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UEberwiegend dummes Gelaber von Flachpfeifen
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 Betreff des Beitrags: Re: Die Zeit laeuft mir davon.......
BeitragVerfasst: 08.04.2015, 22:17 
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Burt81 hat geschrieben:
Ich meinte das Rodrigo-Video, Deine genannte Studie habe ich jetzt erst angeschaut, bin ich jetzt der bad guy? :twisted:

Ah ok, das Rodrigo-Video ist natürlich eher populärwissenschaftliche Unterhaltung und nicht peer-revieved. ;)


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 08.04.2015, 22:17 


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BeitragVerfasst: 09.04.2015, 14:26 
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Erstmal was Generelles zum Thema: Hier werden permanent ziemlich unterschiedliche Dinge in einen Topf geworfen. Das eine ist der völlig natürliche Hang von Frauen zu Männern, die einen okayen Grundvorrat an Selbstbewußtsein und Selbstvertrauen haben und sich entsprechend durchs Leben bewegen. Das andere ist die zwar damit ganz entfernt verwandte aber völlig ins krankhafte übersteigerte Anziehungskraft von wirklich üblen Typen, die immer mit mindestens einem Bein im Knast stehen. Hier praktisch Forschungsergebnisse, die im Grunde nur Ersteres zu bestätigen scheinen zu benutzen, um Letzteres zu "beweisen", nur weil es einem ins Weltbild paßt, ist schlicht unredlich.

Jetzt zur Studie selbst (danke für den Link). Dort steht nämlich schon eingangs: "This ovulatory-induced perceptual shift is driven by women who experienced early onset of puberty."
Sprich: Dieser Effekt zeigt sich wohl tendenziell deutlich stärker bei Frauen, die früh in die Pubertät kamen. Ist man nun mit Studienergebnissen zum Pubertätsbeginn halbwegs vertraut, weiß man, daß frühe sexuelle Reife bei Mädchen vor allem mit der Stabilität des Elternhauses zusammenhängt und nicht mehr als ein evolutionärer Plan B zu sein scheint, um zu retten, was zu retten ist. Je kaputter das Elternhaus - und ein fehlender Vater scheint hier Kriterium #1 zu sein - desto früher legt das Mädel ihre Eier und desto früher wird es rattig auf (vorzugsweise viele verschiedene) Jungs. Und falls das immer noch nicht klar sein sollte - desto gestörter ist und bleibt so eine Person auch generell.

Dann haben sie für die ersten zwei von drei Studien erstmal nur (sehr wenige) Studentinnen als Probanden genommen. Wenn es an der Uni Minnesota ähnlich läuft wie hierzulande (und die Tatsache, daß als Lohn für die Teilnahme auch "extra-credit in psychology courses" aufgeführt ist, deutet in diese Richtung), rekrutierte sich die Probandenschaft dabei hauptsächlich bis ausschließlich aus zur Teilnahme quasi verdonnerte Psychologiestudenten früher Semester. Was das großteils für Leute sind, die sich von einem Psychologiestudium geradezu magisch angezogen fühlen, erwähnte ich andernorts schon einmal. Da studieren dann also Bekloppte Bekloppte, um daraus Erkenntnisse über das Verhalten auch von Nichtbekloppten zu ziehen. Das ist auf so vielen Ebenen verquer, daß es mich schüttelt, auch nur über die Verwendung des Begriffs "Validität" nachzudenken. Und eine Bekannte von mir, die sogar selbst solche Psychostudien durchführt und sich über die Problematik bewußt ist, findet da sogar regelmäßig noch deutlich schärfere Worte.

Nun mal abgesehen davon, daß sich die Ergebnisse der ersten beiden durchgeführten Studien teilweise sogar widersprechen (in Studie 2 wird der "sexy cad" auch während des Eisprungs als schlechterer Vater bewertet), was bei der geringen Samplesize kein Wunder ist, bestätigt die etwas größer angelegte dritte Studie nochmal, was ich weiter oben schrieb. Frauen, die spät ihre erste Regelblutung hatten, bewerteten den sexy Abenteurer sogar deutlich kritischer wenn sie gerade fruchtbar waren, als wenn sie es nicht waren. Hieße, wenn die Ergebnisse auch für noch größere Probandenzahlen reproduzierbar wären, daß Frauen mit tendenziell gutem Elternhaus (und damit auch: nicht geschrumpftem PFC, nicht beeinträchtigter zentraler Kohärenz und funktionierender Impulskontrolle!!) ausgerechnet in ihren fruchtbarsten Tagen, in denen Frauen angeblich so gerne mit Arschlöchern fremdnudeln, gerade die zuverlässigeren Männer bevorzugen.

Sogar diese Studie liefert also Indizien dafür, daß Frauen nur dann auf Bad Boys stehen, wenn sie selbst ordentlich eins an der Klatsche haben. Wenn man nicht nur Schlagzeilenintelligenz besitzt und lediglich aus populärwissenschaftlichen Kurzartikeln (von Autoren, deren zentrale Kohärenz auch oft zu wünschen übrig läßt) seine Informationen bezieht, kann man das eigentlich ziemlich eindeutig aus den Ergebnissen rauslesen.

Nicht, daß die Überschrift "Why Women Choose Bad Boys" falsch wäre. Die Studie beantwortet die Frage ja. Allerdings sagt sie wenig darüber aus, warum ("alle") Frauen das tun, so wie das der Autor des kleinen Artikels impliziert. Sie nähert sich vor allem einer Antwort darauf, welche Frauen so handeln.

Und jetzt nochmal das Argument mit den liebsten, nettesten, tollsten Frauen, die sich ausgerechnet immer die Bad Boys aussuchen, s'il vous plaît... ;)

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BeitragVerfasst: 09.04.2015, 17:16 
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Wächter hat geschrieben:
Und jetzt nochmal das Argument mit den liebsten, nettesten, tollsten Frauen, die sich ausgerechnet immer die Bad Boys aussuchen, s'il vous plaît... ;)

Du solltest mal die Relationen bedenken: Wie viele Frauen sind mit Arschlöchern zusammen? Es sind definitiv zu viele.

Dagegen gibt es wohl kaum einen Mann, der wie in dem Rodrigo-Video zu einer Frau sagen würde: "Tut mir leid, ich verlasse dich. Du bist mir zu nett". Welcher Mann würde eine Frau nur deswegen nicht nehmen, weil sie ihm jeden Wunsch erfüllt?

BTW: Es gab nie so viele Borderline-gestörte Frauen wie heute. Das muss ja auch irgend einen Grund haben.


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BeitragVerfasst: 09.04.2015, 19:10 
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Schleudersitz hat geschrieben:
Du solltest mal die Relationen bedenken: Wie viele Frauen sind mit Arschlöchern zusammen? Es sind definitiv zu viele.



Hau mal ne Prozentzahl raus ... wieviele Frauen, die in einer Partnerschaft leben, haben sich ein Arschloch geangelt?

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BeitragVerfasst: 09.04.2015, 19:31 
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Schleudersitz hat geschrieben:
BTW: Es gab nie so viele Borderline-gestörte Frauen wie heute. Das muss ja auch irgend einen Grund haben.


Das hat viele Gründe:
- geänderte Diagnosemaßstäbe
- genauere Diagnosen durch bessere med. psych. Versorgung
- gesellschaftlicher Fokus auf das Krankheitsbild ( wird eher erkannt)
- auf alle Fälle auch soziologische und gesellschaftliche Gründe (20% aller Jugendlichen sind psychisch auffällig, 10% persistieren in das Erwachsenenalter)
- biologische Gründe (zu einem gewissen Teil vererbte Vulnerabilität)

Aber Vorsicht: da es in dem Sinn für psych. Krankheiten keine Biomarker gibt, sind psych. Diagnosen ein Stück weit auch immer subjektiv - müssen also nicht stimmen.
Und nebenbei - nicht jeder Borderliner verletzt sich; und nicht jeder der sich selbst verletzt ist Borderliner! Und es gibt auch unter Männern eine gewisse Zahl an Borderliner - manche bezeichnen diese auch als "Arschlochtypen... ;) )

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BeitragVerfasst: 09.04.2015, 19:49 
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Wächter hat geschrieben:
Da studieren dann also Bekloppte Bekloppte, um daraus Erkenntnisse über das Verhalten auch von Nichtbekloppten zu ziehen. Das ist auf so vielen Ebenen verquer, daß es mich schüttelt, auch nur über die Verwendung des Begriffs "Validität" nachzudenken.

Und die Herausgeber der rennomierten wissenschaftlichen Journale, in denen das bekloppte Zeug veröffentlicht wird, sind auch alles Bekloppte, ebenso wie die bekloppten Peer-Reviewer...

Nur gut, dass es den Wächter gibt. Sonst wäre dieser Wissenschafts-Skandal womöglich nie aufgedeckt worden! -crazy-


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BeitragVerfasst: 09.04.2015, 20:04 
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Burt81 hat geschrieben:
Schleudersitz hat geschrieben:
BTW: Es gab nie so viele Borderline-gestörte Frauen wie heute. Das muss ja auch irgend einen Grund haben.


Das hat viele Gründe:
- geänderte Diagnosemaßstäbe
- genauere Diagnosen durch bessere med. psych. Versorgung
- gesellschaftlicher Fokus auf das Krankheitsbild ( wird eher erkannt)
- auf alle Fälle auch soziologische und gesellschaftliche Gründe (20% aller Jugendlichen sind psychisch auffällig, 10% persistieren in das Erwachsenenalter)
- biologische Gründe (zu einem gewissen Teil vererbte Vulnerabilität)

Um den vorletzten Punkt noch weiter aufzufiddeln:
- politische Begünstigung von Patchwork- und Alleinerziehenden-"Familien", immer frühere und umfangreichere Kinderfremdbetreuung, mediales Durchwinken solcher Konstrukte
(ich bin nun der Letzte, der Queer-Bla und alternative Lebensstile verurteilt, vor allem, wenn es manchmal nicht anders geht, aber zumindest für die Psyche von Kindern scheint das alles ziemlich banane zu sein)


Zitat:
Aber Vorsicht: da es in dem Sinn für psych. Krankheiten keine Biomarker gibt, sind psych. Diagnosen ein Stück weit auch immer subjektiv - müssen also nicht stimmen.

Und ich fasse solche Begriffe eh immer sehr weit. Ich bewege mich da in meinen Argumentationen immer tief im subklinischen Störungsspektrum. Das nur noch mal als nachgeschobenen Disclaimer. ;)


EDIT:
GertJonnyHansson hat geschrieben:
Und die Herausgeber der rennomierten wissenschaftlichen Journale, in denen das bekloppte Zeug veröffentlicht wird, sind auch alles Bekloppte, ebenso wie die bekloppten Peer-Reviewer...

Im Psychobereich? Ja. Da gibt es Leute, die sind Prof. Dr. Dr. und sind völlig wirr im Kopf. Nicht schusseliger-knuffiger-Professor-wirr. Eher Genderforscher-wirr. Mit sauberem wissenschaftlichem Arbeiten haben diese Leute dann ausgesprochen wenig am Hut. Aber dafür sind sie ganz toll im Netzwerken untereinander und darin, sich gegenseitig zu peer-reviewen...

Wissenschaftliche Standards sind leider gerade im Bereich der Geschwätzwissenschaften ein seltenes Gut. Oft ist das ganze nur Fassade und Pfauengepluster. Man muß jetzt auch nicht überkritisch mit allem umgehen, aber zumindest hin und wieder lohnt dann doch ein genauerer Blick und ein eigener Gedanke, wenn einem etwas aus dieser Ecke unterkommt.

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BeitragVerfasst: 09.04.2015, 21:03 
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Wächter hat geschrieben:
Im Psychobereich? Ja. Da gibt es Leute, die sind Prof. Dr. Dr. und sind völlig wirr im Kopf. Nicht schusseliger-knuffiger-Professor-wirr. Eher Genderforscher-wirr. Mit sauberem wissenschaftlichem Arbeiten haben diese Leute dann ausgesprochen wenig am Hut. Aber dafür sind sie ganz toll im Netzwerken untereinander und darin, sich gegenseitig zu peer-reviewen...

Wissenschaftliche Standards sind leider gerade im Bereich der Geschwätzwissenschaften ein seltenes Gut. Oft ist das ganze nur Fassade und Pfauengepluster. Man muß jetzt auch nicht überkritisch mit allem umgehen, aber zumindest hin und wieder lohnt dann doch ein genauerer Blick und ein eigener Gedanke, wenn einem etwas aus dieser Ecke unterkommt.

Sorry, da folge ich dir nicht, ich halte deine Kritik an dieser Studie für sehr weit hergeholt. Ich halte die Psychologie grundsätzlich für eine seriöse Wissenschaft. Das ist keine "Laberwissenschaft". Sie stellt falsifizierbare Hypothesen auf, geht empirisch und experimentell vor, beschreibt genau was sie tut (Versuchsaufbau, Auswahl der Probanden usw.), nimmt verwandte Wissenschaften wie die Biologie und die Neurologie ernst, ist selbstkritisch und folgt keiner erkennbaren Ideologie. Das alles steht in starkem Kontrast etwa zu den Gender-Spinnern. Auch das an anderer Stelle diskutierte MAB-Buch von Robin Sprenger ist in meinen Augen ein Beispiel für gute Wissenschaft.


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BeitragVerfasst: 09.04.2015, 21:54 
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GertJonnyHansson hat geschrieben:
Ich halte die Psychologie grundsätzlich für eine seriöse Wissenschaft. Das ist keine "Laberwissenschaft". Sie stellt falsifizierbare Hypothesen auf, geht empirisch und experimentell vor, beschreibt genau was sie tut (Versuchsaufbau, Auswahl der Probanden usw.), nimmt verwandte Wissenschaften wie die Biologie und die Neurologie ernst, ist selbstkritisch und folgt keiner erkennbaren Ideologie.


Vorsicht: Es gibt gerade in der Psychologie solche und solche Forschungen. Forschungen, die ernst gemeint sind. Und Forschungen, die plakativ und reißerisch sind, aber lediglich dazu dienen Geld einzutreiben, aber kaum neues Wissen bringen. Und leider auch damit fehlerhaft.

Interessant zu lesen:

http://www.zeit.de/2015/06/forschung-fe ... hlerkultur

http://www.welt.de/wissenschaft/article ... erren.html

http://www.zeit.de/2013/22/sozialpsychologische-studien

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BeitragVerfasst: 10.04.2015, 12:03 
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@Burt81
Danke für die Links. Die Sache mit dem niedlichen Cargo-Kult hatte ich völlig verdrängt. Hübsche Analogie. ;)


GertJonnyHansson hat geschrieben:
Sorry, da folge ich dir nicht

Mußt Du nicht. Ich kann da auch nur meine Eindrücke schildern. Und die von mir bekannten Leuten, die im Wissenschaftsbetrieb tätig sind. Und da stellt sich das Ganze an vielen Fronten, nicht an allen, erstmal so dar wie erwähnt. Formal werden alle Bedingungen von "Wissenschaftlichkeit" erfüllt, tatsächlich wird wenig davon mit Leben gefüllt und es geht hauptsächlich ums Eintreiben von Forschungsgeldern und darum, von anderen Wissenschaftlern oder Fachmagazinen irgendwo zitiert zu werden, um in irgendwelchen albernen Rankings aufzusteigen und ganz dolle wichtig zu sein. Der Erkenntnisfortschritt bleibt dabei weitgehend auf der Strecke.

Bin ja ganz bei Dir, wenn Du einwendest, daß dahinter nicht so eine verquere Ideologie wie beim Genderismus steht. Aber gerade im Psychobereich können selbst viele große Namen meiner Ansicht nach kaum in allereinfachsten Zusammenhängen denken**. Und das haben sie durchaus mit den Genderfredis gemein.

Und selbstverständlich ist Psychologie in Relation zu anderen Disziplinen eine "Laberwissenschaft" (und je weiter links auf diesem Bild, desto anfälliger ist eine Disziplin dafür: xkcd). Das hat aber nichts damit zu tun, daß Psychologie an sich Dummfug wäre. Sondern einzig mit den in diesem Bereich arbeitenden Leuten. Man schaue sich auch mal Statistiken zur Intelligenzverteilung von Studenten diverser Fächer an. Die Studenten, die ansatzweise die Veranlagung haben, wissenschaftlich arbeiten und denken zu können, zieht es großteils in naturwissenschaftlichere und techniklastigere Bereiche. Psychologie, Philosophie, Soziologie und das ganze Zeug ist ein einziges großes Resteficken derjenigen, die früher eher in der Verwaltung oder im Kaufhaus gelandet und dort herausragend gewesen wären, heute aber studieren dürfen... müssen... wollen sollen. Wenn man einen IQ-Cutoff von, schlagmichtot, sogar nur ~120 einführen würde, würden manche Vorlesungen vor ziemlich leerer Kulisse stattfinden (und ohne sexistisch sein zu wollen - hauptsächlich die mit hohem Frauenanteil). Und mir wäre das für das, was ich mir unter einem Wissenschaftler vorstelle, noch deutlich zu gering. Mal davon ab, daß IQ-Werte Schmonzes sind.

Noch einmal: nichts gegen diese Disziplinen. Ich find die wirklich endlaser. Aber es fehlen dort auf breiter Ebene schlicht die richtigen Köpfe. Und ohne die macht sich halt eine Kultur von statusdenkenden Forschungsgeldabgreifern und Netzwerkern breit, die mangels Geisteskapazität nur so tun können, als wären sie richtige, echte Wissenschaftler. So wie sich ein Fünfjähriger eine Krawatte umhängt und mit einem Aktenkoffer herumstolziert und dann "erwachsen" ist, so hängen sich diese Leute wissenschaftliche Methoden um, ohne diese zu einem sinnvollen Ganzen verknüpfen und wirklich nutzen zu können. Und das ist frustrierend. Und dann kommen Leute an, die sagen: "Was willst du denn? Der hat doch formal alles richtig gemacht. Das ist ernstzunehmende Wissenschaft!" ... und ich sehe nur Kinder mit Krawatten und Inselbewohner mit Holzkopfhörern und faß mir an den Kopf. Und leide ein bißchen mit denen mit, die deutlich mehr leisten könnten, deren Zeit und Energie aber hauptsächlich dafür draufgeht, täglich den Befindlichkeiten solcher Wannabes zuzuarbeiten.

**(basierend auf meinen punktuellen Erfahrungen - das ist definitiv kaum mehr als anekdotische Evidenz)

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BeitragVerfasst: 10.04.2015, 14:59 
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Burt81 hat geschrieben:
GertJonnyHansson hat geschrieben:
Ich halte die Psychologie grundsätzlich für eine seriöse Wissenschaft. Das ist keine "Laberwissenschaft". Sie stellt falsifizierbare Hypothesen auf, geht empirisch und experimentell vor, beschreibt genau was sie tut (Versuchsaufbau, Auswahl der Probanden usw.), nimmt verwandte Wissenschaften wie die Biologie und die Neurologie ernst, ist selbstkritisch und folgt keiner erkennbaren Ideologie.


Vorsicht: Es gibt gerade in der Psychologie solche und solche Forschungen. Forschungen, die ernst gemeint sind. Und Forschungen, die plakativ und reißerisch sind, aber lediglich dazu dienen Geld einzutreiben, aber kaum neues Wissen bringen. Und leider auch damit fehlerhaft.

Interessant zu lesen:

http://www.zeit.de/2015/06/forschung-fe ... hlerkultur

http://www.welt.de/wissenschaft/article ... erren.html

http://www.zeit.de/2013/22/sozialpsychologische-studien

Danke für die Links. Diese Diskussion über solche Probleme in der Wissenschaft, Publication-Bias, die Qualität der Peer-Reviews usw. ist schon alt. Die Wissenschaft ist nicht perfekt. Das gilt aber für alle Disziplinen, auch für die angeblich "exakten" Naturwissenschaften. Das wird ja auch in dem Welt-Artikel gesagt.

Ich erinnere an die Bogdanov-Brüder. Die hatten es geschafft, einen völlig sinnfreien Wortsalat in mehreren renommierten Physik-Fachzeitschriften zu veröffentlichen. Dieses Beispiel zeigt sehr drastisch, dass es den Unterschied zwischen angeblich exakten Naturwissenschaften einerseits und "Laberwissenschaften" andererseits, so wie ihn Wächter behauptet, nicht gibt. Das ist schlicht ein Klischee. (Nicht-Wissenschaften wie "Gender-Studies" mal ausgeklammert)

In allen Disziplinen wird manchmal leider unsauber gearbeitet und es passieren Fehler. Da steht die Psychologie nicht schlechter da als die Physik oder die Biologie. Seriöse exakte Naturwissenschaften vs. unseriöse "Laberwissenschaften"? Spätestens seit der Bogdanov-Geschichte mach man sich mit so einer Sichtweise lächerlich.


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BeitragVerfasst: 10.04.2015, 16:42 
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Apropos lächerlich:
"Ich kenne einen, der hat sein Leben lang gequalmt wie ein Schlot und hat nie Krebs bekommen! Erhöhtes Krebsrisiko durchs Rauchen ist ein Märchen!"

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BeitragVerfasst: 10.04.2015, 19:04 
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Wächter hat geschrieben:
Apropos lächerlich:
"Ich kenne einen, der hat sein Leben lang gequalmt wie ein Schlot und hat nie Krebs bekommen! Erhöhtes Krebsrisiko durchs Rauchen ist ein Märchen!"

Den kenne ich auch: Helmut Schmidt! ;)

Die Bogdanov-Geschichte kann man aber nicht als einzelnen Unfall abtun. Die beiden haben ihre Arbeiten in 5 Physik-Zeitschriften gehabt. Und wir reden hier nicht von Arbeiten mit Schwächen sondern von von vorne bis hinten völlig sinnfreien Texten (Laberwissenschaft). Das war/ist schon ein systematisches Problem.

Ich will hier keinesfalls die Physik schlechtreden, ganz und garnicht. Die "harten" Naturwissenschaften stehen auch mir fachlich näher als die "softeren" Wissenschaften. Auf das dünne Brett, zu behaupten, erstere wären irgendwie seriöser und verlässlicher, würde ich mich aber nicht begeben wollen. Ich halte das für völlig abwegig.

Alle Gebiete haben ihre Peinlichkeiten zu bieten. Es gibt in der Physik genauso Quacksalber, die mit hanebüchenem unfundierten Hype die Öffentlichkeit belästigen (Brian Greene, Max Tegmark und co.), wie es vergleichbares in der Psychologie gibt. Das nimmt sich nichts. Deine Thesen, die ForscherInnen in der Psychologie seien dümmer und könnten schlechter logisch denken (PMS-gesteuerte hysterische Weiber?) als die Leute in anderen Bereichen, sind schlicht abenteuerlich. Es sind überall die gleichen Menschen mit vergleichbaren Fehlern am Werk.


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BeitragVerfasst: 10.04.2015, 20:06 
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Was ist denn für Wächter "echte" Wissenschaft? Und was ist warum Laberwissenschaft?

Psychologie ist vielschichtig und hat auch ein großes geisteswissenschaftliches (was ich hier mal als Laberwissenschaftlich bezeichnen würde) Erbe. Dieses ist in Deutschland jedenfalls sehr bedeutungslos; an den Universitäten gibt es Einführungsvorlesungen zu Geschichte der Psychologie, wo so etwas eine anekdotische "Rolle" spielt, ebenso wie in den Veranstaltungen zur Persönlichkeitspsychologie/Differentiellen Psychologie Herren wie Freud, Jung, Adler mal eine Veranstaltungsstunde geopfert wird.

Die Frage, die sich jetzt noch stellt, ist, in welchem Verhältnis Methodik/Gegenstand maßgeblich für die Beurteilung der Disziplin sind. Die Grobbeschreibung des Faches macht es uns mit dem Verhalten und Erleben des Menschen nicht einfach, insofern könnten wir auch bei der (Human)verhaltensbiologie sein (was wir ja im Grunde auch tatsächlich sind). Man könnte sich auch Fragen, worum geht es, um die Natur oder vom Menschen gemachtes, um Artefakte (wo man klar geisteswissenschaftlich wäre) oder den Menschen als Teil der Natur. Es hilft nichts, man muss sich die Bereiche doch genauer anschauen. Oder das curriculum. Oder den "begutachteten" Output der scientific community. Und die Methodik.

Richtig, der Gegenstand ist diffuser als Mathematik, Physik, Chemie, Biologie. Aber schon hier kommen wir zu Berührungen. An den Hochschulen werden zB in der Regel zwei Veranstaltungen namens "Allgemeine Psychologie" gelehrt, darunter fallen insbesondere Wahrnehmung, Kognition, Gedächtnis und Lernen. Da sind wir sofort im Bereich der Physik, Akustik und Neurowissenschaft. Hier steht man auch in enger Wechselwirkung zur Biologie, Ethologie, Ökologie.

Obligatorisch auch die Sozialpsychologie, deren europäische Variante sich auch klarer von Bereichen der Soziologie abzugrenzen versucht dabei aber nie eine völlige Trennschärfe zu dieser - ebenfalls mit großem geisteswissenschaftlichem Erbe versehenen - hinkriegt.

Unzählige weitere Teilbereiche, von denen kaum alles an den Hochschulen gelehrt wird, wie etwa die evolutionäre Psychologie, existieren. Dazu die klinische Psychologie mit ihrer großen Überschneidung zur Medizin (Psychiatrie).

Dieses Konglomerat aus sozial- und naturwissenschaftlichen (und in Wurzeln geisteswissenschaftlichen) Elementen kann man völlig unterschiedlich beurteilen. Fehlgehend dürfte die Kategorisierung in die gleiche Kategorie wie Philosophie allerdings auf jeden Fall sein, weil die empirische und statistische Arbeit einfach zu dominant ist, von den naturwissenschaftlichen Anteilen ganz zu schweigen. Zugegeben: Die Methode ist es aber auch nicht (könnte es je nach Wissenschaftsdefinitionen allerdings sein), man erinnere sich nur an die Kritiken zur Volkswirtschaftslehre und dem neoklassischen Paradigma.
Ich halte es aber für zulässig, bei einer seriösen Anwendung statistischer Methoden grundsätzlich von wissenschaftlicher Arbeit zu sprechen - messen lassen muss sich diese Arbeit freilich am Erkenntnisgewinn. Damit hat es die Psychologie nun leider nicht leicht, denn Ergebnisse sind zu interpretieren. Und genau hier ist der Knackpunkt, an dem man auch ernsthaft über "Laberwissenschaft" sprechen könnte. Den Vorwurf rechtfertigt das allerdings nicht. So ziemlich jedes Paper betont in den Schlussfolgerungen, inwieweit die Untersuchung an Grenzen stößt, was zukünftig zu untersuchen wäre u.ä. Natürlich wird in Interpretationen gelabert, dabei hält man sich aber im Rahmen der Anforderungen der Plausibilität, weiß um die Fehlbarkeit und freut sich über jede Korrektur. Gerade dies ist eine Manifestation der herrschenden wissenschaftlichen Methode. Und auch, wenn man kaum gesichertes psychologisches Wissen produzieren kann, gibt es Indizien für die Güte der aktuellen Erkenntnisse, beispielsweise wenn Forschungsergebnisse mit denen von Nachbardisziplinen konvergieren.

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Eisbären müssen nie weinen...


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BeitragVerfasst: 19.08.2016, 14:10 
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Fortsetzung aus dem "Stimmung"-Thread:
Rosta hat geschrieben:
"Why do some women pursue relationships with men who are attractive, dominant, and charming but who do not want to be in relationships—the prototypical sexy cad? Previous research shows that women have an increased desire for such men when they are ovulating, but it is unclear why ovulating women would think it is wise to pursue men who may be unfaithful and could desert them."

Die wichtigste Aussage ist doch schon gefallen: "Previous research shows that women have
an increased desire for such men when they are ovulating
" . Womit allein damit dein Satz "Sogar diese Studie liefert also Indizien dafür, daß Frauen nur dann auf Bad Boys stehen, wenn sie selbst ordentlich eins an der Klatsche haben." Humbug ist.

Ist er nicht. Denn gesetzt den Fall, daß Ergebnisse vorangegangener Studien korrekt wiedergegeben wurden, fehlt dieser Aussage die entscheidende Unterscheidung in Frauen mit und Frauen ohne Klatsche und wirft stattdessen alle in einen Topf. Siehe vorangegangene Postings. Ich schreibe den ganzen Kram nicht nochmal, auch wenn es schon eine Weile zurückliegt.

Aber um das zu verstehen, benötigt man ein Mindestmaß an zentraler Kohärenz. Vulgo: die Fähigkeit, in Zusammenhängen zu denken und nicht nur auf einzelne Datenpunkte und Schlagzeilen anzuspringen.


Zitat:
Der Titel der Studie lautet übrigens: "Ovulation Leads Women to Perceive Sexy Cads as Good Dads"

Und widerspricht sich selbst, wenn Du mal nicht nur die Überschrift liest sondern ausnahmsweise einen Blick in die Studie wirfst. Wo festgehalten wird, daß bei Frauen, die nicht frühzeitig in die Pubertät kamen, sogar ein gegenteiliger Effekt feststellbar ist.

Daß der Titel der Studie reißerisch und faktisch falsch gewählt ist, darf man, so man will, ruhig dem ankreiden, was ich hier mal über "Laberwissenschaften" und die Befähigung vieler dort tätigen Personen zum stringenten Denken schrieb.


Zitat:
Beisser hat aber nicht ganz unrecht. Diese Art von Männer sind vielmehr attraktiver als nette Langweiler. Wobei im zunehmenden Alter i.d.R. der finanzielle Status mehr ins Gesicht fällt und der nette Langweiler auf einmal doch durchaus interessant werden kann. Darüber kenn ich nämlich auch so einige Geschichten.

Erneut Ignoranz gegenüber der Tatsache, daß sich unterschiedliche Gruppen von Frauen unterschiedlich verhalten, unterschiedlich fühlen (zum Bevorzugen von Gefühlsachterbahnen einfach mal Impulskontrolle, sensation seeking und verwandte Schlagworte quergoogeln) und auch unterschiedlich anfällig für größere Präferenzänderungen im Lauf ihres Lebens sind. Garniert mit noch mehr Androhung anekdotischer Evidenz. Das wird aber auch nie langweilig...


Zitat:
Worauf es aber im Kern ankommt ist Dominanz. Führungsstärke. Hegemoniale Männlichkeit. Charme.
Am Ende ist es egal ob sie negativ (Cad/BadBoy o.ä.) oder positiv (echt und ehrenhaft) ist.

Ist es offenkundig nicht, wenn sich hinreichend gestörte Personen von der pervertierten, übersteigerten, negativen Ausprägung von Männlichkeit angezogen und von der positiven sogar abgestoßen fühlen, während es sich bei Frauen die noch die meisten Datteln an der Palme haben genau umgekehrt verhält. Das ist ein immenser qualitativer Unterschied im Handeln und Fühlen sowie in den jeweiligen Auslösern dieser Handlungen und Gefühle.

Und das ist nicht "egal", es muß stattdessen an genau dieser Stelle nachgesehen werden, warum sich das so verhält. Denn am Ende geht es hier offenbar um zwei komplett unterschiedliche Dinge, sonst wäre der Effekt bei allen Frauen identisch, würde immer in dieselbe Richtung weisen und sich dabei nur in der Stärke der Ausprägung unterscheiden. Stattdessen findet man zwei völlig gegenläufige Phänomene vor, die nicht miteinander vereinbar sind. Das auf die pure Angepaßtheit daran zu schieben, was das gewünschte Verhalten im jeweiligen Umfeld der Frauen darstellt, scheint mir nicht ganz vereinbar zu sein mit der erwähnten Trennlinie, die erstmal nur den Zeitpunkt des Eintritts in die Pubertät skizziert.

Sag an, wenn Du dahingehend Studien aufgetrieben hast, die stattdessen eher Deine Annahme stützen. Bis dahin sollte man sich aber mit inflationär verwendeten Begriffen wie "Tatsache!", "Fakt!" oder auch Formulierungen wie "sieht man doch!" aber zurückhalten. Ich sehe noch nicht... beschäftige mich aber auch erst seit knapp 15 Jahren mit Neuro- und Psychokrempel. Im Gegensatz zu ideologiegesteuerten Eiferern habe ich zum Glück noch ein paar Dinge zu lernen.

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Toxisches Thema des Monats (Mai 2015)
Forum: Toxische Themen
Autor: Dirk
Antworten: 3

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