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 Betreff des Beitrags: Innerer Widerstand gegen Nähe
BeitragVerfasst: 01.10.2017, 11:09 
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Registriert: 27.09.2017, 20:38
Beiträge: 2
Hallo,

ich bin Hardcore-AB und habe das, was man als „schizoiden Charakter“ bezeichnet:
Ich bin viel und gerne für mich allein, habe keine tiefen Bindungen zu anderen
Menschen und spüre weder Einsamkeit noch ein Bedürfnis nach Liebe. Im Gegenteil,
es gibt in mir einen prinzipiellen Widerstand gegen das Zulassen von körperlicher
und seelischer Nähe (die ich als das Aufgeben meiner sicheren Distanz und
eine Schutzlosigkeit vor Verletzungen empfinde). Dieser Widerstand ist immer
stärker als sexuelle Anziehung oder die Sehnsucht nach einer Frau, in die ich mich
verliebt habe (natürlich ungewollt).

Ich weiß nicht, ob in diesem Forum Ex-ABs unterwegs sind, die in meiner
Beschreibung ihr früheres Ich wiedererkennen. Falls ja, würde mich interessieren,
wie sie diesen elementaren Widerstand gegen ein Sich-öffnen überwunden haben.
Mir scheinen da nur zwei Wege in Frage zu kommen: eine Psychotherapie zu
beginnen oder eine gutmütige und geduldige Frau zu finden, die einige Monate
abwartet, ob sich genügend Vertrauen für das Zulassen von Nähe bei mir aufbaut.

Grüße,
Thomas


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 01.10.2017, 11:09 


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 Betreff des Beitrags: Re: Innerer Widerstand gegen Nähe
BeitragVerfasst: 04.10.2017, 13:40 
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Registriert: 12.06.2007, 15:46
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Status: Ex-AB
Ich bin...: vergeben
ThinMan hat geschrieben:
Hallo,

ich bin Hardcore-AB und habe das, was man als „schizoiden Charakter“ bezeichnet:
Ich bin viel und gerne für mich allein, habe keine tiefen Bindungen zu anderen
Menschen und spüre weder Einsamkeit noch ein Bedürfnis nach Liebe. Im Gegenteil,
es gibt in mir einen prinzipiellen Widerstand gegen das Zulassen von körperlicher
und seelischer Nähe (die ich als das Aufgeben meiner sicheren Distanz und
eine Schutzlosigkeit vor Verletzungen empfinde). Dieser Widerstand ist immer
stärker als sexuelle Anziehung oder die Sehnsucht nach einer Frau, in die ich mich
verliebt habe (natürlich ungewollt).

Ich weiß nicht, ob in diesem Forum Ex-ABs unterwegs sind, die in meiner
Beschreibung ihr früheres Ich wiedererkennen. Falls ja, würde mich interessieren,
wie sie diesen elementaren Widerstand gegen ein Sich-öffnen überwunden haben.
Mir scheinen da nur zwei Wege in Frage zu kommen: eine Psychotherapie zu
beginnen oder eine gutmütige und geduldige Frau zu finden, die einige Monate
abwartet, ob sich genügend Vertrauen für das Zulassen von Nähe bei mir aufbaut.

Grüße,
Thomas

Erstmal, herzlich willkommen!

Hm, auf mich trifft und traf das nie zu, kann dir da also auch nicht kompetent zu etwas raten.
Sehr viele Leute sind hier auch nicht mehr unterwegs, du kennst den AB-Treff? http://www.abtreff.de Da solltest einige Gleichgesinnte finden. Ob welche die dein Problem schon überunden haben, keine Ahnung.
Aber vielleicht antwortet ja hier auch noch der eine oder andere ..

Viel Erfolg


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 Betreff des Beitrags: Re: Innerer Widerstand gegen Nähe
BeitragVerfasst: 04.10.2017, 14:51 
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Registriert: 27.09.2017, 20:38
Beiträge: 2
Hallo Frankie,

danke für die Info zum ABtreff; dort hatte ich meine Anfrage ebenfalls gestellt
und mittlerweile auch ein paar Antworten bekommen. Dass in eurem Forum hier
nicht mehr viel los ist, hatte ich schon anhand der Datumsangaben der letzten
Posts bemerkt. Aber einen Versuch war es wert, zumal es mir auch nicht eilt.

Gruß,
Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: Innerer Widerstand gegen Nähe
BeitragVerfasst: 08.10.2017, 15:55 
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Wohnort: Berlin
Geschlecht: Männlich
Alter: 39
Na, wenn hier schon mal wieder jemand einen richtigen Thread eröffnet, will ich auch mal:

ThinMan hat geschrieben:
ich bin Hardcore-AB und habe das, was man als „schizoiden Charakter“ bezeichnet:
Ich bin viel und gerne für mich allein, habe keine tiefen Bindungen zu anderen
Menschen und spüre weder Einsamkeit noch ein Bedürfnis nach Liebe.

Wenn dem tatsächlich so wäre, gäbe es mit der Partnerlosigkeit eigentlich kein Problem. Genausowenig mit dem Widerstand gegen Nähe und so weiter. Als Erstes würde ich mich also von der Vorstellung, "schizoid" zu sein, lösen. Das scheinst Du, nach allem was ich hier und im Parallelthread im AB-Treff gelesen habe, eher nicht zu sein (auch wenn man ICD/DSM im Wortlaut sicher dahingehend interpretieren kann) und führt am Ende glaube ich auf eine falsche Fährte.

Ansonsten weiß ich aber auch nicht viel mehr zu schreiben als das, was Du selbst bereits vorschlägst und was auch drüben angeraten wurde. Eine Therapie scheint das Sinnvollste zu sein. Am besten eine, bei der sowohl die verkorkste Nicht-Bindung an die Eltern aufgearbeitet wird als auch praktische Fähigkeiten für die Gegenwart vermittelt werden. Ersteres allein brächte Dich kurz- bis mittelfristig wenig weiter und würde vermutlich eher für zusätzlichen Frust sorgen. Symtombekämpfung ohne Aufarbeitung der Ursachen und des psychologischen Überbaus würde Dich hingegen dazu verdonnern, dieselben Fehler endlos zu reproduzieren.

Ich drück die Daumen, daß Du da an jemand Brauchbares gerätst. Solche Leute sind rar. Therapeuten sind leider oft selbst unfaßbar sozialblind und schwach im Erkennen von Zusammenhängen.

Bis Du so jemanden findest, hindert Dich allerdings auch nichts daran, selbst ein paar Nachforschungen über das ganze Warum und Wieso anzustellen (scheinst Du auch bereits gemacht zu haben, notiert ;)). Auch in dem scheintoten Forum hier hatten wir entsprechende Themen schon öfters am Wickel. Vielleicht findet sich ja der eine oder andere Gedanke in alten Threads, der Dir nochmal neue Blickwinkel eröffnet.


Zitat:
[...] oder eine gutmütige und geduldige Frau zu finden, die einige Monate
abwartet, ob sich genügend Vertrauen für das Zulassen von Nähe bei mir aufbaut.

Ist grundsätzlich keine doofe Option, solange sich das Näheproblem hauptsächlich auf intime Beziehungen beschränkt. Wenn ich es richtig verstehe, ist es bei Dir aber ein umfassenderes Muster in Deinem Denken, Fühlen und Verhalten, so daß das allein wohl keine geeignete Lösung wäre.

Nicht, daß Du eine solche entspannte Frau, so sie sich denn findet, weit von Dir stoßen solltest. Im Gegenteil, so jemand kann ja durchaus positive Entwicklungen anstoßen. Bleiben diese Entwicklungen aber aufs Partnerschaftliche beschränkt, zerschießt das über kurz oder lang allerdings ebenjene Partnerschaft. Mal abgesehen davon, daß eine Frau, die sich beim aktuellen Stand der Dinge auf Dich einließe, mit Sicherheit ihre eigenen Verkorkstheiten und Bindungsprobleme in ähnlicher Größenordnung mitbringen würde. Was den Murks in der Regel eher potenziert als verringert.

YMMV - aber im Hinterkopf behalten sollte man das zumindest.

_________________
"Die Grenze zwischen einer Freundin und einem Haustier, mit dem man Sex haben kann, scheint fließend zu sein."


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 Betreff des Beitrags: Re: Innerer Widerstand gegen Nähe
BeitragVerfasst: 26.12.2017, 16:29 
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Registriert: 21.02.2015, 00:24
Beiträge: 230
Es gibt so einige Möglichkeiten, um aus dem Teufelskreis rauszukommen. Es kostet aber eine gehörige Portion Selbstüberwindung. Ich habe während des Studiums mehrfach versucht, Kontakte zu Studentinnen zu bekommen. Dabei sind leider nur einige Kumpelfreundschaften entstanden. Lag aber wohl auch an meinem AB-spezifischen Verhalten. Ich bin dann frustriert zur psychologischen Beratung für Studenten gegangen. Die haben mir eine Therapie bei einem Psychologen vermittelt. Das war eine Gruppentherapie, an der auch zahlreiche junge Männer beteiligt waren, die man heute als HC-ABs bezeichnen würde. Dort wurde mir zum ersten Mal klar, dass ich nicht der einzige Mann mit diesen Problemen war. Interessanterweise hatten die jungen Frauen, die an der Gruppentherapie teilnahmen, ganz andere Probleme: Die waren meistens keine ABinen, sondern von ihrem Partner verlassen worden und hatten Liebeskummer. In der Therapie ging es ganz schön hart zur Sache. Aber es hat lange Zeit auch nichts gebracht. Immerhin wurde ich in der Zeit durch eine Kumpelfreundin so umgestylt, dass ich bei Frauen besser ankam. Bis ich dann nach Jahren eine Frau traf, bei der es zumindest kurzzeitig mal gefunkt hat. Das lief eigentlich ganz locker ab. Beim dritten Date oder so kam es bereits zu Intimitäten. Ich glaube, sie hat gar nicht gemerkt, dass ich AB war.


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