstehe nicht, wie jemand, der deinen Worten aufgrund ihrer objektivierenden Formulierung nicht entnehmen kann, dass sie Subjektives beschreiben sollen, etwas anderes für nahelliegend halten kan, als dass es eben NICHT in erster Linie subjektiv ist. Ich halte das für rhetorisches Ausweichen.


Daher habe ich aus dem übrigen auch nur weitere Aspekte herausgegriffen:

Lion hat geschrieben:
Dies ist in erster Linie ein Selbsthilfeforum. Das bedeutet: ein Betroffener hilft dem anderen.

Du schriebst an anderer Stelle:
Lion hat geschrieben:
Ich möchte mich hier mit anderen darüber austauschen, was es ist, was einen AB zu einem AB gemacht hat bzw. was es ist, dass er diesen AB-Status nicht los wird.

Und ich sehe nicht, wie diese beiden Anliegen zusammengehören. Letzteres hilft bei ersterem nicht (Begründung siehe vorige Beiträge). Ersteres fehlt bei Letzerem als Zielsetzung. Ersteres ist aber primäres Anliegen. Letzeres müsste also irgendwie erkennbar Ersterem dienen. Wie?
Oder ist es eher als "Kann man ja auch noch am Rande drüber reden" gedacht?
Lion hat geschrieben:
Zitat:
Nach meinem Eindruck geht es dir hier im Moment um Objektivierung/Kriterien/Definition/Analyse des Externen..
Es geht hier um die Objektivierung des Phänomens AB an sich. Auch, aber nicht nur (was das Gesamtforum betrifft).
Also doch? Dann war meine Argumentation, warum das HIER eher wenig Sinn macht, und zugleich Frage, was denn der Sinnn sein soll/sein könnte, HIER ja doch passend?
Lion hat geschrieben:
Dass es nicht erkennbar ist, heißt nicht, dass es nicht passiert.
Das mag sein. Aber wie soll jemand auf was eingehen, was nicht erkennbar ist? Es scheint mir dem Wesen von Diskussion, Hilfe, und sogar Objektivierung zu widersprechen, nicht Erkennbares zu berücksichtigen (außer unspezifisch als stets mitzudenkenden eventuellen blinden Fleck).
Lion hat geschrieben:
(bis auf diese Metadiskussion darüber, ob es legitim ist, hier über Ursachen bei anderen ABs zu sprechen, ob es als Angriff/Bashing aufzufassen ist, ob es überhaupt verallgemeinbare Ursachen gibt ........).
Ich kann zumindest in meinen Beiträgen keines deiner Beispiele erkennen. Die Legitimität habe ich nicht in Frage gestellt. Nur den Sinn des Ganzen.

Ich erkenne: Du willst diese "Metadiskussion" nicht. Wie du ja auch die ganze Forenkonzeption mitsamt aller Widersprüche ("Kinderkrankheiten") bis auf Weiteres undiskutiert dem Verlauf überlassen willst. Du legst deine Standpunkte klar, und greifst ein, wenn du sie für nicht erfülllt hältst; hilfst Forenteilnehmern aber nicht, da durchzusteigen, wenn sie Ungereimtheiten sehen. Geschweige denn, dass du Korrekturen in Erwägung ziehst.
Ist auch ein Vorgehen, keine Frage. Ich finde es ein wenig verblüffend. Willkürlich. Reibung und Konflikte vorprogrammiert. Irgendwie hätte Frankie das vielleicht besser hinbekommen ..? ;-)


Meines Erachtens hat ABRobert85 versucht, das Thema "Ursachen" auf das "in erster Linie" Forenthema "introspektiv" zu beziehen. Also genau das gemacht, was nach deiner geäußerten Idee hier zu tun wäre. Während du mit deinem Vorgehen einen innneren Widerspruch produzierst. Insbesondere, wenn du sein Vorgehen als hier nicht am Platze ansiehst.


@exlamento: Deine Einlassung zitiert mich (und Lion) zwar, hat aber, außer dass du Lion wohl irgendwie beipflichtet, nichts für mich erkennbar mit meiner Argumentation oder dem von dir Zitierten zu tun.


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Ursachen
BeitragVerfasst: 05.09.2014, 13:55 
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Und ich dachte, ich könnte mich aus der Meta-Metadiskussion raushalten. Aber exklamento mußte mich ja persönlich ansprechen. Arsch. ;)

exlamento hat geschrieben:
ABRobert85 hat geschrieben:
Das was Wächter da geschrieben hat hat mit Selbstbeobachtung oder Beobachtung nichts zu tun, sondern sind reine Mutmaßungen anhand von Postings anderer User aus einem anderem Forum.
Und in meinen Augen schlicht haltlos.


In seinen eigenen Augen doch auch so gut wie, oder Wächter?

Na, haltlos würde ich jetzt nicht sagen. Und ich weiß auch gerade nicht, wo das mit den "Mutmaßungen anhand von Postings anderer User aus einem anderen Forum" herkommt. Abgesehen davon, daß selbst das den Tatbestand der Beobachtung bereits erfüllen würde und nicht alles wild herbeifantasiert wäre, sind meine Quellen da hoffentlich doch schon etwas dreidimensionaler. Angefangen bei Selbst- und Fremdbeobachtung iRL über gesammelte Onlineerfahrungen hier und anderen Problemcommunities (Autismus, SVV, Suizid, diverser anderer Psychokram) bis hin zum Interesse an Studien und wissenschaftlichen Texten und sowohl festen als auch sporadischen Kontakten zu Wissenschaftlern. Ich bin also halbwegs im Thema drin. Wenn auch - wichtiger Disclaimer - extrem laienhaft und mit vielen blinden Flecken. Und auch nicht rund um die Uhr sondern sogar relativ selten. Das sind definitiv nicht meine Hauptbaustellen.

Aber was nützen solche Infos? Selbst wenn ich "Experte" auf irgendeinem der von mir gerne durchgerüsselten Gebiete wäre und damit mein Geld verdienen würde, würde das erstens trotzdem niemals den Ansprüchen von jemandem gerecht werden, der sich von irgendeinem Gedanken auf den Schlips getreten fühlt, zweitens wäre eine falsche Idee immer noch eine falsche Idee (und beim großen Watumba - davon gibt es unter Psychoforschern mehr als genug). Genauso kann ein Laie richtige Denkanstöße liefern. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür geringer ist.


Zitat:
Das wäre nicht nur auf lange Sicht sehr sperrig, sondern würde das eigentliche Problem nicht beheben: Der überempfindliche Leser würde wohl selbst Einschränkungen ("Ich meine nicht alle, ich spreche von Neigungen") bekritteln ("Wieviele? Ist es eine bezeichnende Mehrheit?") und am Schluss nur noch individuelle Aussagen zulassen. Dann bliebe nicht viel mehr als anekdotisches.

Eben. Und zwar ist Anekdotisches prima zur Veranschaulichung von etwas, zum tieferen Verständnis der Dinge kommt man aber für gewöhnlich nicht umhin, sich vom "ich, ich, ich"-Ansatz auch ein Stück weit zu lösen. Das und die Tatsache, daß ich von mir nun wirklich höchst selten auf andere schließen kann, da ich in vielen Dingen ein wenig anders ticke, ist dann auch der Grund dafür, daß ich die Ego-Perspektive meist so weit wie möglich auszublenden versuche.

Und daß ich mich z.B. auch von klassischen Selbsthilfethreads ("Wie war das bei dir? Was hast du gemacht, was ich vielleicht für mich übernehmen könnte?") eher fernhalte. Da sind... praktischer veranlagte und "massenkompatiblere" User sicher größere Hilfen. Und das ist ja auch alles wichtig. Ich finde es nur schade, wenn manche Leute diese praktischen Hilfen als einzig möglichen Weg betrachten (sogar dann, wenn fast nichts dabei rausspringt) und andere Ansätze aggressiv wegbeißen. Ob lediglich aus mangelnder Fähigkeit, sich auf einer Metaebene mit der eigenen Problematik auseinanderzusetzen (und weil alles, was man nicht versteht, per Definition Schwachsinn oder unmöglich ist) oder weil darin irgendeine Gefahr fürs Selbstbild gewittert wird.

Letzteres wäre btw ganz dicht an dem dran, was im mittlerweile abgetrennten Thread von mir als eventuell häufige AB-Ursache aufgeworfen wurde. Denn das ist, und das ist wirklich nicht als persönlicher Angriff gegen irgendjemanden gemeint, klassische "Bordiedenke". Wer's nur auf der Ich-Ebene gelten läßt: neben sehr vielen punktuellen Begegnungen mit solchen Leuten habe ich auch 9 Jahre teils intensive Erfahrung mit einer guten Freundin, die so drauf ist. Aber volle Kanne. Und es gibt wenig Anstrengenderes als diese wandelnden Minenfelder...

Kurz und knapp @ Threadüberschrift: Ursachenermittlung geht selbstverständlich. Auch wenn denn das nicht jeder so sieht oder sehen will. Ob sie auch gelingt, steht auf einem anderen Blatt.

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BeitragVerfasst: 05.09.2014, 15:54 
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Uarr, ich seh gerade, ich hab exlamentos Namen verhunzt. War nicht mit Absicht.

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BeitragVerfasst: 06.09.2014, 09:38 
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Ich bin...: auf der Suche nach Partnerschaft
Zitat:
Eben. Für die einen "geht das", die anderen bezweifeln schon von vorne herein, dass das geht (insbesondere, wenn "nur" interessierte Betroffene ermitteln).


Häh ? Was für interessierte Betroffene ? Hier schreiben doch bis auf ABRobert ausschließlich Verpartnerte, Väter, Typen mit diversen Beziehungen ? Glaubt ihr wirklich, euch kann man die Betroffenheit vom Thema abnehmen ?


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BeitragVerfasst: 06.09.2014, 10:43 
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Na, ich weiß ja nicht. Einen wirklich großen Unterschied und die endgültige Ent-ABisierung bedeutet eine Partnerschaft vermutlich nur für Ex-ABs, die das andere Geschlecht vorher immer mystifiziert haben. Wo es also praktisch nur an Mangel an Kontakt und ulkigen Vorstellungen lag. Bei wem die Probleme noch woanders liegen, dem wächst mit einer Partnerschaft vermutlich keine neue Superkraft, die ihn dazu befähigt, diesen Erfolg nach Belieben jederzeit wieder aus dem Ärmel zu schütteln.

Abgesehen davon, daß Tips und Erfahrungsberichte verpartnerter Ex-ABs tendenziell hilfreicher sein dürften als wenn sich immer nur zwei Blinde gegenseitig über die Straße helfen wollen.

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BeitragVerfasst: 06.09.2014, 10:53 
Wächter hat geschrieben:
Abgesehen davon, daß Tips und Erfahrungsberichte verpartnerter Ex-ABs tendenziell hilfreicher sein dürften als wenn sich immer nur zwei Blinde gegenseitig über die Straße helfen wollen.

wenn sie sich denn mal über die Straße helfen wollten, einigen reicht es schon sich über die fehlenden Ampeln, den nicht existenten Fahrplan, den vorenthaltenen Stadtführer und den reissenden Verkehr zu beklagen, die wollen schon gar nicht mehr auf die andere, verachtenswerte Seite.


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Ursachen
BeitragVerfasst: 09.09.2014, 14:15 
Lion hat geschrieben:
Am Ende wird es einige größere Faktoren geben, die so richtig schön ins Kontor hauen und jemanden zum AB machen.
Der einzige "große" Faktor ist: Man hatte bislang noch keine Beziehung.

Ich glaube nach wie vor nicht an irgendwelche allgemeinen "Ursachen", die einen Menschen zum AB machen.

Ich kenne Leute, die erfüllen fast jedes Klischee, das man ABs so andichten mag, und sind trotzdem nicht AB geworden. Die hatten halt das Glück, dass mit 17/18/19 ein Mensch da war, der sexuelles Interesse und ein bisschen mehr an ihnen hatte. Und sie hatten ihre ersten Erfahrungen und ihre erste Beziehung. Und die anderen hatten das nicht und hatten das 10, 20 Jahre lang nicht. Call it: Pech/Schicksal/whatever ... Aber die Leute sind mit 17/18/19 nicht anders als alle späteren Nicht-ABs.

Auf gewisse allgemeine "Risikofaktoren", die jemanden zum AB machen, wird man sich vielleicht einigen können.

Auf allgemeine URSACHEN, die jemanden zum AB machen, nicht. Es wird niemals möglich sein, z.B. bei einem 14 jährigen Menschen "vorherzusagen", ob der/die AB wird oder nicht. Und das könnte man, wenn es allgemeine URSÄCHLICHE Gründe dafür geben würde.


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 Betreff des Beitrags: Re: AB-Ursachen
BeitragVerfasst: 09.09.2014, 14:18 
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Registriert: 12.06.2007, 15:46
Beiträge: 7090
Geschlecht: Männlich
Status: Ex-AB
Ich bin...: vergeben
jens74 hat geschrieben:
Lion hat geschrieben:
Am Ende wird es einige größere Faktoren geben, die so richtig schön ins Kontor hauen und jemanden zum AB machen.
Der einzige "große" Faktor ist: Man hatte bislang noch keine Beziehung.

Ich glaube nach wie vor nicht an irgendwelche allgemeinen "Ursachen", die einen Menschen zum AB machen.

Ich kenne Leute, die erfüllen fast jedes Klischee, das man ABs so andichten mag, und sind trotzdem nicht AB geworden. Die hatten halt das Glück, dass mit 17/18/19 ein Mensch da war, der sexuelles Interesse und ein bisschen mehr an ihnen hatte. Und sie hatten ihre ersten Erfahrungen und ihre erste Beziehung. Und die anderen hatten das nicht und hatten das 10, 20 Jahre lang nicht. Call it: Pech/Schicksal/whatever ... Aber die Leute sind mit 17/18/19 nicht anders als alle späteren Nicht-ABs.

Auf gewisse allgemeine "Risikofaktoren", die jemanden zum AB machen, wird man sich vielleicht einigen können.

Auf allgemeine URSACHEN, die jemanden zum AB machen, nicht. Es wird niemals möglich sein, z.B. bei einem 14 jährigen Menschen "vorherzusagen", ob der/die AB wird oder nicht. Und das könnte man, wenn es allgemeine URSÄCHLICHE Gründe dafür geben würde.

Stimme zu!


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BeitragVerfasst: 13.09.2014, 23:25 
Sehe das ähnlich. Im Grunde ist das wie bei physischen Krankheiten, wo manche als Kettenraucher über 100 werden während andere als Nichtraucher mit 35 an Lungenkrebs sterben. Es gibt Risikofaktoren, aber die erlauben keine definitiven Schlussfolgerungen.


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BeitragVerfasst: 14.09.2014, 17:04 
Offline

Registriert: 02.09.2014, 22:41
Beiträge: 123
Travahu hat geschrieben:
Sehe das ähnlich. Im Grunde ist das wie bei physischen Krankheiten, wo manche als Kettenraucher über 100 werden während andere als Nichtraucher mit 35 an Lungenkrebs sterben. Es gibt Risikofaktoren, aber die erlauben keine definitiven Schlussfolgerungen.

Zu fast allem gibt es einzelne Gegenbeispiele. Daher sind Aussagen der Form, "ich kenn aber einen, der ..." ohne Informationswert. Die Tatsache, dass fast 90% aller Lungenkrebserkrankungen auf Tabakrauch zurückzuführen sind, sagt dagegen schon was aus. Ich schließe mich Lion an. Es gibt eindeutige AB-Risikofaktoren.


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