†Absolute Beginners: Unerfahren

UEberwiegend dummes Gelaber von Flachpfeifen
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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 24.11.2016, 19:18 
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Noch was:

Wächter hat geschrieben:
Was mich wieder zu einem der von mir vermuteten Grundprobleme von ABs führt. Die erwähnte Schlagseite wird in den seltensten Fällen zu leugnen sein. Was am Ende dann aber letztendlich wirklich zum AB-tum führt, scheint mir unter anderem eng verwoben zu sein mit dem fehlenden Finden einer passenden Nische. Und so hat jeder noch so durchgeknallte Hardcore-Veganer-Aktivistenhonk mit, gesamtgesellschaftlich betrachtet, hundertmal bekloppterem und abstoßenderem Uncanny-Valley-Sozialverhalten bessere Chancen beim anderen Geschlecht (genaugenommen bei einem unfaßbar winzigen Teil davon) als ein vergleichsweise konturloser Mensch, der eher mainstreamorientiert ist und die entsprechenden Verhaltensregeln zu verstehen versucht. Die sind in der Mitte der Gesellschaft aber wesentlich komplexer und vor allem intuitiver und weniger in Worte preßbar als an den Rändern...

Komplex sind sie nur, wenn man wirklich jedes kleine Fitzelchen verstehen will. Oder sich vor angeblich Intellektuellen mit ihrer Sprachakrobatik rechtfertigen will.

DER Grundbaustein an sich liegt einfach darin wie Mann und Frau zueinander zufinden wie zugehen. Vor allem erfolgreich. Welches Geschlecht welche Faktoren in Wirklichkeit anziehend findet.
Ungeschönt. Unromantisiert. Und ja, entscheidend ist hier dabei der durchschnittlich gemeine Wert. Der nämlich als konstruktiver Leitwert fungiert bzw. herhalten SOLLTE.
Im Gegensatz zur heutigen kulturmarxistischen Denke wir Menschen wären alle ach so Individuell=Unteilbar und demnach durchweg losgelöst einzigartig. Und sowas wie "Geschlechterstereotype" wären unmenschlich und so'n Schmarn.

Ist das durch, kommt alles andere.
Wie eben die richtige Nische nicht gefunden zu haben.
Die allerdings mit dem vorhin genannten zuhammenhängt. ;)

Aus meinem Archiv:

http://www.weimag.ch/micha/dc/05_Buss_S ... Mating.pdf
http://labs.la.utexas.edu/buss/files/20 ... rences.pdf
auf deutsch kurze Erwähnung hier -> https://allesevolution.wordpress.com/20 ... attraktiv/


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 24.11.2016, 19:18 


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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 24.11.2016, 20:03 
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Womit auch das
Zitat:
Viele sind flexibel genug, um sich mit etwas Zeit fast überall zu integrieren und umgekehrt auch andere in ihre Umfelder zu integrieren

- Problem gelöst wäre.
Bei zumindest genügender Reflexion bzw. Erkenntnis. Über andere aber insbesondere über sich selbst. Stichwort Wechselwirkung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 29.11.2016, 14:56 
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Ach Rosta, kannst Du Deine Aussagen auch mal in Twitter-Format bringen? So geschwollen, wie Du schreibst bezweifle ich, dass Du selber verstehst was Du da schreibst.

@Wächter:
Wächter hat geschrieben:
Habe ich auch schon intensiv überlegt (vor allem jetzt, wo mir auch noch Rosta dankt - da muß was furchtbar schiefgelaufen sein). Aber abgesehen davon, daß die "Öffentlichkeit" dieses Forums eher theoretischer Natur ist und wir hier ziemlich unter uns sind, habe ich über keine Aspekte ihres Lebens geredet, die sie nicht bereits selbst vielfach in die Öffentlichkeit gezerrt hat. Teilweise vor einem Millionenpublikum.

Daß meine Einsicht in jene Aspekte nun eine andere ist als die, die regelmäßig präsentiert wird... je nun. Gegenrede ist gestattet, solange das Ziel davon nicht nur in übler Nachrede besteht. Und aktuell bin ich vor allem daran interessiert, daß StrangeGirl nicht jeden Humbug glaubt und ggf. auch für ein bestimmtes Verhalten ein bißchen sensibilisiert wird. Was in Schriftform gerade furchtbar oberlehrerhaft klingt aber absolut nicht so gemeint ist.


Ich bin ebenfalls dafür, dass nicht jeder Humbug geglaubt wird. Gerade in diesem Fall. Allerdings machte es mir Sorgen, da Du etwas von latenter Suizidalität geschrieben hattest. Aber ich überschätze mal wieder das Forum.... (mit gerade mal 3-4 aktiven Mitgliedern)

Wächter hat geschrieben:
Wobei ich diese zwei Probleme nicht als voneinander unabhängige Phänomene sehe, die auch einzeln auftreten könnten. Ich denke, das wird immer ein stückweit gemeinsam auftreten - was das Herausfinden des ganz individuellen Problemschwerpunkts umso schwieriger machen dürfte.

Berücksichtigt man, daß wohl die meisten Leute irgendwelche kleineren Antennenprobleme haben und daß die Hälfte der unangenehmen Umweltreaktionen ihren Ursprung hinter dem Auge des Betrachters haben, potenziert sich die Schwierigkeit der Selbstanalyse natürlich noch.


Das meinte ich, es ist beides vorhanden aber in unterschiedlich ausgeprägten Graden. Es ist quasi unmöglich, sich selbst zu anlysieren - es braucht Hilfe von außen. Hat man Freunde, mag es einfacher sein, aber selbst die mögen nicht immer die Antennen haben und daher fähig sein zu erkennen was das Problem ist.

Wächter hat geschrieben:
(...)der eher mainstreamorientiert ist und die entsprechenden Verhaltensregeln zu verstehen versucht. Die sind in der Mitte der Gesellschaft aber wesentlich komplexer und vor allem intuitiver und weniger in Worte preßbar als an den Rändern...

Also wieder "man selbst sein"? Wohl eher heraus aus dem Schatten treten, Ecken und Kanten zeigen.... Ich denke, das war das was Wolfram Huke hinbekommen hat. Er hat sich nicht länger versteckt, hat sich offen gezeigt, auch unangenehme Seiten von sich gezeigt. Aber auch Willen gezeigt an sich zu arbeiten. (https://editionf.com/wolfram-huke-fernbeziehung)

Wächter hat geschrieben:
Würde es helfen, wenn Du "Orientierung" als Teekesselchenwort sehen und es auch synonym zu "Ausrichtung" verwenden könntest? Da fiele dann das mit der aktiven Tätigkeit wenigstens weg. Selbst Objekte können ja in eine bestimmte Richtung ausgerichtet sein.

Ich habe mir selber schon dies als Hilfe genommen. Klar sollte sein, das man die angeborene sexuelle Ausrichtung nicht ändern kann. Wer ein Problem damit hat, sollte vielleicht selber erst einmal schauen wo bei sich das Problem befindet.

Wächter hat geschrieben:
Das Problem dieser Leute ist ja nicht wirklich gesellschaftliche Ausgrenzung. Sie fordern zwar "Toleranz", meinen aber Anerkennung. Eine sehr kindliche Forderung nach unbedingter Anerkennung ohne Gegenleistung. Die kann die Gesellschaft aber gar nicht auf der betreffenden Ebene liefern (das wäre Aufgabe der Eltern gewesen), weswegen das Bedürfnis danach nie gestillt wird. Zeige aufrichtige Toleranz... und ein solcher Aktivist wird dennoch weiterplärren. Weil es nicht das ist, was er gemeint hat.

Gut erkannt. Es ist, als würde unsere Gesellschaft gerade erwachsen werden. Auch wenn sie noch lange davon entfernt ist. Sehr lange.

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"Kennst du das Gefühl, dass dir die Leute um dich herum merkwürdig erscheinen? Und je länger du darüber nachdenkst, desto klarer wird dir, dass nicht die Leute, sondern du selbst das Problem bist?" - Niko in: Oh Boy


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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 30.11.2016, 03:37 
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Burt81 hat geschrieben:
Klar sollte sein, das man die angeborene sexuelle Ausrichtung nicht ändern kann. Wer ein Problem damit hat, sollte vielleicht selber erst einmal schauen wo bei sich das Problem befindet.

Dass du dich hiermit widersprichst sollte auch klar sein. -ver-



Burt81 hat geschrieben:
[...] aus dem Schatten treten, Ecken und Kanten zeigen.... Ich denke, das war das was Wolfram Huke hinbekommen hat. Er hat sich nicht länger versteckt, hat sich offen gezeigt, auch unangenehme Seiten von sich gezeigt. Aber auch Willen gezeigt an sich zu arbeiten. (https://editionf.com/wolfram-huke-fernbeziehung)

Folgend die besten Stellen vom "Vorzeige-AB" Huke von dort:

Zitat:
Nichts half. Es wurde besser, aber erst jenseits der 30, mit etwas, das Überwindung kostet statt Geld.

Statt Geld? Darauf gehen wir gleich nochmal ein. ;)

Zitat:
Mit 31 doch, woran ich längst nicht mehr hatte glauben wollen: erster Kuss! Erster Sex! Erste Beziehung!


50644648nx13465/nach-dem-weg-gefragt-f37/wie-mit-eigener-nicht-vergangenheit-umgehen-t5043.html#p118737
-->
Zitat:
Die Frage wer ihn "entjungfert" hat:
https://www.youtube.com/watch?v=PG-jO68 ... e&t=24m11s
"Das war eine Frau, die sehr sehr entspannt war, weil sie unglaublich viele Erfahrungen mitgebracht hat".


Weiter aus seinem neuen Buch dazu (hier gibt er sie den Namen Sofia):
https://books.google.de/books?id=d1ERDA ... over&hl=de
Zitat:
Sofia rückt und ruckelt näher, ich merke das, denke mir aber nichts. [...] Ich komme mir ungelenk vor, zum Glück nimmt Sofia die Sache weitestgehend in die Hand. [...] Das ist es nun? So ist das also? Auf diese Art aus der Nähe betrachtet, muss jeder Liebesakt unglaublich banal aussehen. Meine wichtigste Erkenntnis: Sex braucht Übung! Ich frage mich nur, ob Sofia wohl auch was davon hatte. Knoten ist an diesem Abend jedenfalls keiner geplatzt.

Und das war's. Keine konstruktive Betrachtungsweise zum 1.Mal.
Einfach nur erbärmlich.

Kann dazu nur folgende Amazon-Rezension empfehlen:
https://www.amazon.de/gp/customer-revie ... 3596034868
Interessanter FUN FACT, den dieser erwähnt:

"Warum heißt die Johanna aus dem Film nun Esther" ?

Burt81 hat geschrieben:
Ach Rosta, kannst Du Deine Aussagen auch mal in Twitter-Format bringen? So geschwollen, wie Du schreibst bezweifle ich, dass Du selber verstehst was Du da schreibst.

Aye Aye, Colonel Burton.

https://editionf.com/wolfram-huke-fernbeziehung
-->
Zitat:
Dann traf ich Lea. Sie war auf Auslandssemester in den Niederlanden, ihre Eltern glaubten die Tochter über Bücher gebeugt und ins Studium gekniet, sie aber reiste lieber kreuz und quer durch die Städte und Landschaften Europas.
Zitat:
Dreimal reisten wir gemeinsam, nach Dresden, nach Berlin, nach Krakau. Vom Krakauer Busbahnhof aus ging es für Lea zurück nach Taiwan.
Zitat:
Vom Abschied in Krakau an dauerte es etwas länger als ein halbes Jahr, bis ich Geld für eine Reise zusammen hatte.
Zitat:
Ich komme wieder, versprach ich.
Zitat:
Ich kündigte die Altbauwohnung in Leipzig, verscherbelte übers Internet alle Möbel [...] und flog [...] los.
Zitat:
Nur übernachtet hat Lea bei mir noch nie. Es geht nicht. Selbst mit 27 muss sie, solange unverheiratet, bei den Eltern wohnen
Mein persönlicher Knaller:
Zitat:
Ich glaube, mit unserer Beziehung hat Lea mehr auf sich zu nehmen als ich. Sie wagt den größeren kulturellen Spagat, hat wahrscheinlich auch mehr zu verlieren.
:mrgreen:
Zitat:
Mein bisschen Erspartes vom Verkauf der Ikeaküche ist bald verlebt
Zitat:
Also rückt die Ferne wieder näher: erstmal zurück nach Deutschland, Geld verdienen.


Als ich zum 1.mal von ihm hörte und den Film sah zog ich den Hut vor ihn.
Heute ist er für mich nichts weiter als eine Komödie.
In seinem Buch haut er sogar bei den spannenden Stellen weniger Details heraus als in Interviews wie bei Lanz. Dass die "Sofia" viel Erfahrung vorzuweisen hatte, davon ist im Buch überhaupt nicht mehr die Rede.
Aber auch der Widerspruch mit dem Namenstausch ist merkwürdig. Vor allem weil er bei Lanz "Sofia" nicht beim Namen nennen wollte.
Tja, et stinkt wohl.

Burt81 hat geschrieben:
Er hat sich nicht länger versteckt, hat sich offen gezeigt, auch unangenehme Seiten von sich gezeigt. Aber auch Willen gezeigt an sich zu arbeiten.


Seine Haltung bezüglich AB-Foren: :) (ausm Buch)

Zitat:
Der absolute Beginner, abgekürzt AB, legt sich im Internetforum auf den Untersuchungstisch und unters Mikroskop und inspiziert sich selber von allen Seiten. Er schreibt unter Pseudonymen wie Versinglet, einsameTante, Abstellgleis, Robinson oder Frankenstein.

Versingled, Einsamer Igel, Hoppala ... frankie? :mrgreen:
ka wer Abstellgleis sein soll.
Zitat:
Da wird diskutiert, ob es nun Männer oder Frauen schwerer hätten. Ob Frauen nicht ohnehin alle Luxus-ABinen seien, die jederzeit Mann und Sex haben könnten – wenn sie nur wollten, wenn sie nur nicht so anspruchsvoll wären. Und so weiter und so fort, ad infinitum.

Das ist doch, als würde ich von einem Arzt gleich weiter zum nächsten rennen. Der stellt zwar dieselbe Diagnose, findet aber andere Ursachen und verschreibt andere Medizin. Die ich nicht schlucken will, deshalb geht es gleich weiter zum dritten, vierten, fünften Arzt. Irgendwann mache ich nichts anderes mehr, als Diagnosen und Behandlungsvorschläge einzuholen, mit der Folge, dass ich mich immer kränker fühle. Die Pillen werfe ich meistens weg. Das Kranksein wird zu meiner Hauptbeschäftigung. Nur: Gesund kann ich so nicht werden!

Diese Foren, das merke ich schnell, sind nicht mein Ding. Bloß fort mit allen Deckmänteln und raus aus dem Internet!

Und rein in's Gefühlsgefasel. -crazy-
Selber Fakten recherchieren? Fehlanzeige.

Wie man den huldigen kann, kapier ich nicht (mehr).


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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 30.11.2016, 12:06 
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Burt81 hat geschrieben:
Ach Rosta, kannst Du Deine Aussagen auch mal in Twitter-Format bringen? So geschwollen, wie Du schreibst bezweifle ich, dass Du selber verstehst was Du da schreibst.

Geschwollen ist gut. Durcheinander trifft es besser.

Und ich warte immer noch gespannt auf seinen (gefühlt) ersten Beitrag, der länger als ein Zweizeiler ist und es kraft eigener Kommunikationsleistung nicht nötig hat, eine einzige große Zitatorgie oder Linksammlung zu sein. Dieses zwanghafte Beziehen auf irgendwas, was mal irgendwo jemand Bekannteres als man selbst von sich gegeben hat. Mich nervt ja schon mein eigenes, foreninternes Zitatgefledder, aber gegen das da...

Nichts dagegen, Gedanken von außen einfließen zu lassen. Aber doch in Maßen und nicht so, als hätte man selbst gar nichts beizutragen. Damit degradiert man sich doch selbst zum bloßen Megaphon für jemand oder etwas anderes. Aber gut, zum Thema "keine eigenständige Person sein" kommt weiter unten eh noch was.


Zitat:
Allerdings machte es mir Sorgen, da Du etwas von latenter Suizidalität geschrieben hattest. Aber ich überschätze mal wieder das Forum.... (mit gerade mal 3-4 aktiven Mitgliedern)

Paßt. Und besser, es denkt einer zuviel mit als einer zuwenig.


Zitat:
Also wieder "man selbst sein"? Wohl eher heraus aus dem Schatten treten, Ecken und Kanten zeigen....

Ecken und Kanten zeigen... ja. Aber wenn sie nicht echt sind, nützt das vermutlich auch eher wenig und man wird weiter im unheimlichen Tal wohnen. Optimal wäre also eine Kombination aus beidem - jemand mit Ecken und Kanten werden. Oder besser: mit Konturen. Ecken und Kanten klingt immer so, als müßte man irgendwie unbequem und "anti" sein. Es gibt ja Personen mit Konturen, die für ihre Umwelt sehr angenehm und wenig aneckend sind.

Wenn man so jemand würde, müßte man sich ums Zeigen der Ecken und Kanten dann jedenfalls auch keinen Kopf mehr machen. Vermutlich eher ums Gegenteil. Ist nur die Frage, wie man so jemand wird. Da sind wir ja auch wieder im Bereich dessen, was bei einer normalen Persönlichkeitsentwicklung von selbst funktioniert (freilich ohne umgekehrt gleich ins andere Extrem abzudriften und eine echt kantige Person zu werden, die ständig raushängen lassen muß, wie total kantig sie ist). Aber wie holt man einen Entwicklungsschritt nach? Wie wird man nachträglich... eine Person? Vielleicht etwas hart die Formulierung.

Einen Wolfram Huke würde ich mir bei alldem jedenfalls nicht zum Vorbild nehmen. Er führt gerade mal eine ausgedehnte Urlaubsbeziehung. Unstet, ohne echten Alltag, mit Verfallsdatum. Solange das so ist, "funktioniert" es. Kann er es festhalten. Aber er lebt da soweit ich das beurteilen kann in einer Illusion, einer bloßen Beziehungsbehauptung. Seine daraus abgeleiteten Erkenntnisse, die er in die Welt tragen muß, sind dann nicht minder gegenstandslos wie die Beziehung selbst.

Wolfram Huke also mal beiseite - ich denke, geschafft hat man es, wenn man nichts mehr übertrieben bewußt machen muß. Sich eben nicht bewußt nicht länger verstecken, sich nicht bewußt offen zeigen. Keine "Beziehungsarbeit". Dieses Bewußtmachen kann ein guter erster Schritt zur Aufarbeitung und Neuorientierung sein, aber solange alles was man tut und fühlt und denkt noch dermaßen in Worte preßbar ist, wie in dem Artikel hinter dem Link, hat man noch Baustellen offen und steht immer noch ganz am Anfang.

Andersrum: Bei Leuten mit funktionierenden Beziehungen wüßte ich gar nicht, wo ich mit dem Beschreiben anfangen sollte. Nicht, weil das alles total ungreifbar und esoterisch wäre, sondern eher wegen der (schwer beschreibbaren) komplexen Wechselwirkungen der (selbst für Beziehungshonks sehr gut beschreibbaren) primitiven Einzelbestandteile. Letzteres wird nur zu gerne in solchen kleinen Artikeln oder in Beziehungsratgebern oder auch in Diskussionsforen aufgerollt. Aber das ist eine irreführende Mogelpackung. Da kann man genausogut... pfffrt... das letzte Bayern-Dortmund-Spiel beschreiben, indem man Passagen aus dem DFB-Regelwerk zitiert. Darüber, wie das Spiel gelaufen ist, hat man dann erstaunlich wenig gesagt, selbst wenn man die Regelzitate beispielhaft mit irgendwelchen realen Spielszenen verknüpft.


Zitat:
Es ist, als würde unsere Gesellschaft gerade erwachsen werden. Auch wenn sie noch lange davon entfernt ist. Sehr lange.

Da bist Du aber angenehm optimistisch. Ich sehe eher eine gewisse Infantilisierung voranschreiten. Aber ich bin ja auch ein zwanghafter Nörgler. ;)

Ansonsten natürlich Zustimmung zu allem Nichtzitatgefledderten.

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"Die Grenze zwischen einer Freundin und einem Haustier, mit dem man Sex haben kann, scheint fließend zu sein."


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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 30.11.2016, 19:33 
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Das liegt einfach daran dass ich nicht im Stande bin mich gut verständlich auszudrücken. In der Wortwahl/Wortfindung , Darstellung gegenüber anderen, als auch innerlich gedanklich gegenüber mir selbst.
Tolles Dilemma dazu: Wenn ich frei Schnauze rede nimmt's keiner ernst bzw. komme nicht weit. Doch die Zitatorgie bringt genau so wenig. Da haste schon recht.

Konturen,Frame ... wie man es auch immer nennen mag, ist ja gut und schön. Aber ohne gewissen Status bringt er nichts. Es sei denn man will auf den PickUp-Zug aufsteigen nach deren Motto "Schein ist mehr als Sein".
Es sei denn hiermit werden Männer angesprochen die überhaupt keinen Arsch in der Hose haben; völlig versteift sind.

Du bist ja übrigens immer noch hinter einer allumfassenden Erklärung her, die es nicht gibt. Oder siehst das doch irgendwie als Grundvoraussetzung. Warum hälst du dich mit einem solch utopischen Anspruch auf? Den Sinn und Verknüpfungen einzelner Fakten wie Indizien muss jeder für sich selbst herstellen oder erahnen. Es gibt nicht "die Wahrheit". Die kennt keiner. Aber vielmehr eine tendenzielle ist immer auszumachen. Und die ist immer noch 100x besser als gar keine Orientierung zu haben. Oder als dümmlicher Romantiker zu enden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 01.12.2016, 22:47 
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Wächter hat geschrieben:
Geschwollen ist gut. Durcheinander trifft es besser.

Das ist aber nett gesagt. Mein erster Eindruck war: wirr. verrückt.

Zitat:
Nichts dagegen, Gedanken von außen einfließen zu lassen. Aber doch in Maßen und nicht so, als hätte man selbst gar nichts beizutragen. Damit degradiert man sich doch selbst zum bloßen Megaphon für jemand oder etwas anderes. Aber gut, zum Thema "keine eigenständige Person sein" kommt weiter unten eh noch was.

Ich sehe überhaupt keine eigenständigen Gedanken. Dagegen viele rethorische Fragen, mit denen er sich eine gewisse Überlegenheit einbildet. Zum Selbstschutz weil er doch weiß, dass er im Grunde genommen ein "kleines Würstchen" ist und die eigentliche Problematik in seinem fehlenden Selbstwert liegen.

Zitat:
Einen Wolfram Huke würde ich mir bei alldem jedenfalls nicht zum Vorbild nehmen. Er führt gerade mal eine ausgedehnte Urlaubsbeziehung. Unstet, ohne echten Alltag, mit Verfallsdatum. Solange das so ist, "funktioniert" es. Kann er es festhalten. Aber er lebt da soweit ich das beurteilen kann in einer Illusion, einer bloßen Beziehungsbehauptung. Seine daraus abgeleiteten Erkenntnisse, die er in die Welt tragen muß, sind dann nicht minder gegenstandslos wie die Beziehung selbst.


Wer taugt denn dann zum Vorbild? "Normalos" die Ihre Erfahrungen und Sozialisation in ihrer Jugendzeit machen konnten, taugen nur schwer als Vorbild für ABs, die das eben nicht konnten.

Huke macht meines Erachtens gerade die Erfahrungen, die andere eben im Jugend- und jungen Erwachsenenalter machen konnten. Und er macht die gleichen Gedankenfehler, wie die anderen eben auch im Jugend- und jungen Erwachsenenalter. Warum darf man ihm das nicht zugestehen? Kann man wirklich innerhalb weniger Jahre das nachholen, wofür andere Jahre gebraucht haben?

Ich bewundere ihn für den Wandel, den er vollzogen hat und für seine Offenheit. Er hat die Sache selber in die Hand genommen, und mit seine Aktionen seinen Zustand zu ändern nebenbei gezeigt, wie abstrus und oberflächlich das ganze Liebesgedöns (Onlinedatings; Ratschläge, Geschäftemacherei etc....) eigentlich ist. Er hat der Gesellschaft eigentlich den Spiegel vorgehalten. Und ich bin auch neidisch auf die Erfahrungen, die er machen darf. Ich bin ja noch nicht mal ansatzweise so weit wie er....

Zitat:
... das letzte Bayern-Dortmund-Spiel beschreiben, indem man Passagen aus dem DFB-Regelwerk zitiert. Darüber, wie das Spiel gelaufen ist, hat man dann erstaunlich wenig gesagt, selbst wenn man die Regelzitate beispielhaft mit irgendwelchen realen Spielszenen verknüpft.

Das ist aber das, was viele hier aber gerne hätten. Und auch an seinem neuen Buch kritisiert wird.

Zitat:
Da bist Du aber angenehm optimistisch. Ich sehe eher eine gewisse Infantilisierung voranschreiten. Aber ich bin ja auch ein zwanghafter Nörgler. ;)

Ansonsten natürlich Zustimmung zu allem Nichtzitatgefledderten.

Ohne den Optimismus wäre ich schon lange tot... Und das meine ich auch wirklich so.

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Zuletzt geändert von Burt81 am 01.12.2016, 23:02, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 01.12.2016, 23:01 
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Rosta hat geschrieben:
Das liegt einfach daran dass ich nicht im Stande bin mich gut verständlich auszudrücken. In der Wortwahl/Wortfindung , Darstellung gegenüber anderen, als auch innerlich gedanklich gegenüber mir selbst.
Tolles Dilemma dazu: Wenn ich frei Schnauze rede nimmt's keiner ernst bzw. komme nicht weit. Doch die Zitatorgie bringt genau so wenig. Da haste schon recht.


Bevor ich damals in Therapie war, hatte ich auch imme geglaubt, alles was ich sage muss von allen ernst und als DIE Wahrheit angesehen werden. Als wäre ich derjenige, der die Weisheit mit den Löffeln gefressen hat.

Er fragte mich dann, warum ich denn immer Recht haben will. Ich fand daraufhin keine Antwort.

Bei Dir habe ich generell den Eindruck, dass Du anderen keinen Erfolg zugestehen kannst, bevor Du selber keinen hast. Du torpedierst jeglichen Ansatz hier von anderen, an ihrer Situation etwas erfolgreich zu ändern. Nach dem Motto: Wenn ich es nicht bekommen kann, dann bitte auch die anderen nicht. Also versuchst Du uns einzureden, das wir komplett falsch liegen.

Damit belügst Du dich leider selber.

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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 01.12.2016, 23:11 
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Rosta hat geschrieben:
Seine Haltung bezüglich AB-Foren: :) (ausm Buch)

Zitat:
Der absolute Beginner, abgekürzt AB, legt sich im Internetforum auf den Untersuchungstisch und unters Mikroskop und inspiziert sich selber von allen Seiten. Er schreibt unter Pseudonymen wie Versinglet, einsameTante, Abstellgleis, Robinson oder Frankenstein.


Versingled, Einsamer Igel, Hoppala ... frankie? :mrgreen:
ka wer Abstellgleis sein soll.

Soll ja noch mehr ABForen geben, als den Treff und dieses hier... :roll:

Zitat:
Und rein in's Gefühlsgefasel. -crazy-
Selber Fakten recherchieren? Fehlanzeige.

Wie man den huldigen kann, kapier ich nicht (mehr).

Wer huldigt ihn? Neidisch, dass Du nicht gehuldigt wirst?

Was die Internetforen angeht, hat er ja nicht mal so sehr Unrecht.

Und was die Amazon-Rezension angeht: Ich hätte schwören können, Du steckst hinter dem "Käufer". Leider verrät der "Käufer" mehr über sich, als über das Buch.

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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 02.12.2016, 02:59 
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Burt81 hat geschrieben:
Soll ja noch mehr ABForen geben, als den Treff und dieses hier... :roll:

Ja! Ist das nicht geil. :)
Auf der einen Seite haben wir die femi-herumschwurbelnden Akademi-Sprachromantiker.
Und auf der anderen Seite die pseudo-erfolgreichen Sprücheklopfer-Prollos auf den verstreuten Foren.
Die sich eingemauerten AB4-Illuminaten gibt's natürlich auch.
Welch tolle Forenauswahl !
Aber hier macht's wenigstens noch Spaß wenn ich dicht bin. -crazy-
Naja. Zumindest bisher.
Denn langsam wird's mir wirklich zu öde mich etliche male zu wiederholen.
Allein dein Antwortbeitrag zu Wächter.... Nie hab ich ein Geheimnis darum gemacht dass ich ein kleines Versager-Würstchen bin. Aber du Abgehobenen meinst dazu dass auch noch dass jenes kleine Würstchen einfach grundsätzlich nichts zu melden hätte. Links,Zitat(orgien) ... eigene Erzählungen ... alles egal.

Tja, und wo wären wir hiermit wieder. Beim Thema Status. :mrgreen:

*gähn*

Burt81 hat geschrieben:
Was die Internetforen angeht, hat er ja nicht mal so sehr Unrecht.

Tja. Schon Scheiße wenn es etliche Foren gibt, geschweige etliche Meinungen als auch Lösungsverschläge da draußen. So viele Wege. So viel Kontroverses!
Das war ja sein Hauptproblem: Es war ihm zu viel. Auf die Idee sich unvoreingenommen hinzusetzen und zu schauen was jetzt von alldem für ihn plausibel ist , ggf. sein Weltbild zu hinterfragen ... nicht mal das Thema wird auch nur überhaupt angeschnitten.
Wo kann er dann dabei bei irgendwas recht haben? Er spricht vom Unangenehmen. Sonst nichts.

gääähn

Burt81 hat geschrieben:
Und was die Amazon-Rezension angeht: Ich hätte schwören können, Du steckst hinter dem "Käufer". Leider verrät der "Käufer" mehr über sich, als über das Buch.

Warum heißt die Johanna aus dem Film denn nun Esther? :)

Joe Satriani - Why



Burt81 hat geschrieben:
Er fragte mich dann, warum ich denn immer Recht haben will. Ich fand daraufhin keine Antwort.

Was mich hierzu interessieren würde: Hat er daraufhin das Thema "Standpunkt vertreten" bzw. "eine Haltung haben" angesprochen? Auch extra im Bezug als Mann?
Falls nicht, was ich vermute, habe ich hiermit wieder einen weiteren Beweis auf die Hilfe von Psychodocs zu pfeifen.


Zuletzt geändert von Rosta am 02.12.2016, 03:24, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 02.12.2016, 03:07 
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Zitat:
Welch tolle Forenauswahl !

Aber zumindest gibt es noch den englischsprachigen Raum. ;)
Oder solch interessante Ecken hier.


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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 02.12.2016, 04:40 
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@Rosta
Zitat:
Das liegt einfach daran dass ich nicht im Stande bin mich gut verständlich auszudrücken. In der Wortwahl/Wortfindung , Darstellung gegenüber anderen, als auch innerlich gedanklich gegenüber mir selbst.

Wie gesagt, ich sehe das Problem nicht nur im Ausdruck sondern bereits in der Verarbeitung. Aber vermutlich meinst Du mit "gedanklich gegenüber mir selbst" ziemlich genau dasselbe...


Zitat:
Konturen,Frame ... wie man es auch immer nennen mag, ist ja gut und schön. Aber ohne gewissen Status bringt er nichts.

Da leben wir in unterschiedlichen Realitäten. Es sei denn, man dehnt den Begriff Status bis zur Unsinnigkeit. Oder erweitert ihn wenigstens ums Vortäuschen - was ich nicht vorhabe.


Zitat:
Du bist ja übrigens immer noch hinter einer allumfassenden Erklärung her, die es nicht gibt. Oder siehst das doch irgendwie als Grundvoraussetzung. Warum hälst du dich mit einem solch utopischen Anspruch auf?

Doch, es gibt umfassende Erklärungen und, ja, ich halte es für eine Grundvoraussetzung, diese ein stückweit zu begreifen. Nicht zwingend für jeden Einzelnen. Aber selbst jemand, der am Ende nichts von alledem wissen will oder gar überfordert von diesem Ansatz ist und ihn mangels intellektueller Befähigung als unmöglich ablehnt, kann am Ende davon profitieren, wenn andere auf einer solchen Metaebene Fortschritte machen und ihm vielleicht irgendwann das eine oder andere konkrete Ergebnis ihrer Überlegungen mit auf den Weg geben können.


Zitat:
Den Sinn und Verknüpfungen einzelner Fakten wie Indizien muss jeder für sich selbst herstellen oder erahnen.

Das wäre optimal. Aber da Gehirne von Menschen mit psychischen Problemen, inklusive ABs, gewisse Probleme damit haben, sinnvolle Verknüpfungen herzustellen und Muster zu durchschauen, ist genau das der Knackpunkt. Und da hat Burt81 schon Recht, wenn er behauptet, daß das nicht komplett ohne Hilfe von außen geht.

Aber Du wirst das leugnen... weil alles viel zu "individuell" ist. Und niemand etwas über irgendwas wissen kann. Es gibt ja nur den eigenen, subjektiven, von allen anderen Einzelschicksalen losgelösten Kampf mit seinen ganz eigenen Regeln, nicht?
Jedenfalls dort, wo Du über Dinge stolperst, die Dir nicht gefallen. Wenn aber irgendeine Statistik hübsch erscheint oder irgendein Antifeminismus-Checker etwas Selbstaufwertendes auf Youtube absondert, hängt plötzlich doch wieder alles mit allem zusammen und der Glaube an umfassende "Wahrheiten" ist plötzlich sehr stark.

Was denn nun? Und genau das ist: wirr.


@Burt81
Zitat:
Wer taugt denn dann zum Vorbild? "Normalos" die Ihre Erfahrungen und Sozialisation in ihrer Jugendzeit machen konnten, taugen nur schwer als Vorbild für ABs, die das eben nicht konnten.

Es geht weniger darum, wann ein solches Vorbild seine Erfahrungen gemacht hat als vielmehr um die Qualität dieser Erfahrungen. Und da unterschreibe ich ohne zu zögern, daß auch die meisten Normalos tatsächlich nicht als Vorbild taugen. Nicht die, die die meisten ABs als "Normalo" zu betrachten scheinen - Leute, die in ihrer Teeniezeit planlos aufeinander an- und draufspringen und total viele Fehler machen ("Erfahrungen") und dadurch dann irgendwie emotional "reifen". Bullshit.

Solche Leute fallen bei mir ebenso durchs Raster wie Herr Huke. Die halte ich nicht für nachahmenswert, deswegen greife ich mir da auch immer an den Kopf, wenn ABs beteuern, daß sie deren Erfahrungen auch gerne hätten. Denn genau diese Leute leiden doch für gewöhnlich unter einer ähnlichen Vereinsamung wie ABs. Spätestens am Lebensende, fast immer aber auch schon spürbar vorher. Und alles dazwischen ist Symptombetäubung.

Daß man sich "Beziehungen" in den Lebenslauf schreiben kann, heißt erstmal leider gar nichts, auch wenn das abstrakt und weit weg klingen kann für jemanden, der "nichtmal ansatzweise so weit" ist. Und der die eigene Gülle verständlicherweise gerne mal versuchsweise gegen die Gülle auf der (darunter vermutlich viel grüneren) Wiese der anderen tauschen würde. Manchmal hätte man ja wirklich gerne mal die Probleme der anderen.

Sicher, auch die Leute, die zum Vorbild taugen, werden ihre ersten Schritte in Sachen Partnerschaft nicht erst mit über 30 machen. Aber der Zeitpunkt ihrer ersten Erfahrungen ist nicht das, was sie als Vorbild qualifiziert. Weil es eben nicht das Was und das Wann ist, aus dem man sich wirklich Erkenntnisse rausziehen kann, sondern das Wie. Und Huke, der jetzt so ein intensives Bashing von mir gar nicht verdient hat, versagt IMHO immer noch beim Wie und bietet eben nur "Wann" (spät - hey, wie bei mir!) und "Was" (etwas Beziehungsähnliches, Wanderausflüge, Drehbuchromantik... Erfahrungen eben).


Zitat:
Huke macht meines Erachtens gerade die Erfahrungen, die andere eben im Jugend- und jungen Erwachsenenalter machen konnten. Und er macht die gleichen Gedankenfehler, wie die anderen eben auch im Jugend- und jungen Erwachsenenalter. Warum darf man ihm das nicht zugestehen?

Ich habe es ihm nirgendwo nicht zugestanden. Nur halte ich seine Erfahrungen für wenig hilfreich für andere. Eben weil er jetzt diese Fehler macht, die ich bereits bei vermeintlichen Normalos für Zeitvergeudung und unnütz für jegliche positive Entwicklung halte. Daß er die einfach nur mit etwas Verzögerung reproduziert ist kein Qualitätsmerkmal.

Und seinen "Wandel" halte ich für ein gefährliches Trugbild. Das sich spätestens dann offenbaren wird, wenn er nach der gescheiterten Beziehung den nächsten Film dreht (oder ein Buch oder kleine Artikel darüber schreibt). Weil er immer noch um sich selbst kreist.


Zitat:
Er hat die Sache selber in die Hand genommen, und mit seine Aktionen seinen Zustand zu ändern nebenbei gezeigt, wie abstrus und oberflächlich das ganze Liebesgedöns (Onlinedatings; Ratschläge, Geschäftemacherei etc....) eigentlich ist.

Durchaus, und darin liegt ja auch ein gewisser Wert. Aber es ist andererseits auch wenig mehr als die Erkenntnis: "Mann, war ich doof. Warum hab ich den ganzen sinnlosen Scheiß mitgemacht?"
Diesen hohlen Aktionismus und die Geschäftemacherei mit der Kontaktunfähigkeit der Leute bloßzustellen ist schön und gut. Und hält einem Teil der Gesellschaft tatsächlich den Spiegel vor. Aber genau das meine ich mit "kein Vorbild": Warum zum Geier soll ich mich überhaupt in diesem seltsamen Paralleluniversum aufhalten? An der Stelle steige ich gedanklich bereits aus.

Es gibt Menschen, die von vornherein dieses ganze Pseudoliebesgedöns als für sie nutzlos erkennen und nicht erst hundertmal damit aufs Maul fallen müssen, bevor die Glühbirne im Kopf endlich zaghaft zu leuchten beginnt. Vielleicht taugen die ja um einiges besser als Vorbild als die, die immer erst aus schlechter Erfahrung lernen. Auch wenn sie meist weniger anschauliche "Was"-Geschichten zu erzählen haben.


Zitat:
Das ist aber das, was viele hier aber gerne hätten. Und auch an seinem neuen Buch kritisiert wird.

Heißt, in seinem neuen Buch zitiert er auch nur "Regelwerk"? Oder hab ich das falsch verstanden?


Zitat:
Ohne den Optimismus wäre ich schon lange tot... Und das meine ich auch wirklich so.

Hast auch allen Grund zum Optimismus. Du meinst zwar, Du wärst noch lange nicht so weit wie ein Huke. Ich sehe Dich ihm aber meilenweit voraus...
Fehlt doch nur noch ein Weibchen, das das auch mal endlich genauso sieht wie ich. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 03.12.2016, 22:58 
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Wächter hat geschrieben:
Es sei denn, man dehnt den Begriff Status bis zur Unsinnigkeit.

Nicht schon wieder dieses ausgelutschte Strohmann-Argument.

Oh man, ne, kein Bock mehr hier.

Wächter hat geschrieben:
Aber Du wirst das leugnen... weil alles viel zu "individuell" ist. Und niemand etwas über irgendwas wissen kann. Es gibt ja nur den eigenen, subjektiven, von allen anderen Einzelschicksalen losgelösten Kampf mit seinen ganz eigenen Regeln, nicht?

Lustigerweise war ich derjenige, der sich (auch hier) schon mehrmals über die "es ist alles so individuell"-Fraktion aufgeregt hat.

Ja, Wächter. Viel Spaß dann noch bei deiner Art "Muster zu erkennen". Mir wird's zu langweilig und zu blöde hier. Ist wie mit dem Deppentreff oder den Trollforen da draußen. Bin ab nun woanders unterwegs. Tschö.


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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 04.12.2016, 05:17 
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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 04.12.2016, 16:09 
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Rosta hat geschrieben:
Ja, Wächter. Viel Spaß dann noch bei deiner Art "Muster zu erkennen". Mir wird's zu langweilig und zu blöde hier. Ist wie mit dem Deppentreff oder den Trollforen da draußen. Bin ab nun woanders unterwegs. Tschö.


Also bis nä. Woche, oder so! :mrgreen:

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