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 Betreff des Beitrags: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 15.11.2016, 20:48 
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In einer der letzten Sendungen von "Planet Wissen" (müsste diese Woche noch abrufbar sein: http://www.planet-wissen.de/video-homo- ... t-100.html) wurde das Thema Asexualität groß herausgestellt. Erstaunlich, dass sich eine Frau um die 40 öffentlich dazu bekannte und auch zugab, noch nie Sex gehabt zu haben. Sie lebt mit einem Mann zusammen, der nicht asexuell ist, was schon recht erstaunlich ist, aber sie haben sich irgendwie arrangiert. Daneben gab's in der Sendung noch ein bisschen was über Homosexualität und Alterssex, aber natürlich mal wieder rein gar nichts zur AB-Problematik. Typisch für die Sexthemen im TV: Asexualität ist offenbar wesentlich wichtiger als der ungewollte Verzicht auf Sex und Partnerschaft.


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 15.11.2016, 20:48 


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BeitragVerfasst: 15.11.2016, 22:49 
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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 18.11.2016, 20:27 
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Trosti hat geschrieben:
Erstaunlich, dass sich eine Frau um die 40 öffentlich dazu bekannte und auch zugab, noch nie Sex gehabt zu haben. Sie lebt mit einem Mann zusammen, der nicht asexuell ist, was schon recht erstaunlich ist, aber sie haben sich irgendwie arrangiert.

Erstaunlich ist an der Geschichte nur, daß die Frau, die seit über 10 Jahren durch die Medien tingelt und das Postergirl der deutschen "Asexuellen"-Community ist, noch nie aufgeflogen ist. Und daß offenbar noch niemand sie und ihren (imaginären) Freund mal gemeinsam interviewen wollte.

Also: Nicht alles glauben, was man im Fernsehen hört. Eigentlich sollte einem bereits an der extrem theatralischen Sprechweise, Mimik, Gestik etwas Spanisch vorkommen. Schrillen da wider Erwarten nicht die Alarmglocken bei voller Lautstärke, kann man bei sich selbst aber immerhin den Finger auf einen vermutlich entscheidenden Faktor fürs AB-Dasein legen. ;)

Und, ja, ich kenne die Dame persönlich sehr gut und schätze sie teilweise sogar sehr. Und sie ist btw die mit großem Abstand sexuellste Person, die mir vermutlich je unterkommen wird (allein Penetration ist halt ein NoGo bei ihr). Aber die pippilangstrumpfesken Geschichten, mit denen sie ihre vermeintliche Orientierung aufwertet und vermarktet, und die realen psychischen Abgründe die dahinterstecken, lassen einen ein bißchen verzweifeln.

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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 18.11.2016, 23:00 
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Also eine Abine, oder was?

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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 18.11.2016, 23:58 
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Burt81 hat geschrieben:
Also eine Abine, oder was?

Huh... gute Frage. Nach der Terminologie der AB-Foren vermutlich "Softcore"-ABine, ja. Vor Urzeiten hatte sie (nach ihrer Ansicht zumindest) mal kurz was mit einem Typen... dann lange nichts... dann war sie ein paar Jahre extrem auf mich fixiert... und seitdem mWn wieder nichts. Immer nur Horden von unmotivierten Blind Dates, aus denen nichts wird, Kuscheln mit Kollegen bei Büroübernachtungen, wirrste Geschichten wie etwa die Hochzeit mit einem alten Bekannten, nur weil es auf dessen ToDo-Liste stand, er aber ebenfalls beziehungsunfähig ist...

Aber Beziehung? So richtig Beziehung-Beziehung? Ist fürchte ich auch gar nicht kompatibel mit ihrem, öh, sehr speziellen, alternativen Lebensstil. Und der schlägt dann auch den Interessiertesten zuverlässig in die Flucht. Das steht aber vermutlich auf einem ganz anderen Blatt als die übliche AB-Problematik. Kann man also nichtmal wirklich was draus lernen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 19.11.2016, 03:05 
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Du kennst Katie R. persönlich???? :shock:
Ich fand die ja schon immer total stark - wie selbstbewusst sie für ihre Orientierung eingestanden ist.
Du meinst, das ganze sei nur eine Show?

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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 19.11.2016, 13:27 
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@StrangeGirl: bist Du Dir sicher, dass Asexualität eine Orientierung ist?

Auf mich wirkt das ganze Verhalten von Ihr eher aufgesetzt. Man kann sich in unserer übersexualisierten Welt wunderbar von anderen absetzen, indem man sich als asexuell gibt. Selbst wenn es wirkliches, echtes Selbstbewusstsein wäre, würde sie für ABs so nicht als Vorbild taugen. Wir wollen unsere Situation ja ändern, und nicht beibehalten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 20.11.2016, 21:55 
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StrangeGirl hat geschrieben:
Du meinst, das ganze sei nur eine Show?

Ich meine nicht, ich weiß. Aber selbst wenn ich sie nicht seit über zehn Jahren kennen würde - siehe Burt81. Der ganze Habitus wirkt doch extrem aufgesetzt. Auswendiggelernt. Sie rattert auch in jedem "Interview" dieselben Versatzstücke runter, tut aber trotzdem jedesmal so, als müßte sie intensiv drüber nachdenken (wozu dann gerne eine ebenso auswendiggelernte, völlig übertriebene Mimik aufgesetzt wird).

Andere Leute aus meinem Freundeskreis, die sie mal kennenlernten, waren hinterher entsprechend irritiert. Und auch wenn sie am Ende des Tages - wie ich finde: zurecht - nie jemandem unsympathisch war, waren Kommentare, sie wirke wie eine Außerirdische, die nur auf Basis einiger Lexikoneinträge einen Menschen imitiert, an der Tagesordnung. Bei Leuten mit halbwegs funktionierenden Sozialantennen löst sie zuverlässig eine Art Uncanny-Valley-Effekt aus und wird schnell entlarvt.

Solltest Du da wirklich nie gestutzt haben und sie trotz des offensichtlichen Theaters "stark" finden, empfehle ich ohne Scheiß, zum Gebrauchtwagenkauf, zu Dates und auch überall sonst, wo es ein bißchen aufs Einschätzen des Gegenübers ankommt, möglichst immer jemanden mitzunehmen, der da nachweislich ein bißchen fitter ist und helfen kann.

Und um noch ein bißchen mehr OT zu werden: Die Antennennummer scheint leider ein häufiges Problem, IMHO sogar das Hauptproblem bei ABs zu sein. Andere Menschen = Blackbox. Hatte ich ja schonmal an anderer Stelle hier irgendwo geschrieben. Wenn man sich seine Schwächen in dem Bereich bewußt macht, kann man vielleicht einen angstfreien Umgang damit lernen und die schlimmsten Symptome davon zumindest eindämmen. In der Tendenz ist das bei MABs wohl oft eine gewisse Aggression im Umgang mit anderen, bei WABs eher ein passiver sozialer Rückzug. Zumindest meinen punktuellen Beobachtungen nach. YMMV...

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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 22.11.2016, 23:35 
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Klingt bei deinen Äußerungen etwa ein wenig Verbitterung durch, dass es mit dir und der Dame auf Dauer nicht geklappt hat? Ich habe so den Eindruck. Ist aber auch egal.

Ich finde es schon ein wenig mutig von ihr, sich in der Öffentlichkeit als Asexuelle zu präsentieren, auch wenn da einiges geschauspielert sein sollte. Sie sieht jedenfalls relativ gut aus und dürfte ihre Wirkung auf Männer haben. Wenn sie sich bei den vielen Angeboten, die sie sicher bekommen dürfte, für ein asexuelles Leben entscheidet, liegt das wohl an ihrer körperlichen Abneigung gegenüber sexuellen Handlungen.

Was sollen aber diejenigen ABinen sagen, die nicht so gut aussehen wie sie, aber sich wünschten, dass endlich auch mal ein Mann auf sie zugeht? Haben die es nicht viel schwerer als diese Dame, die zudem noch gesteigerte Aufmerksamkeit über die Medien erfährt und dadurch ihr Selbstbewusstsein zusätzlich auffrischen kann?


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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 23.11.2016, 04:59 
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Trosti hat geschrieben:
Klingt bei deinen Äußerungen etwa ein wenig Verbitterung durch, dass es mit dir und der Dame auf Dauer nicht geklappt hat? Ich habe so den Eindruck. Ist aber auch egal.

Na, wenn es so egal wäre, müßte man sich nicht um solche Interpretationen bemühen.
Verbitterung mag dabei sogar dicht an der Wahrheit sein. Allerdings ausschließlich darüber, daß sich eine mir nahestehende Person ihr eigenes Leben - inklusive Liebesleben - sabotiert und sich in einer Märchenwelt verschanzt. Ein bißchen Sorge darüber, daß eine gute Bekannte auf einen sicheren Suizid zusteuert, ist auch dabei. Das ist hoffentlich gestattet.

Daß es mit mir und der Dame nicht geklappt hat, lag zudem nicht daran, daß sie nicht wollte. Als passionierter Luxus-AB habe ich ja jahrelang Beziehungsanfragen ausgeschlagen (wissend um die toxische Inkompatibilität). Zudem habe ich schon vor längerer Zeit mein Gegenstück gefunden. Mal abgesehen vom erschütternden XXL-zu-S-Oberweitendowngrade von der einen zur anderen, habe ich also wenig Grund, über ein mangelndes Klappen irgendwie unglücklich zu sein.

Anders ausgedrückt: Nicht jeder kreist permanent nur um sich selbst.
(auch wenn es natürlich mein pathologischer Richtigstellzwang ist, der mich überhaupt erst in die Diskussion hier geführt hat)


Zitat:
Ich finde es schon ein wenig mutig von ihr, sich in der Öffentlichkeit als Asexuelle zu präsentieren, auch wenn da einiges geschauspielert sein sollte.

Mutig wäre es, würde sie tatsächlich dazu stehen, wie sie wirklich ist und was sie empfindet. Hieße, auch die ganzen Dinge nicht zu verbergen, die Zuschauer, Moderatoren und Experten (zurecht) stutzigmachen und für unangenehme Nachfragen sorgen könnten. Ob nun ihr über alle Maßen dysfunktionales Elternhaus, ihre krasse Abneigung gegen das Kinderkriegen in einer Welt, die "doch nur aus Schmerz und Leid besteht", oder, soweit mir bekannt ist, zum Beispiel auch eine handfeste Mißbrauchsvergangenheit.

Stattdessen wird krampfhaft das Bild einer völlig normalen Frau gezeichnet. So wie sie sie sich zumindest vorstellt. Eine Erika Mustermann, die bis auf das fehlende Interesse an Sex keinerlei Kanten hat und bei der das restliche Leben ein regenbogenfarbener Einhornpups ist. Statt, wie es tatsächlich der Fall ist, seelenfressend und distanziert zu sein ist die Familie ein toller Rückhalt, statt dauerdemütigend und entbehrungsreich verlief die Kindheit glücklich und störungsfrei, statt gar nicht vorhanden zu sein ist der Freund ein einfühlsamer Mr. Perfect, mit dem man sexuell total toll experimentieren und exotische Asex-Praktiken erfinden kann (wobei wohlweislich nie ins Detail gegangen wird, denn da hat sie von Tuten und Blasen keine Ahnung)... hach, wäre da nicht dieser eine Schönheitsfleck: Er will, ganz im Gegensatz zu ihr natürlich, leider keine Kinder. Muß sie aus Liebe zu ihm wohl kinderlos bleiben. So'n Mist aber auch.

Sie nutzt genau diese Öffentlichkeit als Safespace-Höhle, in der sie sich vor konkreten Problemen verkriechen und eine Art alternativer Realität ausleben kann. Da ist nicht einiges geschauspielert sondern alles. Aber, O-Ton: "Es ist ja für einen guten Zweck."
Und, ja, das läßt einen dann schon ein wenig hilflos zurück, wenn Massenmedien den Humbug mitmachen und ihr völlig unkritisch die Bühne für etwas bieten, was nicht nur der "Asexuellen"-Community einen Bärendienst erweist sondern vor allem auch persönlich verheerend ist und die Betroffene von ihrer Umwelt immer weiter entfremdet.


Zitat:
Sie sieht jedenfalls relativ gut aus und dürfte ihre Wirkung auf Männer haben. Wenn sie sich bei den vielen Angeboten, die sie sicher bekommen dürfte, für ein asexuelles Leben entscheidet, liegt das wohl an ihrer körperlichen Abneigung gegenüber sexuellen Handlungen.

Geht so. Von meinen Gesprächen mit ihr weiß ich, daß natürlich viele Männer für ein paar Sekunden auf sie anspringen (und mit ihr mal zusammen die Straße langgehen ist auch eine interessante Erfahrung, zumal sie sich meistens auch noch recht aufreizend kleidet). Aber der Großteil macht offenbar bereits einen deutlichen Rückzieher, noch bevor die vermeintliche Asexualität irgendeine Rolle spielt. Und sie ist extrem... körperlich. An einer Rührmichnichtan-Ausstrahlung oder einer Abneigung gegen sexuelle Handlungen sollte es nicht liegen.

Da hat sie völlig unabhängig vom Aussehen wohl einfach dieselben Probleme wie jede andere Psycho-ABine. Oder auch Psycho-MABs. Ein bißchen in einer eigenen Blase leben, in die von außen nur schwer einzudringen ist, ist ja durchaus etwas, was viele AB-Forenuser unabhängig vom Geschlecht auszeichnet. Wenn auch in unterschiedlichen Härtegraden und Spielarten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 23.11.2016, 22:37 
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@Wächter:
ich weiß nicht ob es gut ist, die Dame hier im öffentlichen Raum des Forum zu diskutieren. Bislang kann jede unangemeldete Person hier diesen Thread mitlesen....
:!:

Ansonsten:
Wächter hat geschrieben:
Bei Leuten mit halbwegs funktionierenden Sozialantennen löst sie zuverlässig eine Art Uncanny-Valley-Effekt aus und wird schnell entlarvt. (...) Die Antennennummer scheint leider ein häufiges Problem, IMHO sogar das Hauptproblem bei ABs zu sein. Andere Menschen = Blackbox. Hatte ich ja schonmal an anderer Stelle hier irgendwo geschrieben. Wenn man sich seine Schwächen in dem Bereich bewußt macht, kann man vielleicht einen angstfreien Umgang damit lernen und die schlimmsten Symptome davon zumindest eindämmen. In der Tendenz ist das bei MABs wohl oft eine gewisse Aggression im Umgang mit anderen, bei WABs eher ein passiver sozialer Rückzug. Zumindest meinen punktuellen Beobachtungen nach. YMMV...


Ich vermute eher zwei Probleme, mit eine großen Menge an Zwischentönen dazwischen.
Einigen ABs fehlt in der Tat die Antenne, sie erkennen nicht was der andere kommuniziert. Anderen ABs dagegen provozieren so einen Uncanny-Valley-Effekt. Sei es aus leichten Depressionen heraus oder falsch erlernten Verhaltensweisen. Und dann natürlich ABs, die beides zeigen, mal mehr oder weniger ausgeprägt. Das erste könnte leichter zu behandeln sein als den Uncanny-Valley-Effekt.

Aber herauszufinden, welches der Probleme vorliegt - das geht leider nicht alleine. :|

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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 23.11.2016, 23:44 
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Danke dir für deinen Erfahrungsbericht Wächter.

Dass die Medien sie wiederholt vorzeigen ist nicht überraschend. Sie bläst in das gleiche Horn der LGBTQ/Gender also "sexuelle Revolution"-Propagandisten = Akzeptanz für alles. Sie ist auch aktiv in queer-Kreisen unterwegs. Wie dem CSD. Oder dem Motzstrassenfest.
Der von Trosti verlinkter Beitrag von PlanetWissen macht auch genau das: "Homosexualität" und "Asexualität" (und hasse nich gesehn) sei angeblich grundlegend nichts krankes.
Als selbst Ex-Betroffener kann ich darüber nur noch lachen.


Burt81 hat geschrieben:
@StrangeGirl: bist Du Dir sicher, dass Asexualität eine Orientierung ist?

http://de.wikimannia.org/Sexuelle_Orientierung
https://www.lifesitenews.com/news/apa-c ... s-an-error

Auch wenn dir das am Arsch vorbei geht. Aber hör mal lieber auf unsere Blutfeministin Strangy. Die solls ja wissen. :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 24.11.2016, 08:27 
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@Rosta Homosexualität ist auch nix krankes. Oder würdest Du Linkshänder als krank ansehen?

Selbst wenn es "krank" wäre, sind es immer noch Menschen.

Sie haben sich ihre "Orientierung" nicht aussuchen können.
Du hast vielleicht persönlich andere Erfahrung gemacht. Das könnte aber an etwas anderem liegen.... :|

Deshalb störe ich mich auch am Begriff "Orientierung". Das ist für mich ein Wort das eine aktive Tätigkeit bedeutet. Um sich zu orientieren muss man aktiv sein. Man kann sich nicht passiv orientieren. Der Begriff "sexuelle Orientierung" impliziert für mich daher dass sich die Menschen selber ausgesucht haben homosexuell, asexuell oder sonst was zu sein. Und das ist nicht der Fall.

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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 24.11.2016, 09:21 
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Burt81 hat geschrieben:
ich weiß nicht ob es gut ist, die Dame hier im öffentlichen Raum des Forum zu diskutieren. Bislang kann jede unangemeldete Person hier diesen Thread mitlesen....

Habe ich auch schon intensiv überlegt (vor allem jetzt, wo mir auch noch Rosta dankt - da muß was furchtbar schiefgelaufen sein). Aber abgesehen davon, daß die "Öffentlichkeit" dieses Forums eher theoretischer Natur ist und wir hier ziemlich unter uns sind, habe ich über keine Aspekte ihres Lebens geredet, die sie nicht bereits selbst vielfach in die Öffentlichkeit gezerrt hat. Teilweise vor einem Millionenpublikum.

Daß meine Einsicht in jene Aspekte nun eine andere ist als die, die regelmäßig präsentiert wird... je nun. Gegenrede ist gestattet, solange das Ziel davon nicht nur in übler Nachrede besteht. Und aktuell bin ich vor allem daran interessiert, daß StrangeGirl nicht jeden Humbug glaubt und ggf. auch für ein bestimmtes Verhalten ein bißchen sensibilisiert wird. Was in Schriftform gerade furchtbar oberlehrerhaft klingt aber absolut nicht so gemeint ist.


Zitat:
Ich vermute eher zwei Probleme, mit eine großen Menge an Zwischentönen dazwischen.
Einigen ABs fehlt in der Tat die Antenne, sie erkennen nicht was der andere kommuniziert. Anderen ABs dagegen provozieren so einen Uncanny-Valley-Effekt. Sei es aus leichten Depressionen heraus oder falsch erlernten Verhaltensweisen. Und dann natürlich ABs, die beides zeigen, mal mehr oder weniger ausgeprägt. Das erste könnte leichter zu behandeln sein als den Uncanny-Valley-Effekt.

Aber herauszufinden, welches der Probleme vorliegt - das geht leider nicht alleine. :|

Grundsätzliche Zustimmung (und ein Hui @ introspektiver Ansatz... war der in diesem Forum nicht tot? ;)). Wobei ich diese zwei Probleme nicht als voneinander unabhängige Phänomene sehe, die auch einzeln auftreten könnten. Ich denke, das wird immer ein stückweit gemeinsam auftreten - was das Herausfinden des ganz individuellen Problemschwerpunkts umso schwieriger machen dürfte.

Berücksichtigt man, daß wohl die meisten Leute irgendwelche kleineren Antennenprobleme haben und daß die Hälfte der unangenehmen Umweltreaktionen ihren Ursprung hinter dem Auge des Betrachters haben, potenziert sich die Schwierigkeit der Selbstanalyse natürlich noch.

Ein weiterer Punkt ist eine Abart der guten alten "jeder ist fast überall in der Welt Ausländer"-Nummer. Die meisten Menschen wären in ziemlich vielen Umgebungen, in fast jeder Subkultur, in fast jedem Freundeskreis, Arbeitsumfeld, etc. ein komischer Außenseiter. Viele sind flexibel genug, um sich mit etwas Zeit fast überall zu integrieren und umgekehrt auch andere in ihre Umfelder zu integrieren. Je mehr psychische Schlagseite aber jemand hat und je begrenzter damit auch seine sozialen Lernfähigkeiten sind, desto eher wird er sich in irgendeiner gesellschaftlichen Nische wiederfinden, in der seine mühsam erlernten Sozialrituale als "natürliches Verhalten" durchgehen - weil dort halt alle so drauf sind und es nicht besser wissen.

Was mich wieder zu einem der von mir vermuteten Grundprobleme von ABs führt. Die erwähnte Schlagseite wird in den seltensten Fällen zu leugnen sein. Was am Ende dann aber letztendlich wirklich zum AB-tum führt, scheint mir unter anderem eng verwoben zu sein mit dem fehlenden Finden einer passenden Nische. Und so hat jeder noch so durchgeknallte Hardcore-Veganer-Aktivistenhonk mit, gesamtgesellschaftlich betrachtet, hundertmal bekloppterem und abstoßenderem Uncanny-Valley-Sozialverhalten bessere Chancen beim anderen Geschlecht (genaugenommen bei einem unfaßbar winzigen Teil davon) als ein vergleichsweise konturloser Mensch, der eher mainstreamorientiert ist und die entsprechenden Verhaltensregeln zu verstehen versucht. Die sind in der Mitte der Gesellschaft aber wesentlich komplexer und vor allem intuitiver und weniger in Worte preßbar als an den Rändern...


EDIT:
Zitat:
Deshalb störe ich mich auch am Begriff "Orientierung". Das ist für mich ein Wort das eine aktive Tätigkeit bedeutet.

Würde es helfen, wenn Du "Orientierung" als Teekesselchenwort sehen und es auch synonym zu "Ausrichtung" verwenden könntest? Da fiele dann das mit der aktiven Tätigkeit wenigstens weg. Selbst Objekte können ja in eine bestimmte Richtung ausgerichtet sein.


Rosta hat geschrieben:
Der von Trosti verlinkter Beitrag von PlanetWissen macht auch genau das: "Homosexualität" und "Asexualität" (und hasse nich gesehn) sei angeblich grundlegend nichts krankes.

Das sehe ich allerdings genauso. Also wenn man bei Asexualität mal die 99,x% der vermeintlich Betroffenen ausklammert, bei denen die Unlust offenkundige Psychoursachen hat.

Aber wo bei Homosexualität und (tatsächlich angeborener) Asexualität der Krankheitswert sein soll, erschließt sich mir nicht ganz. Das würde ich dann auch getrennt sehen wollen von den unangenehmen Leuten, die sich irgendwo im LGBTQ*_§$#&%-Bereich einordnen, außer ihrer Zugehörigkeit zu dieser Gruppe nichts haben, was sie irgendwie als Person auszeichnen würde und die einem gefühlt täglich ins Ohr plärren, man solle gefälligst Toleranz zeigen. Wo ich mir immer denke: "Wenn du mich nicht dauernd anschreien und gewaltsam Aufmerksamkeit einfordern würdest, wäre Toleranz meinerseits eigentlich der Defaultzustand..."

Das Problem dieser Leute ist ja nicht wirklich gesellschaftliche Ausgrenzung. Sie fordern zwar "Toleranz", meinen aber Anerkennung. Eine sehr kindliche Forderung nach unbedingter Anerkennung ohne Gegenleistung. Die kann die Gesellschaft aber gar nicht auf der betreffenden Ebene liefern (das wäre Aufgabe der Eltern gewesen), weswegen das Bedürfnis danach nie gestillt wird. Zeige aufrichtige Toleranz... und ein solcher Aktivist wird dennoch weiterplärren. Weil es nicht das ist, was er gemeint hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Asexualität im TV
BeitragVerfasst: 24.11.2016, 18:36 
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Wächter hat geschrieben:
Je mehr psychische Schlagseite aber jemand hat und je begrenzter damit auch seine sozialen Lernfähigkeiten sind, desto eher wird er sich in irgendeiner gesellschaftlichen Nische wiederfinden, in der seine mühsam erlernten Sozialrituale als "natürliches Verhalten" durchgehen

Das passiert vor allem dann, wenn die Mitmenschen versagen.


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