†Absolute Beginners: Unerfahren

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BeitragVerfasst: 24.09.2014, 23:49 
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Lion hat geschrieben:
GertJonnyHansson hat geschrieben:
Frauen wollen Männer mit Ecken und Kanten, keine Memmen. Sich unterwürfig zu verhalten und sich seine Meinung nicht sagen zu trauen aus Angst sie könnte einen dann nicht mehr mögen, ist so ziemlich das unattraktivste mögliche Verhalten, unmännlicher geht kaum.

... nur noch getoppt durch das Bekenntnis, bisher als Mann bei den Frauen nichts auf die Reihe bekommen zu haben ...

Womit ich auf die Widersprüchlichkeit Deines ansonsten richtigen Arguments hinweisen will.

Ja, man sollte schon zu sich und seiner Meinung stehen ... dumm aber, wenn es da einen Punkt gibt, der seinerseits eine Art "memmiges" Image vermitteln kann.

Das ist meiner Meinung nach schlicht ein Limiting Belief. Nur dann, wenn man das selbst als großes Problem sieht, wird es ein Problem. Dann wird das zur selbsterfüllenden Prophezeihung. Frauen wissen durchaus, dass es für Männer nicht leicht ist. Mit Anfang 30 noch AB zu sein, ist normal, auch wenn man damit nicht zur Mehrheit gehört. Da gibt's wirklich tausend andere Dinge, über die man sich mehr Sorgen machen könnte, etwa ein untrainierter Körper. Wieviele Beziehungen man bisher gehabt hat, ist wirklich sowas von nebensächlich. Was ist schlimmer, dass sich jemand körperlich gehen lässt, oder dass jemand lediglich noch keine Freundin hatte?

Ich plädiere dafür, die Bedeutung von AB-sein nicht zu sehr aufzublasen. Leider passiert das durch Begriffe wie "AB" und "Normalo" bereits. Aber es ist kein Riesen-Ding. ABs sind genauso normal wie sogenannte "Normalos".


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 24.09.2014, 23:49 


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BeitragVerfasst: 25.09.2014, 00:56 
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Lion hat geschrieben:
Tirak hat geschrieben:
Interessant. Da kloppen manche HC+ABs vermeintlich harte Kommentare zur Wahrheit und Wettbewerb raus und sind immer noch HC+AB.


Bitte ... :roll:

Eine bestimmte Meinung zu einem einzelnen Punkt macht nun nicht gerade ein Erfolgsrezept aus, weshalb man gleich zum Ex-AB wird.


Schon richtig. Ich behaupte auch nicht, zu wissen, wie solch ein "Rezept" so aussehen soll - ich glaub auch nicht daran. Aber ich gewinn so langsam den Eindruck, als wüssten manche anscheinend doch schon genau, wie der Hase so läuft. Ist ja nicht das erste Mal, wo grossspurig etwas rausgehauen wird. Ich finds nur ein wenig suspekt, wenn ich dazu dann noch den Status sehe. Sicher könnte ich es auch unter "Nebelkerzen werfen" verbuchen. Andererseits denke ich mir, das manche Meinung einfach so provokativ und von etwas oben herab rüberkommt, dass es förmlich nach einer Praxisumsetzung schreit. Allerdings ist es mir egal, obwohl ich doch zugeben muss, dass ich es auch immer wieder amüsant finde, sowas zu lesen. ;)


Im übrigen seh ich es persönlich so, dass ich es erwähnen würde, sofern mich mein Gegenüber danach fragt. Ich denke mal, in dem Fall ist es ihr wichtig und dann kann sie auch die Chance bekommen, selbst zu entscheiden. ob sie damit klarkommt oder nicht. Aus meiner persönlichen Biographie heraus gibt es allerdings für mich andere Aspekte, womit viel eher Probleme hätte, es zu erwähnen.

Aber nun gut, "schlimmstenfalls" kassier ich eine Abfuhr. Für mich ist es immer noch besser, als stets nur das rauszugeben, was Frau vermeintlich so hören will. Zugebenermassen profitier ich da von meiner Eigenart, da ich das Alleinsein von früh an schon gewohnt bin und tendenziell eh davon ausgehe, dass es so bleibt bzw. vielleicht auch so bleiben sollte.


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BeitragVerfasst: 25.09.2014, 09:22 
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GertJonnyHansson hat geschrieben:
Lion hat geschrieben:

Ja, man sollte schon zu sich und seiner Meinung stehen ... dumm aber, wenn es da einen Punkt gibt, der seinerseits eine Art "memmiges" Image vermitteln kann.

Das ist meiner Meinung nach schlicht ein Limiting Belief. Nur dann, wenn man das selbst als großes Problem sieht, wird es ein Problem. Dann wird das zur selbsterfüllenden Prophezeihung. Frauen wissen durchaus, dass es für Männer nicht leicht ist.


Glaub ich nicht, dass sie das wissen.

Zitat:
Mit Anfang 30 noch AB zu sein, ist normal,


Glaube ich nicht, dass das als normal angesehen wird.

Zitat:
Wieviele Beziehungen man bisher gehabt hat, ist wirklich sowas von nebensächlich.


Wenn die Frage so nebensächlich ist, warum wird sie (direkt oder indirekt) gestellt bzw. das Thema dorthin gelenkt?

Nun, möglicherweise soll etwas ganz anderes herausgefunden werden. Beispielsweise, ob es jemand mit Frauenbekanntschaften allzu locker nimmt und schon dutzende Trophäen vorweisen kann. Eine Antwort, die genau das andere Extrem verkörpert, kommt da ziemlich überraschend, ist aber nicht weniger aufmerksamkeitserregend (im negativen Sinne).

Zitat:
Was ist schlimmer, dass sich jemand körperlich gehen lässt, oder dass jemand lediglich noch keine Freundin hatte?


Warum eine Rangfolge bilden wollen?

"Eigenschaft A ist zwar auch nicht besonders beliebt, aber ich sag's trotzdem, weil Eigenschaft B noch viel schlimmer ist"?

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BeitragVerfasst: 25.09.2014, 09:28 
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Mal eine dritte Herangehensweise: Bisher wurde in der Diskussion lediglich darüber gestritten, ob man die Wahrheit sagen oder eine Notlüge präsentieren soll.

Wie wäre es, solche Fragen von vornherein als "unzulässig" einzustufen und sich vorher ein paar Sätze zurechtzulegen, um überhaupt nicht antworten zu müssen bzw. um deutlich zu machen, dass man diese Frage nicht beantworten wird?

Wo steht, dass man jede Frage brav beantworten MUSS?

Wenn schon "Ecken und Kanten" zeigen, warum nicht in der Form, in dem man sein Gegenüber in freundlicher Weise darstellt: "Sorry, das geht Dich jetzt aber (noch) gar nichts an"?

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BeitragVerfasst: 25.09.2014, 09:58 
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Fände ich auch ok. Steht ja auch nirgendswo, dass man seine Abgrenzung fallen lassen sollte. Am Anfang dürfte sowieso erstmal Vertrauen aufgebaut werden und das braucht eh seine Zeit.


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BeitragVerfasst: 25.09.2014, 12:34 
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Lion hat geschrieben:
Mal eine dritte Herangehensweise: Bisher wurde in der Diskussion lediglich darüber gestritten, ob man die Wahrheit sagen oder eine Notlüge präsentieren soll.

Wie wäre es, solche Fragen von vornherein als "unzulässig" einzustufen und sich vorher ein paar Sätze zurechtzulegen, um überhaupt nicht antworten zu müssen bzw. um deutlich zu machen, dass man diese Frage nicht beantworten wird?

Wo steht, dass man jede Frage brav beantworten MUSS?

Wenn schon "Ecken und Kanten" zeigen, warum nicht in der Form, in dem man sein Gegenüber in freundlicher Weise darstellt: "Sorry, das geht Dich jetzt aber (noch) gar nichts an"?

In den meisten Fällen lautet die Frage "Wie lange ist deine letzte Beziehung her?" oder "Wie lange bist du jetzt schon solo?". Das ist beim Dating eine absolut legitime Frage. Wieso sollte man die als unzulässig einstufen? Dafür gibt's überhaupt keinen Grund. "Sorry, das geht Dich jetzt aber (noch) gar nichts an" kommt seltsam und komisch rüber.

AB-sein ist maximal ein leichter Schönheitsfehler. Es geht ja auch nicht nur um diese eine spezielle Frage. Was sagt das denn über einen Mann aus, der wegen jeder Kleinigkeit, mit Täuschungs- und Ausweichmanövern anfängt, weil er Angst hat sonst nicht anzukommen? Was sagt das über dessen Selbstsicherheit aus? Derjenige der meint sowas machen zu müssen, glaubt doch, er sei wegen so einer Lappalie nichts wert. Und ähnlich wird er sich auch in anderen Bereichen verhalten.

Frauen wollen keine Männer, die bei dem Gedanken ihre Krawatte könnte falsch sitzen, schon in Panik geraten. Sie wollen selbstsichere "Mir doch egal was andere von mir denken"-Männer. Ein wirklich selbstsicherer AB würde über die Frage im Titel dieses Themas keine Sekunde nachdenken, viel zu niederschwellig, Prinzessin-auf-der-Erbse-Sensibelchen-Syndrom. Frauen wollen keine Männer, die aus jeder Mücke einen Elefanten machen. Sie wollen Männer, die Sicherheit vermitteln, und die selbst wenn die Welt um sie herum in Flammen steht, nicht aus der Ruhe zu bringen sind.

http://www.youtube.com/watch?v=YjLjy0C0RWE
(etwas übertrieben vielleicht)

Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet: Ich vermute, dass es manchen MABs, die sich diese Frage stellen, garnicht alleine um "Date-Taktik" geht. Vielmehr dürften sich manche auch ganz unabhängig vom Dating für's AB-sein schämen. Man beantworte für sich folgende Frage:

Im Kreis der Kollegen/Kommilitonen kommt das Gespräch auf Beziehungen, und es wird zum Thema, dass ich mit über 30 Jahren noch nie eine Beziehung hatte. Wäre mir das unangenehm?

Wenn die Antwort darauf "Ja" sein sollte, dann hat man sowieso ein ganz grundlegendes psychisches Problem. Da liegt dann ein "Hilfe, was denken die anderen von mir?"-Syndrom vor, welches im Extremfall in eine Sozial-Phobie übergehen kann. Sozial-Phobiker sind von der Frage, wie sie von anderen bewertet werden, gerade zu besessen. Das ist das diametrale Gegenteil von attraktiver Männlichkeit. Meiner Meinung nach hat ein Mann, der bez. AB-Status ein Verdeckungsmanöver überhaupt nur in Erwägung zieht, bereits ein grundsätzliches Selbstsicherheits- und damit auch Attraktivitätsproblem.


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BeitragVerfasst: 25.09.2014, 12:54 
entweder kam es garnicht zur Sprache oder ich konnte auch in anderen Situationen (Bekannte/Kollegen) auf die Frage wie lange ich schon solo wäre sowas sagen wie "Kommt mir wie 'ne Ewigkeit vor..." - das war dann nichtmal gelogen - oder "schlechtes Thema zur Zeit ... wunder Punkt ... :roll: ." oder etwas geflunkert: "puh, kommt drauf an, wie man rechnet - komplizierte Sache"
Dann wurde eigentlich nicht mehr genauer nachgefragt, die Leute zeigten sich verständnisvoll.
Ich wollte durch ein frühes AB-Geständnis nicht zuuuu freakig rüberkommen oder gar bemitleidet werden. Ab einem gewissen Alter ist das auch bei Frauen nicht mehr süß. Außerdem ist es bei ersten Dates nicht sinnvoll, den anderen erstmal alle Macken oder potenzielle Schwächen auf den Tisch zu klatschen. sowas überfordert jeden. Besser erstmal ein bisschen Eigenwerbung machen und schauen, wie's weitergeht.
Wenn es sich in Richtung Beziehung entwickelt hätte und Vertrauen da gewesen wäre, hätte ich es schon gesagt.


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BeitragVerfasst: 25.09.2014, 13:19 
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GertJonnyHansson hat geschrieben:
In den meisten Fällen lautet die Frage "Wie lange ist deine letzte Beziehung her?" oder "Wie lange bist du jetzt schon solo?". Das ist beim Dating eine absolut legitime Frage.


Was genau wird versucht, mit dieser Frage herauszufinden? Schon klar ... man will wissen, wie lange die letzte Beziehung her ist. Aber warum will man das wissen?

Oder ist das eine Frage, die gestellt wird, um Gesprächspausen zu vermeiden und man stellt sie aus guter alter Gewohnheit?


Zitat:
Wieso sollte man die als unzulässig einstufen?


Weil ich's gerade getan habe. Weil sich vorher noch nie jemand Gedanken drüber gemacht hat, was diese Frage eigentlich soll.




Zitat:
Was sagt das denn über einen Mann aus, der wegen jeder Kleinigkeit,


Wenn es eine Kleinigkeit ist, warum gibt es in AB-Foren immer wieder Threads dazu, wie man mit dieser Frage umgehen soll?

Alles Paranoia? Diese Frage entsteht bei den ABs doch, weil sie annehmen, dass die wahrheitsgemäße Antwort beim Menschen gegenüber zu unerwünschten Schlußfolgerungen führen könnte und sie im schlimmsten Fall sofort ins Aus katapultieren könnte.

Ist das nun Einbildung (d.h. unerwünschte Schlußfolgerungen/Reaktionen sind gar nicht zu erwarten)?

Wenn die vermutete Reaktion eine Einbildung ist ... lande ich wieder bei dem Punkt, warum die Frage dann überhaupt gestellt wird. Es muß doch etwas dran sein mit der Wichtigkeit dieser Frage. Und daher muß auch die Antwort eine Rolle spielen.

Zitat:
Sie wollen selbstsichere "Mir doch egal was andere von mir denken"-Männer.


Ja. Das bedeutet aber nicht, dass jede wahrheitsgemäße "mir-doch-egal-was-andere-denken"-Äußerung vom Inhalt her auf Bewunderung stößt, nur weil man so mutig die Wahrheit gesagt hat.

Und WENN Du so einen Wert auf diese "mir-doch-egal"-Haltung legst, warum nicht auch in einer Erwiderung: "Du, das ist doch wohl eigentlich nicht wichtig, wie lange meine letzte Beziehung her ist" (wenn man tatsächlich so empfindet). Ich würde es von einer Frau nicht wissen wollen. Es wäre mir gleichgültig, also stelle ich die Frage nicht. Warum sollte ich mir gegenüber diese Frage nicht entsprechend beantworten?

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BeitragVerfasst: 25.09.2014, 14:12 
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Lion hat geschrieben:
GertJonnyHansson hat geschrieben:
In den meisten Fällen lautet die Frage "Wie lange ist deine letzte Beziehung her?" oder "Wie lange bist du jetzt schon solo?". Das ist beim Dating eine absolut legitime Frage.

Was genau wird versucht, mit dieser Frage herauszufinden? Schon klar ... man will wissen, wie lange die letzte Beziehung her ist. Aber warum will man das wissen?


Das hat sicherlich unterschiedliche Gründe. Der Haupgrund bei vielen dürfte aber sein herauszufinden ob man schon wieder 'frei' ist. Wer da antwortet 'seit gestern' ist halt schon verdammt suspekt. Schliesslich wird ja auch erwartet, dass man seiner letzten Beziehung nachtrauert.

Lion hat geschrieben:
GertJonnyHansson hat geschrieben:
Was sagt das denn über einen Mann aus, der wegen jeder Kleinigkeit,

Wenn es eine Kleinigkeit ist, warum gibt es in AB-Foren immer wieder Threads dazu, wie man mit dieser Frage umgehen soll? Alles Paranoia?


Grösstenteils? IMHO ja. Man sieht sich selber als Freak und erwartet deshalb negative Reaktionen. Was auch passieren wird solange man sich als Freak sieht. Nicht wegen der Tatsache, sondern wegen des restlichen Verhaltens in der Situation. Wenn du dir erstmal eine leckts mich am Arsch - ich bin ich Mentalität zugelegt hast, dann IST es eine Kleinigkeit. Klar, PUNKTEN wirst du mit anderen Teilen deiner Persönlichkeit.

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BeitragVerfasst: 25.09.2014, 14:18 
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Lion hat geschrieben:
Mal eine dritte Herangehensweise: Bisher wurde in der Diskussion lediglich darüber gestritten, ob man die Wahrheit sagen oder eine Notlüge präsentieren soll.

Wie wäre es, solche Fragen von vornherein als "unzulässig" einzustufen und sich vorher ein paar Sätze zurechtzulegen, um überhaupt nicht antworten zu müssen bzw. um deutlich zu machen, dass man diese Frage nicht beantworten wird?

Wo steht, dass man jede Frage brav beantworten MUSS?

Wenn schon "Ecken und Kanten" zeigen, warum nicht in der Form, in dem man sein Gegenüber in freundlicher Weise darstellt: "Sorry, das geht Dich jetzt aber (noch) gar nichts an"?

Muss man eben nicht beantworten. Man kann ausweichen und die frage zurückstellen. Allerdings kommt es immer auf die Präsentation an. Ansonsten klingt es so als hänge man noch an der Ex (die man nicht hat).

Und das zu sagen was sie hören will, hat nichts mit needy zu tun. Man muss bei ein, zwei Punkten eben nicht die Wahrheit sagen. Ist wie beim Arbeitsmarkt. Im Vorstellungsgespräch antwortet man auch nicht auf die Frage, warum man genau da arbeiten will mit "ich brauche das Geld". Nein, dann muss man das tolle Unternehmen loben und so tun als würde man sich nur da bewerben. Dass man in Wirklichkeit 100 Bewerbungen geschrieben hat, ist in dem Moment nebensächlich. Die Frage ist nur ob man die Stelle/Frau haben möchte oder sich zu dumm anstellt und sagt: "Die Arbeit und das Unternehmen sind mir scheiß egal, ich brauche das Geld!" Damit wird man garantiert nicht eingestellt bzw bekommt kein zweites Date.


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BeitragVerfasst: 25.09.2014, 15:11 
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Man müsste schon ein ziemlich exzellenter Verkäufer sein, um die Grenzen der Selbstdarstellung, welche sich durch das eigene Verhalten oder durch den Lebenslauf wie bei Bewerbungen auftun, überspringen zu können.
Bei mir würde sich bspw. jeder HR-Verantwortliche erstmal totlachen, wenn ich dem erzählen würde, ich sei ehrgeizig. Der schaut in meinen Lebenslauf und weiss sofort, dass ich Müll erzähle. :lol: Insofern seh ich da echte Grenzen in der Selbstdarstellung.
Natürlich ist es beim Date noch ein wenig "entspannter", da liegt noch nicht soviel offen. Aber auch da seh ich zumindest eine Grenze in Bezug auf Verhalten. Inkongurenz zwischen Verhalten und Aussagen dürfte allgemein schlecht ankommen.

Offen bleibt mir zumindest auch der Gegenentwurf zum "Freak". Ohne reizvolle Alternative würde sich derjenige wohl kaum ändern und flüchtige Sprüche wie "sei einfach du selbst" würden das paradoxerweise nur noch weiter vertiefen. Auch eine "Schei..egal-Haltung" wär da keine Lösung, weil beides in einer Person auftreten kann. Naja aber das wär vielleicht ein anderes Thema.


Zuletzt geändert von Tirak am 25.09.2014, 15:18, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 25.09.2014, 15:17 
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Lion hat geschrieben:
GertJonnyHansson hat geschrieben:
In den meisten Fällen lautet die Frage "Wie lange ist deine letzte Beziehung her?" oder "Wie lange bist du jetzt schon solo?". Das ist beim Dating eine absolut legitime Frage.


Was genau wird versucht, mit dieser Frage herauszufinden? Schon klar ... man will wissen, wie lange die letzte Beziehung her ist. Aber warum will man das wissen?

Oder ist das eine Frage, die gestellt wird, um Gesprächspausen zu vermeiden und man stellt sie aus guter alter Gewohnheit?

Warum unterhält man sich bei einem Konzertbesuch über Musik? Ich gehe jetzt von einer typischen klaren Dating-Situation aus. Man will den anderen näher kennenlernen, man will wissen, wie es so mit seinem Dating und bisherigen Beziehungen aussieht. Es ist das zentrale Thema in der Situation, neben sonstigen Dingen wie Beruf, Studium, Hobbys, Reisen etc. Natürlich ist das interessant. Warum sollte man das ausblenden wollen? Es sei denn natürlich man empfindet AB-tum als Makel und schämt sich dafür.

Zitat:
Wenn es eine Kleinigkeit ist, warum gibt es in AB-Foren immer wieder Threads dazu, wie man mit dieser Frage umgehen soll?

Alles Paranoia? Diese Frage entsteht bei den ABs doch, weil sie annehmen, dass die wahrheitsgemäße Antwort beim Menschen gegenüber zu unerwünschten Schlußfolgerungen führen könnte und sie im schlimmsten Fall sofort ins Aus katapultieren könnte.

Ist das nun Einbildung (d.h. unerwünschte Schlußfolgerungen/Reaktionen sind gar nicht zu erwarten)?

Wenn die vermutete Reaktion eine Einbildung ist ... lande ich wieder bei dem Punkt, warum die Frage dann überhaupt gestellt wird. Es muß doch etwas dran sein mit der Wichtigkeit dieser Frage. Und daher muß auch die Antwort eine Rolle spielen.

Weil sich in AB-Foren auch Leute tummeln, die nahe an einer Sozial-Phobie entlangschrammen. Ich meine mich sogar erinnern zu können, dass schon mal allen Ernstes darüber diskutiert wurde, wie man sein AB-tum im Freundeskreis (!!!) an besten geheim hält. Diese Leute schämen sich wirklich für ihr AB-sein, so absurd und unverständlich uns das auch erscheinen mag. Diese Kandidaten brauchen psychologische Hilfe. Zum Glück sind sie in der Minderheit, aber es sind die Leute, die solche Debatten meist anzetteln.

Die Katastrophenszenarien, die diese Leute an die Wand malen sind in der Tat paranoid/Einbildung. Ich geb dir allerdings insoweit recht, dass es wohl wenig hilft, denen zu sagen: "Seid selbstbewusst und sagt die Wahrheit!". Denn die würden dann dabei vor Scham rot anlaufen und mit bebender Stimme "gestehen", was freilich dann zu dicken Minuspunkten führt, weil memmenhaft unmännlich. Somit ist das eine selbsterfüllende Prophezeihung.

Auf die allermeisten ABs trifft das aber wie gesagt zum Glück nicht zu.

Lion hat geschrieben:
Zitat:
Sie wollen selbstsichere "Mir doch egal was andere von mir denken"-Männer.

Ja. Das bedeutet aber nicht, dass jede wahrheitsgemäße "mir-doch-egal-was-andere-denken"-Äußerung vom Inhalt her auf Bewunderung stößt, nur weil man so mutig die Wahrheit gesagt hat.

Richtig, vom Inhalt her mag AB-tum bei manchen Frauen ein kleiner Minuspunkt sein, aber wirklich nur ein kleiner, so lange man ihn nicht selber aufbläst. Man kann aber nicht wegen jedem kleinen potentiellen Minuspunkt, von denen es wohl bei jedem Menschen hunderte gibt, ein Spezial-Vermeidungsmanöver starten. Wer meint er muss das tun, kommt freakig rüber und hat meiner Meinung nach ein Selbstbewusstseinsproblem, das sich auch in anderer Hinsicht zeigt.

Ürigens sagt man nicht "mutig" die Wahrheit, sondern völlig selbstverständlich ohne überhaupt darüber nachzudenken, ob man sollte oder nicht. Das Thema ist viel zu niederschwellig um sich deswegen einen Kopf zu machen.

Manche Frauen haben allerlei komische unhaltbare Vorstellungen von der Welt (manche Männer auch). Was tut man, wenn die Frau beim Date mit abwegigen abergläubischen Thesen daherkommt? Nimmt man sowas ernst, nur um ihr zu gefallen? Nein, natürlich nicht. Und wenn eine meint, AB-tum sei etwas seltsames, erklärungsbedürftiges, nimmt man das ebensowenig ernst.

Sie: Was, du hattest noch nie eine Beziehung? Das ist aber schon sehr seltsam in deinem Alter. Wie kann das denn sein?

MAB: (lacht, winkt lässig ab) Das ist überhaupt nichts ungewöhnliches, es kommt sogar ziemlich häufig vor. Hat halt bisher noch nicht geklappt.

Das ist die angemessene freundliche Reaktion. Tenor: "Ist normal und kein großes Ding." Man braucht keinen Nonsens zu akzeptieren, um der Frau zu gefallen. Eine ruhige, selbstsichere, freundliche "Du irrst, Baby"-Haltung ist angezeigt, falls sie Blödsinn redet. Aber die meisten Frauen werden einem selbstsicher (!) vorgetragenen Standpunkt ohnehin nicht energisch widersprechen. Und fertig, nächstes Thema.

Lion hat geschrieben:
Und WENN Du so einen Wert auf diese "mir-doch-egal"-Haltung legst, warum nicht auch in einer Erwiderung: "Du, das ist doch wohl eigentlich nicht wichtig, wie lange meine letzte Beziehung her ist" (wenn man tatsächlich so empfindet). Ich würde es von einer Frau nicht wissen wollen. Es wäre mir gleichgültig, also stelle ich die Frage nicht. Warum sollte ich mir gegenüber diese Frage nicht entsprechend beantworten?

Richtig, aber das ist was anderes. Wenn es dich wirklich ehrlich langweilt, ist das genau die richtige Reaktion. Sollte aber doch die Furcht vor einem "Minuspunkt" im Hintergrund stehen, würdest du dich selbst belügen, und wir sind wieder bei der obigen Problematik.


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BeitragVerfasst: 25.09.2014, 15:50 
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felissilvestris hat geschrieben:
Lion hat geschrieben:
Was genau wird versucht, mit dieser Frage herauszufinden? Schon klar ... man will wissen, wie lange die letzte Beziehung her ist. Aber warum will man das wissen?


Das hat sicherlich unterschiedliche Gründe. Der Haupgrund bei vielen dürfte aber sein herauszufinden ob man schon wieder 'frei' ist. Wer da antwortet 'seit gestern' ist halt schon verdammt suspekt. Schliesslich wird ja auch erwartet, dass man seiner letzten Beziehung nachtrauert.



Wir kommen der Sache näher. Also könnte ein Punkt, warum die Frage gestellt wird, das Thema "Altlasten" sein. Daher könnte man auch genauso antworten.

Frage: "Wie lange liegt denn Deine letzte Beziehung zurück?"

Antwort: "... also keine Bange, es gibt bei mir keine Altlasten oder Ex-Freundinnen, denen ich noch nachtrauere".

Es könnte aber auch sein, dass die Frage tatsächlich (auch) der Auslotung der Beziehungserfahrung dient. Dann müsste nach der Antwort eine Nachfrage kommen.

Zitat:
Man sieht sich selber als Freak und erwartet deshalb negative Reaktionen.


Genauso, wie sich ein anonymer Alkoholiker bei einem AA-Treffen erheben, zunächst seinen Vornamen sagen und sich dann mit dem Satz "...und ich bin Alkoholiker" seine Eigenschaft eingestehen muß, sollte sich ein AB auch seine Freakigkeit eingestehen.

Freakigkeit nicht in dem Sinne, dass da jemand komisch aussieht, beim Sprechen Gesichtszuckungen hat oder sonstwas, sondern im Sinne von "ja, ich BIN ungewöhnlich, wenn ich mit 25/30/40 Jahren noch keine Beziehung hatte".

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BeitragVerfasst: 25.09.2014, 20:15 
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Tirak hat geschrieben:
Man müsste schon ein ziemlich exzellenter Verkäufer sein, um die Grenzen der Selbstdarstellung, welche sich durch das eigene Verhalten oder durch den Lebenslauf wie bei Bewerbungen auftun, überspringen zu können.
Bei mir würde sich bspw. jeder HR-Verantwortliche erstmal totlachen, wenn ich dem erzählen würde, ich sei ehrgeizig. Der schaut in meinen Lebenslauf und weiss sofort, dass ich Müll erzähle. :lol: Insofern seh ich da echte Grenzen in der Selbstdarstellung.
Natürlich ist es beim Date noch ein wenig "entspannter", da liegt noch nicht soviel offen. Aber auch da seh ich zumindest eine Grenze in Bezug auf Verhalten. Inkongurenz zwischen Verhalten und Aussagen dürfte allgemein schlecht ankommen.

Nur sie hat beim Date nicht deinen Leben-Lebenslauf. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Eigentlich erzählst du ihr deinen Lebenslauf beim Date. Sie muss es dann so hinnehmen was du sagst. Du musst dich ja nicht als Frauenheld darstellen. Aber ganz ohne hast du automatisch schlechte Karten.
Man kann folgendes probieren: "Über meine letzte Beziehung will ich noch nicht reden. Es belastet mich nicht, aber es ist mir noch zu privat darüber beim ersten Date zu sprechen." Souveränes ausweichen. Erst wenn man festgenagelt wird, muss man dann zur Notlüge greifen. Mit der Wahrheit hat man zu 50% schon verloren. Was kann da ein AB bieten um das wett zu machen?


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BeitragVerfasst: 25.09.2014, 21:33 
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Alter: 1
CorpINC hat geschrieben:
Tirak hat geschrieben:
Man müsste schon ein ziemlich exzellenter Verkäufer sein, um die Grenzen der Selbstdarstellung, welche sich durch das eigene Verhalten oder durch den Lebenslauf wie bei Bewerbungen auftun, überspringen zu können.
Bei mir würde sich bspw. jeder HR-Verantwortliche erstmal totlachen, wenn ich dem erzählen würde, ich sei ehrgeizig. Der schaut in meinen Lebenslauf und weiss sofort, dass ich Müll erzähle. :lol: Insofern seh ich da echte Grenzen in der Selbstdarstellung.
Natürlich ist es beim Date noch ein wenig "entspannter", da liegt noch nicht soviel offen. Aber auch da seh ich zumindest eine Grenze in Bezug auf Verhalten. Inkongurenz zwischen Verhalten und Aussagen dürfte allgemein schlecht ankommen.

Nur sie hat beim Date nicht deinen Leben-Lebenslauf. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Eigentlich erzählst du ihr deinen Lebenslauf beim Date. Sie muss es dann so hinnehmen was du sagst. Du musst dich ja nicht als Frauenheld darstellen. Aber ganz ohne hast du automatisch schlechte Karten.
Man kann folgendes probieren: "Über meine letzte Beziehung will ich noch nicht reden. Es belastet mich nicht, aber es ist mir noch zu privat darüber beim ersten Date zu sprechen." Souveränes ausweichen. Erst wenn man festgenagelt wird, muss man dann zur Notlüge greifen. Mit der Wahrheit hat man zu 50% schon verloren. Was kann da ein AB bieten um das wett zu machen?


Das mein ich ja mit "Natürlich ist es beim Date noch ein wenig entspannter, da liegt noch nicht soviel offen" Und ja, ich finds völlig legitim es zurückzuhalten, weil vielleicht noch nicht genug Vertrauen da ist. Hab ich oben angedeutet. :)


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